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	<title>Blog zum Hof &#187; FFF 2008</title>
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		<title>Martyrs (FFF) &#8230;oder &#252;ber das Martyrium, einen guten Horrorfilm drehen zu m&#252;ssen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 04:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[High Tension]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Pascal Laugier Frankreich/Kanada 2008 97 Min. »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Pascal Laugier<br />
Frankreich/Kanada 2008<br />
97 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg" alt="" title="martyrs121" width="300" height="181" class="alignnone size-medium wp-image-898" /></a></p>
<h4> »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF </h4>
<p>Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem Genre z&#228;hlt, das k&#246;rperliche Reaktionen hervorruft, hat der Horrorfilm damit zu k&#228;mpfen, dass er nicht immer die gleiche Leier bringen darf. Er riskiert von den Fans ausgebuht zu werden, die zwar immer wieder nach Neuem l&#228;chzen, sich aber trotzdem gruseln wollen. Das hei&#223;t, Horrorfilmfans sind anspruchsvoll und schwer zu befriedigen. Und, die Regisseure m&#252;ssen &#228;u&#223;erst kreativ sein. <span id="more-856"></span></p>
<p>Die PR zu MARTYRS, zumindest die im Programmheft des FFF, klingt verhei&#223;ungsvoll und greift zu Superlativen: »MARTYRS ist ein Test. Pascal Laugiers Extremschocker sprengt Grenzen&#8230;«  Es ist vom umstrittensten Film in Cannes, sogar vom meist diskutierten Film des Jahres die Rede. Er wurde mit HIGH TENSION und INSIDE verglichen, die beide zur »harten Welle« des franz&#246;sischen Genrekinos z&#228;hlen, wie auch immer diese definiert sein mag, und es wurde versprochen, dass MARTYRS &#252;ber diese beiden durchaus gelungenen »Vorg&#228;nger« hinausreiche. </p>
<p>Solche extrem hohen Erwartungen zu wecken, ist schon &#228;u&#223;erst gewagt. MARTYRS muss also schon genial sein, um diese auch erf&#252;llen zu k&#246;nnen. Bahnbrechend in den Effekten, neuartig in der Story,  andersartig und einfallsreich. </p>
<p>Im Folgenden wird etwas um den hei&#223;en Brei herumgeredet, da keinerlei Aufl&#246;sungen verraten werden sollen, die nicht auch in der Filmbeschreibung sowie im Trailer schon benannt wurden. Allerdings gibt es im dramaturgischen Sinne schon eine Art von abstrakter Aufl&#246;sung, die jedoch nicht inhaltlicher Art ist. </p>
<p>Fangen wir mit Punkt Zwei an: die Story. MARTYRS ist so konstruiert, dass niemand wei&#223;, was mit der zehnj&#228;hrigen Julie passiert ist. Es ist lediglich bekannt, dass sie in einem Keller gequ&#228;lt und festgehalten wurde. Dass sie nicht vergewaltigt wurde, dass es ihr gelungen ist, zu fliehen und, dass sie selbst nicht wirklich wei&#223;, was genau passiert ist. </p>
<p>Im ersten Moment klingt das &#228;u&#223;erst spannend, weil sich jeder die schrecklichsten Dinge ausmalt. Sie wurde nicht vergewaltigt. Oh Gott! Was um Himmels Willen ist nur mit ihr passiert? Wie lautet doch der Werbetrailer von 13TH STREET? &#8211; Es ist nur in Deinem Kopf. Und das ist immer das Schrecklichste. </p>
<p>Im zweiten Moment greift aber eine f&#252;r MARTYRS verheerende dramaturgische Regel: Ab da kann die Story nur noch verlieren, denn jetzt muss sie anfangen zu enth&#252;llen. Nach ca. 20 Minuten, in denen MARTYRS noch einmal das aufbereitet, was der Rezipient durch die Filmbeschreibung und den Trailer schon wei&#223;, muss Pascal Laugier die Story weiterlaufen lassen. Er k&#228;mpft gegen die Phantasie des Zuschauers. Muss sie, wenn m&#246;glich, sogar &#252;bertreffen, zumindest erf&#252;llen. Das ist ein Fight, der nicht zu gewinnen ist. Kann sich jemand was Schrecklicheres vorstellen, als das, was im Kopf abl&#228;uft? Das ist zumindest sehr gewagt. Besser ist: Harmlos beginnen und sich dann steigern. </p>
<p>Viele gelungene Horrorfilme beginnen mit unbeschwerten Teenies, die in Autos rumkurven, gut drauf sind, entspannen. Die also eine hohe Fallh&#246;he haben. Laugier beginnt mit dem Furchtbarem. Der Horrorfilm partizipiert von den Regeln der Trag&#246;die. Wie will er jemanden ganz tief fallen lassen, der nicht einmal gut drauf war und der schon ganz am Anfang so weit unten ist?</p>
<p>Laugier ist nat&#252;rlich nicht doof und wei&#223; das alles auch. Deshalb setzt er alles daran, den Zuschauer so lange wie m&#246;glich im Unklaren zu lassen. Hier setzt Punkt Eins an: die Effekte. Die m&#252;ssen stellvertretend f&#252;r die Story den Fan bei der Stange halten. Schwieriges Terrain. Julie, nun &#228;lter, hat sich also in das Haus begeben, wo sie jahrelang gequ&#228;lt wurde und taucht dort mit einem »todbringendem Jagdgewehr« (Programmheft) auf. Ganz klar m&#252;ssen hier die &#252;blichen Effekte eines Horrorfilms bedient werden, die sich auch in den letzten zwanzig Jahren nicht gro&#223;artig ver&#228;ndert haben. Jemand wird von einem anderen verfolgt, der immer wieder &#252;berraschend auftaucht. Dazwischen gibt es ein paar blutige Szenen von einem Splattergrad von eins bis zehn. </p>
<p>Nun hat Alexandre Aja mit HIGH TENSION gezeigt, dass auch die schon hundertmal gesehenen Muster mit einer kleinen Storyneuheit, die Spannung bis ins Unertr&#228;gliche steigern k&#246;nnen. Einen  Psychopathen als das B&#246;se einzusetzen (die Aufl&#246;sung ist ohne Belang) ist schon mal ein Pluspunkt. Denn diese Figur ist von Natur aus unberechenbar und genau das, n&#228;mlich das Unberechenbare, macht den Horrorfilm aus. Aja spielt also solange wie m&#246;glich mit dem Zuschauer, der das Schlimmste erwartet. Er h&#228;lt ihn allein durch Effekte in Atem. Der sich st&#228;ndig wechselnde Rhythmus von Anspannung und Entspannung ist das wirksame Mittel von HIGH TENSION: die ewig gedehnten Szenen, in denen der Psychopath R&#228;ume durchsucht, gefolgt von hektischen Verfolgungsszenen. Der Bildschirm ist eigentlich mehr schwarz, als dass er irgendetwas zeigt &#8211; Aja l&#228;sst reichlich Platz f&#252;r die Phantasie. Man wei&#223; nie, was der Psychopath als n&#228;chstes tun wird. Am besten n&#228;mlich nicht viel, denn dann ist die Spannung im Kopf vorbei. Erst die Aufl&#246;sung, die Aja so weit wie m&#246;glich hinausz&#246;gert, bringt dann die (erwartete) Entt&#228;uschung. Aber das macht nichts, weil HIGH TENSION 70 minutenlang gut funktioniert hat.</p>
<p>MARTYRS arbeitet mit Methoden, die nicht so recht greifen, weil sie weder vom Splatterfaktor, noch vom Schrecken, Neues zu bieten haben. Es ist alles recht konventionell. Auch der Sound, mit dem INSIDE versuchte, Effekte zu schaffen, spielt bei MARTYRS eine unwesentliche Rolle. </p>
<p>Da MARTYRS im Effektbereich nicht so richtig funktioniert, konzentriert sich der Zuschauer wieder auf die Story. An dieser Stelle kann MARTYRS einen kleinen Punktsieg erzielen. Denn sie entwickelt sich etwas merkw&#252;rdig und im Kopf f&#228;ngt es an zu brodeln, solange man sich nicht nur in die Konsumentenrolle begibt. Man spielt gedanklich also verschiedene Szenarios durch. Mit der Aufl&#246;sung, etwa nach 2/3 des Films, wird das abrupt abgebrochen. Ab da hat der Film verloren und zwar komplett. </p>
<p>Wenn Horrorfilme anfangen zu erkl&#228;ren, sind es keine Horrorfilme mehr. Ich durchschaue das unerkl&#228;rliche B&#246;se und bin schon ein Teil davon, weil ich mich &#8211; notgedrungen &#8211; damit identifizieren muss, allein, um es zu verstehen. Wenn ich mich &#228;ngstigen will, m&#246;chte ich das B&#246;se aber nicht verstehen. Das muss immer das Andere sein, das unerkl&#228;rliche und absolute B&#246;se bleiben, das man nie verstehen wird. </p>
<p>Es muss nicht schlimm sein, wenn ein Horrorfilm auch mal einen Genre&#252;bergriff wagt &#8211; wenn es originell ist und Sinn macht! Aber bei MARTYRS ist die Aufl&#246;sung weder schrecklich noch besonders neu. Zudem wurden hohe Horrorerwartungen geweckt, durch PR, durch die Story, durch meine Phantasie &#8211; und dann die Entt&#228;uschung&#8230;</p>
<p>Na ja. Ganz ehrlich? Ist nicht schlimm, weil Horrorfans daran gew&#246;hnt sind. Schlie&#223;lich steht das Genre unter extremen Druck. Es muss ja auch ganz sch&#246;n viel leisten.<br />
Ein kleiner Tipp von drei Horrorfreunden: H&#228;tte man die Erkl&#228;rung/Wendung (ACHTUNG &#8211; T&#214;DLICH F&#220;R DIESES GENRE!) weggelassen, die Szenen aber weiter so gedreht (gelungen: die Schlussszene, die an ROSEMARIES BABY erinnert), ein bisschen mehr drastischen Splatter eingebaut &#8211; (im letzten Drittel) &#8211; vielleicht w&#228;re der Film gar nicht mal so uninteressant geworden. Am wichtigesten ist jedoch, nicht immer alles aufkl&#228;ren zu wollen. Aufkl&#228;rung hei&#223;t verstehen und verstehen hei&#223;t keine Angst haben. </p>
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		<title>The Art Of Negative Thinking (FFF) &#8211; Denk doch einfach mal negativ!</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 18:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Bård Breien Norwegen 2006 79 Min. Deutscher Kinostart: 18.9.2008 Geirrs therapeutische Methode: der Revolver (Foto: FFF) In Bård Breiens schwarzhumorigem und »politisch (v&#246;llig) unkorrekten« Regiedeb&#252;t k&#228;mpfen der gel&#228;hmte Geirr und die Psychologin Tori um das beste Therapiekonzept: die Methode des Positive Thinking vs. die Kunst des Negativen Denkens. Der Regisseur bricht nicht nur gesellschaftliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Bård Breien<br />
Norwegen 2006<br />
79 Min.<br />
<strong> Deutscher Kinostart: 18.9.2008</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/ant_l_06.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/ant_l_06.jpg" alt="" title="ant_l_06" width="300" height="160" class="alignnone size-medium wp-image-807" /></a></p>
<h4> Geirrs therapeutische Methode: der Revolver (Foto: FFF)</h4>
<p>In Bård Breiens schwarzhumorigem und »politisch (v&#246;llig) unkorrekten« Regiedeb&#252;t k&#228;mpfen der gel&#228;hmte Geirr und die Psychologin Tori um das beste Therapiekonzept: die Methode des Positive Thinking vs. die Kunst des Negativen Denkens. Der Regisseur bricht nicht nur gesellschaftliche Tabus, sondern dekonstruiert sie auch als verheerend. </p>
<p><span id="more-806"></span></p>
<p>Nach einem schweren Unfall ist Geirr an den Rollstuhl gefesselt und impotent &#8211; ein wahrer Grund schlecht drauf zu sein. Das kostet er auch mit aller Intensit&#228;t aus. Kiffend vergr&#228;bt er sich in sein dunkles Zimmer, sieht blutige Kriegsfilme oder h&#246;rt die sp&#228;ten Alben von Johnny Cash. </p>
<p>Seine Frau Ingvild kann sich das nicht l&#228;nger mit ansehen und plant eine &#220;berraschung: Sie l&#228;dt die Psychologin Tori ein, die kurz vor der Ver&#246;ffentlichung ihres Buchs steht, in dem sie ihre Methode des positiven Denkens vorstellt. Als Beweis f&#252;r den Erfolg ihres Therapiekonzepts hat sie eine Gruppe Behinderter mitgebracht. Alle gemeinsam sollen Geirr nun davon &#252;berzeugen, wie wunderbar das Leben trotz seiner Widrigkeiten doch ist, vorausgesetzt man beherrscht das positive Denken. Doch das hat Geirr gerade noch gefehlt und so benebelt er die ankommende Meute erst einmal mit einem Feuerl&#246;scher. </p>
<p>Toris Konzept des positiven Denkens besteht darin, aufkommende depressive und nihilistische Gedanken ganz schnell in einen »Schei&#223;beutel«, ein selbstgeh&#228;ckeltes buntes Hippies&#228;ckchen, zu sprechen, um sich dann wieder ausf&#252;hrlich den konstruktiven, zielf&#246;rdernden und positiven Dingen des Lebens hinzuwenden. Doch Geirr hat keinen Bock darauf und infiziert mit seiner negativen Haltung die ganze Truppe. Noch bevor die Psychologin bis drei z&#228;hlen kann, sitzen ihre Sch&#228;fchen schnapstrinkend da und »spielen«: »Wem geht es am miesesten?« &#8211; Der hat gewonnen. </p>
<p>Bård Breien ist mit seinem Regiedeb&#252;t THE ART OF NEGATIVE THINKING (Deutscher Verleihtitel: DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS) eine herrlich unkorrekte und schwarzhumorige Kom&#246;die gelungen. Das »Schei&#223;s&#228;ckchen« steht symbolisch f&#252;r das gesellschaftliche Tabu, einfach mal offen auszusprechen: »Ich f&#252;hl mich total Schei&#223;e, bin impotent und behindert.« Das Komische beruht also auf Normverletzungen, auf Tabubr&#252;chen. In Sigmund Freuds Studie »Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten« schreibt der Psychoanalytiker, dass der Witz aus Regel- und Normverst&#246;&#223;en bestehe und f&#252;r kurze Zeit die gewohnte, soziale Ordnung auf den Kopf stelle. Damit habe er auch eine medizinische, weil kathartische, Bedeutung. </p>
<p>Die Kunst des negativen Denkens quasi nach Freud ist also das therapeutische Gegenmodell von Geirr, das er bis zum Exzess betreibt. Er rei&#223;t tabusierte Behindertenwitze und deckt »politisch korrektes Verhalten« gegen&#252;ber Behinderten als scheinheiliges und falsches Getue auf. Alle d&#252;rfen endlich mal das tun, was sie bisher nicht durften: Sich richtig intensiv auskotzen, Drogen nehmen, sich Gehen lassen. Es wird einfach mal Tacheles geredet. Nichtbehinderte sind von der Party ausgeschlossen!</p>
<p>Bård Breiens Kom&#246;die geht noch einen Schritt weiter, als lediglich Tabus zu verletzen. Er stellt die gewohnte, soziale Ordnung als falsch und verheerend da. Er dekonstruiert die im sozialen Bereich weitverbreitete Methode des positiven Denkens als eine verheerende L&#252;ge, die Konflikte lediglich kaschiert. Denn sobald Geirr die Psychologin aus dem Haus gepr&#252;gelt hat und den ganzen Einflu&#223; auf die Gruppe aus&#252;bt, brechen die verborgenen Probleme erst so richtig auf. Es stellt sich n&#228;mlich heraus, dass die Person, die am intensivsten von der Methode des positiven Denkens &#252;berzeugt war, eigentlich am tiefsten in der Schei&#223;e steckt. Die Person mit der h&#246;chsten Fallh&#246;he hat es also wieder mal erwischt &#8211; fr&#252;her oder sp&#228;ter w&#228;re sie ohnehin mit dem Problem konfrontiert gewesen. Mit einer noch gr&#246;&#223;eren Fallh&#246;he. </p>
<p>Aber man darf beruhigt sein, denn der Film bewahrt die Genrekonvention der Kom&#246;die, wenn doch auf seine Art &#8211; nach der Methode des negativen Denkens. THE ART OF NEGATIVE THINKING kann man der Behindertenkom&#246;die zurechnen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tabus zu brechen. Dass die Skandinavier Meister in politisch unkorrekten Filmen sind, haben sie mit dieser Tragikkom&#246;die einmal mehr bewiesen. </p>
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		<title>Waltz with Bashir (FFF): Was vom Massaker bleibt</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 05:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Animationsfilm]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Ari Folman Israel/ Frankreich/ Deutschland 2008 87 Min. Sektion: Selected Features Deutscher Kinostart: 6.11.2008 Foto: FFF Drei Soldaten liegen nackt im Meer vor Beirut. Sie erheben sich, gehen langsam ans Ufer, ziehen sich an und gehen in die zerst&#246;rte Stadt. Die Szene ist die einzige Erinnerung, die der israelische Dokumentarfilmer Ari Folman an seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Ari Folman<br />
Israel/ Frankreich/ Deutschland 2008<br />
87 Min.<br />
Sektion: Selected Features<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 6.11.2008</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir_stills_4.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir_stills_4.jpg" alt="" title="waltz-with-bashir_stills_4" width="300" height="226" class="alignnone size-medium wp-image-773" /></a></p>
<h4>Foto: FFF</h4>
<p>Drei Soldaten liegen nackt im Meer vor Beirut. Sie erheben sich, gehen langsam ans Ufer, ziehen sich an und gehen in die zerst&#246;rte Stadt. Die Szene ist die einzige Erinnerung, die der israelische Dokumentarfilmer Ari Folman an seine Zeit in der israelischen Besatzungsarmee im Libanon Anfang der 80er Jahre, auf dem H&#246;hepunkt des libanesischen B&#252;rgerkrieges noch hat. Wahrscheinlich hat es die Szene niemals gegeben. Sie existiert nur in der Erinnerung von Ari Folman.<span id="more-763"></span></p>
<p>Als ihm ein Freund von seinen n&#228;chtlichen Alptr&#228;umen erz&#228;hlt, in denen er von den 26 Hunden gejagt wird, die er im Krieg erschie&#223;en musste, nimmt Ari dies zum Anlass seine eigene Zeit, an die er sich nicht mehr erinnern kann, aufzuarbeiten. Er spricht mit seinen damaligen Kameraden und mit Psychologen auf der Suche nach seiner privaten Kriegsgeschichte. Aus den Erz&#228;hlungen und Interviews macht er anschlie&#223;end einen Dokumentarfilm, der zugleich ein Dokumentarfilm &#252;ber eines der schlimmsten Massaker der j&#252;ngeren Kriegsgeschichte wird.</p>
<p>Das Gemetzel, das die mit Israel verb&#252;ndeten christlichen Phalange-Milizen vom 16.-18. September 1982 in den pal&#228;stinensischen Fl&#252;chtlingslagern Sabra und Schatila anrichten, steht paradigmatisch als erstes Kriegsverbrechen, das direkt vor den Augen einer unt&#228;tigen Schutzarmee begangen wird. Die Opferzahlen sind noch nicht so hoch wie bei den sp&#228;teren Massakern in Srebrenica oder Ruanda, sie schwanken zwischen den 460 Toten, die die libanesiche Polizei z&#228;hlte und einigen Tausend, die Beobachter sch&#228;tzten. Rund 800 vermutet die israelische Armee. Inwieweit der damalige israelische Verteidigungsminister Ariel Scharon von den Vorg&#228;ngen wusste bzw. diese in Kauf genommen hat, ist bis heute umstritten. Auch dieses Massaker ist niemals wirklich aufgearbeitet worden.</p>
<div id="attachment_768" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-768" title="waltz-with-bashir-2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir-2.gif" alt="Bild: Fantasy Film Fest" width="300" height="168" /><p class="wp-caption-text">Bild: Fantasy Film Fest</p></div>
<p>WALTZ WITH BASHIR ist aber weit mehr als nur ein sehr pers&#246;nlicher Dokumentarfilm &#252;ber ein Kriegsverbrechen. Dokumentarfilmer Ari Folman hat gleich ein ganz neues Filmgenre erfunden: Den Zeichentrick-Dokumentarfilm. Damit umschifft Folman nicht nur elegant das Problem, dass f&#252;r die meisten Interview-Aussagen kein Archivmaterial zur Verf&#252;gung stand, sondern schafft der Distanziertheit und Unsicherheit der Erinnerung auch bildgestalterisch Ausdruck. Gro&#223;es Lob geb&#252;hrt dabei dem Zeichentrick-Team um Yoni Goodman, das mit 2300 Illustrationen einen Trickfilm auf technisch sehr hohem Niveau geschaffen hat.</p>
<p>Zum Sinnbild der Sinnlosigkeit des gesamten Krieges und des Feldzuges in den Libanon wird dabei die Erz&#228;hlung eines Freundes, der, als sie von Hochh&#228;usern aus beschossen werden, mit dem Maschinengewehr in der Hand aus der Deckung mitten auf die Stra&#223;e rennt und, wild um sich schie&#223;end, einen Tanz auff&#252;hrt, im Hintergrund ist ein riesiges Plakat des gerade eben ermordeten libanesischen Pr&#228;sidenten Bashir Gemayel zu sehen. Dieser Bashir, der da im Hintergrund mittanzt, ist f&#252;r die christlichen Milizen des Libanon eine vererhrte Lichtgestalt wie Kennedy es in der westlichen Welt war.</p>
<p>Seine Ermordung (wahrscheinlich durch den syrischen Geheimdienst) ist der Auftakt des Kriegsverbrechens, auf den der Film von Beginn an hinsteuert. Folgerichtig kippt der Film dann ganz am Ende doch aus den gezeichneten Erinnerungen in zeitgen&#246;ssische Filmbilder. Es sind die Bilder der zerst&#246;rten Fl&#252;chtlingslager, &#252;berall liegen Schutt und Leichen herum, dazwischen laut klagende und schreiende Frauen. Es sind Originalaufnahmen, die unmittelbar nach Beendigung des Massakers aufgenommen wurden und die nun die &#228;sthetische Distanz des Zuschauers urpl&#246;tzlich aufbrechen. Aber auch f&#252;r die Trickfigur Ari Folman sind die Archivaufnahmen am Ende eine Erl&#246;sung. Er hat seine Erinnerung wiedergewonnen.</p>
<p>In Cannes wurde der Film angeblich &#228;hnlich bejubelt wie letztes Jahr Persepolis.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist Popcornkino? &#8211; Josef wei&#223; es und wir nicht.</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/was-ist-popcornkino-josef-weiss-es-und-wir-nicht.php</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 01:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[FILM GIBTS AUCH IM ALLTAG]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Josef Schnelle]]></category>
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		<category><![CDATA[Warum wir Filmkritik brauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Replik auf Josef Schnelles Antiblog-Artikel in der Berliner Der tumbe Popcorn-Blogger-Daumen greift an. Lange Zeit hab ich mich immer &#252;ber einige &#228;ltere Herrschaften gewundert, die sich &#252;ber die Ess &#8211; vielleicht doch besser Fresskultur &#8211; im Kino eschoffiert haben: »Ja, fr&#252;her gab es so was gar nicht. Heute wird geraaaschelt und geschmaaatzt. Fuuurchtbar!« &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Replik auf Josef Schnelles <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0814/film/0008/index.html" target="_blank">Antiblog-Artikel </a> in der Berliner</em></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_popcorn2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-828" title="daumen_popcorn2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_popcorn2-287x300.jpg" alt="" width="287" height="300" /></a></p>
<h4>Der tumbe Popcorn-Blogger-Daumen greift an.</h4>
<p>Lange Zeit hab ich mich immer &#252;ber einige &#228;ltere Herrschaften gewundert, die sich &#252;ber die Ess &#8211; vielleicht doch besser Fresskultur &#8211; im Kino eschoffiert haben: »Ja, fr&#252;her gab es so was gar nicht. Heute wird geraaaschelt und geschmaaatzt. Fuuurchtbar!« &#8211; Warum m&#252;ssen die immer so &#252;bertreiben, dachte ich mir.</p>
<p>Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich nie in Kinos gehe, wo so viel geraaaschelt und geschmaaatzt wird. Beim Fantasy Filmfest, das haupts&#228;chlich im CinemaxX l&#228;uft, hatte ich jetzt gleich zweimal hintereinander das Vergn&#252;gen, Raschler und Schmatzer ganz nahe erleben zu d&#252;rfen. <span id="more-718"></span></p>
<p>Das erste Mal war es weniger raschelig, eher ein unentwegtes Popcorngeschaufel plus den dazugeh&#246;rigen M&#252;mmel- und Knackger&#228;uschen, wenn das Gebiss auf nicht aufgeplatze Maisk&#246;rner st&#246;&#223;t. Das dauerte bestimmt 30 Minuten lang. Beim zweiten Mal war es die Variante Raschler, insgesamt k&#252;rzer, aber daf&#252;r umso intensiver.</p>
<p>Die Filme, die liefen, waren eigentlich so gar nicht die Kategorie »Popcornkino«. Das Ganze hatte was von: Ich stopf mich mit diesem klebrigen Zeug voll (wenn es Popcorn mit Zucker ist) und warte mal ab, was das wei&#223;e rechteckige Teil da vorn so zu bieten hat. Dass the »man on the chair« vielleicht grad sein Innerstes nach Au&#223;en kehrt oder um es antiquiert auszudr&#252;cken, »Kunst macht« &#8211; was so ziemlich dasselbe ist &#8211; interessiert mich nur als Nachtisch zu meinen geliebten klebrigen oder auch salzigen Maisk&#246;rnern.</p>
<p>Beim so genannten »Popcornkino« h&#228;tte es mich (jetzt hei&#223;t »ich« wieder ich und nicht imagin&#228;res Popcorn-Esser-Ich) wahrscheinlich nicht die Bohne gest&#246;rt. Besser noch: Popcornessen und Rascheln ist genau die angemessene Haltung f&#252;r bestimmte Filme und f&#252;r andere Filme ist es das genaue Gegenteil. Wann aber wei&#223; der Kinog&#228;nger, wann geschnurpselt und gekramt werden darf?</p>
<p>Vielleicht ist dieses Festival f&#252;r uns ein bisschen verwirrend &#8211; so, dass wir alle etwas desorientiert herumlaufen. Der Fantasy-Filmfest-Fan wei&#223; einfach nie so richtig, was ihn wirklich erwartet. Auf der einen Seite l&#228;uft der &#252;bliche Mainstream-Horrorfilm, dann wieder WALTZ WITH BASHIR, der so ganz nebenbei eine v&#246;llig neue Form des anspruchsvollen dokumentarischen Animationsfilms entwirft. Und dann gibt es da auch die »intelligenten« Horrorfilme mit sozialkritischen Aspekten und gleich nebenan l&#228;uft wieder ein Tennie-Slasher. Und mittendrin rasselt ein Klassiker von Hammer, der vor 50 Jahren als Schund galt und heute ganze Seminare bei den Filmwissenschaftlern f&#252;llt, durch den Projektor. Das Nebeneinander von Anspruch, Albernheit, Klassikern und Entdeckungen liegt beim FFF ganz dicht beieinander. Niemand wei&#223; wirklich, wann man Popcorn essen darf und wann es verboten ist, weil es st&#246;rt.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/becks_im_kino2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-799" title="becks_im_kino2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/becks_im_kino2-260x300.jpg" alt="" width="260" height="300" /></a></p>
<h4>Blogger gehen nur ins Kino, um zu konsumieren: Bier, Popcorn, Pringles, Tortillachips mit K&#228;seso&#223;e und wenn daf&#252;r noch Zeit bleibt: Filme.</h4>
<p>Aber ein Gl&#252;ck gibt es eine Spezies, die genau wei&#223;, ob ein Film nur zu konsumieren oder aber ehrfurchtsvoll zu betrachten ist: die FEUILLETONISTEN.</p>
<p>Die FEUILLETONISTEN, unfreiwillig angef&#252;hrt von Josef Schnelle: Sie wissen es genau! Wann handelt es sich um einen Kunstfilm, den Geburtswehen eines neuen Talents oder aber um billige Dutzendware. Rein und weg damit! Vergessen! Diese Unterscheidung ist n&#228;mlich sehr schwierig und kann ausschlie&#223;lich von prominenten und sehr, sehr gebildeten Leuten getroffen werden, die keinesfalls &#8211; ich betone nochmal k-e-i-n-e-s-f-a-l-l-s! &#8211; bloggen oder dieses Teufelszeug World Wide Web als prim&#228;res Publikationsorgan benutzen.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_rauf2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-834" title="daumen_rauf2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_rauf2.jpg" alt="" width="150" height="181" /></a></p>
<h4>Dauen rauf</h4>
<p>Sollten sie es dennoch tun, so wie Wolfram Sch&#252;tte, sollte man ihnen Daumenschrauben anlegen. Als pr&#228;ventive Ma&#223;nahme! Damit sie ja nicht von der wahnwitzigen und verkommenen Idee heimgesucht werden, ihre Daumen zu erheben (= wertvoller Kunstfilm, der das Kino revolutionieren wird) oder aber zu senken (= Popcorn-Film, der den Untergang desselbigen einleitet). Das ist ein satanisches Ausdrucksmittel, das die »Dilettanten« und »Abschreiber« gern willk&#252;rlich und bar jeder Vernunft einsetzen. Und zwar: permanent!</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_runter.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-835" title="daumen_runter" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_runter.jpg" alt="" width="150" height="209" /></a></p>
<h4>Daumen runter</h4>
<p>Aber es kommt noch besser&#8230; Stopp! Haltet ein! Bitte erhebt noch nicht Eure Daumen!</p>
<p>Diese neue Spezies, besser diese alte Spezies &#8211; &#228;h, diese ehrw&#252;rdige Spezies &#8211; die FEUILLETONISTEN (ah, Labsal, dieses Schablonendenken tut so gut) tragen nicht nur zur Entwirrung der Fankultur oder des normalen Kinog&#228;ngers bei, sagen ihm, wann er schnurpseln, knuspern, raaascheln und schmaaatzen darf oder wann er dies &#8211; Bitte!!! Bitte!!! &#8211;  zu unterlassen hat. Nein, sie entwirren und erschaffen auch den K&#252;nstler und sein Kunstwerk. Wenn er denn ein solcher sein sollte. Das wei&#223; er n&#228;mlich nicht, bevor er nicht die FEUILLETONISTEN, die Weisen der Welt, befragt hat.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_unentschieden.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-837" title="daumen_unentschieden" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_unentschieden.jpg" alt="" width="205" height="150" /></a><br />
<h4>Tumber Bloggerdaumen wackelt wie ein L&#228;mmerschwanz.</h4>
<p>Somit ist alles gekl&#228;rt! Meine G&#252;te! Dass ich das noch erleben darf. Es gibt wieder ein warmes Zentrum! Einen Gott! Jemanden, der in dieser ganzen irdischen Verwirrung des 21. Jahrhunderts Ordnung stiftet. Endlich einer, der wei&#223;, wie man gegen dieses st&#246;rende Popcorngeschmatze, diese verkommene kapitalistische Kulturindustrie, diese nihilistischen Dekonstruktivisten und den Schmierfinken in den Blogs vorgeht. </p>
<p>Und das Beste ist: Niemand hat jemals geahnt, dass jemand die absolute Macht hat, der einfach nur Josef hei&#223;t&#8230;.Ups, na ja, au&#223;er die Bibel&#8230;&#196;h&#8230;Ach nee&#8230;doch nicht.</p>
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		<title>Let The Right One In (FFF) &#8211; Der kleine Vampir auf schwedisch</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 13:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[So finster die Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Alfredson]]></category>
		<category><![CDATA[Vampir]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Tomas Alfredson Schweden 2008 114 Min. Deutscher Kinostart: 23.12.2008 Die Verfilmung des schwedischen Romans »So finster die Nacht«, einer d&#252;steren Coming of Age-Geschichte, steht ganz in der melancholischen Tradition des sch&#246;nen dunklen Nordens. Mit ruhigen poetischen Bildern entwirft Tomas Alfredson die Einsamkeit zweier Zw&#246;lfj&#228;hriger. Zu Weihnachten kommt die Literaturverfilmung bei uns in die Kinos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong>Tomas Alfredson<br />
Schweden 2008<br />
114 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart:</strong> 23.12.2008</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/let-the-right.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/let-the-right.jpg" alt="" title="let-the-right" width="300" height="200" class="alignnone size-medium wp-image-680" /></a></p>
<p>Die Verfilmung des schwedischen Romans »So finster die Nacht«, einer d&#252;steren Coming of Age-Geschichte, steht ganz in der melancholischen Tradition des sch&#246;nen dunklen Nordens. Mit ruhigen poetischen Bildern entwirft Tomas Alfredson die Einsamkeit zweier Zw&#246;lfj&#228;hriger. Zu Weihnachten kommt die Literaturverfilmung bei uns in die Kinos &#8211; auf dem Fantasy Filmfest ist sie schon jetzt zu sehen.<br />
<span id="more-679"></span></p>
<p>Der zw&#246;lfj&#228;hrige Oskar lebt mit seiner Mutter in einer grauen Mietshaussiedlung. In seiner Klasse wird er geh&#228;nselt und drangsaliert. Sein Vater ist ein Alkoholiker, den er ab und zu besuchen darf. Oskar ist allein und isoliert. Doch dann platzen zwei Ereignisse in sein Leben: Der kleine Vorort von Stockholm wird von einer Reihe mysteri&#246;ser Morde heimgesucht und ins Nebenhaus zieht ein Vater mit seiner ebenfalls zw&#246;lfj&#228;hrigen Tochter Eli ein. Merkw&#252;rdig ist nur, dass die neuen Nachbarn ihre Fensterscheiben mit Pappe zu kleben und Eli muffig riecht. Aber eigentlich gef&#228;llt das Oskar, ist sie doch ebenso eine Au&#223;enseiterin wie er selbst. Bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen ihnen. Dass die Morde etwas mit Eli zu tun haben k&#246;nnten, ahnt Oskar noch nicht. </p>
<p>Der Film basiert auf dem Roman »So finster die Nacht« von John Ajvide Lindqvist, der auch das Drehbuch zum Film geschrieben hat. Es ist eine d&#252;stere Coming of Age-Geschichte, die von einer einsamen Kindheit in der Tristesse des Nordens handelt &#8211; die gleiche melancholisch-sch&#246;ne Tristesse wie wir sie von einem Aki Kaurism&#228;ki oder einem Mikael Niemi (»Popul&#228;rmusik aus Vittula«) schon kennen. Tomas Alfredson gelingt es in ruhigen Einstellungen und poetisch-d&#252;steren Bildern die Einsamkeit eines Zw&#246;lfj&#228;hrigen zu skizzieren, dessen Hobby darin besteht, Zeitungsausschnitte von Verbrechen zu sammeln. </p>
<p>Da Roman sowie auch Verfilmung die Metaebene zulassen, die Geschehnisse in dem kleinen &#214;rtchen als Rachephantasien eines Zw&#246;lfj&#228;hrigen zu lesen, geht der Geschichte nicht ganz auf. Alfredson hat sich gegen einen OFF-Kommentar entschieden, nicht unbedingt zum Vorteil des Films. Der Kinderdarsteller Kåre Hedebrant spielt den Oskar stark zur&#252;ckgenommen, so dass die ungeheure Wut, die die teilweise auch recht harten Splatterszenen suggerieren, nicht wirklich nachvollzogen werden kann. Man denke dabei an die gelungenen Mittel zu denen Peter Jackson in HEAVENTLY CREATURES (USA, D, NZ, 1995) gegriffen hat. Dort wird die Figur Pauline (Melanie Lynskey) von eben solchen blutigen Rachephantasien heimgesucht. Jackson arbeitet dies mit dem OFF-Kommentar und Tagtraumsequenzen sehr drastisch heraus.</p>
<p>Oskars Welt ist jedoch nicht die einzige Perspektive, die der Film verfolgt. Eli ist nicht nur die tragische Vampir-Figur, mit der wir eher Mitleid empfinden als Grauen, sondern sie steckt auch in einer tragischen Vater-Tochter-Beziehung. Ihr alter Vater selbst ist kein Vampir, m&#246;chte aber wie jeder liebende Vater f&#252;r seine Tochter sorgen. Er hat das Pech, st&#228;ndig beim Sch&#228;chten der Opfer erwischt zu werden, so dass Eli um nicht zu verhungern, schlie&#223;lich selbst morden muss. Dass seine kleine Tochter Leute umbringt, schmeckt wiederum dem Vater nicht, der sich inzwischen &#252;berfl&#252;ssig vorkommt. Schlie&#223;lich sieht er nur noch einen Ausweg f&#252;r sich. </p>
<p>Wie in den vielen traditionellen Vampirfilmen ist auch hier der Blutsauger eine tragische Figur, die lediglich durch die Sucht nach Blut getrieben wird. Nat&#252;rlich ist von der kostbaren roten Fl&#252;ssigkeit immer zu wenig da, weil es gar nicht so einfach ist, jemanden zu &#252;berw&#228;ltigen. Dar&#252;ber hinaus sucht Vampir Eli aber auch ein bisschen menschliche W&#228;rme, die sie bei Oskar schlie&#223;lich findet. </p>
<p>LET THE RIGHT ONE IN zeigt die Perspektive der Ausgesto&#223;enen und Verlassenen und wird deshalb von MFA kurz vor Heilig Abend in die Kinos gebracht, da bekanntlich zu Weihnachten die meisten Empathie f&#252;r andere empfinden. Die Geschichte mit viel Schnee hat auch einen Hauch schwarzen Humor zu bieten. Denn wie in den meisten skandinavischen Filmen tauchen auch hier skurile Gestalten auf. In der Nachbarschaft verbringt man die kalten Winterabende mit unz&#228;hligen Katzen und Schnapstrinken. Und w&#228;hrend man noch r&#228;tselt, welches komische Wesen den lieben Kumpel ins Jenseits bef&#246;rdert haben k&#246;nnte, ist man schon selbst ein Vampir. </p>
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		<title>Donkey Punch (FFF): T&#246;dlicher Orgasmus</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 12:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Oliver Blackburn]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Oliver Blackburn Gro&#223;britannien 2008 90 Min. Sektion: Fresh Blood Vom hei&#223;en Sex bis zum kalten Abschlachten ist es nur ein kleiner Schritt: Zumindest in DONKEY PUNCH Film kann so einfach sein: 4 Jungs, 3 M&#228;dels, eine Luxusyacht, ringsum strahlender Sonnenschein und viel blaues Meer. Ein paar Drogen und jede Menge Blut. Der englische Wettbewerbsbeitrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Oliver Blackburn<br />
Gro&#223;britannien 2008<br />
90 Min.<br />
Sektion: Fresh Blood</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/donkey.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-676" title="donkey" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/donkey.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a></p>
<h4>Vom hei&#223;en Sex bis zum kalten Abschlachten ist es nur ein kleiner Schritt: Zumindest in DONKEY PUNCH</h4>
<p>Film kann so einfach sein: 4 Jungs, 3 M&#228;dels, eine Luxusyacht, ringsum strahlender Sonnenschein und viel blaues Meer. Ein paar Drogen und jede Menge Blut. Der englische Wettbewerbsbeitrag DONKEY PUNCH erz&#228;hlt die Geschichte einer ausgelassenen Sommer-Urlaubs-Party, die ein wenig aus dem Ruder ger&#228;t. Nur 10 Sekunden braucht Regisseur und Drehbuchschreiber Oliver Blackburn, um klarzumachen, dass es ein blutiger Film wird &#8212; da hat sich Tammi, die sch&#252;chternste der drei M&#228;dchen, beim Achselhaarrasieren geschnitten. Danach ist aber erstmal Party angesagt.<span id="more-663"></span></p>
<p>Die drei M&#228;dels lernen auf einer Mallorca-Party drei Londoner Boys kennen. Nachdem sie den gestohlenen Champagner am Strand leergetrunken haben, machen die Jungs den Vorschlag, auf der Yacht weiterzufeiern. Kim und Lisa sind sofort begeistert und &#252;berreden schlie&#223;lich auch Tammi &#8220;auf einen Drink&#8221; mitzukommen. Leider kann man im Hafen die Musik nicht so laut stellen, wie es f&#252;r eine z&#252;nftige Yachtparty angemessen w&#228;re. Also Leinen los und raus auf&#8217;s Meer. Dort verteilt Bad Boy Bluey erstmal reichlich Drogen und erz&#228;hlt vom Donkey Punch, einem Schlag ins Genick, der dem M&#228;dchen beim Sex den absoluten Kick beim Orgasmus versetzen soll.</p>
<div id="attachment_667" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-667" title="donkey-punch-2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/donkey-punch-2.gif" alt="Bild: Fantasy Film Fest" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Bild: Fantasy Film Fest</p></div>
<p>Keine Frage, das muss man ausprobieren. Also gehen Kim und Lisa mit Bluey und Marcus f&#252;r eine spontane Sexparty nach unten, kurz darauf gefolgt von Josh, der mit zittrigen Fingern das hei&#223;e Geschehen mit einem Camcorder aufnimmt. Bluey &#252;berl&#228;sst dann Josh Lisa und &#252;bernimmt selbst den Camcorder. Als der unerfahrene Josh beim H&#246;hepunkt nach Anfeuerung von Bluey den Donkey Punch setzt, ist der Faustschlag etwas zu gut gesetzt. Lisa klappt mit gebrochenem Genick tot zusammen.</p>
<p>Damit ist die B&#252;hne er&#246;ffnet f&#252;r einen Survival of the fittest, in dem gegenseitiges Mi&#223;trauen und Mi&#223;verst&#228;ndnisse ein ums andere Mal die Situation im Krieg der Geschlechter auf eine neue Eskalationsstufe heben. Dabei versteht es Blackburn, die Gewaltdosis bei jedem weiteren Toten virtuos noch eine Schraube h&#246;her zu drehen. Soviel sei verraten, dass die destruktiven M&#246;glichkeiten einer Signalpistole und eines Bootsmotors bildstark aufgezeigt werden.</p>
<p>Anscheinend sind dieses Jahr einige Partyfeinde unter den Regisseuren. Neben dem hier vorgestellten DONKEY PUNCH wird auch noch der argentinische Beitrag 36 STEPS um eine ausgelassene Poolparty, die ein sadistischer Serienkiller veranstaltet, der jedes M&#228;dchen, das sich weigert, weiterhin gute Laune zu haben, abschlachtet, den Zuschauern die Partylaune hoffentlich nicht verderben. 36 STEPS wurde in Berlin auf Dienstag 15:00 Uhr verlegt.</p>
<h5>FFF Hamburg (18.8., CINEMAXX 2, 19.15 h); FFF Dortmund (23.8., CINESTAR 10, 17.00 h);<br />
FFF K&#246;ln (21.8., CINEDOM 6, 19.15 h); FFF Frankfurt (31.8., METROPOLIS 3, 19.15 h);<br />
FFF N&#252;rnberg (29.8., CINECITTA&#8217; 2, 19.00 h);FFF Stuttgart (9.9., METROPOL 2, 15.00 h);<br />
FFF M&#252;nchen (5.9., CINEMA, 17.30 h)</h5>
]]></content:encoded>
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		<title>Like a Dragon (FFF): Yakuza, Geld und kleine M&#228;dchen</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 17:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Actionkomödie]]></category>
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		<category><![CDATA[Takashi Miike]]></category>
		<category><![CDATA[Yakuza]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Takashi Miike Japan 2007 110 Min. Typisch Miike: Leichen pflastern seinen Weg. Takashi Miike filmt schon seit vielen Jahren an seiner ganz pers&#246;nlichen Filmothek. Vom Horror &#252;ber den Yakuza-Thriller bis zum meditativen Roadmovie hat er so ziemlich alle Genres inzwischen durchgespielt. Sein neuester Film LIKE A DRAGON deckt sogar gleich zwei Genres ab. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Takashi Miike<br />
Japan 2007<br />
110 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/likeadragon_01.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/likeadragon_01-300x200.jpg" alt="" title="likeadragon_01" width="300" height="200" class="alignnone size-medium wp-image-658" /></a></p>
<h4> Typisch Miike: Leichen pflastern seinen Weg.</h4>
<p>Takashi Miike filmt schon seit vielen Jahren an seiner ganz pers&#246;nlichen Filmothek. Vom Horror &#252;ber den Yakuza-Thriller bis zum meditativen Roadmovie hat er so ziemlich alle Genres inzwischen durchgespielt. Sein neuester Film LIKE A DRAGON deckt sogar gleich zwei Genres ab. Die PC-Spiel-Verfilmung und die Actionkom&#246;die. Drei oder mehr Erz&#228;hlstr&#228;nge werden mehr oder weniger zusammenh&#228;ngend erz&#228;hlt.<span id="more-647"></span></p>
<p>Da ist zum einen ein gerade aus dem Gef&#228;ngnis entlassener Yakuza namens Kiryu, der versucht die Mutter der kleinen Haruka zu finden. Zwei Yakuza-Gangs, von denen die eine unter dem brutalen Anf&#252;hrer Majima sich auf der Suche nach Kiryu mit Baseball-Schl&#228;gern den Weg freimetzelt. Das junge Liebesp&#228;rchen Yui und Satoru, die durch Zufall und die Geistesgegenwart des M&#228;dchens Yui bei einer Gangster-Schl&#228;gerei in einem Lebensmittel-Laden in den Besitz von Yakuza-Geld kommen und, einmal auf den Geschmack und in den Besitz einer Waffe gekommen, einen Laden nach dem anderen ausrauben. Das Figurenkabinett beruht auf einem Computerspiel namens Yakuza, das ich aber nicht kenne. In Europa wird es wohl nicht vertrieben, von daher kann nur der Film als solcher bewertet werden.</p>
<p>Vielleicht will Miike vom fr&#252;heren Image des Splatterfilmers weg. Aber trotz zahlreicher gelungener Gags z&#252;ndet diese Actionkom&#246;die nicht so recht. Da ist zum einen die doch recht verworrene Yakuza-Geschichte, deren Zusammenh&#228;nge, wer wann mit wem was warum angestellt hat und deshalb jetzt hinter ihm her ist, sich einfach nicht aufl&#246;sen lassen wollen. Aber auch als reines Popcorn-Kino, in dem die Story eh schei&#223;egal ist, funktioniert Like a Dragon nicht. Nicht nur der dritte Handlungsstrang von zwei ziemlich d&#228;mlichen und gl&#252;cklosen Geiselgangstern in einer Bank, die f&#252;nf Minuten vor dem &#220;berfall noch eine riesige Bargeldmenge hatte, ist f&#252;r meinen Geschmack zu klamaukig geworden.</p>
<p>Wirklich gelungen ist nur die als Tragikkom&#246;die inszenierte Bonnie und Clyde-Story im Teenie-Format um Yui und Satoru, die nach einer rauschhaften Nacht des Ausraubens von L&#228;den schlie&#223;lich von den Yakuza gestellt werden. Erw&#228;hnenswert auch die erfrischende Nat&#252;rlichkeit, mit der Natsuo Tomita das kleine M&#228;dchen Haruka spielt. Leider hat Miike nicht den Mut, das Vater-Tochter-Verh&#228;ltnis zwischen ihr und Kiryu in Richtung &#8220;Leon, der Profi&#8221; weiterzuentwickeln.</p>
<p>Mit den Filmen von Takashi Miike ist es so eine Sache. Wenn er gut drauf ist, und das ist er etwa jedes zweite Mal, haut er Sachen raus, die sind fast so gut wie die Filme von seinem Namensvetter Takashi Kitano. LIKE A DRAGON geh&#246;rt in die andere H&#228;lfte. An die gro&#223;e Klasse japanischer Actionkom&#246;dien, wie sie z.B. Sabu immer wieder vorlegt, kommt LIKE A DRAGON leider gar nicht heran.</p>
<h5>FFF Dortmund (24.8., CINESTAR 9, 15.00 h); FFF K&#246;ln (23.8., CINEDOM 9, 17.00 h)<br />
FFF Frankfurt (29.8., METROPOLIS 3, 21.30 h); FFF N&#252;rnberg (30.8., CINECITTA&#8217; 2, 19.00 h)<br />
FFF Stuttgart (10.9., METROPOL 1, 19.30 h); FFF M&#252;nchen (6.9., CITY, 19.15 h)</h5>
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		<title>Eden Lake (FFF) – Spirale der Gewalt</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 12:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: James Watkins Gro&#223;britannien 2008 91 Min. Nur Opfer? Jenny (KellyReilly) als Final Girl in EDEN LAKE. Eigentlich sollte es ein romantisches Verlobungswochenende am einsamen Eden Lake werden. Doch nach einer Auseinandersetzung mit »Krawalljugendlichen«, ger&#228;t das P&#228;rchen in einen Strudel der Gewalt. Das 22. Fantasy Filmfest er&#246;ffnet mit einer Weltpremiere. Der intelligente Horrorthriller, das Regiedeb&#252;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> James Watkins<br />
Gro&#223;britannien 2008<br />
91 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/eden_lake0060.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/eden_lake0060-300x171.jpg" alt="" title="eden_lake0060" width="300" height="171" class="alignnone size-medium wp-image-616" /></a></p>
<h4> Nur Opfer? Jenny (KellyReilly) als Final Girl in EDEN LAKE.</h4>
<p>Eigentlich sollte es ein romantisches Verlobungswochenende am einsamen Eden Lake werden. Doch nach einer Auseinandersetzung mit »Krawalljugendlichen«, ger&#228;t das P&#228;rchen in einen Strudel der Gewalt. Das 22. Fantasy Filmfest er&#246;ffnet mit einer Weltpremiere. Der intelligente Horrorthriller, das Regiedeb&#252;t des Briten James Watkins, kommentiert die Jugendgewaltwelle in Gro&#223;britannien. <span id="more-614"></span></p>
<p>Recht vergn&#252;gt holt Steve seine Freundin Jenny von der Arbeit ab. Die Kinderg&#228;rtnerin und ihr Freund starten in ein lang geplantes Campingwochenende aufs Land. Doch das Unheil k&#252;ndigt sich schon im Autoradio an. Dort wird &#252;ber Jugendkriminalit&#228;t diskutiert. Kurz darauf brettern Kids mit ihren Mountainbikes &#252;ber die rote Ampel Steve direkt vor die K&#252;hlerhaube. Am Eden Lake angekommen, findet das P&#228;rchen eine L&#252;cke im Zaun. Die Gegend um den See ist weitr&#228;umig abgesperrt. Ein Hinweisschild, auf dessen R&#252;ckseite jemand die Worte »Fuck off, yuppie cunts!« gespr&#252;ht hat, k&#252;ndigt hier Wohnsiedlungen f&#252;r Reiche an. Im Wald treffen sie auf einen eigenbr&#246;tlerischen Jungen. Doch der will nicht mit ihnen reden, weil ihm seine Mutter verboten hat, mit Fremden zu sprechen. Als sie endlich am See angelangt sind, scheinen sie einen romantischen Ort gefunden zu haben. Doch als Jenny aus ihrem Nickerchen erwacht, starrt sie direkt in die Augen eines h&#228;sslichen Kampfhundes. Das »possierliche« Tierchen geh&#246;rt Jugendlichen, die bald darauf den ganzen See beschallen und eine Atmosph&#228;re des Unbehagens verbreiten.</p>
<p>EDEN LAKE arbeitet konsequent mit realistischem Background. Die folgenden Auseinandersetzungen zwischen dem P&#228;rchen und den rotzfrechen Youngstern, die sich bis zu gewaltt&#228;tigen Auseinandersetzungen hochschaukeln, sind plausibel. Den Suspense zieht der Film haupts&#228;chlich aus dem Thrilleffekt Folger-und-Verfolgte. Watkins bleibt dabei, wie auch in den blutigen Szenen, sehr subtil. Er verzichtet auf krachige Effekte zugunsten intelligenter Verweise auf soziale Missst&#228;nde. Besonders deutlich wird das anhand der ambivalenten Figurenskizzierung, die keineswegs so eindeutig ist, wie sie zu Beginn angedeutet wird. </p>
<p><strong>ACHTUNG SPOILER!</strong></p>
<p>Besonders trifft das auf Jenny zu, die mit ansehen muss, wie ihr Freund zu Tode gequ&#228;lt wird. Zun&#228;chst scheint sie ganz dem taffen Final Girl zu entsprechen, das sich animalisch und clever durch ein Martyrium k&#228;mpfen muss. Doch da Watkins die jugendlichen T&#228;ter nicht als &#252;bernat&#252;rlich schlecht und verdorben skizziert, also auch hier der realistischen Darstellungsweise verpflichtet bleibt, erscheint auch Jenny zunehmend in einem anderen Licht: Der Anf&#252;hrer der Clique ist der eigentliche M&#246;rder. Er zwingt die anderen teilweise unter Gewaltandrohung zum Mitmachen. Als sich einer unbemerkt von der Gruppe entfernen kann, trifft er die im Wald umherirrende Jenny. Doch das vermeintliche Opfer, die Kinderg&#228;rtnerin vom Vortag, hat sich inzwischen zur rasenden Bestie gewandelt (auch optisch). Eigentlich grundlos sticht sie auf den ihr k&#246;rperlich unterlegenen Jungen ein, der sie &#252;berhaupt nicht angreift, ihr m&#246;glicherweise sogar helfen will. Sp&#228;ter, nach dem sie sich ein Auto erobern konnte, f&#228;hrt sie noch eine weitere Jugendliche &#252;ber den Haufen. (Interessant ist &#252;brigens, dass das Premierenpublikum an diesen Stellen geklatscht hat. Scheinbar wurde der Film nur als reiner Horrorfilm konsumiert.)</p>
<p><strong>SPOILERENDE</strong></p>
<p>Watkins beschreibt die Gewaltwelle &#8211; die in den Medien sehr pr&#228;senten sich st&#228;ndig wiederholenden Messerattacken &#8211; als einen aussichtslosen Kreislauf. Jeder ist mal abwechselnd Opfer und T&#228;ter. Auch die Ursachen f&#252;r die jugendliche Verrohung benennt der Regisseur: Gewalt in der Familie – richtig gruselig ist der Vater des Hauptt&#228;ters – und die sozialen Ungerechtigkeiten. Vehement kritisiert wird die Privatisierung von Natur, die in Gro&#223;britannien schon lange ein gro&#223;es Problem darstellt. Der meisten W&#228;lder, Felder, Seen und landwirtschaftlichen Nutzfl&#228;chen sind f&#252;r die &#214;ffentlichkeit nicht zug&#228;nglich, da sich Natur in Gro&#223;britannien zum Gro&#223;teil im Privatbesitz befindet.</p>
<p>Nachdem das Fantasy Filmfest im letzten Jahr mit der Splatterkom&#246;die BLACK SHEEP (Jonathan King, Neuseeland, 2007) er&#246;ffnete, ist dies ein etwas ernsterer Auftakt. </p>
<h5>FFF Dortmund (20.8., CINESTAR 9, 20.00 h); FFF K&#246;ln (20.8., CINEDOM 4, 20.00 h)<br />
FFF Frankfurt (27.8., METROPOLIS 6, 20.00 h); FFF N&#252;rnberg (27.8., CINECITTA&#8217; 3, 20.00 h)<br />
FFF Stuttgart (3.9., METROPOL 1, 20.00 h; METROPOL 2, 22.15 h); FFF M&#252;nchen (3.9., CINEMA, 20.15 h; 22.30h)</h5>
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		<title>+++ Meldungen vom Fantasy Filmfest +++</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 08:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Sequel LADY BLOOD konnte noch nicht fertig gestellt werden und l&#228;uft nur in vorl&#228;ufiger Fassung auf dem FFF. Folgende Regisseure werden in Berlin erwartet: Am Mittwoch, den 13.8., stellt Mabrouk El Mechri seinen Film JCVD (2008) um 21.15 Uhr im CinemaxX vor. In diesem Actionthriller erscheint doch tats&#228;chlich Jean-Claude Van Damme wieder auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/lady-0106.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-607" title="lady-0106" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/lady-0106.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a></p>
<h4> Das Sequel LADY BLOOD konnte noch nicht fertig gestellt werden und l&#228;uft nur in vorl&#228;ufiger Fassung auf dem FFF. </h4>
<p>Folgende Regisseure werden in Berlin erwartet: Am Mittwoch, den 13.8., stellt Mabrouk El Mechri seinen Film JCVD (2008) um 21.15 Uhr im CinemaxX vor. In diesem Actionthriller erscheint doch tats&#228;chlich Jean-Claude Van Damme wieder auf der Bildfl&#228;che, der sich selbst selbstironisch spielt. Warum nicht? Mit PULP FICTION hat auch ein Totgeglaubter sein Comeback geschafft. <span id="more-605"></span></p>
<p>Der gleich mit zwei Filmen vertretene d&#228;nische Regisseur Ole Bornedal (Nightwatch, 1997) ist am Freitag, den 15.8. um 21.30 Uhr, ebenfalls im CinemaxX bei seinen Film JUST ANOTHER LOVE STORY (2007) anwesend. In diesem Neo-Noir mit vielerlei Verweisen auf die ganz Gro&#223;en der Filmgeschichte wie Bergman, Hitchcock und Wilder taucht die Femme fatale zuerst auf der K&#252;hlerhaube eines Autos auf. Zwischen dem Fahrer, einem Leichenfotografen, und der durch die Folgen des Unfalls an Amnesie leidenden Sch&#246;nen entwickelt sich eine verh&#228;ngnisvolle Obsession. In Bornedals zweitem Beitrag, der Sience-Fiction-Horror-Kom&#246;die THE SUBSITUTE, spielt Paprika Steen (DAS FEST, IDIOTEN, ADAMS &#196;PFEL) eine nichtirdische Lehrerin mit ungew&#246;hnlichen F&#228;higkeiten.</p>
<p>Dass das Fantasy Filmfest wirklich Frischware anzubieten hat, beweist der Film LADY BLOOD (Jean-Marc Vincent, F 2008). Da der Film noch gar nicht fertig ist, kann er nur in der vorl&#228;ufigen Fassung gezeigt werden, die nat&#252;rlich nicht auf 35mm vorliegt. Kurz vor dem Filmstart in Hamburg am Samstag, den 16.8., muss extra die HDV aus Paris geholt werden. In diesem Sequel von »Baby Blood«, einem der ersten franz&#246;sischen Splatterfilme, bricht die dunkle Vergangenheit einer Polizistin wieder auf.</p>
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		<title>+++ FFF Presse: Warum das Festival diesmal in Berlin beginnt +++</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 18:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der aktuelle tip (online) interviewt Festivalgr&#252;nder Rainer Stefan, der aktuelle Trends des Fantasy Filmfests beschreibt, verr&#228;t welche Regisseure in diesem Jahr kommen und die in Foren hei&#223; diskutierte Frage beantwortet, warum das Festivals diesmal in Berlin beginnt. Das Interview mit Katharina Klewinghaus in der taz zu ihrem Film THE SCIENCE OF HORROR hat zwar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/logo_a4.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/logo_a4.jpg" alt="" title="logo_a4" width="200" height="283" class="alignnone size-medium wp-image-588" /></a></p>
<p>Der aktuelle <a href="http://www.tip-berlin.de/kino-und-film/das-fantasy-filmfest-versteht-diesmal-keinen-spass" target="_blank">tip (online)</a> interviewt Festivalgr&#252;nder Rainer Stefan, der aktuelle Trends des Fantasy Filmfests beschreibt, verr&#228;t welche Regisseure in diesem Jahr kommen und die in Foren hei&#223; diskutierte Frage beantwortet, warum das Festivals diesmal in Berlin beginnt. </p>
<p>Das <a href="http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/das-innere-stuelpt-sich-nach-aussen/?type=98" target="_blank">Interview mit Katharina Klewinghaus</a> in der taz zu ihrem Film THE SCIENCE OF HORROR hat zwar nicht unmittelbar mit dem Festival zu tun, geht aber der Frage nach, warum Horrorfilme so faszinierend sind. <span id="more-587"></span> In dem Dokumentarfilm, der soeben in den Kinos gestartet ist, kommen Regisseure wie Wes Craven und John Carpenter zu Wort. Die Regisseurin selbst hat in dem Zombiefilm OTTO; OR UP WITH DEAD PEOPLE (Kinostart Deutschland: 18.9.2008) mitgespielt. </p>
<p>Im aktuellen tip-Magazin (Nr. 17) schreibt J&#246;rg Buttgereit einen etwas sehr kurzgeratenen Beitrag zum FFF, in dem er auch seine favorisierte Theorie des Horrorfilms zum Besten gibt. Claudia Lenssen interviewt Katharina Klewinghaus zu THE SCIENCE OF HORROR. </p>
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