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	<title>das blog zum hof</title>
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		<title>8. Fantasy Filmfest Nights &#8211; Es darf gern geschrien werden</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. 
Den Auftakt bilden M&#252;nchen und Stuttgart (13.3./14.3.), gefolgt von Berlin und Hamburg (20.3./21.3.), N&#252;rnberg (26.3./28.3.), K&#246;ln (26.3./27.3.) und Frankfurt (27.3./28.3.). Die zehn H&#228;ppchen bilden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg" alt="" title="FF09_Cover_Berlin" width="150" height="150" class="alignleft size-full wp-image-3572" /></a> Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. </p>
<p>Den Auftakt bilden <strong>M&#252;nchen</strong> und <strong>Stuttgart </strong>(13.3./14.3.), gefolgt von <strong>Berlin</strong> und <strong>Hamburg</strong> (20.3./21.3.), <strong>N&#252;rnberg</strong> (26.3./28.3.), <strong>K&#246;ln</strong> (26.3./27.3.) und <strong>Frankfurt</strong> (27.3./28.3.). Die zehn H&#228;ppchen bilden einen netten Querschnitt des modernen Genrefilms von der Anime, in der sich ein Hacker der Identit&#228;t eines fremden Internet-Avatars bem&#228;chtigt und damit die Weltherrschaft an sich rei&#223;t, &#252;ber SciFi-Horror, in dem Vampire die Welt regieren und Menschen als Nahrungsqelle halten bis hin zu biogenetischen Tier-Mensch-Hyprid-Experimenten, Zombies in Vorortplattenbauten und J-Horror in 3D. Die Filme kommen aus Japan, Frankreich, Spanien, Gro&#223;britannien und den USA. Ein Blick auf die nationalen Filmschmieden des Genrefilms.<span id="more-3571"></span></p>
<p><strong>Horror-»Realismus«, made in Spain&#8230;.</strong></p>
<p>Zun&#228;chst sei da der spanische <strong>[REC]2</strong> genannt, der in Deutschland nun endlich mal zu sehen ist. Beim FFF 09 war ich entt&#228;uscht, dass das Sequel nicht im Programm war. Im Herbst gab es ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen Kinostart (erst angek&#252;ndigt, dann gestrichen), ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen DVD-Start (gleiches Prozedere) &#8230; Inzwischen hat man schon einiges &#252;ber den [REC]-Nachfolger geh&#246;rt, n&#228;mlich nichts Gutes. Als ich dann in einem Interview mit den Regisseuren las (ich glaube, in <em>deadline</em>), dass sie selbst so ein bisschen mit ihrem Sequel hadern und dass sie definitiv keine Fortsetzung planen, hatte ich mit [REC] 2 schon abgeschlossen. Man lese und staune: Im  <a target="_blank"href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/media/FFN10_CatalogWEB.pdf">Fantasy-Filmfest-Mini-Katalog (Pdf)</a> ist nun zu lesen, dass ein Prequel sowie ein weiteres Sequel (Ausbruch der Apokalypse) geplant ist&#8230;</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg" alt="" title="REC_Poster01" width="200" height="256" class="alignright size-full wp-image-3647" /></a></p>
<p>F&#252;r Uneingeweihte ein R&#252;ckblick auf das Original: Ein spanisches Boulevard-Doku-TV-Team à la Vox (»Schneller als die Polizei erlaubt«) »soapt« eine Feuerwehreinheit bei der t&#228;glichen Arbeit. Die quirlig-nervige, penetrante TV-Moderation Angela und ihr Kamera-Boy m&#252;ssen nicht lange warten: Die Einheit r&#252;ckt aus, um eine hilflos-schreiende Alte in einem uralten Mietshaus zu beruhigen. Es handelt sich jedoch nicht um eine demenzkranke, irre Señora, sondern um einen Zombie. Bald befinden sich die Akteure in Qarant&#228;ne (so auch der Titel des US-Remakes). Das Besondere: [REC] verwendet zwar die seit THE BLAIR WITCH PROJECT zum Standard erkorene Realismus-&#196;sthetik des Wackel-Camcorders, bindet sie aber an eine Story, die diesen inflatiorn&#228;ren Stil, den die quotenhungrigen TV-Dokus dankbar aufgegriffen haben, auf einer h&#246;heren Ebene kritisiert. Auch sonst zeigt dieser absolut gruselige Genre-Film ein exzellentes Gesp&#252;r f&#252;r zeitgen&#246;ssische Zivilisationskrankheiten: Der »allt&#228;gliche Rassismus« krassiert unter den Mietern ebenso wie der Kontrollwahn im hypernerv&#246;sen Polizeistaat: Nicht zuletzt wird auch das in [REC] hei&#223; diskutiert: Die Eingeschlossenen wissen zun&#228;chst n&#228;mlich nicht, weshalb sie unter Quarant&#228;ne stehen. Es ist schwer, diese gelungene Story noch zu &#252;bertreffen. Man darf davon ausgehen, dass <strong>[REC]2</strong> nur ein m&#252;des Sequel ist, das im Schatten seines erfolgreichen Vorg&#228;ngers steht.  </p>
<p><strong>&#8230;or in France</strong></p>
<p>Seit l&#228;ngerer Zeit gelten die Franzosen als Geheimtipp in Sachen Horror. Ob sie diesen Ruf nun einem <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/martyrs-fff-oder-wie-schwer-es-ist-einen-guten-horrorfilm-zu-machen.php" target="_blank">Pascal Laugier (MARTYRS, 2008)</a> oder einem Alexandre Aja (HAUTE TENSION, 2003; THE HILLS HAVE EYES, 2006) zu verdanken haben &#8211;  ist mir nicht ganz klar. <a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg" alt="" title="la_horde" width="200" height="267" class="alignleft size-full wp-image-3650" /></a> Fakt ist: Sie geh&#246;ren neben den Spaniern und den Japanern, zu den Filmnationen, die ihren ganz eigenen cinematographischen Style pflegen und hegen. Und die franz&#246;sischen Filme sprechen ihre eigene Sprache. W&#228;hrend man aber bei den Spaniern vielleicht von einer &#196;sthetik des unterschwellig Bedrohlichen sprechen kann, die w&#228;hrend des Franco-Regimes als Methapher f&#252;r eine verordnete Sprachlosigkeit entwickelt wurde (Carlos Saura wird h&#228;ufig als Vorbild genannt oder Victor Erices EL ESPIRITU DE LA COLOMENA, DER GEIST DES BIENENSTOCKS, 1973) und w&#228;hrend die Japaner die literarische Tradition der unterdr&#252;ckten weiblichen Rache aus dem Jenseits immer wieder aufbereiten, haben die Franzosen keine Horror-Tradition in diesem Sinne. Sie sind echte Autorenfilmer, die Horrorelemente f&#252;r ihren ganz eigenen Stil transformieren, wie LEMMING (Dominik Moll, 2005) und VINYAN (Fabrice Du Welz, 2008). Die Story von <strong>LA HORDE </strong> von Yannick Dahan erinnert allerdings eher ein bisschen an Romeros DAWN OF THE DEAD. In einem heruntergekommenen Vorort-Plattenbau jagen rachs&#252;chtige Cops Verbrecher. Doch dann toben pl&#246;tzlich massenhaft Zombies durch die Platte und beide Parteien sitzen auf dem Dach fest. By the Way: Der Zombie-Papa ist mit <strong>SURVIVAL OF THE DEAD</strong> (Kinostart: 8.4.) ebenfalls vertreten. Ich muss zugeben, dass ich sein DIARY OF THE DEAD nicht gesehen habe. Es soll aber belanglos sein. Angeblich wurde Romero bei SURVIVAL OF THE DEAD von William Wylers Western WEITES LAND beeinflusst. </p>
<p><strong>3-D-Horror-X-Treme aus Japan</strong></p>
<p>3-D hat sich nun sp&#228;testens mit AVATAR etabliert, obwohl schon seit l&#228;ngerer Zeit, Versuche im Gange waren, diese Technik, gerade im Horror-Bereich, breiteren Zuschauermassen schmackhaft zu machen. Generell ist dagegen nat&#252;rlich nichts zu sagen: Irgendwas muss sich die Branche ja einfallen lassen, um die HDV-verw&#246;hnten Potatoes von ihrer Couch wegzulocken. Au&#223;erdem galten die Multiplexe, die einzigen, die sich diese teure Technik leisten k&#246;nnen, lange Zeit als gebeutelte Verlierer. Cameron ist es gelungen, das Ruder noch mal rumzurei&#223;en. Der Mastermind dessen 3-D-Werk <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> (Kinostart: 22.4.) auf den FFF-Nights hoffentlich zum Davon-Laufen ist (im positiven Sinne): Takashi Shimizu. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg" alt="" title="shock" width="185" height="258" class="alignright size-full wp-image-3652" /></a></p>
<p>Spontan f&#228;llt mir dazu sein JU-ON (2002) und das US-Remake THE GRUDGE (gleicher Regisseur, USA 2004) ein. JU-ON ist ein sehr gelungenes St&#252;ck J-Horror, welches an das Masterpiece RINGU (1998) heranreicht. Da ich den Begriff »J-Horror« verwende, m&#246;chte ich damit betonen, dass ich den Begriffssch&#246;pfern beipflichte, dass es sich beim so genannten »Japan-Horror« um ein vollkommen eigenes Genre handelt, das von anderen Horrorfilmen, insbesondere den Remakes, abzugrenzen ist: J-Horror erreicht mit minimalen &#228;sthetischen Mitteln, z. B. einer einzige Kameraeinstellung, die nicht in die Gesamtchoreographie passt, ein &#228;u&#223;erst unangenehmes Gef&#252;hl. Das Remake arbeitet weniger mit einzelnen Disharmonien. Es ben&#246;tigt einen gesamten Szenenaufbau, arbeitet brachialer, weicht letztendlich immer mehr auf Sound-Effekte aus. Das US-Remake von RINGU, THE RING (2002) f&#252;llt die L&#252;cken, die das japanische Original hinterl&#228;sst, mit Erkl&#228;rungen und Motiven. Der J-Horror reicht weit zur&#252;ck auf die literarische, traditionelle Geistergeschichte, die keinerlei logischer Motive, was das Wirken Toter betrifft, bedarf. Die Story von <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> ist &#8211; nun ja &#8211; traditionell: Eine tote Freundin, die w&#228;hrend eines heimlichen Besuchs in einem Gruselkabinett (wahrscheinlich die japanische Variante der Geisterbahn) zu Tode kam (was f&#252;r ein Bl&#246;dsinn!) l&#228;sst wieder von sich h&#246;ren. Schuldig sind nat&#252;rlich die jugendlichen Protagonisten, die nach dem Zehn-Kleine-&#228;h-M&#228;nnlein-Prinzip dezimiert werden. Und nat&#252;rlich ist so ein Grusellabyrinth besonders geeignet, in 3 D dargestellt zu werden. Hoffentlich ist THE SHOCK LABYRINTH wirklich J-Horror und nicht krachiges 3-D-Kino à la AVATAR. </p>
<p>Der Anime<strong> SUMMER WARS</strong> lief schon auf der Berlinale. Hier mal ein <a href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/124_welt_am_draht%3A_mamoru_hosadas_%27summer_wars%27" target="_blank">Perlentaucher-Text</a>. </p>
<p><strong>Starbesetzte us-amerikanische Standardcoproduktionen</strong><br />
<strong><br />
DAYBREAKERS </strong>wird in Deutschland nur auf DVD vermarktet (ab 16.7.) und ist mit lauter Stars besetzt: Willam Dafoe, Ethan Hawke, Isabel Lucas, Sam Neill. Mir ein bisschen zu fett. Story in Schlagworten: Zukunft, Vampirherrschaft, Menschen pflanzen sich zu langsam fort, Vampir-Panik, fieberhafte Suche nach Ersatzstoff, Widerstand unter den Menschen. Mmmh. </p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Sieht nach actionreichem, uninteressantem US-Standardkino aus<br />
</strong></p>
<p>Eine Nummer kleiner (Adrien Brody &#038; Sarah Polley), ambitionierter und vermutlich mit B-Movie-Einschl&#228;gen ist <strong>SPLICE</strong>. Dieser l&#228;uft sp&#228;ter im Kino (3.6.). Die Story stammt aus der Feder des CUBE-Sch&#246;pfers Vincenzo Natali, der auch Regie f&#252;hrte. Jungen Eheleuten, erfolgreiche Biogenetik-Forscher, die Tiere miteinander kreuzen, sprich Hybride fabrizieren, geht das Geld aus. Um die Schlie&#223;ung ihres Labors zu verhindern, lassen sie sich dazu &#252;berreden eine Mensch-Tier-Kreuzung herzustellen, die zun&#228;chst wie ein glipschiges Huhn, sp&#228;ter wie ein au&#223;erirdisches Baby und schlie&#223;lich wie Sinhead O Connor aussieht (na ja, vielleicht nicht ganz so h&#252;bsch).</p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Die »Geburt« eines menschlichen H&#252;hnchens. Satire auf Alien 2</strong></p>
<p><strong>British Special</strong></p>
<p>Die Briten sind mit zwei Filmen vertreten. <strong>RED RIDING: 1974</strong> basiert auf dem ersten Teil einer Bestseller-Trilogie von David Peace. Die Story ist klassisch. In Yorkshire jagt der karrierehungrige Reporter Scoop (Andrew Garfield) einen Serienkiller, der Schulm&#228;dchen abmurkst. Bald wird er aber der Gejagde, da es korrupte Bullen gibt, die nicht wollen, dass Scoop herumschn&#252;ffelt.  Laut Katalog soll der 70th-Style beeindruckend authentisch sein: Klamotten, Autos, Tapete, Haartrachten. Der Film wurde auf 16mm gedreht und dann auf 35mm aufgeblasen, um einen 70er Jahre-Neo-Noir-Thriller-Eindruck zu erwecken. Klingt ganz gut. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg" alt="" title="HEARTLESS_poster_8" width="200" height="151" class="alignright size-full wp-image-3674" /></a> </p>
<p>Der zweite Film <strong>HEARTLESS </strong> spielt in der klaustrophobischen und anarchischen Atmossph&#228;re des Londoner East Ends der Gegenwart. Eine maskierte Gang kontrolliert das Viertel &#8211; in Wirklichkeit sind es aber keine Homies, sondern b&#246;se H&#246;llenwesen. Der Protagonist (Jim Sturgess &#8211; hat f&#252;r HEARTLESS auch drei Songs performt) geht einen Teufels-Pakt ein, damit er besser aussieht &#8211; er hat n&#228;mlich ein scheu&#223;liches Muttermal im Geschicht. Daf&#252;r muss er allerdings t&#246;ten.</p>
<p><strong>Filml&#228;ngen: </strong></p>
<p>THE SHOCK LABYRINTH, 89 Min.<br />
SPLICE, 107 Min.<br />
SUMMER WARS, 114 Min.<br />
SURVIVAL OF THE DEAD, 90 Min.<br />
THE COLLECTOR, 88 Min.<br />
DAYBREAKERS, 98 Min.<br />
HEARTLESS, 110 Min.<br />
LA HORDE, 90 Min.<br />
[REC] 2, 85 Min.<br />
RED RINDING: 1974, 102 Min. </p>
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		<title>Forums-Wiederholungen im Arsenal</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 14:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[FORUM]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>

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		<description><![CDATA[
22.2., 20.00 Uhr, KYOTO STORY (Kyoto Uzumasa monogatari), OmE, 90 Min.
23.2., 20.00 Uhr, NÉNETTE, OmE, 70 Min.
24.2., 19.00 Uhr, SONA, THE OTHER MYSELF (Sona, mo hitori no watashi), OmE, 82 Min.
24.2., 21.00 Uhr, PUTTY HILL, OmU, 89 Min.
25.2., 19.00 Uhr, THE OATH, OmE, 96 Min.
25.2., 21.00 Uhr, IMANI, OmU, 82 Min. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer5.png"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer5.png" alt="" title="berlinalebaer" width="50" height="79" class="alignleft size-full wp-image-3562" /></a></p>
<p>22.2., 20.00 Uhr, <strong>KYOTO STORY</strong> (Kyoto Uzumasa monogatari), OmE, 90 Min.<br />
23.2., 20.00 Uhr, <strong>NÉNETTE</strong>, OmE, 70 Min.<br />
24.2., 19.00 Uhr, <strong>SONA, THE OTHER MYSELF</strong> (Sona, mo hitori no watashi), OmE, 82 Min.<br />
24.2., 21.00 Uhr, <strong>PUTTY HILL</strong>, OmU, 89 Min.<br />
25.2., 19.00 Uhr, <strong>THE OATH</strong>, OmE, 96 Min.<br />
25.2., 21.00 Uhr, <strong>IMANI</strong>, OmU, 82 Min. </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Meine Berlinale 2010</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/meine-berlinale-2010.php</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 17:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[BERLINALE TAGEBUCH]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Filmstatistik
Gesehene Filme: 26
Sektionsverteilung:  Forum: 13, Wettbewerb: 5,  Panorama: 3, Generation: 4, Berlinale Special: 1
L&#228;ngster Film: IM ANGESICHTS DES VERBRECHENS (240 Minuten)
K&#252;rzester Film:  Trailer mit dem tanzenden Typen, der den echten Berlinaletrailer nachtanzt (49 Sekunden) 
Geschw&#228;nzte Filme: 2
Abgebrochene Filme: 1 (siehe auch nervigstes Erlebnis)
L&#228;ngste Einstellung: ca. 45 Minuten (DOUBLE TIDE)
Filmranking
Best of: Bill DOUGLAS-TRILOGIE [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer4.png"><img class="alignleft size-full wp-image-3468" title="berlinalebaer" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer4.png" alt="" width="50" height="79" /></a></p>
<h4>Filmstatistik</h4>
<p><strong>Gesehene Filme: </strong><strong>26</strong></p>
<p><strong>Sektionsverteilung: </strong> Forum: <strong>13</strong>, Wettbewerb: <strong>5</strong>,  Panorama: <strong>3</strong>, Generation: <strong>4</strong>, Berlinale Special: <strong>1</strong></p>
<p><strong>L&#228;ngster Film:</strong> IM ANGESICHTS DES VERBRECHENS (240 Minuten)</p>
<p><strong>K&#252;rzester Film: </strong> Trailer mit dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0fKepZnrXTA" target="_blank">tanzenden Typen</a>, der den echten Berlinaletrailer nachtanzt (49 Sekunden) </p>
<p><strong>Geschw&#228;nzte Filme:</strong> <strong>2</strong></p>
<p><strong>Abgebrochene Filme</strong>: <strong>1</strong> (siehe auch nervigstes Erlebnis)</p>
<p><strong>L&#228;ngste Einstellung</strong>: ca. 45 Minuten <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/double-tide-forum-zwei-einstellungen-und-eine-muschelsammlerin.php" target="_blank">(DOUBLE TIDE)</a></p>
<h4>Filmranking</h4>
<p><strong>Best of: </strong><a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/die-bill-douglas-trilogie-forum.php" target="_blank">Bill DOUGLAS-TRILOGIE (Forum)</a>, <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/im-in-trouble-au-revoir-taipeh-our-fantastic-21st-century-das-junge-asiatische-kino-entdeckt-die-nouvelle-vague.php" target="_blank">I&#8217;M IN TROUBLE (Forum)</a>, <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/der-raeuber-wettbewerb-im-schatten-forum-gangster-auf-der-berlinale.php" target="_blank">DER R&#196;UBER (Wettbewerb)</a>, WINTER&#8217;S BONE (Forum)</p>
<p><strong>Gro&#223;er Mist:</strong> <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/bran-nue-dae-sing-aborigine-sing.php" target="_blank">BRAN NUE DAE (Generation)</a>: Entsch&#228;digung: Hat gro&#223;en Spa&#223; gemacht, die Story aufzuschreiben. Liest sich zwar trashig, wird aber total klamottig gespielt.</p>
<h4>Charaktere</h4>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Le_nuit_zum_letzten.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Le_nuit_zum_letzten.jpg" alt="" title="Le_nuit_zum_letzten" width="100" height="76" class="alignleft size-full wp-image-3535" /></a></p>
<p><strong>Schr&#228;gster Charakter:</strong> 16j&#228;hrige Emma in LES NUITS DE SISTER WELSH  (Generation): schafft sich Parallelwelt, in der sich ihre Mutter  (M&#228;nnerhasserin) und eine Schwester Welsh (hoffnungslose Romantikerin) in einem mittelalterlichen Burgverlies rumstreiten</p>
<p><strong>Interessantester Charakter:</strong> Johann Rettenberger (DER R&#196;UBER)</p>
<p><strong>Toughester Charakter:</strong> Lee (WINTER&#8217;S BONE) </p>
<h4>Drumherum</h4>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/homer.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3498" title="homer" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/homer.jpg" alt="" width="100" height="75" /></a></p>
<p><strong>Geht gar nicht: </strong> Esserei an der Potse: teuer &#038; schlecht (z.B. Asiate in den Arcarden: 6 € f&#252;r Tofu, Kokosnussso&#223;e, Reis &#038; angeblichem Gem&#252;se (das sieht n&#228;mlich so aus, als ob es ausversehen hineingefallen w&#228;re: 4 Bl&#228;ttchen Petersilie, eine Zuckererbsenschote)</p>
<p><strong>Erstaunlichstes Erlebnis: </strong> subjektiv-empfundene Zeit bei Experimentalfilm (DOUBLE TIDE) mit zwei Einstellungen (Gesamtl&#228;nge = 99 Minuten) dehnt sich nicht, sondern verk&#252;rzt sich (gef&#252;hlte Zeit: ca. 50 Min, reale Zeit: 99 Min.)</p>
<p><strong>Nervigstes Erlebnis: </strong> ZONA SUR im Cinemaxx: Overbooked! Leute sa&#223;en zu dritt auf einer Treppenstufe. Nach 20 Minuten war die Luft so hei&#223; und stickig, dass ich mit meinen Fahrradklamotten komplett nass war. Musste Vorstellung abbrechen und brauchte von der allerletzten Reihe eine ganze Weile, ehe ich mich zum Ausgang gek&#228;mpft hatte. (Dazu ein Film, der vorgibt, das allt&#228;gliche Gelaber von Boliviens Oberschicht nachzuempfinden und einem die englischen Untertitel mit belanglosem Inhalt im Stakkato nur so reinknallte, war das absolut Nervigste auf dieser Berlinale.)</p>
<p><strong>Zweites nervigstes Erlebnis:</strong> Ich schreib andauernd »Die R&#228;uber«&#8230; also falls es noch irgendwo falsch stehen sollte, Schiller ist dran schuld. </p>
<p><strong>Warum immer wieder Berlinale?</strong> nach wie vor &#8211; viele unterschiedliche Filme nacheinander sehen</p>
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		<title>Lesson learned: Berlinale und die Zukunft des Films</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 14:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathi</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>

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		<description><![CDATA[
Event Kino


Ich war auf der Berlinale, ja.  Nat&#252;rlich. Es hat mir Freude bereitet, neue Einsichten beschert (z.B.  das Thema Commons in lebensbedrohender Realit&#228;t in wundervollen  indischen Filmen gezeigt). Und nun habe ich einen Essay von Ekkehard Kn&#246;rer (Redakteur von CARGO) gelesen, der mir  folgende Frage in schonungsloser Offenheit beantwortet: warum  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/01_Xenix_Kinosaal.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/01_Xenix_Kinosaal.jpg" alt="" title="01_Xenix_Kinosaal" width="348" height="214" class="alignleft size-full wp-image-3489" /></a></p>
<p><strong>Event Kino</strong></p>
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<p>Ich war auf der Berlinale, ja.  Nat&#252;rlich. Es hat mir Freude bereitet, neue Einsichten beschert (z.B.  das Thema Commons in lebensbedrohender Realit&#228;t in wundervollen  indischen Filmen gezeigt). Und nun habe ich einen <a title="futurezone@orf.at: Das Kinoerlebnis als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/" target="_blank">Essay</a> von Ekkehard Kn&#246;rer (Redakteur von <a title="CARGO Film/Medien/Kultur  Magazin" href="http://www.cargo-film.de/">CARGO</a>) gelesen, der mir  folgende Frage in schonungsloser Offenheit beantwortet: warum  funktioniert die Berlinale, und warum funktioniert sie jedes Jahr gr&#246;&#223;er  und erfolgreicher?<span id="more-3486"></span>Der Kulturwissenschaftler  Kn&#246;rer r&#228;umt in “Das Kinoerlebnis als Kopierschutz” mit der  Gleichmacherei von Film und Musik in der  Filesharing-vs.-Vermarktungs-Diskussion auf:</p>
<blockquote><p>Der Kinobesuch entspricht nicht der CD, die durch  Digitalkopien stark entwertet scheint, sondern eher dem Konzertbesuch,  also einer digital nicht kopierbaren Praxis. Insofern wird das “Video on  Demand” die DVD und mit h&#246;heren Bandbreiten auch die BluRay gef&#228;hrden  und vielleicht letztlich ersetzen, nicht aber den Kinobesuch.</p></blockquote>
<blockquote><p>Unter den folgenden Gliedern der Kette – DVD, Pay-TV,  Free TV – scheinen am ehesten die DVD und m&#246;glicherweise Pay-TV  betroffen zu sein. Die Kinos jedenfalls verzeichnen derzeit  Rekordzahlen. [Ekkehard Kn&#246;rer, Das Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E. Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>Es ist eben das Kinoerlebnis, dass nicht durch DVD-Vermarktung und  Fernsehausstrahlung ersetzbar ist. Dies m&#246;gen die Produzenten durch  Einf&#252;hrung von Blu-ray und HD-TV im Moment noch halbwegs kompensieren  k&#246;nnen – zukunftstr&#228;chtig ist es nicht, wenn Internet-Streaming oder  Download dasselbe schneller, kosteng&#252;nstiger, und zeitunabh&#228;ngig bieten.  Diese Lektion h&#228;tte man aus den Fehlern der Musikindustrie schon l&#228;ngst  lernen k&#246;nnen. Wozu umfangreiche Investitionen in (neue) materielle  Tr&#228;ger, deren Distribution usw. wenn der Konsument ausschlie&#223;lich am  Content interessiert ist?</p>
<p>Und genau das ist es, was den Kinobesuch von der heimischen  (PC-)Glotze unterscheidet: das Erlebnis des Gebannt-Seins, des Aufgehens  im Film, da die r&#228;umliche Umgebung ausschlie&#223;lich dies zul&#228;sst. Kein  E-Mail-Ping, kein Was-nebenbei-erledigen, kein  Zappen und (bitte,  bitte!) kein Essen, kurz gesagt die anachronistisch anmutende Absage an  Multitasking und st&#228;ndige Verf&#252;gbarkeit (Handy aus, nochmal bitte!).</p>
<p>Es sprengt das um sich greifende Prinzip der st&#228;ndigen Verf&#252;gbarkeit –  und dies gilt nicht nur f&#252;r den im Kino gefangenen Zuschauer, sondern  gerade f&#252;r den Zugriff auf Film. Kn&#246;rer schreibt:</p>
<blockquote><p>Eine weniger h&#228;ufig diskutierte Frage ist die nach den  psychosozialen Folgen der Verf&#252;gbarkeit.In einer Situation, in der man  fast alles fast jederzeit fast ohne Aufwand haben kann, ist jeder  einzelne Gegenstand mit jedem anderen erst einmal gleichrangig.</p>
<p>Verf&#252;gbarkeit ist ein Gleichmacher von Werten. [Ekkehard Kn&#246;rer, Das  Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E. Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis als  Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>F&#252;r diesen Satz muss man Kn&#246;rer au&#223;erordentlich danken. Es ist eben  nicht so, wie oft von den Urheberrechtskonservativen behauptet, dass  Verf&#252;gbarkeit Wertlosigkeit bedeutet. Es bedeutet vielmehr eine  grundlegende Egalit&#228;t der Information. Information erlangt ihren Wert  ohnehin nur in pragmatischem Zusammenhang – und eben nicht durch  monet&#228;re oder sonstige Zugangsbeschr&#228;nkung.</p>
<p>Soweit die sympathische Seite des Kinoerlebnisses. Im  Funktionsprinzip der Berlinale beschreibt Kn&#246;rer schlie&#223;lich seine  weniger offensichtliche und bedenkliche Seite:</p>
<blockquote><p>Und es wird zugleich klar, dass der kapitalistische  Markt, proteisch wie stets, auch darauf reagiert. Der Mechanismus der  Wiederverknappung von Verf&#252;gbarem ist das Event. Das Event schafft  “Heiliges” in komplett s&#228;kularer Form – also auch Aura und Wert, meist  in spektakul&#228;rer Form. Die Eventkultur ist die Kehrseite des  demokratischen Zeitalters der Verf&#252;gbarkeit. Das k&#252;nstlich geschaffene  Ereignis hebt den einzelnen Gegenstand aus seiner Beliebigkeit heraus.  [Ekkehard Kn&#246;rer, Das Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E.  Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>Berlinale bedeutet denn auch das Erlebnis, f&#252;r Karten stundenlang  anzustehen, nach drei oder vier Filmen hintereinander schmerzende Augen  zu haben, in einen Rhythmus aus Schlafen (kurz) – Gucken (dreimal lang) –  Essen (kurz) zu verfallen, der au&#223;erhalb des normalen Lebens  stattfindet. Berlinale ist Arbeit f&#252;r den Kopf, nur ein wenig f&#252;r den  K&#246;rper und vor allem f&#252;r die Nerven – es ist jene Art von Eustress, den  die fr&#252;he Psychologie als Hysterie gebrandmarkt hat. Oder PR-technisch  gesprochen, es ist ein Hyper-Event, das den Gro&#223;st&#228;dter noch  herauszufordern vermag.</p>
<p>Was bedeutet dies f&#252;r die zukunftsorientierte Vermarktung von Film?  Zum Einen, dass diese langfristig nur im Netz stattfinden wird und dabei  eine Aura der Knappheit (i.e. der Besonderheit) erzeugen muss:</p>
<blockquote><p>Wer im Internet mit Bewegtbildern Geld verdienen will,  muss m&#246;glicherweise Wege finden, die k&#252;nstliche Produktion von Wert per  Event im Netz zu reproduzieren. Durch Quasifestivals, vielleicht auch  schnelles Reagieren auf aktuelle Ereignisse, die Produktion von  Fangemeinden und die Reaktion auf existierende Kulte. [Ekkehard Kn&#246;rer,  Das Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E. Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis  als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>Und zum Anderen – ein kleiner Trost – dass das Kino weiter bestehen  wird, wenn es seine unzeitgem&#228;&#223;e Exaltiertheit bewahren kann. Um die  Berlinale wird man sich wenig Sorgen machen m&#252;ssen.</p>
<p>[Crosspost von: library_pirate/<a title="library_pirate - Lesson learned: Berlinale und die Zukunft des Films" href="http://donutpiraten.wordpress.com/2010/02/20/lesson-learned-berlinale-und-die-zukunft-des-films/" target="_blank">Donutpiraten</a>]</p>
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		<title>Zitat des Tages</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/zitat-des-tages-4.php</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Jud Süß]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Roehler]]></category>
		<category><![CDATA[Perlentaucher]]></category>

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		<description><![CDATA[»Noch beim Bombenalarm entf&#252;hrt die Frau, Gattin eines widerw&#228;rtigen Nazi-Generals, den gefeierten Star ins Dachgew&#246;lbe des Hauses. W&#228;hrend ringsum die Bomben fallen und knallen, bespringt Marian die Frau a tergo, v&#246;gelt sie bei offenem Fenster mit Panoramablick auf das brennende Berlin, w&#228;hrend sie lautstark danach verlangt, vom »Juden«  genommen zu werden.« 
(Perlentaucher beschreibt eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Noch beim Bombenalarm entf&#252;hrt die Frau, Gattin eines widerw&#228;rtigen Nazi-Generals, den gefeierten Star ins Dachgew&#246;lbe des Hauses. W&#228;hrend ringsum die Bomben fallen und knallen, bespringt Marian die Frau a tergo, v&#246;gelt sie bei offenem Fenster mit Panoramablick auf das brennende Berlin, w&#228;hrend sie lautstark danach verlangt, vom »Juden«  genommen zu werden.« </p>
<p><em>(Perlentaucher beschreibt eine Szene, die bei der Pressevorf&#252;hrung von Roehlers JUD S&#220;&#223; &#8211; FILM OHNE GEWISSEN »Pfui«-Rufe ausl&#246;ste.)</em></p>
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		<title>Double Tide (Forum) &#8211; Zwei Einstellungen und eine Muschelsammlerin</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/double-tide-forum-zwei-einstellungen-und-eine-muschelsammlerin.php</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 20:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[FORUM]]></category>
		<category><![CDATA[Experimentalfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Sharon Lockhart]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Sharon Lockhart
USA/&#214;sterreich 2009
99 Minuten

Der ungef&#228;hre Bildausschnitt von DOUBLE TIDE (Foto: Berlinale 2010) 
Als ich mir die Karte f&#252;r diese Vorstellung holte, meinte Holger: »Du wei&#223;t schon auf was du dich da einl&#228;sst? Du musst einer Muschelsammlerin 99 Minuten bei der Arbeit zu sehen.« &#8211; »Kein Problem &#8211; ich liebe Muschelnsammeln!« 
Ich wusste allerdings nicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regie: Sharon Lockhart<br />
USA/&#214;sterreich 2009<br />
99 Minuten</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/double-tide.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/double-tide.jpg" alt="" title="double tide" width="300" height="227" class="alignright size-full wp-image-3417" /></a></p>
<p><strong>Der ungef&#228;hre Bildausschnitt von DOUBLE TIDE (Foto: Berlinale 2010) </strong></p>
<p>Als ich mir die Karte f&#252;r diese Vorstellung holte, meinte Holger: »Du wei&#223;t schon auf was du dich da einl&#228;sst? Du musst einer Muschelsammlerin 99 Minuten bei der Arbeit zu sehen.« &#8211; »Kein Problem &#8211; ich liebe Muschelnsammeln!« <span id="more-3415"></span></p>
<p>Ich wusste allerdings nicht, dass dieser 99-Minuten-Film aus nur zwei Einstellungen besteht, die sich nur zeitlich, nicht aber &#246;rtlich unterscheiden. DOUBLE TIDE zeigt den gleichen Bildausschnitt (siehe oben): einmal morgens, einmal abends. Dann geht n&#228;mlich die Muschelsammlerin f&#252;r jeweils 45 Minuten ins Watt, w&#252;hlt im Schlamm und sammelt die Muscheln in ein Eimerchen. </p>
<p>Die Schwarz-Wei&#223;-Einstellung im 4:3-HD-Format beginnt im Morgennebel. Die Muschelsammlerin kommt ins Bild und zieht eine Art Mini-Boot hinter sich her. Dann b&#252;ckt sie sich, greift ca. mit dem halben Unterarm in den Schlamm, erfasst eine Muschel &#8211; wir bekommen nicht eine vor Gesicht (wie auch, daf&#252;r w&#228;re ein Schnitt erforderlich) &#8211;  r&#252;ttelt, damit sich der Sandschlamm etwas lockert und sie die Muschel herausziehen kann, packt sie in das Eimerchen. Dabei entfernt sie sich von ihrem Miniboot und der Kamera immer weiter, bis sie nur noch als entfernter Punkt erkennbar ist. Das ist die Handlung.</p>
<p>Da ich nicht wei&#223;, dass DOUBLE TIDE aus nur zwei Einstellungen besteht, sage ich mir: Mal sehen, wie lange diese Einstellung noch dauert. Irgendwann muss sie ja mal aus dem Bild laufen. Der Wald links ist schemenhaft zu erkennen. Man sieht das Watt im Vordergrund und die Muschelsammlerin &#8211; alles andere versinkt im Nebel.</p>
<p>Nach einer gef&#252;hlten Zeit von zehn Minuten verl&#228;&#223;t der erste Zuschauer den Saal. Das geht dann ungef&#228;hr 20-30 Minuten so weiter &#8211; dann ist erst mal Ruhe. Inzwischen denke ich mir: Der Schnitt kommt bestimmt doch nicht so schnell. Ich komme mir albern vor, dass ich mir das angucke. Dann freue ich mich, dass ich einen Experimentalfilm erwischt habe. Vielleicht kann ich Holgers James Benning mit seinen zehn Einstellungen auf 100 Minuten mit DOUBLE TIDE &#252;bertreffen. </p>
<p>Inzwischen schweife ich ab, &#252;berlege wie teuer wohl ein BVG-Ticket f&#252;r drei Tage sein mag oder ob ich die letzten Berlinale-Tage doch mit dem Fahrrad fahren sollte. Andererseits sind meine Augen immer noch vereitert &#8211; wie sich heute herausstellte &#8211; ich m&#252;sste sie eigentlich windtechnisch schonen&#8230;</p>
<p>Auf dem Screen vor mir hat sich nicht viel ver&#228;ndert. Die Muschelsammlerin ist flei&#223;ig bei der Arbeit, w&#228;hrend ich faul im Kinosessel l&#252;mmle. V&#246;gel sind zu h&#246;ren, alle paar Minuten nervt ein Nebelhorn. Neben mir wird getuschelt und gekichert. Ich muss auch grinsen: Wenn DOUBLE TIDE ein Bildschirmschoner w&#228;re, w&#252;rde ich ihm einen Preis verleihen. Tats&#228;chlich ist n&#228;mlich kein Bild (= 23,98tel Sekunde) wie das andere. </p>
<p>Pl&#246;tzlich erkenne ich, dass der Film gar nicht Schwarz-Wei&#223; ist, sondern in Farbe. Der Nebel, der sich nun zu lichten scheint, l&#228;sst am linken Waldrand erste Farbflecken durchschimmern. Und jetzt kommt Action in die Szene: Der Nebel lichtet sich tats&#228;chlich! Er gibt den Blick immer mehr frei. Am Horizont haben inzwischen Punkte meine Aufmerksamkeit geweckt. Sind das Menschen? Bewegen die sich? Ich starre konzentriert auf den Screen. Tats&#228;chlich, die bewegen sich. Sie vollf&#252;hren die gleiche Bewegung wie unsere Muschelsammlerin. Andere Muschelsammler. </p>
<p>Inzwischen hat sich der Nebel g&#228;nzlich verzogen. Flugzeugl&#228;rm ist zu h&#246;ren. Die Muschelsammlerin ist inzwischen nur noch ein Punkt, weit entfernt. Und dann&#8230;Cut! Schwarzer Screen! Wow! Ein Raunen geht durch die Zuschauerreihen, als w&#228;re der Schnitt soeben erfunden worden. </p>
<p>Dann: gleiche Einstellung. Vom Licht her nun offenbar Abend. Es ist wieder d&#228;mmrig, aber irgendwie anders. Es schwirren mehr Insekten vor der Kamera herum. </p>
<p>Gef&#252;hlte Zeit: ca. 30 Minuten. Ich schweife wieder ab. Denke an die noch kommenden Filme und, dass es gar nicht mehr so viele sind. Inzwischen bewegen sich die Zuschauer umgekehrt &#8211; es kommen ein paar Leute von drau&#223;en rein und setzen sich in den Saal. Jetzt grinsen die vor mir. Und ich grinse, weil ich mir Folgendes vorstelle: Wenn jemand Bekanntes neben mir sitzen w&#252;rde, w&#252;rde ich jetzt aufs Klo gehen und ihm vorher zu fl&#252;stern: »Erz&#228;hl mir dann was passiert ist!« </p>
<p>Die Muschelsammlerin sammelt und sammelt flei&#223;ig. Die Sonne geht unter und es wird langsam Abend. Wieder entfernt sie sich immer weiter von der Kamera. Pl&#246;tzlich sehe ich einen Vogel rechts. Er steht da ewig rum. Dann schweife ich wieder ab und als ich mich erneut auf den Vogel konzentriere, merke ich, dass er inzwischen weiter nach links gewandert ist. Die Muschelsammlerin ist wieder nur ein Punkt, kommt dann aber zu ihrem Miniboot, s&#228;ubert alles. Dann: Cut und Abspann! Verbl&#252;ffung! Gef&#252;hlte Zeit: ca. 50 Min. Real vergangene Zeit: 99 Min. Yes: Zwei Einstellungen! Yes: Ich habe Holger um acht Einstellungen weniger &#252;bertroffen! Yes: Ich habe endlich einen richtigen Experimentalfilm gesehen!</p>
<p>Als im Abspann »Editor: May Rigler« auftaucht: Gel&#228;chter. Das ist der vierte Film von Sharon Lockhart zum Thema Arbeit. </p>
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		<title>I&#8217;m in Trouble, Au Revoir Taipeh, Our Fantastic 21st Century: Das junge asiatische Kino entdeckt die Nouvelle Vague</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 00:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[FORUM]]></category>
		<category><![CDATA[asien]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[nouvelle vague]]></category>

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		<description><![CDATA[Filme aus dem fernen Osten sind bekannt f&#252;r skurille Figuren, schr&#228;ge Martial-Arts-Action und seltsam &#220;bernat&#252;rliches. Seit einigen Jahren allerdings deutete sich schon eine Hinwendung zu realistischeren Erz&#228;hltechniken an, auch im Forum wie bspw. im Film My Dear Enemy im letzten Jahr. Dieses Jahr hat sich eine ganze neue Filmgeneration aufgemacht und verbindet das asiatische Kino [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3395" title="Taipeh2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Filme aus dem fernen Osten sind bekannt f&#252;r skurille Figuren, schr&#228;ge Martial-Arts-Action und seltsam &#220;bernat&#252;rliches. Seit einigen Jahren allerdings deutete sich schon eine Hinwendung zu realistischeren Erz&#228;hltechniken an, auch im Forum wie bspw. im Film <a title="My Dear Enemy" href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/my-dear-enemy-meotijn-haru-ein-wiedersehen-der-besonderen-art.php"><em>My Dear Enemy</em></a> im letzten Jahr. Dieses Jahr hat sich eine ganze neue Filmgeneration aufgemacht und verbindet das asiatische Kino mit dem europ&#228;ischen Kino der 60&#8242;er Jahre. Ankn&#252;pfungspunkt der neuen Welle asiatischer Independent-Produktionen ist die franz&#246;sische Nouvelle Vague.<span id="more-3377"></span></p>
<p>Die beiden koreanischen Produktionen <em>I&#8217;m in Trouble</em> (Na-neun gon-kyeung-e cheo-haet-da!) von So Sang-min und <em>Our Fantastic 21st. Century</em> (Neo-wa na-eui i-shib-il-seki) von Ryu Hyung-ki sowie der taiwanisische Film <em>Au Revoir Taipeh</em> (Yi ye Tai bei) des in Kalifornien aufgewachsenen Taiwanesen Arvin Chen sind drei Langfilmdeb&#252;ts, die &#8211; ohne v&#246;llig mit den alten Erz&#228;hlmustern zu brechen &#8211; neue filmische Wege beschreiten.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3396" title="Trouble" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Allzu leicht macht es Sun-woo, die Hauptfigur von <em>I&#8217;m in Trouble!</em> dem Zuschauer nicht, ihn zu m&#246;gen, wie auch den anderen Protagonisten des Films. Das gr&#246;&#223;te Talent des planlos in den Tag hineinlebenden M&#252;&#223;igg&#228;ngers Sun-woos besteht darin, seine Freunde immer wieder vor den Kopf zu sto&#223;en und selbst das harmonischste Miteinander in k&#252;rzester Zeit in eine Katastrophe zu verwandeln. Als Beruf gibt der moderne Taugenichts Dichter an, weil er irgendwann einmal in der Schule einen Dichterpreis gewonnen hat. Dichten sieht man ihn allerdings nie, daf&#252;r ist er meistens betrunken, vor allem wenn er eigentlich mit seiner Freundin Juna verabredet war. Die macht denn auch folgerichtig mit dem labilen Durchh&#228;nger Schlu&#223;, obwohl der sie auf Knien um Entschuldigung bittet. Nicht zum ersten Mal.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3397" title="Trouble2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Auch sonst wei&#223; Sun-woo immer wieder seine Umgebung zu schockieren, sei es, weil er nackt und betrunken durch den Ruhebereich eines Schwimmbades torkelt oder einem vorbeifahrenden Taxifahrer eine Macke ins Auto tritt und daf&#252;r die Nacht auf der Polizeistation verbringen muss. Was ein derartiges Gammlerleben in der koreanischen Leistungsgesellschaft bedeutet, kann man an den Reaktionen der Umwelt erkennen. &#8220;In Europa kannst du als Dichter leben, hier musst du dir einen anst&#228;ndigen Job suchen&#8221;, sagt einer seiner Freunde einmal. &#196;hnlich wie die klassischen Verweigerfiguren von Truffaut oder Godard ist aber auch Sun-woo durchaus liebenswert, weshalb Juna ihm dann doch immer wieder eine weitere Chance gibt. Am Ende des Films raufen sich die beiden wieder einmal zusammen. Wer wei&#223;, f&#252;r wie lange.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Century.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3398" title="Century" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Century-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Anders als der labile und hochaggressive Sun-woo wei&#223; die junge Lagerarbeiterin Soo-young in <em>Our Fantastic 21st. Century</em> genau, was sie will &#8211; sie will Modedesignerin werden. Daf&#252;r muss die schlanke Frau in der koreanischen Gesellschaft aber erst noch weiter abmagern. Eine K&#246;rperfettabsaugung kostet auf der anderen Seite aber viel Geld. Geld, das sie eigentlich nicht hat, mit kleinen Betr&#252;gereien gegen&#252;ber dem Supermarkt, in dem sie arbeitet, aber bekommt. Nur um dann von ihrem eigenen Freund bestohlen zu werden. Nat&#252;rlich kommt ihr die Firma auf die Schliche, weshalb sie dann zu einem Finanzhai geht, um sich wegen der Schulden Geld zu leihen. Jeder Versuch, sich irgendwie zu retten, f&#252;hrt nur noch tiefer ins Schlamassel, bis am Ende ein gl&#252;cklicher Zufall doch noch alles zum Guten wendet.</p>
<p>Schon der Titel <em>Our Fantastic 21st. Century</em> zeigt, dass die Story f&#252;r Regisseur Ryu Hyung-ki mehr ist als nur eine nette kleine Filmgeschichte &#8211; hier will einer etwas zur Lage im neuen Jahrhundert sagen. Soo-young steht stellvertretend f&#252;r &#8220;junge Leute zwischen 20 und 30&#8243;, sagt der Regisseur, die sogenannte 800000-Won-Generation in S&#252;dkorea (ca. 1000 €). <em>Our Fantastic 21st. Century</em> zeichnet ein deprimierendes Bild der jungen Geringverdiener, Hauptfigur Soo-young sieht man im ganzen Film nicht ein einziges Mal l&#228;cheln, selbst als sie sich ihren gro&#223;en Traum endlich doch noch erf&#252;llen kann. Vermutlich ahnt sie da schon, dass nach der Wunscherf&#252;llung im globalisierten Neoliberalismus nur die n&#228;chste Entt&#228;uschung wartet.<a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3399" title="Taipeh" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh-300x172.jpg" alt="" width="300" height="172" /></a></p>
<p>Arven Chen aus Taiwan gibt im anschlie&#223;enden Q&amp;A unumwunden zu, dass seine filmischen Vorbilder die Filme der Nouvelle Vague sind. Schon der Filmtitel <em>Au Revoir Taipeh</em> l&#228;sst sich so durchaus auch als &#228;sthetisches Statement lesen. Auch die verzweifelten Versuche der Hauptfigur Kai zu Beginn des Films, sich in einer Buchhandlung mit einem Franz&#246;sisch-Lehrbuch die Sprache selbst anzueignen, weil er seiner Freundin nach Paris nachreisen will, kann ebenfalls als versteckter Hinweis des Regisseurs verstanden werden. Taipeh, die Hauptstadt Taiwans, wie Paris, die Stadt schlechthin, aussehen zu lassen, sei sein Ziel gewesen, sagt Chen weiter im Q&amp;A. Das gelingt allerdings nicht ganz, wie er selbst zugibt. Daf&#252;r ist Taipeh mit seinen vielen grellbunten Neonlichtern einfach zu asiatisch gepr&#228;gt.</p>
<p><em>Au Revoir Taipeh</em> spielt fast ausschlie&#223;lich in der Nacht und ist doch alles andere als ein d&#252;sterer Film geworden. Mit viel Humor erz&#228;hlt Chen rund um die beiden Hauptfiguren Kai und Susi eine bonbonbunte Screwball-Comedy, in der Kais ebenso gro&#223;er wie verfressener Freund Gao, der verliebte Immobilien-Hai Bao, der sich zur Ruhe setzen will und eine Bande M&#246;chtegern-Gangster in quietsch-orangen Anz&#252;gen, mit denen sie selbst ein halbblinder Polizist in einem ausverkauften Fu&#223;ball-Stadion sofort wiederfinden w&#252;rde, die aberwitzige Handlung voran treiben, die letzten Endes nat&#252;rlich nur dem Ziel dient, Kai und Susi endlich zusammen zu bringen.</p>
<p>In Europa markierte die Nouvelle Vague den &#220;bergang von der Nachkriegsgesellschaft, die den wirtschaftlichen Aufbau vollzog, hin zur modernen Wohlstandsgesellschaft. Die M&#252;&#223;igg&#228;nger der franz&#246;sischen Filme der 60&#8242;er Jahre wiesen dabei schon voraus auf den Gammler der sp&#228;teren 68&#8242;er. Dass junge asiatische Filmemacher gerade jetzt an diese Traditionen ankn&#252;pfen, sagt viel &#252;ber die wirtschaftliche Stagnation der sogenannten Tigerstaaten. Die Protagonisten der Filme sind Arbeitslose oder Geringverdiener, die keinen Zugang mehr in die Leistungsgesellschaft S&#252;dkoreas bzw. Taiwans finden, auch wenn ihre &#220;berlebensstrategien verschieden sind: Rebellion (Sun-woo), Kriminalit&#228;t (Soo-young) bzw. Flucht (Kai).</p>
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		<title>Der R&#228;uber (Wettbewerb), Im Schatten (Forum) &#8211; Gangster auf der Berlinale</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 22:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Benjamin Heisenberg
&#214;sterreich, Deutschland 2009
96 Min.
L&#228;uft nicht mehr auf der Berlinale.
Deutscher Kinostart: 4.3.2010

»Niemand h&#228;tte dem unauff&#228;lligen und nur in seiner Eigenschaft als guter Sportler bekannten Rettenberger jene ungeheure Serie an Straftaten zugetraut.« (Zeitungszitat, in: Der R&#228;uber, Martin Prinz)
»Die Figur ist in meinen Augen sehr konsistent und eigentlich nicht schwer zu fassen.« (Benjamin Heisenberg, cargo 4/2009)

Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Benjamin Heisenberg<br />
&#214;sterreich, Deutschland 2009<br />
96 Min.<br />
L&#228;uft nicht mehr auf der Berlinale.<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 4.3.2010</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/r&#228;uber_fertig2.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/r&#228;uber_fertig2-300x211.jpg" alt="" title="r&#228;uber_fertig" width="300" height="211" class="alignleft size-medium wp-image-3346" /></a></p>
<p>»Niemand h&#228;tte dem unauff&#228;lligen und nur in seiner Eigenschaft als guter Sportler bekannten Rettenberger jene ungeheure Serie an Straftaten zugetraut.« (Zeitungszitat, in: Der R&#228;uber, Martin Prinz)</p>
<p>»Die Figur ist in meinen Augen sehr konsistent und eigentlich nicht schwer zu fassen.« (Benjamin Heisenberg, cargo 4/2009)</p>
<p><span id="more-3331"></span></p>
<p>Ende der 80er beging der in der &#246;sterreichischen Presse als »Pumpgun-Ronnie« titulierte Marathonl&#228;ufer <a target="_blank"href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Kastenberger">Johann Kastenberger (Wiki-Link)</a> &#8211; er trug eine Reagan-Maske &#8211; eine Serie von Bank&#252;berf&#228;llen und einige Morde. Und wie &#252;blich wunderte man sich &#246;ffentlich, wie das »Gute« zum »B&#246;sen« passt. Und wie &#252;blich war dieser scheinbare Widerspruch genau der Knackpunkt, an dem sich die Medien und andere Gem&#252;ter erhitzten. Kastenberger lieferte mit seiner spektakul&#228;ren Art und Weise, wie er die &#220;berf&#228;lle beging, allerdings auch gen&#252;gend Futter f&#252;r die Presse. </p>
<p>Martin Prinz, selbst L&#228;ufer, ver&#246;ffentliche 2002 einen Roman, der auf der realen Figur des Johann Kastenberger basiert. Prinz&#8217; Roman ist eine subtile und interessante Herangehensweise an den M&#246;rder und Bankr&#228;uber Kastenberger (im Roman: Rettenberger). </p>
<p>Anders als in Heisenbergs Filmadaption erz&#228;hlt Prinz nicht chronologisch. Der Roman beginnt mit den letzten vier Tagen: Rettenbergers Flucht aus dem Gef&#228;ngnis und dem abschlie&#223;enden Selbstmord. Dieser Erz&#228;hlstrang wird durch R&#252;ckblenden und Zeitungsnotizen durchbrochen. Die Einf&#252;hlung in die Figur ist &#228;u&#223;erst zur&#252;ckhaltend, auf den ersten Blick n&#252;chtern und an Fakten orientiert. Da aber Kastenberger ein Marathonl&#228;ufer war, ebenso wie Prinz, versucht der Autor &#252;ber diese Ebene des Gemeinsamen eine Ann&#228;herung. </p>
<p>»Er braucht einen Weg, mu&#223; ihn fest unter seinem Tritt sp&#252;ren, ihn im schwachen Mondlicht gl&#228;nzen sehen, um in der Finsternis nicht zu verzweifeln. Und der R&#228;uber l&#228;uft schneller, ihm ist, als m&#252;sse er fliegen. Jede Steigerung der Trittfrequenz im steileren Gel&#228;nde erzeugt den Eindruck eines Abhebens, eines kurzen Schwebens.«   </p>
<p>R&#252;ckblende: »Und mehr noch als die Befriedigung &#252;ber die zur&#252;ckgelegten Meter war es vermutlich die M&#252;digkeit, die ihn das &#220;brige wieder ertragen lie&#223;. Darin konnte er zur&#252;ck in den Alltag, in das Einkaufen, das Kochen, das Warten auf die Freundin und die N&#228;he des gemeinsamen Abende.«</p>
<p>Prinz ist weit davon entfernt, zu psychologisieren, Erkl&#228;rungen daf&#252;r liefern zu wollen, wie R&#228;uber und L&#228;ufer zusammenpassen. Das ist auch unn&#246;tig: Dass diese beiden Obsessionen &#8211; das R&#228;ubern ist f&#252;r Rettenberger auch eine &#8211; miteinander harmonieren, dass sie keinen Widerspruch bilden, wie es die Medien suggerierten, ist eigentlich offensichtlich. </p>
<p>Der Roman von Martin Prinz ist zu gro&#223;en Teilen ein L&#228;uferbuch, hypnotisch, konzentriert, der &#252;ber das K&#246;rperliche den Gem&#252;tszustand Rettenbergers ergr&#252;ndet, und manchmal auch &#8211; aber sehr vorsichtig &#8211; etwas dar&#252;ber hinausgeht geht. Offensichtlich lag hier genau der Reiz f&#252;r Benjamin Heisenberg, denn das konnte er nicht 1:1 umsetzen. Er musste &#252;ber viele Szenen genau wie Prinz &#228;u&#223;erlich bleiben, beschreiben und andere Mittel als der Roman finden, um subtile Andeutungen zur Figur Rettenberger zu gewinnen. Eine interessante Herausforderung. </p>
<p>Zun&#228;chst &#228;nderte er die Struktur. Er chronologisierte die Story weitestgehend. Lange Laufbeschreibungen waren f&#252;r ihn nicht brauchbar. Das obsessive Laufen/R&#228;ubern als Flucht vor dem Alltag l&#246;st Heisenberg zum einen szenisch auf, zum anderen musste Andreas Lust als Johann Rettenberger dieses Getriebensein verk&#246;rpern. Lust spielt den Rettenberger als vollkommen undurchdringlichen Menschen, der fast schon autistisch ist. Seine Gesichtsz&#252;ge sind star, maskenhaft. Nur in sehr wenigen Momenten, mit seiner Freundin, kann er diesen Graben kurzzeitig &#252;berwinden und aus sich herausgehen. </p>
<p>Es gibt keine Szene in der Rettenberger l&#228;chelt &#8211; au&#223;er einer einzigen: da sieht er sich einen Gangsterfilm im Kino an <img src='http://www.dasblogzumhof.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Nicht mal als er seine L&#228;ufe gewinnt, scheint er zufrieden. Den Sport betreibt er exakt so wie er auch Banken &#252;berf&#228;llt: risikoreich. Als sei es ihm vollkommen egal, ob er aus Ersch&#246;pfung stirbt und ob er geschnappt wird. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/rettenberger_portrait.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/rettenberger_portrait.jpg" alt="" title="rettenberger_portrait" width="300" height="200" class="alignright size-full wp-image-3371" /></a></p>
<p><strong>Johann Rettenberger (Andreas Lust): der Undurchdringliche, Foto (Berlinale 2010)<br />
</strong></p>
<p>Der Weg ist f&#252;r ihn das Ziel, die Obsession, das Laufen an sich, das R&#228;ubern an sich. Es ist der Moment der Befreiung &#8211; Heisenberg verwendet hier Opernkl&#228;nge, w&#228;hrend Rettenberger durch zauberhafte Landschaften &#252;ber P&#228;sse l&#228;uft. Die Verkn&#252;pfung zu den Bank&#252;berf&#228;llen muss der Rezipient &#8211; wie bei Prinz&#8217; Roman &#8211; selbst herstellen, selbstst&#228;ndig herstellen wollen. Der Regisseur deutet, wie der Autor, nur an. </p>
<p>DER R&#196;UBER ist gepr&#228;gt durch ruhige, statische Einstellungen. Heisenberg dramatisiert wenig, haupts&#228;chlich, wenn er die Flucht, das Gejagtwerden, Rettenbergers skizziert. Als er &#8211; kurzentschlossen &#8211; nach einem gegl&#252;ckten &#220;berfall gleich noch eine zweite Bank ausr&#228;ubert, ist ihm die Polizei dicht auf den Fersen. Sein Run in den Wald ist von Trommelschl&#228;gen begleitet. </p>
<p>Die letzte Szene ist die bewegenste: Anders als im Roman erschie&#223;t sich Rettenberger nicht. Nach einer spektakul&#228;ren Verfolgungsjagd bei der er durch Raffinesse und Gl&#252;ck entkommen konnte, f&#228;hrt er schwer verletzt in einem erbeuteten Auto auf der Autobahn. Er wei&#223;, dass er gleich verbluten wird und nicht mehr lange fahren kann. Er f&#228;hrt langsam blinkend auf den Standstreifen &#8211; genauso wie er nach einem Marathonlauf total ersch&#246;pft in die Ziellinie einl&#228;uft &#8211; mit allerletzter Kraft &#8211; und w&#228;hlt die Nummer seiner Freundin, weil er nicht einsam sterben m&#246;chte. </p>
<p><strong>Im Schatten </strong><br />
<strong>Regie:</strong> Thomas Arslan<br />
Deutschland 2010<br />
85 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/im_schatten.bmp"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/im_schatten.bmp" alt="" title="im_schatten" class="alignleft size-full wp-image-3372" /></a></p>
<p><strong>Trojan (Misel Maticevic), der Profi (Foto: Berlinale 2010)<br />
</strong><br />
Es bietet sich an, an dieser Stelle einen Film zu besprechen, der ebenfalls eine R&#228;ubergeschichte beschreibt. Anders als DER R&#196;UBER ist IM SCHATTEN noch viel mehr Genrefilm. Beide sind dahingehend vergleichbar, dass sie beide nur minimal mit dramatisierenden Mitteln arbeiten.  </p>
<p>Thomas Arslan geh&#246;rt zur so genannten Berliner Schule, die genau dies tut: Entdramatisierung, statische Takes, ein Minimum an Off-Musik (wenn &#252;berhaupt), kosteng&#252;nstiges Arbeiten &#8211; kurz: Produktion minimalistischer Filme mit &#228;u&#223;erster N&#252;chternheit. Ich bin ein gro&#223;er Freund von Minimalismus, aber mit Filmen der Berliner Schule konnte ich nie etwas anfangen. Sie haben nichts zu erz&#228;hlen und sie sind nervt&#246;tend langweilig. Allein eine &#228;sthetische Doktrin zum Ma&#223;stab zu erkl&#228;ren, vollkommen egal welcher Thematik ich mich ann&#228;here &#8211; halte ich einfach f&#252;r zu formalistisch. </p>
<p>An IM SCHATTEN interessierte mich die Verbindung zwischen Genrethematik und Berliner-Schule-&#196;sthetik.  </p>
<p>Arslan erz&#228;hlt die Geschichte um Trojan, der aus dem Gef&#228;ngnis entlassen wird und sich wieder neue kriminelle Jobs sucht. Er sucht alte Verbindungen auf. Einige angeleierte Jobs l&#228;sst er platzen, da sie ihm zu risikoreich sind. Dann trifft er sich mit einer Pflichtverteidigerin (Karoline Eichhorn), die durch Zufall einen Geldtransporteur kennengelernt hat, der einen Transporter &#252;berfallen will. &#220;ber ihn kommt Arslan an Informationen und zieht den &#220;berfall schlie&#223;lich mit einem Typen durch, den er f&#252;r professionell h&#228;lt und der sich eigentlich schon zur Ruhe gesetzt hatte. Inzwischen sind ihm aber schon ein korrupter Bulle und andere Leute auf den Fersen&#8230;usw. </p>
<p>IM SCHATTEN ist genau das, was ich vermutet hatte, ein Genrefilm mit Berliner-Schule-&#196;sthetik und damit ein interessantes Studienobjekt f&#252;r den Genrefilm. </p>
<p>Anders als DER R&#196;UBER bezieht der Film die Spannung &#8211; ja, sie ist tats&#228;chlich da &#8211; nicht aus einem Charakter, sondern aus der Thematik. Hier ist es die Figurenkonstellation, die den Suspense ausmacht. Aslan f&#252;hrt &#8211; f&#252;r einen minimalistischen Film &#8211; sehr viele Figuren mit ganz unterschiedlichen Nuancen ein. Sie sind alle hervorragend gespielt, alle trocken (bis auf einen Trunkenbold) und trotzdem so verschieden. Jeder mi&#223;traut jedem und jeder m&#246;chten einen Anteil. Wer ist also am Schluss derjenige, der das Geld davontragen wird. Der Profi, der Brutalo, die blonde Frau, der Seri&#246;se&#8230;.?</p>
<p>Die Berliner-Schule-&#196;sthetik hat durchaus aus dem Genre noch etwas herauskitzeln k&#246;nnen: Dieses Geplante, diese extreme Spannung unter der die Akteure stehen, dieses Mi&#223;trauen &#8211; diese knallharte Atmossph&#228;re des Unbehagens. Sowas kann in gew&#246;hnlichen Mainstreamfilmen gar nicht zum Tragen kommen, weil es durch Action f&#252;r gew&#246;hnlich plattgewalzt wird. Die Strenge der Form erzeugt also durchaus &#8211; in diesem Genre (!) ganz neue Qualit&#228;ten. </p>
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		<title>Zitat des Tages</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 16:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Kosslick]]></category>

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		<description><![CDATA[
»Ich hab grad angerufen. Eis wird noch weggemacht, Steine weggefegt. Und dann werden wir&#8217;s uns noch h&#252;bsch gem&#252;tlich machen auf die letzten drei Tage.«
(Dieter Kosslick auf Radio Eins)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/kosslick.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/kosslick.jpg" alt="" title="kosslick" width="110" height="110" class="alignright size-full wp-image-3336" /></a></p>
<h4>»Ich hab grad angerufen. Eis wird noch weggemacht, Steine weggefegt. Und dann werden wir&#8217;s uns noch h&#252;bsch gem&#252;tlich machen auf die letzten drei Tage.«</h4>
<p>(<em>Dieter Kosslick auf Radio Eins</em>)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Satz des Tages</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 00:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Die Räuber]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im breiten &#214;sterreichisch: »Bei der T&#246;tung eines Beamten ist die Polizei etwas&#8230; energischer.«
(Beim Verh&#246;r von Rettenbergers Freundin, DIE R&#196;UBER, Text dazu in K&#252;rze)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/plakat-bromsbergfest2008.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/plakat-bromsbergfest2008.jpg" alt="" title="plakat-bromsbergfest2008" width="120" height="112" class="alignleft size-full wp-image-3324" /></a></p>
<h4>Im breiten &#214;sterreichisch: »Bei der T&#246;tung eines Beamten ist die Polizei etwas&#8230; energischer.«</h4>
<p><em>(Beim Verh&#246;r von Rettenbergers Freundin, DIE R&#196;UBER, Text dazu in K&#252;rze)</em></p>
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