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	<title>Blog zum Hof &#187; FFF Archiv</title>
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		<title>Fantasy Filmfest 2011 Programm</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 07:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Fantasy Filmfest Nights</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 19:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF Nights]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/02/FFN11_kleiner.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/02/FFN11_kleiner.jpg" alt="" title="FFN11_kleiner" width="350" height="494" class="aligncenter size-full wp-image-5967" /></a></p>
<p><a href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/pages/filme.html" target="_blank">Fantasy Filmfest Nights</a></p>
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		<title>Fantasy Filmfest 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 11:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2010]]></category>
		<category><![CDATA[24. Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Casey Affleck]]></category>
		<category><![CDATA[Enter the Void]]></category>
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		<category><![CDATA[The Killer inside me]]></category>
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		<description><![CDATA[Preisgewaltig: Ticketpreise Der Ticketpreis ist mit 9 Euro im Vergleich zum Vorjahr um einen ganzen Euro teurer geworden. Klar ist ein Filmfestival extrem teuer, noch dazu ein Genrefestival. Aber h&#228;tte man nicht lieber noch zus&#228;tzliche Sponsoren werben k&#246;nnen? Die Sponsorenanzahl scheint gleich geblieben zu sein. Statt 2k Games sind CinePostproduction und TV Spielfilm hinzugekommen. Ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/FF2010.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/FF2010.jpg" alt="" title="FF2010" width="200" height="282" class="alignleft size-full wp-image-3741" /></a></p>
<p><em><strong>Preisgewaltig: Ticketpreise</strong></em></p>
<p>Der Ticketpreis ist mit 9 Euro im Vergleich zum Vorjahr um einen ganzen Euro teurer geworden. Klar ist ein Filmfestival extrem teuer, noch dazu ein Genrefestival. Aber h&#228;tte man nicht lieber noch zus&#228;tzliche Sponsoren werben k&#246;nnen? Die Sponsorenanzahl scheint gleich geblieben zu sein. Statt 2k Games sind CinePostproduction und TV Spielfilm hinzugekommen. Ob die Sponsorengelder ingesamt gleichgeblieben sind, kann ich nat&#252;rlich nicht sagen. Vielleicht haben die Kinos auch die Mieten erh&#246;ht. Einerseits geh&#246;rte es zwar zu den Ritualen der Veranstalter jedes Jahr darauf hinzuweisen, dass das Festival mit einem Eintrittspreis von 8 Euro eigentlich nicht finanzierbar sei. Anderseits: Welche Filme finanzieren sich schon &#252;ber Eintrittsgelder? &#8211; Eine Handvoll Blockbuster vielleicht. Ich glaube, gr&#246;&#223;ere Festivals m&#252;ssen sich haupts&#228;chlich &#252;ber Sponsoren finanzieren. 9 Euro sind jedenfalls absolut grenzwertig. Zumal das Zielpublikum nicht aus hyperbezahlten Managern besteht, sondern aus Horrornerds.</p>
<p><span id="more-3739"></span></p>
<p><strong>Medienpr&#228;senz</strong></p>
<p>Was dazu passt: Die Pr&#228;senz in den Berliner Medien ist nicht gerade toll: im tip und in der Zitty jeweils eine Seite. Die obligatorische, langweilige, oberfl&#228;chliche Aufz&#228;hlung einiger Filme. Auf Radio Eins lief nicht mal ein Beitrag bei Elstermanns Filmmagazin am Samstag. W&#228;hrend ich hier schreibe, wird ein Interview mit dem Veranstalter angek&#252;ndigt, im Mittagsmagazin zwischen Einweckrezepten und Vormittagsd&#246;delei. In Foren war von einem Film die Rede (A SERBIAN MOVIE), der wegen der Gefahr der Beschlagnahmung, insbesondere in Berlin, nicht ins Programm genommen wurde <a target="_blank" href="http://www.schnittberichte.com/forum/viewtopic.php?f=10&#038;t=22922&#038;start=45">(Schnittberichte)</a>. Ich will ja nicht unken, aber vielleicht h&#228;tte dies dem FFF mal ganz gut getan. Jedes Festival braucht seine Skandale. </p>
<p><strong><br />
Was k&#246;nnte sich trotzdem lohnen?</strong></p>
<p>Es laufen wieder die &#252;blichen Genrefilme, bei denen immer die Gefahr besteht, dass sie der hundertste, fade Aufguss von altbekannten Slashern, Torture Porns und Thrillern sind. Hier ist es wohl sinnvoll auf den DVD-Start zu warten. Eventuell bekommt man die Filme dann zwar nur geschnitten oder &#252;berhaupt nicht zu Gesicht, aber vielleicht sollte man es auch als ein Qualit&#228;tsmerkmal betrachten, wenn bestimmte Horrorfilme keinen Verleih finden. Grunds&#228;tzlich interessanter sind wohl eher die experimentelleren, ungew&#246;hnlichen Filme wie z. B. ENTER THE VOID (nur in Berlin und Hamburg) von Caspar Noé, der allerdings n&#228;chste Woche auch regul&#228;r im Kino startet. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/entervoidiii.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/entervoidiii.jpg" alt="" title="entervoidiii" width="200" height="295" class="alignright size-full wp-image-3742" /></a> <strong> <em>Bildgewaltig: ENTER THE VOID (Berlin &#038; Hamburg)</em></strong></p>
<p>In diesem 155-Min&#252;ter verfilmte Noé (IRRÉVERSIBLE) einen Todestrip aus der Perspektive des Protagonisten. In einem Interview sagte der Regisseur, dass es ihm thematisch um Tod und Wiedergeburt ging: »Obwohl ich mich nie zu einem religi&#246;sen Glauben hingezogen f&#252;hlte, entwickelte ich ein Interesse an B&#252;chern &#252;ber Wiedergeburt. Und ich fing an, mir verr&#252;ckte Gedanken dar&#252;ber zu machen, was mit mir passieren wird, wenn ich sterbe.« Noé trug die Idee jahrelang mit sich herum. Schlie&#223;lich realisierte er sie, wobei er den Todes-Trip mit viel technischer Spielerei drehte: »In B&#252;chern findet man Geschichten von Menschen, die im Moment ihres Todes, durch den Aussto&#223; von DMT im Gehirn, extreme Halluzinationen hatten. Dieses Molek&#252;l ist eine Substanz, die als Quelle unserer Tr&#228;ume gilt.« Visuell und &#228;sthetisch soll ENTER THE VOID, Daft-Punk-Mastermind Thomas Bangalter schuf den Soundtrack dazu, einmalig sein. Fragt sich nur, ob der Film sich nicht allzu sehr darin ersch&#246;pft. </p>
<p>THE KILLER INSIDE ME ist sehenswert, lief allerdings schon auf der Berlinale. Der Regisseur Winterbottom bleibt darin der literarischen Vorlage aus den 50ern von Jim Thompson treu; deutscher Titel »Der M&#246;rder in mir«. Casey Affleck spielt darin genauso einen verschlagenen Kerl wie in DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES DURCH DEN FEIGLING ROBERT FORD – ein fr&#252;her American Psycho, irgendwo zwischen kaltem Killerinstikt und determinierter Psychopathie. </p>
<p>Spannend klingt auch die franz&#246;sisch-belgische Coproduktion AMER, die, laut Programmheft, eine Giallo-&#196;sthetik entfalte. AMER begleitet die gleichnamige Protagonistin &#252;ber »drei Phasen ihres Lebens«, Kindheit, Jugend und Erwachsensein. Ein »verst&#246;render Albtraum der Erweckung«, so die Beschreibung. Ebenfalls ungew&#246;hnlich liest sich die Zusammenfassung von SYMBOL: ein »Film zum R&#228;tseln«, »der s&#228;mtliche Regeln des Filmemachens auf den Kopf« stellt. Allerdings h&#246;rt sich die Mischung schon wieder komisch beliebig und typisch japanisch durchgeknallt an, die eher an die Show »Takeshis Castle« erinnert als an ein herausragendes Filmerlebnis. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Rubber-Movie-Poster.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Rubber-Movie-Poster.jpg" alt="" title="Rubber-Movie-Poster" width="200" height="267" class="alignleft size-full wp-image-3743" /></a></p>
<p><strong><em>Gewaltt&#228;tig: Gummireifen Robert aus RUBBER </em></strong></p>
<p>Ein Geheimtipp k&#246;nnte das franz&#246;sische Roadmovie RUBBER sein, das schon in Cannes und bei anderen Fantasy-Filmfestivals gelaufen ist. Der Protagonist ist ein Autoreifen, der &#252;ber den Highway rollt und Dinge explodieren lassen kann. RUBBER soll eine »Parabel«, ein Frontalangriff auf die »&#214;dnis des Massengeschmacks« sein. </p>
<p><strong><br />
Gesamtblick</strong><br />
 Es laufen diesmal extrem viele britische Produktionen (12), ein Anime (»REDLINE«), eine europ&#228;ische Animation (»METROPIA«) und ein paar Exoten: CLASH aus Vietnam, EVIL &#8211; IN THE TIME OF HEROES aus Griechenland, REYKJAVIK WHALE WATCHING MASSACRE aus Island und THE SILENT HOUSE aus Uruguay. Die &#252;blichen Horrorfilme (CAGED, CORRIDOR, DETOUR, THE HUMAN CENTIPEDE, THE LAST EXORCISM, THE LOVED ONES, THE REEF, TWO EYES STARING) sind zahlenm&#228;&#223;ig &#252;berschaubar. Ein paar bekannte Namen wie der schon erw&#228;hnte Gaspar Noé sind zwar mit Hideo Nakata (RING), vertreten mit CHATROOM, Gregg Araki (NOWHERE) mit KABOOM und Takeshi Kitano mit OUTRAGE dabei, aber irgendwie scheinen die gro&#223;en Knaller wie im letzten Jahr MOON oder THIRST zu fehlen. Vielleicht ist ja wieder eine &#220;berraschung dabei wie im letzten Jahr DISTRICT 9.</p>
<p>Links:<br />
<a target="_blank" href="http://www.fantasyfilmfest.com/">Home mit Programm</a><br />
<a target="_blank" href="http://f3a.net/">Fanseite</a></p>
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		<title>8. Fantasy Filmfest Nights &#8211; Es darf gern geschrien werden</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. Den Auftakt bilden M&#252;nchen und Stuttgart (13.3./14.3.), gefolgt von Berlin und Hamburg (20.3./21.3.), N&#252;rnberg (26.3./28.3.), K&#246;ln (26.3./27.3.) und Frankfurt (27.3./28.3.). Die zehn H&#228;ppchen bilden einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg" alt="" title="FF09_Cover_Berlin" width="150" height="150" class="alignleft size-full wp-image-3572" /></a> Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. </p>
<p>Den Auftakt bilden <strong>M&#252;nchen</strong> und <strong>Stuttgart </strong>(13.3./14.3.), gefolgt von <strong>Berlin</strong> und <strong>Hamburg</strong> (20.3./21.3.), <strong>N&#252;rnberg</strong> (26.3./28.3.), <strong>K&#246;ln</strong> (26.3./27.3.) und <strong>Frankfurt</strong> (27.3./28.3.). </p>
<p>Die zehn H&#228;ppchen bilden einen Querschnitt des modernen Genrefilms vom Anime, in dem sich ein Hacker der Identit&#228;t eines fremden Internet-Avatars bem&#228;chtigt und damit die Weltherrschaft an sich rei&#223;t, &#252;ber SciFi-Horror, in dem Vampire die Welt regieren und Menschen als Nahrungsqelle halten bis hin zu biogenetischen Tier-Mensch-Hyprid-Experimenten, Zombies in Vorortplattenbauten und J-Horror in 3D. Die Filme kommen aus Japan, Frankreich, Spanien, Gro&#223;britannien und den USA. Ein Blick auf die nationalen Filmschmieden des Genrefilms.<span id="more-3571"></span></p>
<p><strong>Horror-Realismus, made in Spain . . .</strong></p>
<p>Zun&#228;chst sei da der spanische <strong>[REC]2</strong> genannt, der in Deutschland nun endlich mal zu sehen ist. Beim FFF 09 war ich entt&#228;uscht, dass das Sequel nicht im Programmheft stand. Im Herbst gab es ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen Kinostart (erst angek&#252;ndigt, dann gestrichen), ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen DVD-Start (gleiches Prozedere). Inzwischen hat man schon einiges &#252;ber den [REC]-Nachfolger geh&#246;rt, n&#228;mlich nichts Gutes. Als ich dann in einem <em>deadline</em>-Interview mit den Regisseuren las, dass sie selbst ein bisschen mit ihrem Sequel haderten und definitiv keine Fortsetzung planten, hatte ich mit [REC] 2 schon abgeschlossen. Jetzt lese man und staune! Laut  <a target="_blank"href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/media/FFN10_CatalogWEB.pdf">Fantasy-Filmfest-Mini-Katalog (Pdf)</a> sei nun noch ein Prequel sowie ein weiteres Sequel (Ausbruch der Apokalypse) geplant.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg" alt="" title="REC_Poster01" width="200" height="256" class="alignright size-full wp-image-3647" /></a></p>
<p>F&#252;r Uneingeweihte ein R&#252;ckblick auf das Original: Ein spanisches Boulevard-Doku-TV-Team à la Vox (»Schneller als die Polizei erlaubt«) »soapt« eine Feuerwehreinheit bei der t&#228;glichen Arbeit. Die quirlig-nervige TV-Moderation Angela und ihr Kamera-Boy m&#252;ssen nicht lange warten: Die Einheit r&#252;ckt aus, um eine hilflos schreiende Alte in einem uralten Mietshaus zu beruhigen. Es handelt sich jedoch nicht um eine demenzkranke, irre Señora, sondern um einen Zombie. Bald befinden sich die Akteure in Qarant&#228;ne (so auch der Titel des US-Remakes). Das Besondere: [REC] verwendet zwar die seit THE BLAIR WITCH PROJECT h&#228;ufig zum Standard erkorene Realismus-&#196;sthetik des Wackel-Camcorders, bindet sie aber an eine Story, die diesen inflation&#228;ren Stil, den die quotenhungrigen TV-Dokus dankbar aufgegriffen haben, auf einer weiteren Ebene kritisiert: Durch die Pen&#228;tranz Angelas, jeden Popel digital festhalten zu wollen, f&#252;hlt sich der Zuschauer als Voyeurist. Auch sonst zeigt dieser absolut gruselige Genre-Film ein exzellentes Gesp&#252;r f&#252;r zeitgen&#246;ssische Zivilisationskrankheiten: Der t&#228;gliche Rassismus krassiert unter den Mietern ebenso wie die hypernerv&#246;se Atmosph&#228;re im Post-9/11. Mit den Eingeschlossenen wei&#223; n&#228;mlich zun&#228;chst auch der Zuschauer nicht genau, worum pl&#246;tzlich alles abgeriegelt ist und Hubschrauber &#252;ber dem Wohnhaus kreisen. Es ist schwer, diese gelungene Story noch zu &#252;bertreffen. Man darf davon ausgehen, dass <strong>[REC]2</strong> nur ein m&#252;des Sequel ist, das tief im Schatten seines erfolgreichen Vorg&#228;ngers steht.  </p>
<p><strong>. . . or in France</strong></p>
<p>Seit l&#228;ngerer Zeit gelten die Franzosen als Geheimtipp in Sachen Horror. Diesen Ruf haben sie einigen interessanten Produktionen zu verdanken, wie <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/martyrs-fff-oder-wie-schwer-es-ist-einen-guten-horrorfilm-zu-machen.php" target="_blank">Pascal Laugiers MARTYRS, 2008</a> oder Alexandre Ajas HAUTE TENSION, 2003 oder THE HILLS HAVE EYES, 2006. <a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg" alt="" title="la_horde" width="200" height="267" class="alignleft size-full wp-image-3650" /></a> Sie geh&#246;ren neben den Spaniern und den Japanern, zu den Filmnationen, die ihren ganz eigenen cinematographischen Style pflegen und hegen. Und die franz&#246;sischen Filme sprechen ihre eigene Sprache. W&#228;hrend man aber bei den Spaniern vielleicht von einer &#196;sthetik des unterschwellig Bedrohlichen sprechen kann, die w&#228;hrend des Franco-Regimes als Methapher f&#252;r eine verordnete Sprachlosigkeit entwickelt wurde (Carlos Saura wird h&#228;ufig als Vorbild genannt oder Victor Erices EL ESPIRITU DE LA COLOMENA, DER GEIST DES BIENENSTOCKS, 1973) und w&#228;hrend die Japaner die literarische Tradition der unterdr&#252;ckten weiblichen Rache aus dem Jenseits immer wieder aufbereiten, haben die Franzosen keine Horror-Tradition in diesem Sinne. Sie sind echte Autorenfilmer, die Horrorelemente f&#252;r ihren ganz eigenen Stil transformieren, wie LEMMING (Dominik Moll, 2005) und VINYAN (Fabrice Du Welz, 2008). Die Story von <strong>LA HORDE </strong> von Yannick Dahan erinnert allerdings eher ein bisschen an Romeros DAWN OF THE DEAD. In einem heruntergekommenen Vorort-Plattenbau jagen rachs&#252;chtige Cops Verbrecher. Doch dann toben pl&#246;tzlich massenhaft Zombies durch die Platte und beide Parteien sitzen auf dem Dach fest. By the Way: Der Zombie-Papa ist mit <strong>SURVIVAL OF THE DEAD</strong> (Kinostart: 8.4.) ebenfalls vertreten. Ich muss zugeben, dass ich sein DIARY OF THE DEAD nicht gesehen habe. Es soll aber belanglos sein. Angeblich wurde Romero bei SURVIVAL OF THE DEAD von William Wylers Western WEITES LAND beeinflusst. </p>
<p><strong>3-D-Horror-X-Treme aus Japan</strong></p>
<p>3-D hat sich nun sp&#228;testens mit AVATAR etabliert, obwohl schon seit l&#228;ngerer Zeit, Versuche im Gange waren, diese Technik, gerade im Horror-Bereich, breiteren Zuschauermassen schmackhaft zu machen. Generell ist dagegen nat&#252;rlich nichts zu sagen: Irgendwas muss sich die Branche ja einfallen lassen, um die HDV-verw&#246;hnten Potatoes von ihrer Couch wegzulocken. Au&#223;erdem galten die Multiplexe, die einzigen, die sich diese teure Technik leisten k&#246;nnen, lange Zeit als gebeutelte Verlierer. Cameron ist es gelungen, das Ruder noch mal rumzurei&#223;en. Der Mastermind dessen 3-D-Werk <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> (Kinostart: 22.4.) auf den FFF-Nights hoffentlich zum Davon-Laufen ist (im positiven Sinne): Takashi Shimizu. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg" alt="" title="shock" width="185" height="258" class="alignright size-full wp-image-3652" /></a></p>
<p>Spontan f&#228;llt mir dazu sein JU-ON (2002) und das US-Remake THE GRUDGE (gleicher Regisseur, USA 2004) ein. JU-ON ist ein sehr gelungenes St&#252;ck J-Horror, welches an das Masterpiece RINGU (1998) heranreicht. (Korrektur, 16.4.: Ich hab mir JU-ON letzte Woche noch mal angesehen und hatte wohl eine falsche Erinnerung. JU-ON ist storytechnisch ziemlicher Schrott, eine Aneinanderreihung von Schock-Effekten, welche sich irgendwann auch ersch&#246;pfen. Es gibt eins, zwei nette innovative Effekte, der Rest ist einfallslos.) Da ich den Begriff »J-Horror« verwende, m&#246;chte ich damit betonen, dass ich den Begriffssch&#246;pfern beipflichte, dass es sich beim sogenannten »Japan-Horror« um ein vollkommen eigenes Genre handelt, das von anderen Horrorfilmen, insbesondere den Remakes, abzugrenzen ist: J-Horror erreicht mit minimalen &#228;sthetischen Mitteln, z. B. eine einzige Kameraeinstellung, die nicht in die Gesamtchoreographie passt, ein &#228;u&#223;erst unangenehmes Gef&#252;hl. Das Remake arbeitet weniger mit einzelnen Disharmonien. Es ben&#246;tigt einen gesamten Szenenaufbau, arbeitet brachialer, weicht letztendlich immer mehr auf Sound-Effekte aus. Das US-Remake von RINGU, THE RING (2002) f&#252;llt die L&#252;cken, die das japanische Original hinterl&#228;sst, mit Erkl&#228;rungen und Motiven. Der J-Horror reicht weit zur&#252;ck auf die literarische, traditionelle Geistergeschichte, die keinerlei logischer Motive, was das Wirken Toter betrifft, bedarf. Die Story von <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> ist &#8211; nun ja &#8211; traditionell: Eine tote Freundin, die w&#228;hrend eines heimlichen Besuchs in einem Gruselkabinett (wahrscheinlich die japanische Variante der Geisterbahn) zu Tode kam l&#228;sst wieder von sich h&#246;ren. Schuldig sind nat&#252;rlich die jugendlichen Protagonisten, die nach dem Zehn-Kleine-&#228;h-M&#228;nnlein-Prinzip dezimiert werden. Und nat&#252;rlich ist so ein Grusellabyrinth besonders geeignet, in 3 D dargestellt zu werden. Hoffentlich ist THE SHOCK LABYRINTH wirklich J-Horror und nicht krachiges 3-D-Kino à la AVATAR. </p>
<p>Das Anime<strong> SUMMER WARS</strong> lief schon auf der Berlinale. Hier mal ein <a href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/124_welt_am_draht%3A_mamoru_hosadas_%27summer_wars%27" target="_blank">Perlentaucher-Text</a>. </p>
<p><strong>Starbesetzte us-amerikanische Standardcoproduktionen</strong><br />
<strong><br />
DAYBREAKERS </strong>wird in Deutschland nur auf DVD vermarktet (ab 16.7.) und ist mit lauter Stars besetzt: Willam Dafoe, Ethan Hawke, Isabel Lucas, Sam Neill &#8211; mir ein bisschen zu fett. Story in Schlagworten: Zukunft, Vampirherrschaft, Menschen pflanzen sich zu langsam fort, Vampir-Panik, fieberhafte Suche nach Ersatzstoff, Widerstand unter den Menschen. </p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Sieht nach actionreichem, uninteressantem US-Standardkino aus<br />
</strong></p>
<p>Eine Nummer kleiner (Adrien Brody &#038; Sarah Polley), ambitionierter und vermutlich mit B-Movie-Einschl&#228;gen ist <strong>SPLICE</strong>. Dieser l&#228;uft sp&#228;ter im Kino (3.6.). Die Story stammt aus der Feder des CUBE-Sch&#246;pfers Vincenzo Natali, der auch Regie f&#252;hrte. Jungen Eheleuten, erfolgreiche Biogenetik-Forscher, die Tiere miteinander kreuzen, also Hybride fabrizieren, geht das Geld aus. Um die Schlie&#223;ung ihres Labors zu verhindern, brauchen sie etwas Spektakul&#228;res: eine Mensch-Tier-Kreuzung. Diese sieht zun&#228;chst wie ein glipschiges Huhn, sp&#228;ter wie ein au&#223;erirdisches Baby und schlie&#223;lich wie Sinhead O Connor aus (na ja, vielleicht nicht ganz so h&#252;bsch).</p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Die »Geburt« eines menschlichen H&#252;hnchens.</strong></p>
<p><strong>British Special</strong></p>
<p>Die Briten sind mit zwei Filmen vertreten. <strong>RED RIDING: 1974</strong> basiert auf dem ersten Teil einer Bestseller-Trilogie von David Peace. Die Story ist klassisch. In Yorkshire jagt der karrierehungrige Reporter Scoop (Andrew Garfield) einen Serienkiller, der Schulm&#228;dchen abmurkst. Bald wird er aber der Gejagde, da es korrupte Bullen gibt, die nicht wollen, dass Scoop herumschn&#252;ffelt.  Laut Katalog soll der 70th-Style beeindruckend authentisch sein: Klamotten, Autos, Tapete, Haartrachten. Der Film wurde auf 16mm gedreht und dann auf 35mm aufgeblasen, um einen 70er Jahre-Neo-Noir-Thriller-Eindruck zu erwecken. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg" alt="" title="HEARTLESS_poster_8" width="200" height="151" class="alignright size-full wp-image-3674" /></a> </p>
<p>Der zweite Film <strong>HEARTLESS </strong> spielt in der klaustrophobischen und anarchischen Atmosph&#228;re des Londoner East Ends der Gegenwart. Eine maskierte Gang kontrolliert das Viertel &#8211; in Wirklichkeit sind es aber keine Homies, sondern b&#246;se H&#246;llenwesen. Der Protagonist, gespielt von Jim Sturgess, der f&#252;r HEARTLESS auch drei Songs performt hat, geht einen Teufels-Pakt ein, damit er besser aussieht &#8211; er hat n&#228;mlich ein scheu&#223;liches Muttermal im Geschicht. Daf&#252;r muss er allerdings t&#246;ten.</p>
<p><strong>Filml&#228;ngen: </strong></p>
<p>THE SHOCK LABYRINTH, 89 Min.<br />
SPLICE, 107 Min.<br />
SUMMER WARS, 114 Min.<br />
SURVIVAL OF THE DEAD, 90 Min.<br />
THE COLLECTOR, 88 Min.<br />
DAYBREAKERS, 98 Min.<br />
HEARTLESS, 110 Min.<br />
LA HORDE, 90 Min.<br />
[REC] 2, 85 Min.<br />
RED RINDING: 1974, 102 Min. </p>
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		<title>Thirst – Vampir mit Herz</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 17:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[FFF 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Chan-Wook Park]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Vampirfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Zola]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Chan-Wook Park S&#252;dkorea 2009 133 Min. Deutscher Kinostart: 15.10.2009 (MFA-Film) ! Kritik mit Spoiler ! Explosive Mischung aus konventioneller Literatur-verfilmung und blutr&#252;nstig-erotischer Vampirthematik (FFF09) Der katholische Priester Sang-hyeon reist nach Afrika, wo der t&#246;dliche Emmanuell-Virus herrscht. Er stellt sich f&#252;r Experimente zur Verf&#252;gung, die helfen sollen, die gef&#252;rchtete Krankheit zu besiegen. Doch er infiziert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Chan-Wook Park<br />
S&#252;dkorea 2009<br />
133 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 15.10.2009 </strong> (MFA-Film)<br />
<strong>! Kritik mit Spoiler !</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2358" title="Thirst-0535" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Thirst-05352.JPG" alt="Thirst-0535" width="350" height="234" /></p>
<p><strong>Explosive Mischung aus konventioneller Literatur-verfilmung und blutr&#252;nstig-erotischer Vampirthematik</strong> (FFF09)</p>
<p>Der katholische Priester Sang-hyeon reist nach Afrika, wo der t&#246;dliche Emmanuell-Virus herrscht. Er stellt sich f&#252;r Experimente zur Verf&#252;gung, die helfen sollen, die gef&#252;rchtete Krankheit zu besiegen. Doch er infiziert sich und stirbt klinisch, erwacht aber kurz darauf zu neuem Leben. Von nun an wird er von allen wie ein Auserw&#228;hlter mit Wunderkr&#228;ften behandelt, so auch von der Familie Ra. Dort trifft er seine ungl&#252;ckliche Freundin Tae-joo aus Kindertagen wieder, die als Waise von Frau Ra aufgenommen und als eine Art Aschenputtel gehalten wird. Frau Ra hat auch die Zwangsheirat mit ihrem trotteligen, ewig verschnupften und vulg&#228;ren Sohn Kang-woo, veranlasst. <span id="more-2357"></span></p>
<p>Der Priester wird zur w&#246;chentlichen Mahjong-Runde eingeladen und bald entwickeln sich zarte Gef&#252;hle zwischen ihm und Tae-joo. Gleichzeitig muss Sang-hyen auch erkennen, dass er starken Durst auf Blut versp&#252;rt. Er leidet auch unter Sonnenunvertr&#228;glichkeit, empfindlichen Sinnen und erfreut sich ungeheurer K&#246;rperkr&#228;fte. Der eingefleischte Priester ger&#228;t in einen unl&#246;sbaren Konflikt: Er braucht das Blut anderer, darf und will aber nicht t&#246;ten. Seine Blutlust ist gleichzeitig gepaart mit k&#246;rperlicher Lust und es dauert nicht lange, da fallen Tae-joo und er wild &#252;bereinander her. Tae-joo f&#252;hlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben gl&#252;cklich und will Kang-woo loswerden. Als Sang-hyeon Wunden an ihrem Bein entdeckt, geht er davon aus, dass ihr Ehemann sie schl&#228;gt. Tae-joo &#252;berredet den Priester-Vampir, ihren Ehemann zu t&#246;ten. Doch danach ist es nichts mehr so zwischen den beiden wie zuvor – sie k&#246;nnen mit dem Mord nicht leben.</p>
<p>Die Geschichte um die ungl&#252;ckliche Waise, die zwangsverheiratet wurde und mit dem besten Freund ihres Mannes eine heimliche, leidenschaftliche Beziehung f&#252;hrt, was schlie&#223;lich in einem gemeinsam geplanten Mord endet, adaptierte Park aus Zolas Roman »Thérèse Raquin« (1867). Ebenso die gegenseitigen Schuldzuweisungen und den gemeinsamen Selbstmord des Paares. Entsprechend konventionell ist auch die Liebes-Story und die Ausstattung: Das Wohndesign k&#246;nnte auch aus einer Thomas-Mann-Verfilmung der 70er stammen. Die Anreicherung dieser Liebesgeschichte mit der Vampir- und Priesterthematik stammt aus Parks Feder, der auch das Drehbuch zu seinem Film schrieb. Visuell ergibt sich daraus einer interessante Mischung zwischen traditioneller Literaturverfilmung aus dem 19. Jahrhundert und blutigen Splatter- und ausgiebigen Sexszenen. Trotz des dramatischen Themas ist der Film stellenweise sehr schwarzhumorig. Mit der Vampir-Pristerthematik ver&#228;ndert der koreanische Regisseur Zolas Intention deutlich.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2368" title="thirst_park_chan_wook_3b" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/thirst_park_chan_wook_3b1.jpg" alt="thirst_park_chan_wook_3b" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Vampir-Priester Sang-hyen: Kang-ho Song</strong></p>
<p>Émile Zola, ein Vorl&#228;ufer und Vorbild der Naturalisten, ging es haupts&#228;chlich darum, das Wesen der »menschlichen Bestie« darzustellen. Dazu eigneten sich die Naturalisten verschiedenste Theorien an, wie den Positivismus. Diese suchten nach einer naturwissenschaftlichen Methode, um die menschlichen Handlungen zu erkl&#228;ren. Die Naturalisten interpretierten das streng als Input gleich Output. Das Fatale an dieser Theorie ist, dass sie davon ausgingen, dass die menschlichen Handlungen determiniert, also vollkommen unfrei sind.</p>
<p>Wenn Thérèse ihren Ehemann in Zola Roman also hasst, dann deshalb weil ihr Charakter neurotisch und unbefriedigt ist und dem ihres Ehemannes ruhig und passiv, entgegensteht. Ohne, dass sie eine Wahl hat. Sie wird also unfreiwillig zum Mord getrieben.</p>
<p>Bei Parks THIRST ist das wesentlich anders. Als Determinismus f&#252;hrt er die Vampirthematik ein, die zu unfreiwilligen Handlungen f&#252;hrt. Doch bei ihm haben auch Getriebene eine Wahl in der Art ihrer Mittel. So entwickeln sich in Sang-hyen und Tae-joo, zwei gegens&#228;tzliche Prinzipien des Vampir-Daseins: Nachdem der Priester erkennen muss, dass ihr Ehemann sie niemals geschlagen hat, ist die gl&#252;ckliche Beziehung zwischen den Beiden gest&#246;rt. In einer dramatischen Geste in der Tae-joo dem Priester die alleinige Schuld f&#252;r den Mord gibt, fordert sie ihre T&#246;tung. Sang-hyen schlitzt sie auf, kann jedoch nicht mit ansehen, wie seine Geliebte stirbt. Er spendet ihr Blut und sie wird auch Vampirin. W&#228;hrend der Priester sich auch nach seiner Vampirwerdung moralisch-ethischen Grunds&#228;tzen verpflichtet sieht, lebt Tae-joo ihre Blut- und Mordlust bald mit aller Inbrunst aus. Er hingegen entwickelt einfallsreiche Ideen, auch noch als Vampir menschlich zu handeln. So richtet er sich seine »private Blutbank« ein, und zapft nur das Blut von Koma-Patienten, Selbstm&#246;rdern und Krebskranken an.</p>
<p>Zum offenen Bruch zwischen den Beiden kommt es, als sie bei der Mahjong-Runde als M&#246;rder entlarvt werden. Tolle Szene: Die inzwischen querschnittsgel&#228;hmte Mutter und einzige Mitwisserin versucht den Anwesenden das durch Blinzeln mitzuteilen. Die gesamte Mahjong-Runde r&#228;t wild wie bei einem Buchstabenquiz herum, w&#228;hrend Tae-joo vergeblich versucht die Raterei zu verhindern. Als die Spieler endlich die richtige L&#246;sung erraten haben, bleibt ihnen der Mund offen stehen. Leider haben sie aber nicht den Jackpot geknackt, sondern ihr Todesurteil gef&#228;llt. Tae-joo saugt alle mit Vergn&#252;gen aus &#8211; Sang-hyen ist entsetzt. Tae-joo kontert, sie sei ja schlie&#223;lich kein Mensch und f&#252;hle sich keinen Grunds&#228;tzen mehr verpflichtet. Da er den Einfluss auf seine Geliebte nun endg&#252;ltig verloren hat, bleibt ihm nur noch ein Ausweg.</p>
<p>Der Konflikt des Vampirwesens/Halbvampirs, t&#246;ten zu m&#252;ssen, ohne es zu wollen, ist nicht neu. Park greift es auf und thematisiert den inneren Konflikt zwischen Gut und B&#246;se erneut. Kann ein bluts&#252;chtiges Wesen, dass eigentlich kein Mensch mehr ist, trotzdem nach humanen Grunds&#228;tzen handeln? Neu ist, dass der Vampirpriester es tats&#228;chlich schafft, diesen Wiederspruch zu l&#246;sen. Er bleibt human und ist doch gleichzeitig ein Vampir. Park entwickelt damit eine neue Variante des Genres.</p>
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		<title>Trick &#8216;R Treat &#8211; Overkill Halloween</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 13:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Michael Dougherty Kanada/USA 2008 87 Min. DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009 Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske? (FFF 09) Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Michael Dougherty<br />
Kanada/USA 2008<br />
87 Min.<br />
<strong>DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009</strong></p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/TRT-9931r_v3.jpg" alt="Trick &#039;r Treat" title="Trick &#039;r Treat" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2345" /></p>
<p><strong>Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske?</strong> (FFF 09)</p>
<p>Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine d&#252;ster-m&#228;rchenhafte Atmosph&#228;re à la »The Company of Wolves«. Genau, das Richtige f&#252;r einen kalten, verregneten Herbstabend im heimatlichen Wohnzimmer. <span id="more-2340"></span></p>
<p>Es ist Halloween und fast die gesamte Stadt ist kost&#252;miert auf den Beinen, um ausgiebig S&#252;&#223;igkeiten zusammeln, Partys zu feiern und Sex zu haben: Jungfrauen, sexgeile Teenager, die typische Kinderclique mit dem Mauerbl&#252;mchen bis hin zur mutigen Anf&#252;hrerin. Alle sind sie unterwegs. Bis auf Mr. Kreeg, dem ewig vor sich hinknurrenden Halloween-Hasser mit seinem alten K&#246;ter und einem blutr&#252;nstigen Schuldirektor (Dylan Parker &#8211; »Happiness«). </p>
<p>Dougherty verbindet f&#252;nf Storylines, die auch noch eine Substory enthalten, die er lose ineinander verwebt. Damit verbindet ein Urgestein des literarischen Horrorgenres, die Kurzgeschichte, mit unz&#228;hligen Verweisungen auf das Filmgenre. Enthalten sind Anspielungen auf Klassiker wie »The Beast with Five Fingers« (1946), &#252;ber nat&#252;rlich Carpenters »Halloween« (1978), »The Company of Wolves« (1984) bis hin zu moderneren Filmen wie »It« (1990) und »El orfanato« (2007) &#8211; um nur einige zu nennen. </p>
<p>Doughertys TRICK ´R TREAT ist vor allem eine vergn&#252;gliche Kom&#246;die, in der ein Lutscher schon mal zum Mordwerkzeug werden kann und in der auch nicht ausgespart wird, dass das Halloweenfest in den USA schon v&#246;llig &#252;bertriebene Ausw&#252;chse angenommen, in der sich die Industrie eine goldene Nase verdient. Aber Dougherty kritisiert das nicht, sondern mischt ordentlich mit, in dem er einen vollkommenen Overkill des gesamten Ensembles anbietet: Au&#223;erirdische, Werw&#246;lfe, Vampire, Zombies, b&#246;se Kinder, Psychopathen und abgetrennte mordende K&#246;rperteile. Gelungener Humor!</p>
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		<title>Deliver Us From Evil – Erl&#246;se uns vom B&#246;sen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 16:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Ole Bornedal D&#228;nemark/Schweden 2009 93 Min. Hat sich im Haus verschanzt: Johannes aus dem bitterb&#246;sen DELIVER US FROM EVIL (FFF 09) Der Beginn, wenn die Protagonisten vorgestellt werden, erinnert ein bisschen an Leones »The Good, the Bad and the Ugly«: das gl&#252;ckliche und beruflich erfolgreiche Paar Johannes und Pernille mit ihren beiden aufgeweckten Kindern; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Ole Bornedal<br />
D&#228;nemark/Schweden 2009<br />
93 Min. </p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Deliver_06.jpg" alt="Deliver_06" title="Deliver_06" width="250" height="375" class="alignleft size-full wp-image-2334" /></p>
<p><strong>Hat sich im Haus verschanzt: Johannes aus dem bitterb&#246;sen DELIVER US FROM EVIL</strong> (FFF 09)</p>
<p>Der Beginn, wenn die Protagonisten vorgestellt werden, erinnert ein bisschen an Leones »The Good, the Bad and the Ugly«: das gl&#252;ckliche  und beruflich erfolgreiche Paar Johannes und Pernille mit ihren beiden aufgeweckten Kindern; der cholerisch-poltrige Looser Lars, der sich immer und von allem – am meisten vom Leben selbst – betrogen f&#252;hlt, der arme, etwas merkw&#252;rdige Au&#223;enseiter Alain vom Balkan und die herzensgute Christin Anna. Und dann f&#228;hrt Lars Anna auch noch &#252;ber den Haufen. Die Karten scheinen hier schon von vorneherein verteilt – wer der B&#246;se ist und wer der Gute. <span id="more-2333"></span></p>
<p>Als Lars einen Schuldigen pr&#228;sentiert, n&#228;mlich den »Neger-Alain«, entwickelt sich die nette Dorfgemeinschaft in Bornedals extrem d&#252;steren, farbgebleichtem Film, schnell zu einem Lynch-Mob. Der gute Johannes – die Analogie zu seinem Namenspatron aus der Passionsgeschichte ist sicherlich nicht zuf&#228;llig – gew&#228;hrt Alain Schutz in seinem Haus, doch die rasende Dorfgemeinschaft steht schon vor der T&#252;r. Als Pernille, mit den weinenden Kindern im Arm, Johannes bittet, Alain rauszuschicken, geht eine merkw&#252;rdige Wandlung in ihm vor. </p>
<p>DELIVER US FROM EVIL ist vielschichtig. Der Begriff des biblischen B&#246;sen – nicht nur der Titel verweist darauf – sondern das Vater-Unser »[…] F&#252;hre uns nicht in Versuchung, sondern erl&#246;se uns von dem B&#246;sen […]« wird im Film auch komplett zitiert. Die anf&#228;nglichen, scheinbar eindeutigen Zuweisungen von Gut-Menschen und B&#246;sewichtern werden am Ende infrage gestellt, als Johannes und ja auch Pernille, die sich aus allem raushalten wollte, zu rabiaten Mitteln (Splatterelemente) greifen, um sich von ihren Peinigern zu befreien. </p>
<p>Pernille wird zu Beginn von den Kindern gefragt wird, warum es b&#246;se Menschen gibt und sie antwortet, es g&#228;be keine b&#246;sen Menschen, sie zeigen nur, dass sie geliebt werden wollen. Diese Verflachung wird ad absurdum gef&#252;hrt. Dass das biblische Gute in einem Kollektiv, das selbst schon rasender P&#246;bel ist, kaum zu h&#228;ndeln ist, wird schon zwischen Johannes und den Dorfprolls deutlich. Als sie ihn als »M&#246;rderfreund« beschimpfen, ranzt Johannes »biersaufende Sozialschmarotzer« zur&#252;ck und gie&#223;t damit ordentlich &#214;l ins Feuer. Neiden ihm die Sozialhilfeempf&#228;nger seinen Erfolg, sein Haus, seine Familie schon lange und warten nur auf eine Gelegenheit, zuzuschlagen. </p>
<p>Insofern zeigt Ole Bornedal wie extrem schwierig die Forderung »Deliver us from Evil – Erl&#246;se uns vom B&#246;sen«, also halte uns von b&#246;sen Handlungen ab, einzuhalten ist. Dazu braucht es nicht mal einen aufr&#252;hrerischen, mordenden Mob. Es gen&#252;gt schon, dass wir in einer &#252;blen Welt, in der nicht Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, leben. </p>
<p>Hinzuf&#252;gung: Referenzen zu Peckinpahs »Straw Dogs« sind offensichtlich. Kannte ich beim Schreiben des Artikels noch nicht. </p>
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		<title>Moon &#8211; der vergessene Working Class Hero</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 23:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Duncan Jones GB 2009 97 Min Stilistisch nahe an Tarkowski und Kubrick, aber mit einer Botschaft der 80er-Science-Fiction. Protagonist Sam aus dem wegweisenden Indepententfilm MOON. (FFF 09) Ingenieur Sam (Sam Rockwell) arbeitet f&#252;r die Lunar Energy Industries, die, nun nachdem die Energiequellen auf der Erde versiegt sind, ihren Rohstoff aus dem Helium 3 des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Duncan Jones<br />
GB 2009<br />
97 Min</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Moon_J1T0501.jpg" alt="Moon_J1T0501" title="Moon_J1T0501" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2302" /> <strong>Stilistisch nahe an Tarkowski und Kubrick, aber mit einer Botschaft der 80er-Science-Fiction. Protagonist Sam aus dem wegweisenden Indepententfilm MOON. </strong>(FFF 09)</p>
<p>Ingenieur Sam (Sam Rockwell) arbeitet f&#252;r die Lunar Energy Industries, die, nun nachdem die Energiequellen auf der Erde versiegt sind, ihren Rohstoff aus dem Helium 3 des Mondes gewinnt. Die Besonderheit: Dazu brauchen sie nur einen einzigen Menschen, der die Energie f&#252;r die gesamte Erde erwirtschaftet. Der Preis f&#252;r diesen »heroischen« Job ist Isolation. Sam hat nur noch Gerty, einen Roboter, der einem riesengro&#223;en einarmigen Banditen &#228;hnelt, der »Emotionen« durch ein Smily-Gesicht ausdr&#252;ckt. Doch Gerty ist keine Maschine, die einen Partner ersetzen k&#246;nnte &#8211; seine Aufgabe beschr&#228;nkt sich auf die &#220;berwachung des Gesundheitszustandes von Sam. Die einzigen menschlichen Kontakte sind Videobotschaften seiner Frau und seiner Arbeitgeber. <span id="more-2289"></span></p>
<p>Die Situation zu Beginn ist &#228;u&#223;erst prek&#228;r, denn der leichenblasse, k&#246;rperlich v&#246;llig ungepflegte und apathische Ingenieur leidet extrem an dieser Isolation. Er steht kurz vor dem Wahnsinn, f&#252;hrt Selbstgespr&#228;che und nur sein Bastelei von Modellbauten retten ihn vorm Durchdrehen. Doch da sein Vertrag auf drei Jahre befristet ist und dieser in zwei Wochen ausl&#228;uft, beginnt er sich wieder zu »vermenschlichen«. In jeder Einstellung wird seine Frisur k&#252;rzer, nachts tr&#228;umt er von den sanften Berr&#252;hrungen seiner Frau. Doch merkw&#252;rdig: Die Videobotschaften von ihr stehen in seltsamen Kontrast zu Sams menschlicher Verwandlung &#8211; ein leiser Unterton von Verzweiflung ist zu sp&#252;ren, der von Nachricht zu Nachricht st&#228;rker wird. Und in Sams n&#228;chtliche wohltuende Tr&#228;ume schleichen sich Horrorvisionen. Pl&#246;tzlich beginnt er Menschen an Bord zu sehen&#8230;</p>
<p>Das Deb&#252;t von Ducan Jones ist stilistisch zwar eher an die Weltraumdramen eines Stanley Kubricks oder eines André Tarkowskis angelehnt (ohne in langen Einstellungen zu schwelgen), jedoch den Blick auf die philosophische Faszination des Alls, der das Mysterium Leben von Au&#223;erhalb neu beleuchten soll, also die Science Fiction der 60er/ fr&#252;hen 70er, vollzieht Jones nicht mit. Hier ist er ganz der 80iger, der sich f&#252;r die realistischen Anfangsszenen eines James Cameron (»Alien &#8211; Die R&#252;ckkehr«) begeistert. In den Szenen, in denen die Crew im Essen rumstochert und daran rumm&#228;ckelt, wird der Weltraum ganz und gar irdisch. Als erster fing Kubrick mit seinem wegweisendem »2001« damit an: lange Abendessen-Szenen, in denen die beiden Astronauten wie in allen b&#252;rgerlichen Wohnzimmern gleichzeitig essen und fernsehen (um dann aber sp&#228;ter doch wieder f&#252;rs All zu faszinieren), fortgesetzt von Cameron, der seine Soldaten in »Alien- die R&#252;ckkehr« am Tisch ziemlich rumprollen lies. Auch im Haferschlein, der au&#223;erhalb der Matrix, von den Wachowski-Br&#252;dern serviert wurde (»viel nahrhaftes Eiweis«) steckte eine Bodenst&#228;ndigkeit, die eher an den Pausenraum eines altert&#252;mlichen Produktionsbetriebes erinnerte, als an einen Fantasyfilm aus dem Jahre 1999. </p>
<p>MOON ist ganz und gar bodenst&#228;ndig &#8211; der Weltraum und das Leben ist kein Mysterium mehr wie in den 60igern. Alles ist Alltag  &#8211; wie in den 80ern, doch ohne Action. Das Geheimnis, das Sam schlie&#223;lich herausfindet, ist dramatisch, extrem unbefriedigend und geht ganz in dem Exploitation-Anspielungen, das alle 80er-Science-Fiction-Filme irgendwo enthalten, auf. Duncan Jones´Deb&#252;t ist dahingehend einerseits eine gelungene Homage, andererseits aber auch wegwesend. Kein anderer Science-Fiction-Film hat sich, wie ich finde, die innovativsten Thematiken und Stilistiken dieses Genres zusammengesucht und vereint. Dieser kleine Independentfilm hat das geschafft und sollte in den Kreativ-Etagen der Filmbranche zumindest Beachtung finden, um das Genre neu zu beleben. Konkret meine ich damit den Stil der 60/70-iger-Filme und die Thematiken unserer Zeit. Ein Verzicht auf die ausufernden Action-Elemente, denen sich MOON auch konsequent verweigert, w&#228;re schon mal ein Anfang&#8230; </p>
<p>Die Rechte f&#252;r MOON wurden soeben von Koch-Media erworben. Noch steht nicht fest, ob es zu einem Kinostart oder nur zu einer DVD-Premiere kommt. </p>
<p>Es w&#228;re w&#252;nschenswert, dass dieser Film den FRESH BLOOD AWARD erh&#228;lt. Mal gucken. (Komischerweise haben sie in der zweiten Berliner Vorstellung keine Abstimmungskarten mehr verteilt. Schade!)</p>
<h5>Hamburg, So, 23.8., 19.15h CinemaXX 1, K&#246;ln, Sa, 29.8., 21.15h, Cinedom 9, Frankfurt, Mo, 31.8., 19.30h, Metropolis 6, N&#252;rnberg, Fr, 28.8., 19h, Cinecitta´2, Stuttgart, Fr, 4.9., 21.15h, Metropol 1, M&#252;nchen, Sa, 5.9., 21.15h, Cinema</h5>
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		<title>FANTASY FILMFEST 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 16:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen startet das Fantasy Filmfest zum 23. Mal in Berlin (18.8.) und Hamburg (19.8.), gefolgt von K&#246;ln, Frankfurt (26.8.) und N&#252;rnberg (27.8.). Die Stuttgarter und M&#252;nchener Genrefans d&#252;rfen sich noch bis zum September (1./2.9.) vorfreuen. Das Programm besticht mal wieder durch ein weitgef&#228;chters Spektrum. Eine Filmauswahl. FRESH BLOOD (Wettbewerb)/SPECIAL SCREENING Zw&#246;lf Newcomer konkurrieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In wenigen Tagen startet das Fantasy Filmfest zum 23. Mal in Berlin (18.8.) und Hamburg (19.8.), gefolgt von K&#246;ln, Frankfurt (26.8.) und N&#252;rnberg (27.8.). Die Stuttgarter und M&#252;nchener Genrefans d&#252;rfen sich noch bis zum September (1./2.9.) vorfreuen. Das Programm besticht mal wieder durch ein weitgef&#228;chters Spektrum. Eine Filmauswahl.<br />
<strong><br />
FRESH BLOOD (Wettbewerb)/SPECIAL SCREENING</strong></p>
<p>Zw&#246;lf Newcomer konkurrieren um den Fresh Blood Award.</p>
<p>Ein hei&#223;er Kandidat des vom Publikum vergebenen Preises ist Duncan Jones’ Science-Fiction-Thriller <strong>MOON</strong>: Nach dreij&#228;hriger Isolation auf einer Mondbasis darf Ingenieur Sam (Sam Rockwell) endlich wieder auf die Erde. Da die Funkverbindung zur Erde abbrach, ist Stationsroboter Gerty (Kevin Spaceys Stimme) Sams einziger Kontakt. Doch dann treten unerwartete Ereignisse ein, die Sams R&#252;ckkehr verhindern…</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<div id="attachment_2202" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2202" title="Moon_exteriorcrash" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Moon_exteriorcrash.jpg" alt="Statt VFX, kleine Miniaturmodelle vom Mond: MOON" width="400" height="173" /><p class="wp-caption-text">Statt VFX, kleine Miniaturmodelle vom Mond: MOON, FFF09</p></div>
</td>
</tr>
</table>
<p>Jones Inspirationsquelle waren die Science-Fiction-Filme der sp&#228;ten 70er/fr&#252;hen 80er, in denen Blue-Collar-Worker (Ripley aus »Alien«,  Freeman Lowell aus »Silent Running«), als Helden gegen entmenschlichte Global Players antraten. <span id="more-2201"></span> Den Soundtrack schrieb Clint Mansell, der Composer von »Requiem for a Dream«. F&#252;nf Millionen Dollar hat die Produktion gekostet. Klingt nach einer sympathischen Independent-Hommage, die zudem offenbar auch &#252;berzeugend ist: Preise auf zwei kleineren Festivals hat MOON bereits gewonnen.</p>
<p>In einer weiteren viel versprechenden Sci-Fi (SPECIAL SCREENING), produziert von Peter Jackson, leben au&#223;erirdische Fl&#252;chtlinge im Auffanglager <strong>DISTRICT 9</strong> in Johannesburg. Sie verf&#252;gen &#252;ber Waffentechnologien, die nur mit ihren Genen nutzbar sind. Somit sind sie f&#252;r die Menschen ohne Wert und bald macht sich bald chauvinistischer Missmut unter den Erdlingen breit.</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/district9_2219.jpg" alt="DISTRICT 9" title="DISTRICT 9" width="400" height="262" class="alignleft size-full wp-image-2208" />
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Die Heimat au&#223;erirdischer Immigranten: Der DISTRICT 9 (FFF 09)</strong></p>
<p>Dieser eskaliert als ein Mitarbeiter einer Private Company, die vorgeblich f&#252;r die »Abschottung und Integration« (!) zust&#228;ndig ist, in Wirklichkeit aber nach au&#223;erirdischen Waffen sucht, sich mit Alien-DNS infiziert. Er wird zum Most-Wanted of the world, da er nun die Biowaffe nutzen kann. DISTRICT 9 vereint Sozialkritik, Action und Science-Fiction und startet am 10.9. (Sony Pictures) regul&#228;r in den Kinos.</p>
<p><strong>DREAD</strong> bassiert auf Clive Barkers Kurzgeschichte »Moloch Angst« aus der Kurzgeschichten-Anthologie »B&#252;cher des Blutes« (u. a. auch »Midnight Meat Train«, »Candyman«): Quaid, Steve und Cheryl interessieren sich f&#252;r einen Abschlussfilm f&#252;r die tiefsten &#196;ngste anderer. Doch w&#228;hrend es f&#252;r Steve und Cheryl nur ein Uni-Projekt ist, wird die Reise zur dunklen Seite der menschlichen Seele f&#252;r Quaid zur Besessenheit.</p>
<p><strong>TRICK ´R TREAT</strong> kann es nicht lassen und nimmt sich eines klassischen Horror-Themas an: Es ist mal wieder Halloween. Vermutlich soll das Deb&#252;t von Michael Dougherty (Drehbuchautor von »X-Men 2«; »Superman Returns«) auf seine Starttauglichkeit im Herbst (Warner) getestet werden. Bleibt zu hoffen, dass es neben den &#252;blichen, ganz netten Scary-Effekten gen&#252;gend Ironie und Einfallsreichtum mitbringt, um nicht den hundertsten Aufguss eines etwas ausgenudelten Themas aufzutischen. Der Trailer sieht zumindest teilweise ganz viel versprechend aus.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ggDNhd5FC2U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ggDNhd5FC2U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>1822 fl&#252;chteten acht Fl&#252;chtlinge von der britischen Gef&#228;ngnisinsel Sarah Island. Ausger&#252;stet mit nur einer Axt schlugen sie sich durch die tasmanischen W&#228;lder Australiens. Am Ende &#252;berlebte nur einer: Alexander Pearce, der f&#252;nf seiner Kameraden verspeist hatte. Kurze Zeit darauf wird er gefasst und hingerichtet.</p>
<div id="attachment_2216" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Van-Diemens-Land_convict-Bodenham-Thomas-Wright_cNoise_Light_Ellery-Ryan.jpg" alt=" " title="" width="400" height="193" class="size-full wp-image-2216" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><strong>Strafgefangener Bodenham in VAN DIEMEN`S Land</strong> (FFF 09)</p>
<p>Mit <strong>VAN DIEMEN´S LAND</strong> (so hie&#223; Tasmanien urspr&#252;nglich) wurde die Alexander-Pearce-Story in k&#252;rzester Zeit erneut verfilmt (siehe <a href="http://www.imdb.com/title/tt1099204/" target="_blank">»The Last Confession of Alexander Pearce«</a>). Regisseur Jonathan auf der Heide schuf einen ruhigen Landschaftsfilm mit ausgeblichenen Farben und poetischen Off-Kommentaren, »Let God have his Heaven. I am blood«, die das aussichtslose Schicksal der Todgeweihten widerspiegeln.</p>
<p><strong>FOCUS ASIA</strong></p>
<p>Der aktuelle Chan-wook widmet sich dem alten Vampirstoff und variiert ihn neu: Ein Priester (Kang-ho Song &#8211; »The Host«) will der Menschheit etwas Gutes antun und nimmt an einem freiwilligen Impftest in Afrika teil. Dort infiziert er sich mit dem Emmanuell-Virus und stirbt. Nach einer Bluttransfusion erwacht nicht nur er wieder zum Leben, sondern auch eine noch nie empfundene Fleisches- und Blutlust, die ihn in ein moralisches Dilemma st&#252;rzt. THIRST gewann in Cannes den Gro&#223;en Preis der Jury. Chan-wook soll bei der Vorstellung am 23.8. in Berlin anwesend sein.</p>
<p>Mamoru Oshii (»Ghost in the Shell«) animierte mit <strong>SKY CRAWLERS</strong> einen Bestseller von  Hiroshi Mori: Nachdem endlich Weltfrieden herrscht, werden Kriegsspiele zur Zerstreuung der Bev&#246;lkerung erfunden. Der Luftraum wird von einer genmanipulierten Kaste verteidigt, von Kildren, Teenagern, die nie altern. Sie sterben dabei zu Tausenden.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/SKY_08.jpg" alt="SKY_08" title="SKY_08" width="400" height="225" class="alignleft size-full wp-image-2219" /></p>
<p><strong>Inszenierte Luftk&#228;mpfe als Massenunterhaltung: SKY CRAWLERS </strong>(FFF 09)</p>
<p>Auch Kildren-Pilot Yuichi, der auf einem St&#252;tzpunkt in Rostock arbeitet, muss begreifen, dass er nur dazu dient, um von den Konzernen verheizt zu werden. Der st&#228;ndig wiederkehrende Alltag, Warten auf Einsatzbefehle, gef&#228;hrliche K&#228;mpfe und abendliche Barbesuche, befriedigen ihn nicht l&#228;nger. Die Story klingt zwar viel versprechend, die Kritiken im Netz aber bescheinigen Mamoru Oshiis Plot eine gewisse Oberfl&#228;chlichkeit und Verwirrtheit.</p>
<p>Der s&#252;dkoreanische <strong>HANSEL AND GRETEL</strong> adaptiert das Motiv der verlassenen und misshandelten Kinder, hat aber ansonsten nicht viel mit dem M&#228;rchen-Klassiker zu tun.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Hensel_I9S41481.jpg" alt="Hensel_I9S4148" title="Hensel_I9S4148" width="250" height="376" class="alignleft size-full wp-image-2222" /></p>
<p><strong>Surreal und bizarr: HANSEL AND GRETEL </strong>(FFF 2009)</p>
<p>Nach einem Autounfall erwacht Eun-Soo aus der Bewu&#223;tlosigkeit und wird von einem kleinen M&#228;dchen tief hinein in den Wald zu einem Haus gef&#252;hrt, dessen Inneres von Andy Warhol designt sein k&#246;nnte: grellbunte Spielzeuge und S&#252;&#223;igkeiten und viele Hasen an den W&#228;nden. Die Ausstattung stammt von Produktionsdesigner Seong-hee (»The Host«, »Old Boy«). Drinnen erwartet Eun-Soo eine Bilderbuchfamilie. Doch als die Eltern die Kinder urpl&#246;tzlich verlassen, kippt die Situation schlagartig ins Gruselige.</p>
<p><strong>SELECTED FEATURES</strong></p>
<p>Die schlechte Nachricht zuerst. Nein, es wird kein <strong>[REC] 2</strong> geben. Vermutlich hat das Fantasy Filmfest gegen Venedig und Toronto verloren, die ihn im Programm haben. Regul&#228;rer Kinostart ist der 29.10.</p>
<p>Organisatorin Frederike Dellert hob auf Radio Eins hervor, dass 2009 ein Kom&#246;dienjahr sei. Das trifft wohl vor allem auf die britisch-irische Auswahl zu.</p>
<p>Die Low-Budget-Splatterkom&#246;die DOGHOUSE von Jake West (»Evil Aliens«, FFF 05) wird im Programmheft in einem Atemzug mit »Shaun of the Dead« genannt: Ein paar prollige Dosenbier-Machos fahren &#252;bers Wochenende aufs Land, wo sie von weiblichen Zombies angegriffen werden.</p>
<div id="attachment_2273" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/LVK67-14-Kopie.jpg" alt=" " title="LVK67 14 Kopie" width="300" height="199" class="size-full wp-image-2273" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><strong><br />
Blutr&#252;nstige Vampirchefin Carmilla: LESBIAN VAMPIRE KILLERS</strong> (FFF 09)</p>
<p>The battle of the sexes findet auch in LESBIAN VAMPIRE KILLERS statt: »The crucial difference is, while LVK celebrated its protagonists’ leery lad-mag misogyny, DOGHOUSE points up the Neanderthal blokes’ deep Freudian fear of being castrated by women«, schreibt die Time Out London.<br />
In der  kleinen, schwarzhumorigen, Slapstick-Kom&#246;die A FILM WITH ME IN IT tauchen pl&#246;tzlich Leichen in einer heruntergekommenen Mietswohnung auf. Sie versetzen dem dahinpl&#228;tschernden Leben der beiden Generation-X-lern, ein arbeitsloser Schauspieler und ein M&#246;chtergern-Schriftsteller, einen ordentlichen Schwung. Der irische Film gewann den Spezialpreis der Jury in Istanbul.</p>
<p>Die Kanadier pr&#228;sentieren sich in diesem Jahr eher d&#252;ster und nihilistisch. Besonders auffallend: Sie scheinen gro&#223;e Angst vor ihren Kindern zu haben. Der komplett in schwarz-wei&#223; gedrehte POLYTECHNIQUE basiert auf dem Amoklauf in der École Polytechnique de Montréal.</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/POLY_20.jpg" alt="POLY_20" title="POLY_20" width="400" height="170" class="alignleft size-full wp-image-2274" />
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Der Amokl&#228;ufer: POLYTECHNIQUE</strong> (FFF 09)</p>
<p>1989 t&#246;tete Marc Lépine 14 Frauen, bevor er sich selbst erschoss. Sein Motiv: Die Ablehnung seiner Bewerbung an der Technischen Hochschule, deren Ursache er im Gleichstellungsstellungsgesetz, das Frauen in M&#228;nnerberufen bevorzugt, begr&#252;ndet sah. POLYTECHNIQUE soll stilistische &#196;hnlichkeiten mit Gus van Sants »Elephant« haben.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/C39_08126R.jpg" alt=" " title="CASE 39" width="300" height="200" class="size-full wp-image-2275" /></p>
<p><strong>Wer ist hier wirklich das Opfer? CASE 39 </strong>(FFF 09)</p>
<p>Der us-kanadische ORPHAN geh&#246;rt in die Reihe von B&#246;se-Kinder-Filmen, die die &#196;ngste von Eltern/Sozialarbeitern thematisieren: Die neunj&#228;hrige Waise Esther wird liebevoll von der Pflegefamilie Coleman aufgenommen – ist aber strunzb&#246;se. Genauso wie Lilith in CASE 39 (Kinostart: 15.10. Paramount) – ebenfalls us-kanadisch – und die Kinder in CHILDREN (britisch). In dem kanadischen CRACE ist sogar schon ein S&#228;ugling sehr, sehr b&#246;se und monstr&#246;s.</p>
<p>Der 69j&#228;hrige Argento konnte f&#252;r seinen GIALLO Adrien Brody gewinnen. Sein Film ist auch gleichzeitig eine Hommage an das gleichnamige italiensche Subgenre, in denen psychosexuelle, fetischistische Serienm&#246;rder Frauen abmurksen. Ebenfalls eine Hommage, an die Blaxploitation-Filme der 70er, (»Shaft«) ist BLACK DYNAMITE.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/IA_15.jpg" alt="IA_15" title="IA_15" width="300" height="169" class="alignright size-full wp-image-2282" /></p>
<p><strong>»Where does he buy his drugs?«, fragt sich Terry Gilliam: Bill Plymptons IDIOTS AND ANGLES</strong> (FFF 09)</p>
<p>Der Zeichentrickfilm IDIOTS AND ANGLES funktioniert komplett ohne Dialoge. Der Protagonist des Bill-Plympton-Films (»Hair High«) ist ein ziemliches Arschloch mit Fl&#252;geln. Im Zusammenspiel mit dem Sound von Tom Waits und Pink Martini (»Die Sopranos«) ist der skizzenhafte anarchische Animationsfilm im Noir-Stil sicher ein inspirativer, durchgeknallter Trip.</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.fantasyfilmfest.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a> und komplettes Filmprogramm mit s&#228;mtlichen Credits<br />
<a href="http://f3a.net/uploads/Interview_FFF_2009.pdf" target="_blank">Ausf&#252;hrliches Interview </a>mit Festivalleiter Rainer Stefan &#252;ber Finanzierung und Filmakquise<br />
<a href="http://www.cinemaxx.de/Programm/AktuellesProgramm#900075" target="_blank">Online-Kartenkauf CinemaxX Potsdamer Platz (Berlin)</a><br />
<a href="http://www.cinestar.de/de/kino/berlin-cinestar-original-im-sony-center/filmprogramm/" target="_blank">Online-Kartenkauf Cinestar Potsdamer Platz (Berlin)</a></p>
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		<item>
		<title>Martyrs (FFF) &#8230;oder &#252;ber das Martyrium, einen guten Horrorfilm drehen zu m&#252;ssen</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/martyrs-fff-oder-wie-schwer-es-ist-einen-guten-horrorfilm-zu-machen.php</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 04:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Pascal Laugier Frankreich/Kanada 2008 97 Min. »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Pascal Laugier<br />
Frankreich/Kanada 2008<br />
97 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg" alt="" title="martyrs121" width="300" height="181" class="alignnone size-medium wp-image-898" /></a></p>
<h4> »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF </h4>
<p>Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem Genre z&#228;hlt, das k&#246;rperliche Reaktionen hervorruft, hat der Horrorfilm damit zu k&#228;mpfen, dass er nicht immer die gleiche Leier bringen darf. Er riskiert von den Fans ausgebuht zu werden, die zwar immer wieder nach Neuem l&#228;chzen, sich aber trotzdem gruseln wollen. Das hei&#223;t, Horrorfilmfans sind anspruchsvoll und schwer zu befriedigen. Und, die Regisseure m&#252;ssen &#228;u&#223;erst kreativ sein. <span id="more-856"></span></p>
<p>Die PR zu MARTYRS, zumindest die im Programmheft des FFF, klingt verhei&#223;ungsvoll und greift zu Superlativen: »MARTYRS ist ein Test. Pascal Laugiers Extremschocker sprengt Grenzen&#8230;«  Es ist vom umstrittensten Film in Cannes, sogar vom meist diskutierten Film des Jahres die Rede. Er wurde mit HIGH TENSION und INSIDE verglichen, die beide zur »harten Welle« des franz&#246;sischen Genrekinos z&#228;hlen, wie auch immer diese definiert sein mag, und es wurde versprochen, dass MARTYRS &#252;ber diese beiden durchaus gelungenen »Vorg&#228;nger« hinausreiche. </p>
<p>Solche extrem hohen Erwartungen zu wecken, ist schon &#228;u&#223;erst gewagt. MARTYRS muss also schon genial sein, um diese auch erf&#252;llen zu k&#246;nnen. Bahnbrechend in den Effekten, neuartig in der Story,  andersartig und einfallsreich. </p>
<p>Im Folgenden wird etwas um den hei&#223;en Brei herumgeredet, da keinerlei Aufl&#246;sungen verraten werden sollen, die nicht auch in der Filmbeschreibung sowie im Trailer schon benannt wurden. Allerdings gibt es im dramaturgischen Sinne schon eine Art von abstrakter Aufl&#246;sung, die jedoch nicht inhaltlicher Art ist. </p>
<p>Fangen wir mit Punkt Zwei an: die Story. MARTYRS ist so konstruiert, dass niemand wei&#223;, was mit der zehnj&#228;hrigen Julie passiert ist. Es ist lediglich bekannt, dass sie in einem Keller gequ&#228;lt und festgehalten wurde. Dass sie nicht vergewaltigt wurde, dass es ihr gelungen ist, zu fliehen und, dass sie selbst nicht wirklich wei&#223;, was genau passiert ist. </p>
<p>Im ersten Moment klingt das &#228;u&#223;erst spannend, weil sich jeder die schrecklichsten Dinge ausmalt. Sie wurde nicht vergewaltigt. Oh Gott! Was um Himmels Willen ist nur mit ihr passiert? Wie lautet doch der Werbetrailer von 13TH STREET? &#8211; Es ist nur in Deinem Kopf. Und das ist immer das Schrecklichste. </p>
<p>Im zweiten Moment greift aber eine f&#252;r MARTYRS verheerende dramaturgische Regel: Ab da kann die Story nur noch verlieren, denn jetzt muss sie anfangen zu enth&#252;llen. Nach ca. 20 Minuten, in denen MARTYRS noch einmal das aufbereitet, was der Rezipient durch die Filmbeschreibung und den Trailer schon wei&#223;, muss Pascal Laugier die Story weiterlaufen lassen. Er k&#228;mpft gegen die Phantasie des Zuschauers. Muss sie, wenn m&#246;glich, sogar &#252;bertreffen, zumindest erf&#252;llen. Das ist ein Fight, der nicht zu gewinnen ist. Kann sich jemand was Schrecklicheres vorstellen, als das, was im Kopf abl&#228;uft? Das ist zumindest sehr gewagt. Besser ist: Harmlos beginnen und sich dann steigern. </p>
<p>Viele gelungene Horrorfilme beginnen mit unbeschwerten Teenies, die in Autos rumkurven, gut drauf sind, entspannen. Die also eine hohe Fallh&#246;he haben. Laugier beginnt mit dem Furchtbarem. Der Horrorfilm partizipiert von den Regeln der Trag&#246;die. Wie will er jemanden ganz tief fallen lassen, der nicht einmal gut drauf war und der schon ganz am Anfang so weit unten ist?</p>
<p>Laugier ist nat&#252;rlich nicht doof und wei&#223; das alles auch. Deshalb setzt er alles daran, den Zuschauer so lange wie m&#246;glich im Unklaren zu lassen. Hier setzt Punkt Eins an: die Effekte. Die m&#252;ssen stellvertretend f&#252;r die Story den Fan bei der Stange halten. Schwieriges Terrain. Julie, nun &#228;lter, hat sich also in das Haus begeben, wo sie jahrelang gequ&#228;lt wurde und taucht dort mit einem »todbringendem Jagdgewehr« (Programmheft) auf. Ganz klar m&#252;ssen hier die &#252;blichen Effekte eines Horrorfilms bedient werden, die sich auch in den letzten zwanzig Jahren nicht gro&#223;artig ver&#228;ndert haben. Jemand wird von einem anderen verfolgt, der immer wieder &#252;berraschend auftaucht. Dazwischen gibt es ein paar blutige Szenen von einem Splattergrad von eins bis zehn. </p>
<p>Nun hat Alexandre Aja mit HIGH TENSION gezeigt, dass auch die schon hundertmal gesehenen Muster mit einer kleinen Storyneuheit, die Spannung bis ins Unertr&#228;gliche steigern k&#246;nnen. Einen  Psychopathen als das B&#246;se einzusetzen (die Aufl&#246;sung ist ohne Belang) ist schon mal ein Pluspunkt. Denn diese Figur ist von Natur aus unberechenbar und genau das, n&#228;mlich das Unberechenbare, macht den Horrorfilm aus. Aja spielt also solange wie m&#246;glich mit dem Zuschauer, der das Schlimmste erwartet. Er h&#228;lt ihn allein durch Effekte in Atem. Der sich st&#228;ndig wechselnde Rhythmus von Anspannung und Entspannung ist das wirksame Mittel von HIGH TENSION: die ewig gedehnten Szenen, in denen der Psychopath R&#228;ume durchsucht, gefolgt von hektischen Verfolgungsszenen. Der Bildschirm ist eigentlich mehr schwarz, als dass er irgendetwas zeigt &#8211; Aja l&#228;sst reichlich Platz f&#252;r die Phantasie. Man wei&#223; nie, was der Psychopath als n&#228;chstes tun wird. Am besten n&#228;mlich nicht viel, denn dann ist die Spannung im Kopf vorbei. Erst die Aufl&#246;sung, die Aja so weit wie m&#246;glich hinausz&#246;gert, bringt dann die (erwartete) Entt&#228;uschung. Aber das macht nichts, weil HIGH TENSION 70 minutenlang gut funktioniert hat.</p>
<p>MARTYRS arbeitet mit Methoden, die nicht so recht greifen, weil sie weder vom Splatterfaktor, noch vom Schrecken, Neues zu bieten haben. Es ist alles recht konventionell. Auch der Sound, mit dem INSIDE versuchte, Effekte zu schaffen, spielt bei MARTYRS eine unwesentliche Rolle. </p>
<p>Da MARTYRS im Effektbereich nicht so richtig funktioniert, konzentriert sich der Zuschauer wieder auf die Story. An dieser Stelle kann MARTYRS einen kleinen Punktsieg erzielen. Denn sie entwickelt sich etwas merkw&#252;rdig und im Kopf f&#228;ngt es an zu brodeln, solange man sich nicht nur in die Konsumentenrolle begibt. Man spielt gedanklich also verschiedene Szenarios durch. Mit der Aufl&#246;sung, etwa nach 2/3 des Films, wird das abrupt abgebrochen. Ab da hat der Film verloren und zwar komplett. </p>
<p>Wenn Horrorfilme anfangen zu erkl&#228;ren, sind es keine Horrorfilme mehr. Ich durchschaue das unerkl&#228;rliche B&#246;se und bin schon ein Teil davon, weil ich mich &#8211; notgedrungen &#8211; damit identifizieren muss, allein, um es zu verstehen. Wenn ich mich &#228;ngstigen will, m&#246;chte ich das B&#246;se aber nicht verstehen. Das muss immer das Andere sein, das unerkl&#228;rliche und absolute B&#246;se bleiben, das man nie verstehen wird. </p>
<p>Es muss nicht schlimm sein, wenn ein Horrorfilm auch mal einen Genre&#252;bergriff wagt &#8211; wenn es originell ist und Sinn macht! Aber bei MARTYRS ist die Aufl&#246;sung weder schrecklich noch besonders neu. Zudem wurden hohe Horrorerwartungen geweckt, durch PR, durch die Story, durch meine Phantasie &#8211; und dann die Entt&#228;uschung&#8230;</p>
<p>Na ja. Ganz ehrlich? Ist nicht schlimm, weil Horrorfans daran gew&#246;hnt sind. Schlie&#223;lich steht das Genre unter extremen Druck. Es muss ja auch ganz sch&#246;n viel leisten.<br />
Ein kleiner Tipp von drei Horrorfreunden: H&#228;tte man die Erkl&#228;rung/Wendung (ACHTUNG &#8211; T&#214;DLICH F&#220;R DIESES GENRE!) weggelassen, die Szenen aber weiter so gedreht (gelungen: die Schlussszene, die an ROSEMARIES BABY erinnert), ein bisschen mehr drastischen Splatter eingebaut &#8211; (im letzten Drittel) &#8211; vielleicht w&#228;re der Film gar nicht mal so uninteressant geworden. Am wichtigesten ist jedoch, nicht immer alles aufkl&#228;ren zu wollen. Aufkl&#228;rung hei&#223;t verstehen und verstehen hei&#223;t keine Angst haben. </p>
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