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	<title>Blog zum Hof &#187; FFF 2009</title>
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		<title>Thirst – Vampir mit Herz</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 17:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Chan-Wook Park S&#252;dkorea 2009 133 Min. Deutscher Kinostart: 15.10.2009 (MFA-Film) ! Kritik mit Spoiler ! Explosive Mischung aus konventioneller Literatur-verfilmung und blutr&#252;nstig-erotischer Vampirthematik (FFF09) Der katholische Priester Sang-hyeon reist nach Afrika, wo der t&#246;dliche Emmanuell-Virus herrscht. Er stellt sich f&#252;r Experimente zur Verf&#252;gung, die helfen sollen, die gef&#252;rchtete Krankheit zu besiegen. Doch er infiziert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Chan-Wook Park<br />
S&#252;dkorea 2009<br />
133 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 15.10.2009 </strong> (MFA-Film)<br />
<strong>! Kritik mit Spoiler !</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2358" title="Thirst-0535" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Thirst-05352.JPG" alt="Thirst-0535" width="350" height="234" /></p>
<p><strong>Explosive Mischung aus konventioneller Literatur-verfilmung und blutr&#252;nstig-erotischer Vampirthematik</strong> (FFF09)</p>
<p>Der katholische Priester Sang-hyeon reist nach Afrika, wo der t&#246;dliche Emmanuell-Virus herrscht. Er stellt sich f&#252;r Experimente zur Verf&#252;gung, die helfen sollen, die gef&#252;rchtete Krankheit zu besiegen. Doch er infiziert sich und stirbt klinisch, erwacht aber kurz darauf zu neuem Leben. Von nun an wird er von allen wie ein Auserw&#228;hlter mit Wunderkr&#228;ften behandelt, so auch von der Familie Ra. Dort trifft er seine ungl&#252;ckliche Freundin Tae-joo aus Kindertagen wieder, die als Waise von Frau Ra aufgenommen und als eine Art Aschenputtel gehalten wird. Frau Ra hat auch die Zwangsheirat mit ihrem trotteligen, ewig verschnupften und vulg&#228;ren Sohn Kang-woo, veranlasst. <span id="more-2357"></span></p>
<p>Der Priester wird zur w&#246;chentlichen Mahjong-Runde eingeladen und bald entwickeln sich zarte Gef&#252;hle zwischen ihm und Tae-joo. Gleichzeitig muss Sang-hyen auch erkennen, dass er starken Durst auf Blut versp&#252;rt. Er leidet auch unter Sonnenunvertr&#228;glichkeit, empfindlichen Sinnen und erfreut sich ungeheurer K&#246;rperkr&#228;fte. Der eingefleischte Priester ger&#228;t in einen unl&#246;sbaren Konflikt: Er braucht das Blut anderer, darf und will aber nicht t&#246;ten. Seine Blutlust ist gleichzeitig gepaart mit k&#246;rperlicher Lust und es dauert nicht lange, da fallen Tae-joo und er wild &#252;bereinander her. Tae-joo f&#252;hlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben gl&#252;cklich und will Kang-woo loswerden. Als Sang-hyeon Wunden an ihrem Bein entdeckt, geht er davon aus, dass ihr Ehemann sie schl&#228;gt. Tae-joo &#252;berredet den Priester-Vampir, ihren Ehemann zu t&#246;ten. Doch danach ist es nichts mehr so zwischen den beiden wie zuvor – sie k&#246;nnen mit dem Mord nicht leben.</p>
<p>Die Geschichte um die ungl&#252;ckliche Waise, die zwangsverheiratet wurde und mit dem besten Freund ihres Mannes eine heimliche, leidenschaftliche Beziehung f&#252;hrt, was schlie&#223;lich in einem gemeinsam geplanten Mord endet, adaptierte Park aus Zolas Roman »Thérèse Raquin« (1867). Ebenso die gegenseitigen Schuldzuweisungen und den gemeinsamen Selbstmord des Paares. Entsprechend konventionell ist auch die Liebes-Story und die Ausstattung: Das Wohndesign k&#246;nnte auch aus einer Thomas-Mann-Verfilmung der 70er stammen. Die Anreicherung dieser Liebesgeschichte mit der Vampir- und Priesterthematik stammt aus Parks Feder, der auch das Drehbuch zu seinem Film schrieb. Visuell ergibt sich daraus einer interessante Mischung zwischen traditioneller Literaturverfilmung aus dem 19. Jahrhundert und blutigen Splatter- und ausgiebigen Sexszenen. Trotz des dramatischen Themas ist der Film stellenweise sehr schwarzhumorig. Mit der Vampir-Pristerthematik ver&#228;ndert der koreanische Regisseur Zolas Intention deutlich.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2368" title="thirst_park_chan_wook_3b" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/thirst_park_chan_wook_3b1.jpg" alt="thirst_park_chan_wook_3b" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Vampir-Priester Sang-hyen: Kang-ho Song</strong></p>
<p>Émile Zola, ein Vorl&#228;ufer und Vorbild der Naturalisten, ging es haupts&#228;chlich darum, das Wesen der »menschlichen Bestie« darzustellen. Dazu eigneten sich die Naturalisten verschiedenste Theorien an, wie den Positivismus. Diese suchten nach einer naturwissenschaftlichen Methode, um die menschlichen Handlungen zu erkl&#228;ren. Die Naturalisten interpretierten das streng als Input gleich Output. Das Fatale an dieser Theorie ist, dass sie davon ausgingen, dass die menschlichen Handlungen determiniert, also vollkommen unfrei sind.</p>
<p>Wenn Thérèse ihren Ehemann in Zola Roman also hasst, dann deshalb weil ihr Charakter neurotisch und unbefriedigt ist und dem ihres Ehemannes ruhig und passiv, entgegensteht. Ohne, dass sie eine Wahl hat. Sie wird also unfreiwillig zum Mord getrieben.</p>
<p>Bei Parks THIRST ist das wesentlich anders. Als Determinismus f&#252;hrt er die Vampirthematik ein, die zu unfreiwilligen Handlungen f&#252;hrt. Doch bei ihm haben auch Getriebene eine Wahl in der Art ihrer Mittel. So entwickeln sich in Sang-hyen und Tae-joo, zwei gegens&#228;tzliche Prinzipien des Vampir-Daseins: Nachdem der Priester erkennen muss, dass ihr Ehemann sie niemals geschlagen hat, ist die gl&#252;ckliche Beziehung zwischen den Beiden gest&#246;rt. In einer dramatischen Geste in der Tae-joo dem Priester die alleinige Schuld f&#252;r den Mord gibt, fordert sie ihre T&#246;tung. Sang-hyen schlitzt sie auf, kann jedoch nicht mit ansehen, wie seine Geliebte stirbt. Er spendet ihr Blut und sie wird auch Vampirin. W&#228;hrend der Priester sich auch nach seiner Vampirwerdung moralisch-ethischen Grunds&#228;tzen verpflichtet sieht, lebt Tae-joo ihre Blut- und Mordlust bald mit aller Inbrunst aus. Er hingegen entwickelt einfallsreiche Ideen, auch noch als Vampir menschlich zu handeln. So richtet er sich seine »private Blutbank« ein, und zapft nur das Blut von Koma-Patienten, Selbstm&#246;rdern und Krebskranken an.</p>
<p>Zum offenen Bruch zwischen den Beiden kommt es, als sie bei der Mahjong-Runde als M&#246;rder entlarvt werden. Tolle Szene: Die inzwischen querschnittsgel&#228;hmte Mutter und einzige Mitwisserin versucht den Anwesenden das durch Blinzeln mitzuteilen. Die gesamte Mahjong-Runde r&#228;t wild wie bei einem Buchstabenquiz herum, w&#228;hrend Tae-joo vergeblich versucht die Raterei zu verhindern. Als die Spieler endlich die richtige L&#246;sung erraten haben, bleibt ihnen der Mund offen stehen. Leider haben sie aber nicht den Jackpot geknackt, sondern ihr Todesurteil gef&#228;llt. Tae-joo saugt alle mit Vergn&#252;gen aus &#8211; Sang-hyen ist entsetzt. Tae-joo kontert, sie sei ja schlie&#223;lich kein Mensch und f&#252;hle sich keinen Grunds&#228;tzen mehr verpflichtet. Da er den Einfluss auf seine Geliebte nun endg&#252;ltig verloren hat, bleibt ihm nur noch ein Ausweg.</p>
<p>Der Konflikt des Vampirwesens/Halbvampirs, t&#246;ten zu m&#252;ssen, ohne es zu wollen, ist nicht neu. Park greift es auf und thematisiert den inneren Konflikt zwischen Gut und B&#246;se erneut. Kann ein bluts&#252;chtiges Wesen, dass eigentlich kein Mensch mehr ist, trotzdem nach humanen Grunds&#228;tzen handeln? Neu ist, dass der Vampirpriester es tats&#228;chlich schafft, diesen Wiederspruch zu l&#246;sen. Er bleibt human und ist doch gleichzeitig ein Vampir. Park entwickelt damit eine neue Variante des Genres.</p>
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		<title>Trick &#8216;R Treat &#8211; Overkill Halloween</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 13:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Michael Dougherty Kanada/USA 2008 87 Min. DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009 Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske? (FFF 09) Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Michael Dougherty<br />
Kanada/USA 2008<br />
87 Min.<br />
<strong>DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009</strong></p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/TRT-9931r_v3.jpg" alt="Trick &#039;r Treat" title="Trick &#039;r Treat" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2345" /></p>
<p><strong>Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske?</strong> (FFF 09)</p>
<p>Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine d&#252;ster-m&#228;rchenhafte Atmosph&#228;re à la »The Company of Wolves«. Genau, das Richtige f&#252;r einen kalten, verregneten Herbstabend im heimatlichen Wohnzimmer. <span id="more-2340"></span></p>
<p>Es ist Halloween und fast die gesamte Stadt ist kost&#252;miert auf den Beinen, um ausgiebig S&#252;&#223;igkeiten zusammeln, Partys zu feiern und Sex zu haben: Jungfrauen, sexgeile Teenager, die typische Kinderclique mit dem Mauerbl&#252;mchen bis hin zur mutigen Anf&#252;hrerin. Alle sind sie unterwegs. Bis auf Mr. Kreeg, dem ewig vor sich hinknurrenden Halloween-Hasser mit seinem alten K&#246;ter und einem blutr&#252;nstigen Schuldirektor (Dylan Parker &#8211; »Happiness«). </p>
<p>Dougherty verbindet f&#252;nf Storylines, die auch noch eine Substory enthalten, die er lose ineinander verwebt. Damit verbindet ein Urgestein des literarischen Horrorgenres, die Kurzgeschichte, mit unz&#228;hligen Verweisungen auf das Filmgenre. Enthalten sind Anspielungen auf Klassiker wie »The Beast with Five Fingers« (1946), &#252;ber nat&#252;rlich Carpenters »Halloween« (1978), »The Company of Wolves« (1984) bis hin zu moderneren Filmen wie »It« (1990) und »El orfanato« (2007) &#8211; um nur einige zu nennen. </p>
<p>Doughertys TRICK ´R TREAT ist vor allem eine vergn&#252;gliche Kom&#246;die, in der ein Lutscher schon mal zum Mordwerkzeug werden kann und in der auch nicht ausgespart wird, dass das Halloweenfest in den USA schon v&#246;llig &#252;bertriebene Ausw&#252;chse angenommen, in der sich die Industrie eine goldene Nase verdient. Aber Dougherty kritisiert das nicht, sondern mischt ordentlich mit, in dem er einen vollkommenen Overkill des gesamten Ensembles anbietet: Au&#223;erirdische, Werw&#246;lfe, Vampire, Zombies, b&#246;se Kinder, Psychopathen und abgetrennte mordende K&#246;rperteile. Gelungener Humor!</p>
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		<title>Deliver Us From Evil – Erl&#246;se uns vom B&#246;sen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 16:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Ole Bornedal D&#228;nemark/Schweden 2009 93 Min. Hat sich im Haus verschanzt: Johannes aus dem bitterb&#246;sen DELIVER US FROM EVIL (FFF 09) Der Beginn, wenn die Protagonisten vorgestellt werden, erinnert ein bisschen an Leones »The Good, the Bad and the Ugly«: das gl&#252;ckliche und beruflich erfolgreiche Paar Johannes und Pernille mit ihren beiden aufgeweckten Kindern; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Ole Bornedal<br />
D&#228;nemark/Schweden 2009<br />
93 Min. </p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Deliver_06.jpg" alt="Deliver_06" title="Deliver_06" width="250" height="375" class="alignleft size-full wp-image-2334" /></p>
<p><strong>Hat sich im Haus verschanzt: Johannes aus dem bitterb&#246;sen DELIVER US FROM EVIL</strong> (FFF 09)</p>
<p>Der Beginn, wenn die Protagonisten vorgestellt werden, erinnert ein bisschen an Leones »The Good, the Bad and the Ugly«: das gl&#252;ckliche  und beruflich erfolgreiche Paar Johannes und Pernille mit ihren beiden aufgeweckten Kindern; der cholerisch-poltrige Looser Lars, der sich immer und von allem – am meisten vom Leben selbst – betrogen f&#252;hlt, der arme, etwas merkw&#252;rdige Au&#223;enseiter Alain vom Balkan und die herzensgute Christin Anna. Und dann f&#228;hrt Lars Anna auch noch &#252;ber den Haufen. Die Karten scheinen hier schon von vorneherein verteilt – wer der B&#246;se ist und wer der Gute. <span id="more-2333"></span></p>
<p>Als Lars einen Schuldigen pr&#228;sentiert, n&#228;mlich den »Neger-Alain«, entwickelt sich die nette Dorfgemeinschaft in Bornedals extrem d&#252;steren, farbgebleichtem Film, schnell zu einem Lynch-Mob. Der gute Johannes – die Analogie zu seinem Namenspatron aus der Passionsgeschichte ist sicherlich nicht zuf&#228;llig – gew&#228;hrt Alain Schutz in seinem Haus, doch die rasende Dorfgemeinschaft steht schon vor der T&#252;r. Als Pernille, mit den weinenden Kindern im Arm, Johannes bittet, Alain rauszuschicken, geht eine merkw&#252;rdige Wandlung in ihm vor. </p>
<p>DELIVER US FROM EVIL ist vielschichtig. Der Begriff des biblischen B&#246;sen – nicht nur der Titel verweist darauf – sondern das Vater-Unser »[…] F&#252;hre uns nicht in Versuchung, sondern erl&#246;se uns von dem B&#246;sen […]« wird im Film auch komplett zitiert. Die anf&#228;nglichen, scheinbar eindeutigen Zuweisungen von Gut-Menschen und B&#246;sewichtern werden am Ende infrage gestellt, als Johannes und ja auch Pernille, die sich aus allem raushalten wollte, zu rabiaten Mitteln (Splatterelemente) greifen, um sich von ihren Peinigern zu befreien. </p>
<p>Pernille wird zu Beginn von den Kindern gefragt wird, warum es b&#246;se Menschen gibt und sie antwortet, es g&#228;be keine b&#246;sen Menschen, sie zeigen nur, dass sie geliebt werden wollen. Diese Verflachung wird ad absurdum gef&#252;hrt. Dass das biblische Gute in einem Kollektiv, das selbst schon rasender P&#246;bel ist, kaum zu h&#228;ndeln ist, wird schon zwischen Johannes und den Dorfprolls deutlich. Als sie ihn als »M&#246;rderfreund« beschimpfen, ranzt Johannes »biersaufende Sozialschmarotzer« zur&#252;ck und gie&#223;t damit ordentlich &#214;l ins Feuer. Neiden ihm die Sozialhilfeempf&#228;nger seinen Erfolg, sein Haus, seine Familie schon lange und warten nur auf eine Gelegenheit, zuzuschlagen. </p>
<p>Insofern zeigt Ole Bornedal wie extrem schwierig die Forderung »Deliver us from Evil – Erl&#246;se uns vom B&#246;sen«, also halte uns von b&#246;sen Handlungen ab, einzuhalten ist. Dazu braucht es nicht mal einen aufr&#252;hrerischen, mordenden Mob. Es gen&#252;gt schon, dass wir in einer &#252;blen Welt, in der nicht Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, leben. </p>
<p>Hinzuf&#252;gung: Referenzen zu Peckinpahs »Straw Dogs« sind offensichtlich. Kannte ich beim Schreiben des Artikels noch nicht. </p>
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		<title>Moon &#8211; der vergessene Working Class Hero</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 23:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Duncan Jones GB 2009 97 Min Stilistisch nahe an Tarkowski und Kubrick, aber mit einer Botschaft der 80er-Science-Fiction. Protagonist Sam aus dem wegweisenden Indepententfilm MOON. (FFF 09) Ingenieur Sam (Sam Rockwell) arbeitet f&#252;r die Lunar Energy Industries, die, nun nachdem die Energiequellen auf der Erde versiegt sind, ihren Rohstoff aus dem Helium 3 des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Duncan Jones<br />
GB 2009<br />
97 Min</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Moon_J1T0501.jpg" alt="Moon_J1T0501" title="Moon_J1T0501" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2302" /> <strong>Stilistisch nahe an Tarkowski und Kubrick, aber mit einer Botschaft der 80er-Science-Fiction. Protagonist Sam aus dem wegweisenden Indepententfilm MOON. </strong>(FFF 09)</p>
<p>Ingenieur Sam (Sam Rockwell) arbeitet f&#252;r die Lunar Energy Industries, die, nun nachdem die Energiequellen auf der Erde versiegt sind, ihren Rohstoff aus dem Helium 3 des Mondes gewinnt. Die Besonderheit: Dazu brauchen sie nur einen einzigen Menschen, der die Energie f&#252;r die gesamte Erde erwirtschaftet. Der Preis f&#252;r diesen »heroischen« Job ist Isolation. Sam hat nur noch Gerty, einen Roboter, der einem riesengro&#223;en einarmigen Banditen &#228;hnelt, der »Emotionen« durch ein Smily-Gesicht ausdr&#252;ckt. Doch Gerty ist keine Maschine, die einen Partner ersetzen k&#246;nnte &#8211; seine Aufgabe beschr&#228;nkt sich auf die &#220;berwachung des Gesundheitszustandes von Sam. Die einzigen menschlichen Kontakte sind Videobotschaften seiner Frau und seiner Arbeitgeber. <span id="more-2289"></span></p>
<p>Die Situation zu Beginn ist &#228;u&#223;erst prek&#228;r, denn der leichenblasse, k&#246;rperlich v&#246;llig ungepflegte und apathische Ingenieur leidet extrem an dieser Isolation. Er steht kurz vor dem Wahnsinn, f&#252;hrt Selbstgespr&#228;che und nur sein Bastelei von Modellbauten retten ihn vorm Durchdrehen. Doch da sein Vertrag auf drei Jahre befristet ist und dieser in zwei Wochen ausl&#228;uft, beginnt er sich wieder zu »vermenschlichen«. In jeder Einstellung wird seine Frisur k&#252;rzer, nachts tr&#228;umt er von den sanften Berr&#252;hrungen seiner Frau. Doch merkw&#252;rdig: Die Videobotschaften von ihr stehen in seltsamen Kontrast zu Sams menschlicher Verwandlung &#8211; ein leiser Unterton von Verzweiflung ist zu sp&#252;ren, der von Nachricht zu Nachricht st&#228;rker wird. Und in Sams n&#228;chtliche wohltuende Tr&#228;ume schleichen sich Horrorvisionen. Pl&#246;tzlich beginnt er Menschen an Bord zu sehen&#8230;</p>
<p>Das Deb&#252;t von Ducan Jones ist stilistisch zwar eher an die Weltraumdramen eines Stanley Kubricks oder eines André Tarkowskis angelehnt (ohne in langen Einstellungen zu schwelgen), jedoch den Blick auf die philosophische Faszination des Alls, der das Mysterium Leben von Au&#223;erhalb neu beleuchten soll, also die Science Fiction der 60er/ fr&#252;hen 70er, vollzieht Jones nicht mit. Hier ist er ganz der 80iger, der sich f&#252;r die realistischen Anfangsszenen eines James Cameron (»Alien &#8211; Die R&#252;ckkehr«) begeistert. In den Szenen, in denen die Crew im Essen rumstochert und daran rumm&#228;ckelt, wird der Weltraum ganz und gar irdisch. Als erster fing Kubrick mit seinem wegweisendem »2001« damit an: lange Abendessen-Szenen, in denen die beiden Astronauten wie in allen b&#252;rgerlichen Wohnzimmern gleichzeitig essen und fernsehen (um dann aber sp&#228;ter doch wieder f&#252;rs All zu faszinieren), fortgesetzt von Cameron, der seine Soldaten in »Alien- die R&#252;ckkehr« am Tisch ziemlich rumprollen lies. Auch im Haferschlein, der au&#223;erhalb der Matrix, von den Wachowski-Br&#252;dern serviert wurde (»viel nahrhaftes Eiweis«) steckte eine Bodenst&#228;ndigkeit, die eher an den Pausenraum eines altert&#252;mlichen Produktionsbetriebes erinnerte, als an einen Fantasyfilm aus dem Jahre 1999. </p>
<p>MOON ist ganz und gar bodenst&#228;ndig &#8211; der Weltraum und das Leben ist kein Mysterium mehr wie in den 60igern. Alles ist Alltag  &#8211; wie in den 80ern, doch ohne Action. Das Geheimnis, das Sam schlie&#223;lich herausfindet, ist dramatisch, extrem unbefriedigend und geht ganz in dem Exploitation-Anspielungen, das alle 80er-Science-Fiction-Filme irgendwo enthalten, auf. Duncan Jones´Deb&#252;t ist dahingehend einerseits eine gelungene Homage, andererseits aber auch wegwesend. Kein anderer Science-Fiction-Film hat sich, wie ich finde, die innovativsten Thematiken und Stilistiken dieses Genres zusammengesucht und vereint. Dieser kleine Independentfilm hat das geschafft und sollte in den Kreativ-Etagen der Filmbranche zumindest Beachtung finden, um das Genre neu zu beleben. Konkret meine ich damit den Stil der 60/70-iger-Filme und die Thematiken unserer Zeit. Ein Verzicht auf die ausufernden Action-Elemente, denen sich MOON auch konsequent verweigert, w&#228;re schon mal ein Anfang&#8230; </p>
<p>Die Rechte f&#252;r MOON wurden soeben von Koch-Media erworben. Noch steht nicht fest, ob es zu einem Kinostart oder nur zu einer DVD-Premiere kommt. </p>
<p>Es w&#228;re w&#252;nschenswert, dass dieser Film den FRESH BLOOD AWARD erh&#228;lt. Mal gucken. (Komischerweise haben sie in der zweiten Berliner Vorstellung keine Abstimmungskarten mehr verteilt. Schade!)</p>
<h5>Hamburg, So, 23.8., 19.15h CinemaXX 1, K&#246;ln, Sa, 29.8., 21.15h, Cinedom 9, Frankfurt, Mo, 31.8., 19.30h, Metropolis 6, N&#252;rnberg, Fr, 28.8., 19h, Cinecitta´2, Stuttgart, Fr, 4.9., 21.15h, Metropol 1, M&#252;nchen, Sa, 5.9., 21.15h, Cinema</h5>
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		<title>FANTASY FILMFEST 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 16:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen startet das Fantasy Filmfest zum 23. Mal in Berlin (18.8.) und Hamburg (19.8.), gefolgt von K&#246;ln, Frankfurt (26.8.) und N&#252;rnberg (27.8.). Die Stuttgarter und M&#252;nchener Genrefans d&#252;rfen sich noch bis zum September (1./2.9.) vorfreuen. Das Programm besticht mal wieder durch ein weitgef&#228;chters Spektrum. Eine Filmauswahl. FRESH BLOOD (Wettbewerb)/SPECIAL SCREENING Zw&#246;lf Newcomer konkurrieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In wenigen Tagen startet das Fantasy Filmfest zum 23. Mal in Berlin (18.8.) und Hamburg (19.8.), gefolgt von K&#246;ln, Frankfurt (26.8.) und N&#252;rnberg (27.8.). Die Stuttgarter und M&#252;nchener Genrefans d&#252;rfen sich noch bis zum September (1./2.9.) vorfreuen. Das Programm besticht mal wieder durch ein weitgef&#228;chters Spektrum. Eine Filmauswahl.<br />
<strong><br />
FRESH BLOOD (Wettbewerb)/SPECIAL SCREENING</strong></p>
<p>Zw&#246;lf Newcomer konkurrieren um den Fresh Blood Award.</p>
<p>Ein hei&#223;er Kandidat des vom Publikum vergebenen Preises ist Duncan Jones’ Science-Fiction-Thriller <strong>MOON</strong>: Nach dreij&#228;hriger Isolation auf einer Mondbasis darf Ingenieur Sam (Sam Rockwell) endlich wieder auf die Erde. Da die Funkverbindung zur Erde abbrach, ist Stationsroboter Gerty (Kevin Spaceys Stimme) Sams einziger Kontakt. Doch dann treten unerwartete Ereignisse ein, die Sams R&#252;ckkehr verhindern…</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<div id="attachment_2202" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2202" title="Moon_exteriorcrash" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Moon_exteriorcrash.jpg" alt="Statt VFX, kleine Miniaturmodelle vom Mond: MOON" width="400" height="173" /><p class="wp-caption-text">Statt VFX, kleine Miniaturmodelle vom Mond: MOON, FFF09</p></div>
</td>
</tr>
</table>
<p>Jones Inspirationsquelle waren die Science-Fiction-Filme der sp&#228;ten 70er/fr&#252;hen 80er, in denen Blue-Collar-Worker (Ripley aus »Alien«,  Freeman Lowell aus »Silent Running«), als Helden gegen entmenschlichte Global Players antraten. <span id="more-2201"></span> Den Soundtrack schrieb Clint Mansell, der Composer von »Requiem for a Dream«. F&#252;nf Millionen Dollar hat die Produktion gekostet. Klingt nach einer sympathischen Independent-Hommage, die zudem offenbar auch &#252;berzeugend ist: Preise auf zwei kleineren Festivals hat MOON bereits gewonnen.</p>
<p>In einer weiteren viel versprechenden Sci-Fi (SPECIAL SCREENING), produziert von Peter Jackson, leben au&#223;erirdische Fl&#252;chtlinge im Auffanglager <strong>DISTRICT 9</strong> in Johannesburg. Sie verf&#252;gen &#252;ber Waffentechnologien, die nur mit ihren Genen nutzbar sind. Somit sind sie f&#252;r die Menschen ohne Wert und bald macht sich bald chauvinistischer Missmut unter den Erdlingen breit.</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/district9_2219.jpg" alt="DISTRICT 9" title="DISTRICT 9" width="400" height="262" class="alignleft size-full wp-image-2208" />
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Die Heimat au&#223;erirdischer Immigranten: Der DISTRICT 9 (FFF 09)</strong></p>
<p>Dieser eskaliert als ein Mitarbeiter einer Private Company, die vorgeblich f&#252;r die »Abschottung und Integration« (!) zust&#228;ndig ist, in Wirklichkeit aber nach au&#223;erirdischen Waffen sucht, sich mit Alien-DNS infiziert. Er wird zum Most-Wanted of the world, da er nun die Biowaffe nutzen kann. DISTRICT 9 vereint Sozialkritik, Action und Science-Fiction und startet am 10.9. (Sony Pictures) regul&#228;r in den Kinos.</p>
<p><strong>DREAD</strong> bassiert auf Clive Barkers Kurzgeschichte »Moloch Angst« aus der Kurzgeschichten-Anthologie »B&#252;cher des Blutes« (u. a. auch »Midnight Meat Train«, »Candyman«): Quaid, Steve und Cheryl interessieren sich f&#252;r einen Abschlussfilm f&#252;r die tiefsten &#196;ngste anderer. Doch w&#228;hrend es f&#252;r Steve und Cheryl nur ein Uni-Projekt ist, wird die Reise zur dunklen Seite der menschlichen Seele f&#252;r Quaid zur Besessenheit.</p>
<p><strong>TRICK ´R TREAT</strong> kann es nicht lassen und nimmt sich eines klassischen Horror-Themas an: Es ist mal wieder Halloween. Vermutlich soll das Deb&#252;t von Michael Dougherty (Drehbuchautor von »X-Men 2«; »Superman Returns«) auf seine Starttauglichkeit im Herbst (Warner) getestet werden. Bleibt zu hoffen, dass es neben den &#252;blichen, ganz netten Scary-Effekten gen&#252;gend Ironie und Einfallsreichtum mitbringt, um nicht den hundertsten Aufguss eines etwas ausgenudelten Themas aufzutischen. Der Trailer sieht zumindest teilweise ganz viel versprechend aus.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ggDNhd5FC2U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ggDNhd5FC2U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>1822 fl&#252;chteten acht Fl&#252;chtlinge von der britischen Gef&#228;ngnisinsel Sarah Island. Ausger&#252;stet mit nur einer Axt schlugen sie sich durch die tasmanischen W&#228;lder Australiens. Am Ende &#252;berlebte nur einer: Alexander Pearce, der f&#252;nf seiner Kameraden verspeist hatte. Kurze Zeit darauf wird er gefasst und hingerichtet.</p>
<div id="attachment_2216" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Van-Diemens-Land_convict-Bodenham-Thomas-Wright_cNoise_Light_Ellery-Ryan.jpg" alt=" " title="" width="400" height="193" class="size-full wp-image-2216" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><strong>Strafgefangener Bodenham in VAN DIEMEN`S Land</strong> (FFF 09)</p>
<p>Mit <strong>VAN DIEMEN´S LAND</strong> (so hie&#223; Tasmanien urspr&#252;nglich) wurde die Alexander-Pearce-Story in k&#252;rzester Zeit erneut verfilmt (siehe <a href="http://www.imdb.com/title/tt1099204/" target="_blank">»The Last Confession of Alexander Pearce«</a>). Regisseur Jonathan auf der Heide schuf einen ruhigen Landschaftsfilm mit ausgeblichenen Farben und poetischen Off-Kommentaren, »Let God have his Heaven. I am blood«, die das aussichtslose Schicksal der Todgeweihten widerspiegeln.</p>
<p><strong>FOCUS ASIA</strong></p>
<p>Der aktuelle Chan-wook widmet sich dem alten Vampirstoff und variiert ihn neu: Ein Priester (Kang-ho Song &#8211; »The Host«) will der Menschheit etwas Gutes antun und nimmt an einem freiwilligen Impftest in Afrika teil. Dort infiziert er sich mit dem Emmanuell-Virus und stirbt. Nach einer Bluttransfusion erwacht nicht nur er wieder zum Leben, sondern auch eine noch nie empfundene Fleisches- und Blutlust, die ihn in ein moralisches Dilemma st&#252;rzt. THIRST gewann in Cannes den Gro&#223;en Preis der Jury. Chan-wook soll bei der Vorstellung am 23.8. in Berlin anwesend sein.</p>
<p>Mamoru Oshii (»Ghost in the Shell«) animierte mit <strong>SKY CRAWLERS</strong> einen Bestseller von  Hiroshi Mori: Nachdem endlich Weltfrieden herrscht, werden Kriegsspiele zur Zerstreuung der Bev&#246;lkerung erfunden. Der Luftraum wird von einer genmanipulierten Kaste verteidigt, von Kildren, Teenagern, die nie altern. Sie sterben dabei zu Tausenden.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/SKY_08.jpg" alt="SKY_08" title="SKY_08" width="400" height="225" class="alignleft size-full wp-image-2219" /></p>
<p><strong>Inszenierte Luftk&#228;mpfe als Massenunterhaltung: SKY CRAWLERS </strong>(FFF 09)</p>
<p>Auch Kildren-Pilot Yuichi, der auf einem St&#252;tzpunkt in Rostock arbeitet, muss begreifen, dass er nur dazu dient, um von den Konzernen verheizt zu werden. Der st&#228;ndig wiederkehrende Alltag, Warten auf Einsatzbefehle, gef&#228;hrliche K&#228;mpfe und abendliche Barbesuche, befriedigen ihn nicht l&#228;nger. Die Story klingt zwar viel versprechend, die Kritiken im Netz aber bescheinigen Mamoru Oshiis Plot eine gewisse Oberfl&#228;chlichkeit und Verwirrtheit.</p>
<p>Der s&#252;dkoreanische <strong>HANSEL AND GRETEL</strong> adaptiert das Motiv der verlassenen und misshandelten Kinder, hat aber ansonsten nicht viel mit dem M&#228;rchen-Klassiker zu tun.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Hensel_I9S41481.jpg" alt="Hensel_I9S4148" title="Hensel_I9S4148" width="250" height="376" class="alignleft size-full wp-image-2222" /></p>
<p><strong>Surreal und bizarr: HANSEL AND GRETEL </strong>(FFF 2009)</p>
<p>Nach einem Autounfall erwacht Eun-Soo aus der Bewu&#223;tlosigkeit und wird von einem kleinen M&#228;dchen tief hinein in den Wald zu einem Haus gef&#252;hrt, dessen Inneres von Andy Warhol designt sein k&#246;nnte: grellbunte Spielzeuge und S&#252;&#223;igkeiten und viele Hasen an den W&#228;nden. Die Ausstattung stammt von Produktionsdesigner Seong-hee (»The Host«, »Old Boy«). Drinnen erwartet Eun-Soo eine Bilderbuchfamilie. Doch als die Eltern die Kinder urpl&#246;tzlich verlassen, kippt die Situation schlagartig ins Gruselige.</p>
<p><strong>SELECTED FEATURES</strong></p>
<p>Die schlechte Nachricht zuerst. Nein, es wird kein <strong>[REC] 2</strong> geben. Vermutlich hat das Fantasy Filmfest gegen Venedig und Toronto verloren, die ihn im Programm haben. Regul&#228;rer Kinostart ist der 29.10.</p>
<p>Organisatorin Frederike Dellert hob auf Radio Eins hervor, dass 2009 ein Kom&#246;dienjahr sei. Das trifft wohl vor allem auf die britisch-irische Auswahl zu.</p>
<p>Die Low-Budget-Splatterkom&#246;die DOGHOUSE von Jake West (»Evil Aliens«, FFF 05) wird im Programmheft in einem Atemzug mit »Shaun of the Dead« genannt: Ein paar prollige Dosenbier-Machos fahren &#252;bers Wochenende aufs Land, wo sie von weiblichen Zombies angegriffen werden.</p>
<div id="attachment_2273" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/LVK67-14-Kopie.jpg" alt=" " title="LVK67 14 Kopie" width="300" height="199" class="size-full wp-image-2273" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><strong><br />
Blutr&#252;nstige Vampirchefin Carmilla: LESBIAN VAMPIRE KILLERS</strong> (FFF 09)</p>
<p>The battle of the sexes findet auch in LESBIAN VAMPIRE KILLERS statt: »The crucial difference is, while LVK celebrated its protagonists’ leery lad-mag misogyny, DOGHOUSE points up the Neanderthal blokes’ deep Freudian fear of being castrated by women«, schreibt die Time Out London.<br />
In der  kleinen, schwarzhumorigen, Slapstick-Kom&#246;die A FILM WITH ME IN IT tauchen pl&#246;tzlich Leichen in einer heruntergekommenen Mietswohnung auf. Sie versetzen dem dahinpl&#228;tschernden Leben der beiden Generation-X-lern, ein arbeitsloser Schauspieler und ein M&#246;chtergern-Schriftsteller, einen ordentlichen Schwung. Der irische Film gewann den Spezialpreis der Jury in Istanbul.</p>
<p>Die Kanadier pr&#228;sentieren sich in diesem Jahr eher d&#252;ster und nihilistisch. Besonders auffallend: Sie scheinen gro&#223;e Angst vor ihren Kindern zu haben. Der komplett in schwarz-wei&#223; gedrehte POLYTECHNIQUE basiert auf dem Amoklauf in der École Polytechnique de Montréal.</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/POLY_20.jpg" alt="POLY_20" title="POLY_20" width="400" height="170" class="alignleft size-full wp-image-2274" />
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Der Amokl&#228;ufer: POLYTECHNIQUE</strong> (FFF 09)</p>
<p>1989 t&#246;tete Marc Lépine 14 Frauen, bevor er sich selbst erschoss. Sein Motiv: Die Ablehnung seiner Bewerbung an der Technischen Hochschule, deren Ursache er im Gleichstellungsstellungsgesetz, das Frauen in M&#228;nnerberufen bevorzugt, begr&#252;ndet sah. POLYTECHNIQUE soll stilistische &#196;hnlichkeiten mit Gus van Sants »Elephant« haben.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/C39_08126R.jpg" alt=" " title="CASE 39" width="300" height="200" class="size-full wp-image-2275" /></p>
<p><strong>Wer ist hier wirklich das Opfer? CASE 39 </strong>(FFF 09)</p>
<p>Der us-kanadische ORPHAN geh&#246;rt in die Reihe von B&#246;se-Kinder-Filmen, die die &#196;ngste von Eltern/Sozialarbeitern thematisieren: Die neunj&#228;hrige Waise Esther wird liebevoll von der Pflegefamilie Coleman aufgenommen – ist aber strunzb&#246;se. Genauso wie Lilith in CASE 39 (Kinostart: 15.10. Paramount) – ebenfalls us-kanadisch – und die Kinder in CHILDREN (britisch). In dem kanadischen CRACE ist sogar schon ein S&#228;ugling sehr, sehr b&#246;se und monstr&#246;s.</p>
<p>Der 69j&#228;hrige Argento konnte f&#252;r seinen GIALLO Adrien Brody gewinnen. Sein Film ist auch gleichzeitig eine Hommage an das gleichnamige italiensche Subgenre, in denen psychosexuelle, fetischistische Serienm&#246;rder Frauen abmurksen. Ebenfalls eine Hommage, an die Blaxploitation-Filme der 70er, (»Shaft«) ist BLACK DYNAMITE.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/IA_15.jpg" alt="IA_15" title="IA_15" width="300" height="169" class="alignright size-full wp-image-2282" /></p>
<p><strong>»Where does he buy his drugs?«, fragt sich Terry Gilliam: Bill Plymptons IDIOTS AND ANGLES</strong> (FFF 09)</p>
<p>Der Zeichentrickfilm IDIOTS AND ANGLES funktioniert komplett ohne Dialoge. Der Protagonist des Bill-Plympton-Films (»Hair High«) ist ein ziemliches Arschloch mit Fl&#252;geln. Im Zusammenspiel mit dem Sound von Tom Waits und Pink Martini (»Die Sopranos«) ist der skizzenhafte anarchische Animationsfilm im Noir-Stil sicher ein inspirativer, durchgeknallter Trip.</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.fantasyfilmfest.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a> und komplettes Filmprogramm mit s&#228;mtlichen Credits<br />
<a href="http://f3a.net/uploads/Interview_FFF_2009.pdf" target="_blank">Ausf&#252;hrliches Interview </a>mit Festivalleiter Rainer Stefan &#252;ber Finanzierung und Filmakquise<br />
<a href="http://www.cinemaxx.de/Programm/AktuellesProgramm#900075" target="_blank">Online-Kartenkauf CinemaxX Potsdamer Platz (Berlin)</a><br />
<a href="http://www.cinestar.de/de/kino/berlin-cinestar-original-im-sony-center/filmprogramm/" target="_blank">Online-Kartenkauf Cinestar Potsdamer Platz (Berlin)</a></p>
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