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		<title></title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 17:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FILM GIBTS AUCH IM ALLTAG]]></category>
		<category><![CDATA[Graffiti]]></category>
		<category><![CDATA[Pans Labyrinth]]></category>

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		<description><![CDATA[Gesichtet in Prag. April 2010.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Pans-Labyrinth2.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Pans-Labyrinth2.jpg" alt="" title="Pans Labyrinth" width="450" height="313" class="aligncenter size-full wp-image-3831" /></a></p>
<h4><strong>Gesichtet in Prag. April 2010. </strong></h4>
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		<title>INCEPTION &#8211; Die Mission in Traumleveln</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 15:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FILM GIBTS AUCH IM ALLTAG]]></category>
		<category><![CDATA[Filmanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Christopher Nolan USA 2010 148 Minuten WARNUNG: Dies ist eine Analyse der Struktur und sie sollte von niemandem gelesen werden, der INCEPTION noch erstmalig sehen will. Exposition: Extraction INCEPTION mutet dem Zuschauer einiges zu: Er wird v&#246;llig orientierungslos in einen multiperspektivische Handlung, die zugleich auf mehreren Ebenen spielt, hineingeworfen und erf&#228;hrt, dass es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Christopher Nolan<br />
USA 2010<br />
148 Minuten</p>
<p><strong>WARNUNG: Dies ist eine Analyse der Struktur und sie sollte von niemandem gelesen werden, der INCEPTION noch erstmalig sehen will. </strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Inception-Movie1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3797" title="Inception-Movie" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Inception-Movie1.jpg" alt="" width="300" height="246" /></a> <strong>Exposition: Extraction </strong></p>
<p>INCEPTION mutet dem Zuschauer einiges zu: Er wird v&#246;llig orientierungslos in einen multiperspektivische Handlung, die zugleich auf mehreren Ebenen spielt, hineingeworfen und erf&#228;hrt, dass es sich hierbei zun&#228;chst um den Traum eines gewissen Mr. Saito handelt und um die Arbeit eines Extractor-Teams. Es ist darauf spezialisiert, dem Tr&#228;umenden ein Industrie-Geheimnis zu entlocken. <span id="more-3715"></span> Kaum glaubt der Rezipient sich einigerma&#223;en zu Recht zu finden, mischen sich andere Perspektiven und Ebenen dazu: Eine mysteri&#246;se Frau taucht auf, die nicht aus dem Traum von Mr. Saito zu stammen scheint. Eine Parallelmontage, in der das Extractor-Team und Mr. Saito schlafend und verkabelt in einem Zimmer liegen, suggeriert, dass es sich hierbei offenbar um die »reale« Film-Ebene handelt. Doch der Teppich auf den Mr. Saito – nun aus dem Traum erwachend – gesto&#223;en wird, f&#252;hlt sich in seinen Augen nicht so an, als w&#228;re es<br />
s e i n Teppich: »Ich habe einen Wollteppich. Doch der hier ist aus Polyester. Ich tr&#228;ume also immer noch«. Doch selbst das stimmt nicht ganz: »Das ist mein Traum«, meldet sich eine Stimme aus dem Hintergrund.</p>
<p>Diese Mission, aufgetragen durch Cobol Engineering, ist gescheitert. Die Extractor-Diebe erwachen in einem Zug und machen sich schnell aus dem Staub, bevor Saito erwacht. Dieser sp&#252;rt sie auf. Es geht ihm aber nicht um Rache, sondern um einen besonderen Auftrag: Inception. Es soll nicht etwas extrahiert, sondern eingepflanzt werden. Ein »simpler Gedanke«! Doch die beiden Extractor kontern: »Das ist unm&#246;glich!« und »Doch,  es ist zwar m&#246;glich. Aber kein Gedanke ist simpel, wenn er eingepflanzt werden soll.« Schlie&#223;lich l&#228;sst sich der Kopf, Cobb (diCaprio), doch dazu &#252;berreden, diesen Auftrag durchzuf&#252;hren. Im Gegenzug will Saito daf&#252;r sorgen, dass Cobb zu seiner Familie zur&#252;ckkehren darf. Selbstverst&#228;ndlich neben der obligatorischen Bezahlung.</p>
<p><strong>Die Regeln und das Inception-Team</strong></p>
<p>Cobb und Arthur wissen zwar zun&#228;chst nichts &#252;ber die Einzelheiten des Auftrags, gehen aber schon an die Planung und Zusammenstellung des Teams. Alle Gesetzm&#228;&#223;igkeiten, die in der Exposition noch verwirrend waren, werden nun erkl&#228;rt und &#228;hneln der Planung eines komplizierten Bankraubs.</p>
<p><strong>1. Der Raum: Der Architekt und die Traumlabyrinthe </strong></p>
<p>Beim Eindringen in einen Traum, also in das Unterbewusstsein, soll das Opfer manipuliert und gef&#252;hrt werden. Da jeder Gedanke und jedes Gef&#252;hl im Traum visualisiert ist, bedarf es eines Traumarchitekten, der die Orte entwirft.<br />
Hinter jeder Extraction, hier speziell einer Inception, steht immer eine Strategie. Folglich sind die R&#228;ume, Hotellobby, Stra&#223;e, Krankenhaus dieser inhaltlich unterzuordnen.<br />
Jeder Traum besteht aus mehreren Orten, die wiederum zu einem anderen Level geh&#246;ren. Umso tiefer der Traum, umso mehr darf die Architektur vom Gewohnten abweichen.<br />
Da die gr&#246;&#223;te Gefahr darin besteht, dass das Opfer die Fremdartigkeit, die Extraction/Inception, gleich zu Beginn sp&#252;rt, muss sich der Ort zun&#228;chst »echt« und »real« anf&#252;hlen. Sonst beginnt es sich zu wehren. Ein Architektenfehler war es z. B. dass der oben erw&#228;hnte Teppich, der einem »realen« nachkonstruiert wurde, aus Polyester statt aus Wolle bestand. Ein weiterer Architektenfehler: das Paradoxon. Ein Traumraum kann nicht als unendlicher geschaffen werden – also so, wie sich die reale Welt anf&#252;hlt – sonst w&#252;rde der Architekt ewig daran basteln. Also besteht die Gefahr, dass das Opfer auf ein Ende sto&#223;en k&#246;nnte. Deshalb muss ein Labyrinth entworfen werden, wie z. B. die Penrose-Stufen. (Bezieht sich auf den realen Mathematiker und Physiker Roger Penrose. Dieser schuf z. B. das Penrose-Dreieck.)</p>
<p><strong>2. Die Protagonisten: Der F&#228;lscher und die Figuren<br />
</strong><br />
Um Personen nachzubilden, die das Opfer kennt, gilt es, die »realen« zu studieren. Die Gewohnheiten, die K&#246;rpersprache, die Eigenheiten. Dies kann dann im Traum geschauspielert werden und das Opfer sch&#246;pft, wenn das gut gemacht wird, keinen Verdacht und offenbart sich der Kopie. Es gibt viele Statisten. Die Projektionen. Die Projektionen stammen in der Regel aus dem Unterbewusstsein des Opfers. Der F&#228;lscher hat damit erstmal nicht viel zu tun.</p>
<p><strong>3. Die Zeit: Der Chemiker und das Traumsharing </strong></p>
<p>Urspr&#252;nglich stammt das Traumsharing – wie kann es anders sein – vom Milit&#228;r. Soldaten sollten lernen, sich selbst zu t&#246;ten. Da Tr&#228;ume nur kurz andauern und eine Mission ihre Zeit braucht, m&#252;ssen die Teilnehmer, in einen k&#252;nstlichen Traumzustand versetzt werden &#8211; mit einem Sedativum. Der Chemiker muss also ein Beruhigungsmittel zusammenmixen, das m&#246;glichst viel Traumzeit erm&#246;glicht. Cobb findet f&#252;r sein Team einen, der es schafft, vier Stunden »reale« Zeit tr&#228;umen zu lassen. Das entspricht im ersten Traumlevel einer Zeit von 40 Stunden. Das Sedativum entscheidet aber auch &#252;ber die Tiefe des Traumes, also die entsprechenden Traumlevel. Eine Woche im ersten Traumlevel entspricht im zweiten Traumlevel einer Zeit von sechs Monaten. Im dritten Traumlevel entspricht dies zehn Jahren.</p>
<p><strong>4. Die Bewegung: Sedativ und Kick</strong></p>
<p>Die Traumlevel haben unterschiedliche Qualit&#228;ten.<br />
Umso tiefer man ins Unterbewu&#223;tsein eindringt, um st&#228;rker dehnt sich also die Zeit f&#252;r alle Beteiligten.<br />
Man gelangt systematisch von Traumlevel 1 zu Level 2 immer tiefer.<br />
Da alle vom Sedativum bet&#228;ubt sind, ist es nicht so einfach zu erwachen, insbesondere dann nicht, wenn man tief tr&#228;umt. Deshalb ben&#246;tigt man einen »gut koordinierten Kick« durch alle Level hindurch.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/inception-plotline.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3792" title="inception-plotline" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/inception-plotline.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a></p>
<p>Auf die Frage was ein »Kick« genau sei, antwortet ein Extractor: »Das ist das Fallen, dass sie manchmal kurz vor dem Aufwachen sp&#252;ren.« Ein Kick muss auf jedem Level gesetzt werden, d.h. es muss immer einer zur&#252;ckbleiben. In der »realen« Welt wird das Signal dazu gegeben: Alle h&#246;ren das Lied: »Non, je ne rigrette rion«, dann fallen sie und erwachen im n&#228;chst h&#246;heren Level bis sie in der »realen« Welt angelangt sind. Umso tiefer, um so st&#228;rker das Fallen: In der »Realit&#228;t« st&#246;&#223;t jemand einfach nur einen Stuhl um, auf dem der Schlafende sitzt. Im ersten Traumlevel st&#252;rzt schon ein Bus einen Abhang runter usw. Um aber tiefer in den Traum hineinzugelangen, muss man wieder ein Sedativ im Traum setzen.</p>
<p><strong>Der neue Auftrag: Inception</strong></p>
<p>Nachdem das Team vollst&#228;ndig ist, erfahren alle mehr &#252;ber den Auftrag. Auf den ersten Blick erscheint er tats&#228;chlich simpel: Der Inhaber eines gro&#223;en Energie-Imperiums liegt im Sterben und sein Sohn, Robert Fischer, soll es erben. Saito will, dass er das Monopol aufl&#246;st, weil er ansonsten den gesamten Markt kontrolliert. Das ist die Inception, die eingepflanzt werden soll.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Picture-1.png"><img class="alignright size-full wp-image-3790" title="Picture-1" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Picture-1.png" alt="" width="300" height="187" /></a></p>
<p><strong>Die Strategie</strong></p>
<p>Da in INCEPTION nichts simpel gestrickt ist, ist auch dieser Gedanke nicht einfach. Der F&#228;lscher kennt das Umfeld und wei&#223;, dass die Vater-Sohn-Beziehung angespannt ist. Er wei&#223; auch von einem Vertrauten, Peter Browning, der zwischen beiden steht. Viel mehr ist nicht bekannt. In einer ersten Ideenphase, die nach  Marketing-Gesetzen abl&#228;uft, &#228;u&#223;ert der F&#228;lscher, folgende Verkn&#252;pfung: Spannung zwischen Vater und Sohn verst&#228;rken &#8211;&gt; Sohn wendet sich vom Erbe ab &#8211;&gt; Neuanfang &#8211;&gt; Aufl&#246;sung des Imperiums. An dieser Stelle greift Cobb ein: »Gedanken entstehen aus Inspiration. Es sind nie negative Gef&#252;hle, die echte Inspiration bewirken, sondern positive. Alle sehnen sich danach.« Also muss das Positive zwischen Vater und Sohn gefunden, geweckt, erinnert werden, um damit einen Neuanfang, die Aufl&#246;sung des Energiekonzern, beim Sohn zu bewirken. Das alles klingt logisch, wie eine aalglatte, &#252;beraus gutdurchdachte Strategie, aber&#8230;</p>
<p><strong>Die Antagonisten </strong></p>
<p><strong>1. Cobbs Ehefrau</strong></p>
<p>Schon in der Exposition taucht eine mysteri&#246;se Frau auf. Nach und nach enth&#252;llt sie sich als die wahre Achillesferse von Cobb, als eine Schuld-Projektion seines Unterbewusstseins, als ein w&#252;tender Schatten, der nicht nur ihm folgt, sondern allen, denen er in Tr&#228;ume folgt. Sie versucht jede Mission zu vereiteln.</p>
<p><strong>2. Mr. Zufall </strong></p>
<p>Jede kleine Recherche-Schlampigkeit r&#228;cht sich bitter. In der Cobol-Engineering-Mission war es der Stoff eines Teppichs, der nicht stimmte. Das Opfer sch&#246;pfte sofort Mi&#223;trauen. Als das Team in den Traum von Robert Fisher einsteigt, wird es sofort bek&#228;mpft. Der F&#228;lscher hatten &#252;bersehen, dass Fischer, Sohn eines Industriellen, sich gegen Extractors hatte schulen lassen. Sein Unterbewusstsein erkennt die Eindringlinge schneller als andere. Sein Traum ist sozusagen ein h&#228;rteres Einstiegslevel. </p>
<p><strong>3. Der K&#246;rper und seine Immunreaktion </strong></p>
<p>Die Projektionen des Opfers sind dem eindringendem Team generell feindlich gesonnen und bek&#228;mpfen es, sobald sie Fremdartigkeit versp&#252;ren. Vergleichbar mit der Immunreaktion des menschlichen K&#246;rpers auf Fremdstoffe.</p>
<p><strong>4. Der Tod</strong></p>
<p>Wird jemand im Traum so schwer verletzt, dass er sterben muss, erwacht er und stirbt auch in der Realit&#228;t. Mit einer Ausnahme. War das Sedativum sehr stark, um in tiefe Traumschichten zu gelangen, kann der Sterbende nicht erwachen. Er f&#228;llt in einen noch tieferen, leeren Raum. Den Limbus. Laut der theologischen Bedeutung, bezeichnet der lateinische Begriff limbus, den Vorraum zur H&#246;lle. Verletzungen bleiben ohne Folgen.</p>
<p><strong>Eine Games-Dramaturgie</strong></p>
<p>Die dramaturgische Struktur von INCEPTION erinnert an ein Spiel. Die Teammitglieder sind keine Charaktere im filmischen Sinne. Sie haben wie die Figuren eines Spiels spezielle Aufgaben und Rollen zu erf&#252;llen, um eine erfolgreiche Mission durchzuf&#252;hren. Abgesehen von Cobb erfahren wir nichts &#252;ber sie. Und auch der »Cobb-Strang«, die Geschichte um seine Familie, scheint nur eine Art Zusatzlevel zu sein. Wir erfahren Andeutungen &#252;ber die Vater-Sohn-Beziehung der Fischers, aber sie dienen lediglich der Mission, sind Ausgangspunkt f&#252;r die Platzierung der Inception und werden dabei auch nicht weiter vertieft. </p>
<p>Die Mission besteht aus mehreren Leveln, um so tiefer man gelangt, um so h&#246;her gelangt man auch, und umso st&#228;rker n&#228;hert man sich dem Ziel. INCEPTION ist ein Spiel im Multiplayer-Modus, eine Mischung aus Rollenspiel und Multishooter. Mehrere Spieler spielen auf unterschiedlichen Leveln zugleich und dabei doch zeitversetzt. Wird man zu stark verletzt, fliegt man aus dem Spiel. Entweder man landet bewegungsunf&#228;hig im leeren Limbus oder man stirbt.</p>
<p>INCEPTION benutzt die Avatar-Ansicht statt Ego-Shooter-Perspektive und entwirft einen Kosmos aus eigenst&#228;ndigen, strengen Regeln. Gewonnen hat das Team, wenn die Mission erf&#252;llt wurde. </p>
<p>Linksammlung (wird noch vervollst&#228;ndigt):<br />
<a href="http://inception.wikia.com/wiki/Inception_Wiki" target="_blank">Inception-Wiki</a></p>
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		<title>Fantasy Filmfest 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 11:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmfest 2010]]></category>
		<category><![CDATA[24. Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Casey Affleck]]></category>
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		<category><![CDATA[The Killer inside me]]></category>
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		<category><![CDATA[Überblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Preisgewaltig: Ticketpreis Der Ticketpreis ist mit 9 € im Gegensatz zum Vorjahr um einen ganzen Euro teurer geworden. F&#252;r mich eigentlich nicht mehr erschwinglich. Klar ist ein Filmfestival extrem teuer, noch dazu ein Genrefestival. Aber h&#228;tte man nicht lieber noch zus&#228;tzliche Sponsoren werben k&#246;nnen? Die Sponsorenanzahl scheint gleichgeblieben zu sein. Statt 2k Games sind CinePostproduction [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/FF2010.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/FF2010.jpg" alt="" title="FF2010" width="200" height="282" class="alignleft size-full wp-image-3741" /></a></p>
<p><em><strong>Preisgewaltig: Ticketpreis</strong></em></p>
<p>Der Ticketpreis ist mit 9 € im Gegensatz zum Vorjahr um einen ganzen Euro teurer geworden. F&#252;r mich eigentlich nicht mehr erschwinglich. Klar ist ein Filmfestival extrem teuer, noch dazu ein Genrefestival.  Aber h&#228;tte man nicht lieber noch zus&#228;tzliche Sponsoren werben k&#246;nnen? Die Sponsorenanzahl scheint gleichgeblieben zu sein. Statt 2k Games sind CinePostproduction und TV Spielfilm hinzugekommen. Ob die Sponsorengelder ingesamt gleichgeblieben sind, kann ich nat&#252;rlich nicht sagen. Vielleicht haben die Kinos auch die Mieten erh&#246;ht. Prinzipiell haben die Veranstalter schon mehrfach darauf hingewiesen, dass das Festival mit <br /> 8 € Eintrittspreis eigentlich nicht finanzierbar sei. Andererseits: Welche Filme finanzieren sich schon &#252;ber Eintrittsgelder &#8211; eine Handvoll Top-Blockbuster vielleicht. Ich glaube Festivals m&#252;ssen sich einfach &#252;ber Sponsoren finanzieren. 9 € sind absolut grenzwertig. Zumal das Zielpublikum nicht aus hyperbezahlten Managern besteht.</p>
<p><span id="more-3739"></span></p>
<p><strong>Medienpr&#228;senz</strong></p>
<p>Was dazu passt: Die Referenzen in den Berliner Medien sind nicht gerade toll. Im tip und in der Zitty jeweils eine Seite. Die obligatorische, langweilige, oberfl&#228;chliche Aufz&#228;hlung einiger Filme. Auf Radio Eins lief nicht mal ein Beitrag bei Elstermanns Filmmagazin am Samstag. W&#228;hrend ich hier schreibe, wird ein Interview mit dem Veranstalter angek&#252;ndigt, im Mittagsmagazin zwischen Einweckrezepten und Vormittagsd&#246;delei. Ich will zwar nicht unken, aber&#8230;: In Foren war von einem Film die Rede (A SERBIAN MOVIE), der (auch) aus Gr&#252;nden der Beschlagnahmungsgefahr in Berlin, nicht ins Programm genommen wurde <a target="_blank" href="http://www.schnittberichte.com/forum/viewtopic.php?f=10&#038;t=22922&#038;start=45">(Schnittberichte).</a> Vielleicht h&#228;tte dies dem FFF aber mal ganz gut getan. Jedes Festival braucht seine Skandale. M&#246;glicherweise gef&#228;llt es einigen Nerds, dass das Festival keinen Mainstream-Charakter hat &#8211; die Kehrseite: horrende Preise. Ich pers&#246;nlich ziehe den Mittelweg zwischen Berlinale und Nerd-Festival vor. 8 € waren o.k. 9 € sind es nicht mehr. Zumindest f&#252;r Berliner nicht, f&#252;r M&#252;nchener mag das ein Klacks sein. </p>
<p><strong><br />
Was k&#246;nnte sich trotzdem lohnen?</strong></p>
<p>Es laufen die &#252;blichen Genrefilme, falls man daf&#252;r 9 € bezahlen will. Sinnvoller ist es wohl, hier auf den DVD-Start zu warten. Wenn man Pech hat, bekommt man Filme &#252;berhaupt nicht vor Gesicht &#8211; aber vielleicht finden die dann auch aus gutem Grund keinen Verleih. Generell interessanter sind wohl eher die experimentelleren/ungew&#246;hnlichen Filme wie z. B. ENTER THE VOID (nur in Berlin und Hamburg) von Caspar Noé, der allerdings n&#228;chste Woche auch regul&#228;r im Kino startet. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/entervoidiii.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/entervoidiii.jpg" alt="" title="entervoidiii" width="200" height="295" class="alignright size-full wp-image-3742" /></a> <strong> <em>Bildgewaltig: ENTER THE VOID (Berlin &#038; Hamburg)</em></strong></p>
<p>In diesem 155-Min&#252;ter verfilmte Noé (IRRÉVERSIBLE) einen Todestrip aus der Perspektive des Protagonisten. In einem Interview sagte der Regisseur, dass es ihm thematisch um Todeserfahrung/Wiedergeburt ging: »Obwohl ich mich nie zu einem religi&#246;sen Glauben hingezogen f&#252;hlte, entwickelte ich ein Interesse an B&#252;chern &#252;ber Wiedergeburt. Und ich fing an, mir verr&#252;ckte Gedanken dar&#252;ber zu machen, was mit mir passieren wird, wenn ich sterbe.« Noé trug die Idee jahrelang mit sich herum. Schlie&#223;lich realisierte er sie, wobei er den Todes-Trip mit viel technischer Spielerei drehte: »In B&#252;chern findet man Geschichten von Menschen, die im Moment ihres Todes, durch den Aussto&#223; von DMT im Gehirn, extreme Halluzinationen hatten. Dieses Molek&#252;l ist eine Substanz, die als Quelle unserer Tr&#228;ume gilt.« Visuell und &#228;sthetisch soll ENTER THE VOID, Daft-Punk-Mastermind Thomas Bangalter schuf den Soundtrack dazu, einmalig sein. Fragt sich nur, ob das Movie sich nicht allzu sehr darin ersch&#246;pft. </p>
<p>THE KILLER INSIDE ME ist sehenswert, lief allerdings schon auf der Berlinale. Der Regisseur Winterbottom bleibt darin der literarischen 50er Vorlage von Jim Thompson (zu deutsch: Der M&#246;rder in mir) treu. Casey Affleck spielt darin genauso einen verschlagenen Kerl wie in DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES DURCH DEN FEIGLING ROBERT FORD. Ein fr&#252;her American Psycho, irgendwo zwischen kaltem Killerinstikt und determinierter Psychopathie. </p>
<p>Spannend klingt auch die franz&#246;sisch-belgische Coproduktion AMER, die &#8211; laut Programmheft &#8211; eine Ciallo-&#196;sthetik entfalte. Sie begleitet die Hauptfigur Amer &#252;ber »drei Phasen ihres Lebens, Kindheit, Jugend, Erwachsensein. Ein »verst&#246;render Albtraum der Erweckung.« Ebenfalls ungew&#246;hnlich liest sich die Beschreibung zu SYMBOL, ein »Film zum R&#228;tseln«, »der s&#228;mtliche Regeln des Filmemachens auf den Kopf« stelle. Allerdings h&#246;rt sich die Mischung schon wieder komisch beliebig und typisch japanisch durchgeknallt an, die eher an »Takeshis Castle« erinnert als an ein Filmerlebnis der besonderen Art. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Rubber-Movie-Poster.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/08/Rubber-Movie-Poster.jpg" alt="" title="Rubber-Movie-Poster" width="200" height="267" class="alignleft size-full wp-image-3743" /></a></p>
<p><strong><em>Gewaltt&#228;tig: Gummireifen Robert aus RUBBER </em></strong></p>
<p>Ein Geheimtipp k&#246;nnte das franz&#246;sische Roadmovie RUBBER sein, das schon in Cannes und bei anderen Fantasy-Filmfestivals gelaufen ist. Der Protagonist ist ein Autoreifen, der &#252;ber den Highway rollt und Dinge explodieren lassen kann. RUBBER soll eine »Parabel«, ein Frontalangriff auf die »&#214;dnis des Massengeschmacks sein«. </p>
<p><strong><br />
Gesamtblick</strong><br />
 Es laufen diesmal extrem viele britische Produktionen (12), ein Anime (»REDLINE«), eine europ&#228;ische Animation (»METROPIA«) und ein paar Exoten: CLASH aus Vietnam, EVIL &#8211; IN THE TIME OF HEROES aus Griechenland, REYKJAVIK WHALE WATCHING MASSACRE aus Island und THE SILENT HOUSE aus Uruguay. Die &#252;blichen Horrorfilme (CAGED, CORRIDOR, DETOUR, THE HUMAN CENTIPEDE, THE LAST EXORCISM, THE LOVED ONES, THE REEF, TWO EYES STARING) sind zahlenm&#228;&#223;ig &#252;berschaubar. Ein paar bekannte Namen wie der schon erw&#228;hnte Gaspar Noé sind zwar mit Hideo Nakata (RING), vertreten mit CHATROOM, Gregg Araki (NOWHERE) mit KABOOM und Takeshi Kitano mit OUTRAGE dabei, aber irgendwie scheinen die gro&#223;en Knaller wie im letzten Jahr MOON oder THIRST zu fehlen. Vielleicht ist ja wieder eine &#220;berraschung dabei wie DISTRICT 9.</p>
<p>Links:<br />
<a target="_blank" href="http://www.fantasyfilmfest.com/">Home mit Programm</a><br />
<a target="_blank" href="http://f3a.net/">Fanseite</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>THE SUBSTITUTE IM ARSENAL</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/film-im-alltag/the-substitute-im-arsenal.php</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 07:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurz vorm WM-Start zeigt das Arsenal vom 4.6. &#8211; 9.6. (au&#223;er 7.6.) um 21 Uhr d e n Antifilm des Profifu&#223;balls. Der Ersatzspieler Vikash Dhorasoo soll mit einer Super-8-Kamera die WM 2006 festhalten &#8211; der Film ger&#228;t immer mehr zu einem Dokument der Entt&#228;uschung. Ein Antithese zur Euphorie und Fangejubel. THE SUBSTITUTE (Berlinalekritik 2006) lief [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/05/the-substitute.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/05/the-substitute.jpg" alt="" title="the substitute" width="250" height="200" class="alignright size-full wp-image-3710" /></a></p>
<p>Kurz vorm WM-Start zeigt das Arsenal vom <strong>4.6. &#8211; 9.6. (au&#223;er 7.6.) </strong>um <strong>21 Uhr</strong> d e n <strong>Antifilm des Profifu&#223;balls</strong>. Der Ersatzspieler Vikash Dhorasoo soll mit einer Super-8-Kamera die WM 2006 festhalten &#8211; der Film ger&#228;t immer mehr zu einem Dokument der Entt&#228;uschung. Ein Antithese zur Euphorie und Fangejubel. THE SUBSTITUTE (<a target="_blank"href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/allgemein/substitute-forum.php">Berlinalekritik 2006</a>) lief vor vier Jahren im Forum und LE MONDE schrieb &#252;ber den Film: »Trotz unscharfer Bilder mit zum Teil eigenwilligen Bildausschnitten und nicht synchron laufendem Ton ist SUBSTITUTE von einer nicht zu leugnenden melancholischen Sch&#246;nheit.« </p>
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		<title>8. Fantasy Filmfest Nights &#8211; Es darf gern geschrien werden</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. Den Auftakt bilden M&#252;nchen und Stuttgart (13.3./14.3.), gefolgt von Berlin und Hamburg (20.3./21.3.), N&#252;rnberg (26.3./28.3.), K&#246;ln (26.3./27.3.) und Frankfurt (27.3./28.3.). Die zehn H&#228;ppchen bilden einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg" alt="" title="FF09_Cover_Berlin" width="150" height="150" class="alignleft size-full wp-image-3572" /></a> Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. </p>
<p>Den Auftakt bilden <strong>M&#252;nchen</strong> und <strong>Stuttgart </strong>(13.3./14.3.), gefolgt von <strong>Berlin</strong> und <strong>Hamburg</strong> (20.3./21.3.), <strong>N&#252;rnberg</strong> (26.3./28.3.), <strong>K&#246;ln</strong> (26.3./27.3.) und <strong>Frankfurt</strong> (27.3./28.3.). Die zehn H&#228;ppchen bilden einen netten Querschnitt des modernen Genrefilms von der Anime, in der sich ein Hacker der Identit&#228;t eines fremden Internet-Avatars bem&#228;chtigt und damit die Weltherrschaft an sich rei&#223;t, &#252;ber SciFi-Horror, in dem Vampire die Welt regieren und Menschen als Nahrungsqelle halten bis hin zu biogenetischen Tier-Mensch-Hyprid-Experimenten, Zombies in Vorortplattenbauten und J-Horror in 3D. Die Filme kommen aus Japan, Frankreich, Spanien, Gro&#223;britannien und den USA. Ein Blick auf die nationalen Filmschmieden des Genrefilms.<span id="more-3571"></span></p>
<p><strong>Horror-»Realismus«, made in Spain&#8230;.</strong></p>
<p>Zun&#228;chst sei da der spanische <strong>[REC]2</strong> genannt, der in Deutschland nun endlich mal zu sehen ist. Beim FFF 09 war ich entt&#228;uscht, dass das Sequel nicht im Programm war. Im Herbst gab es ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen Kinostart (erst angek&#252;ndigt, dann gestrichen), ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen DVD-Start (gleiches Prozedere) &#8230; Inzwischen hat man schon einiges &#252;ber den [REC]-Nachfolger geh&#246;rt, n&#228;mlich nichts Gutes. Als ich dann in einem Interview mit den Regisseuren las (ich glaube, in <em>deadline</em>), dass sie selbst so ein bisschen mit ihrem Sequel hadern und dass sie definitiv keine Fortsetzung planen, hatte ich mit [REC] 2 schon abgeschlossen. Man lese und staune: Im  <a target="_blank"href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/media/FFN10_CatalogWEB.pdf">Fantasy-Filmfest-Mini-Katalog (Pdf)</a> ist nun zu lesen, dass ein Prequel sowie ein weiteres Sequel (Ausbruch der Apokalypse) geplant ist&#8230;</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg" alt="" title="REC_Poster01" width="200" height="256" class="alignright size-full wp-image-3647" /></a></p>
<p>F&#252;r Uneingeweihte ein R&#252;ckblick auf das Original: Ein spanisches Boulevard-Doku-TV-Team à la Vox (»Schneller als die Polizei erlaubt«) »soapt« eine Feuerwehreinheit bei der t&#228;glichen Arbeit. Die quirlig-nervige, penetrante TV-Moderation Angela und ihr Kamera-Boy m&#252;ssen nicht lange warten: Die Einheit r&#252;ckt aus, um eine hilflos-schreiende Alte in einem uralten Mietshaus zu beruhigen. Es handelt sich jedoch nicht um eine demenzkranke, irre Señora, sondern um einen Zombie. Bald befinden sich die Akteure in Qarant&#228;ne (so auch der Titel des US-Remakes). Das Besondere: [REC] verwendet zwar die seit THE BLAIR WITCH PROJECT zum Standard erkorene Realismus-&#196;sthetik des Wackel-Camcorders, bindet sie aber an eine Story, die diesen inflatiorn&#228;ren Stil, den die quotenhungrigen TV-Dokus dankbar aufgegriffen haben, auf einer h&#246;heren Ebene kritisiert. Auch sonst zeigt dieser absolut gruselige Genre-Film ein exzellentes Gesp&#252;r f&#252;r zeitgen&#246;ssische Zivilisationskrankheiten: Der »allt&#228;gliche Rassismus« krassiert unter den Mietern ebenso wie der Kontrollwahn im hypernerv&#246;sen Polizeistaat: Nicht zuletzt wird auch das in [REC] hei&#223; diskutiert: Die Eingeschlossenen wissen zun&#228;chst n&#228;mlich nicht, weshalb sie unter Quarant&#228;ne stehen. Es ist schwer, diese gelungene Story noch zu &#252;bertreffen. Man darf davon ausgehen, dass <strong>[REC]2</strong> nur ein m&#252;des Sequel ist, das im Schatten seines erfolgreichen Vorg&#228;ngers steht.  </p>
<p><strong>&#8230;or in France</strong></p>
<p>Seit l&#228;ngerer Zeit gelten die Franzosen als Geheimtipp in Sachen Horror. Ob sie diesen Ruf nun einem <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/martyrs-fff-oder-wie-schwer-es-ist-einen-guten-horrorfilm-zu-machen.php" target="_blank">Pascal Laugier (MARTYRS, 2008)</a> oder einem Alexandre Aja (HAUTE TENSION, 2003; THE HILLS HAVE EYES, 2006) zu verdanken haben &#8211;  ist mir nicht ganz klar. <a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg" alt="" title="la_horde" width="200" height="267" class="alignleft size-full wp-image-3650" /></a> Fakt ist: Sie geh&#246;ren neben den Spaniern und den Japanern, zu den Filmnationen, die ihren ganz eigenen cinematographischen Style pflegen und hegen. Und die franz&#246;sischen Filme sprechen ihre eigene Sprache. W&#228;hrend man aber bei den Spaniern vielleicht von einer &#196;sthetik des unterschwellig Bedrohlichen sprechen kann, die w&#228;hrend des Franco-Regimes als Methapher f&#252;r eine verordnete Sprachlosigkeit entwickelt wurde (Carlos Saura wird h&#228;ufig als Vorbild genannt oder Victor Erices EL ESPIRITU DE LA COLOMENA, DER GEIST DES BIENENSTOCKS, 1973) und w&#228;hrend die Japaner die literarische Tradition der unterdr&#252;ckten weiblichen Rache aus dem Jenseits immer wieder aufbereiten, haben die Franzosen keine Horror-Tradition in diesem Sinne. Sie sind echte Autorenfilmer, die Horrorelemente f&#252;r ihren ganz eigenen Stil transformieren, wie LEMMING (Dominik Moll, 2005) und VINYAN (Fabrice Du Welz, 2008). Die Story von <strong>LA HORDE </strong> von Yannick Dahan erinnert allerdings eher ein bisschen an Romeros DAWN OF THE DEAD. In einem heruntergekommenen Vorort-Plattenbau jagen rachs&#252;chtige Cops Verbrecher. Doch dann toben pl&#246;tzlich massenhaft Zombies durch die Platte und beide Parteien sitzen auf dem Dach fest. By the Way: Der Zombie-Papa ist mit <strong>SURVIVAL OF THE DEAD</strong> (Kinostart: 8.4.) ebenfalls vertreten. Ich muss zugeben, dass ich sein DIARY OF THE DEAD nicht gesehen habe. Es soll aber belanglos sein. Angeblich wurde Romero bei SURVIVAL OF THE DEAD von William Wylers Western WEITES LAND beeinflusst. </p>
<p><strong>3-D-Horror-X-Treme aus Japan</strong></p>
<p>3-D hat sich nun sp&#228;testens mit AVATAR etabliert, obwohl schon seit l&#228;ngerer Zeit, Versuche im Gange waren, diese Technik, gerade im Horror-Bereich, breiteren Zuschauermassen schmackhaft zu machen. Generell ist dagegen nat&#252;rlich nichts zu sagen: Irgendwas muss sich die Branche ja einfallen lassen, um die HDV-verw&#246;hnten Potatoes von ihrer Couch wegzulocken. Au&#223;erdem galten die Multiplexe, die einzigen, die sich diese teure Technik leisten k&#246;nnen, lange Zeit als gebeutelte Verlierer. Cameron ist es gelungen, das Ruder noch mal rumzurei&#223;en. Der Mastermind dessen 3-D-Werk <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> (Kinostart: 22.4.) auf den FFF-Nights hoffentlich zum Davon-Laufen ist (im positiven Sinne): Takashi Shimizu. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg" alt="" title="shock" width="185" height="258" class="alignright size-full wp-image-3652" /></a></p>
<p>Spontan f&#228;llt mir dazu sein JU-ON (2002) und das US-Remake THE GRUDGE (gleicher Regisseur, USA 2004) ein. JU-ON ist ein sehr gelungenes St&#252;ck J-Horror, welches an das Masterpiece RINGU (1998) heranreicht. (Nachtrag 16.4.: Ich hab mir JU-ON letzte Woche noch mal angesehen und hatte wohl eine falsche Erinnerung. JU-ON ist storytechnisch ziemlicher Schrott, eine Aneinanderreihung von Schock-Effekten, welche sich irgendwann auch ersch&#246;pfen. Es gibt eins, zwei nette innovative Effekte, der Rest ist einfallslos.) Allerdings wars das auch schon. Da ich den Begriff »J-Horror« verwende, m&#246;chte ich damit betonen, dass ich den Begriffssch&#246;pfern beipflichte, dass es sich beim so genannten »Japan-Horror« um ein vollkommen eigenes Genre handelt, das von anderen Horrorfilmen, insbesondere den Remakes, abzugrenzen ist: J-Horror erreicht mit minimalen &#228;sthetischen Mitteln, z. B. einer einzige Kameraeinstellung, die nicht in die Gesamtchoreographie passt, ein &#228;u&#223;erst unangenehmes Gef&#252;hl. Das Remake arbeitet weniger mit einzelnen Disharmonien. Es ben&#246;tigt einen gesamten Szenenaufbau, arbeitet brachialer, weicht letztendlich immer mehr auf Sound-Effekte aus. Das US-Remake von RINGU, THE RING (2002) f&#252;llt die L&#252;cken, die das japanische Original hinterl&#228;sst, mit Erkl&#228;rungen und Motiven. Der J-Horror reicht weit zur&#252;ck auf die literarische, traditionelle Geistergeschichte, die keinerlei logischer Motive, was das Wirken Toter betrifft, bedarf. Die Story von <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> ist &#8211; nun ja &#8211; traditionell: Eine tote Freundin, die w&#228;hrend eines heimlichen Besuchs in einem Gruselkabinett (wahrscheinlich die japanische Variante der Geisterbahn) zu Tode kam (was f&#252;r ein Bl&#246;dsinn!) l&#228;sst wieder von sich h&#246;ren. Schuldig sind nat&#252;rlich die jugendlichen Protagonisten, die nach dem Zehn-Kleine-&#228;h-M&#228;nnlein-Prinzip dezimiert werden. Und nat&#252;rlich ist so ein Grusellabyrinth besonders geeignet, in 3 D dargestellt zu werden. Hoffentlich ist THE SHOCK LABYRINTH wirklich J-Horror und nicht krachiges 3-D-Kino à la AVATAR. </p>
<p>Der Anime<strong> SUMMER WARS</strong> lief schon auf der Berlinale. Hier mal ein <a href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/124_welt_am_draht%3A_mamoru_hosadas_%27summer_wars%27" target="_blank">Perlentaucher-Text</a>. </p>
<p><strong>Starbesetzte us-amerikanische Standardcoproduktionen</strong><br />
<strong><br />
DAYBREAKERS </strong>wird in Deutschland nur auf DVD vermarktet (ab 16.7.) und ist mit lauter Stars besetzt: Willam Dafoe, Ethan Hawke, Isabel Lucas, Sam Neill. Mir ein bisschen zu fett. Story in Schlagworten: Zukunft, Vampirherrschaft, Menschen pflanzen sich zu langsam fort, Vampir-Panik, fieberhafte Suche nach Ersatzstoff, Widerstand unter den Menschen. Mmmh. </p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Sieht nach actionreichem, uninteressantem US-Standardkino aus<br />
</strong></p>
<p>Eine Nummer kleiner (Adrien Brody &#038; Sarah Polley), ambitionierter und vermutlich mit B-Movie-Einschl&#228;gen ist <strong>SPLICE</strong>. Dieser l&#228;uft sp&#228;ter im Kino (3.6.). Die Story stammt aus der Feder des CUBE-Sch&#246;pfers Vincenzo Natali, der auch Regie f&#252;hrte. Jungen Eheleuten, erfolgreiche Biogenetik-Forscher, die Tiere miteinander kreuzen, sprich Hybride fabrizieren, geht das Geld aus. Um die Schlie&#223;ung ihres Labors zu verhindern, lassen sie sich dazu &#252;berreden eine Mensch-Tier-Kreuzung herzustellen, die zun&#228;chst wie ein glipschiges Huhn, sp&#228;ter wie ein au&#223;erirdisches Baby und schlie&#223;lich wie Sinhead O Connor aussieht (na ja, vielleicht nicht ganz so h&#252;bsch).</p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Die »Geburt« eines menschlichen H&#252;hnchens. Satire auf Alien 2</strong></p>
<p><strong>British Special</strong></p>
<p>Die Briten sind mit zwei Filmen vertreten. <strong>RED RIDING: 1974</strong> basiert auf dem ersten Teil einer Bestseller-Trilogie von David Peace. Die Story ist klassisch. In Yorkshire jagt der karrierehungrige Reporter Scoop (Andrew Garfield) einen Serienkiller, der Schulm&#228;dchen abmurkst. Bald wird er aber der Gejagde, da es korrupte Bullen gibt, die nicht wollen, dass Scoop herumschn&#252;ffelt.  Laut Katalog soll der 70th-Style beeindruckend authentisch sein: Klamotten, Autos, Tapete, Haartrachten. Der Film wurde auf 16mm gedreht und dann auf 35mm aufgeblasen, um einen 70er Jahre-Neo-Noir-Thriller-Eindruck zu erwecken. Klingt ganz gut. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg" alt="" title="HEARTLESS_poster_8" width="200" height="151" class="alignright size-full wp-image-3674" /></a> </p>
<p>Der zweite Film <strong>HEARTLESS </strong> spielt in der klaustrophobischen und anarchischen Atmossph&#228;re des Londoner East Ends der Gegenwart. Eine maskierte Gang kontrolliert das Viertel &#8211; in Wirklichkeit sind es aber keine Homies, sondern b&#246;se H&#246;llenwesen. Der Protagonist (Jim Sturgess &#8211; hat f&#252;r HEARTLESS auch drei Songs performt) geht einen Teufels-Pakt ein, damit er besser aussieht &#8211; er hat n&#228;mlich ein scheu&#223;liches Muttermal im Geschicht. Daf&#252;r muss er allerdings t&#246;ten.</p>
<p><strong>Filml&#228;ngen: </strong></p>
<p>THE SHOCK LABYRINTH, 89 Min.<br />
SPLICE, 107 Min.<br />
SUMMER WARS, 114 Min.<br />
SURVIVAL OF THE DEAD, 90 Min.<br />
THE COLLECTOR, 88 Min.<br />
DAYBREAKERS, 98 Min.<br />
HEARTLESS, 110 Min.<br />
LA HORDE, 90 Min.<br />
[REC] 2, 85 Min.<br />
RED RINDING: 1974, 102 Min. </p>
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		<title>Forums-Wiederholungen im Arsenal</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/forums-wiederholungen-im-arsenal.php</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 14:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[FORUM]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>

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		<description><![CDATA[22.2., 20.00 Uhr, KYOTO STORY (Kyoto Uzumasa monogatari), OmE, 90 Min. 23.2., 20.00 Uhr, NÉNETTE, OmE, 70 Min. 24.2., 19.00 Uhr, SONA, THE OTHER MYSELF (Sona, mo hitori no watashi), OmE, 82 Min. 24.2., 21.00 Uhr, PUTTY HILL, OmU, 89 Min. 25.2., 19.00 Uhr, THE OATH, OmE, 96 Min. 25.2., 21.00 Uhr, IMANI, OmU, 82 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer5.png"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer5.png" alt="" title="berlinalebaer" width="50" height="79" class="alignleft size-full wp-image-3562" /></a></p>
<p>22.2., 20.00 Uhr, <strong>KYOTO STORY</strong> (Kyoto Uzumasa monogatari), OmE, 90 Min.<br />
23.2., 20.00 Uhr, <strong>NÉNETTE</strong>, OmE, 70 Min.<br />
24.2., 19.00 Uhr, <strong>SONA, THE OTHER MYSELF</strong> (Sona, mo hitori no watashi), OmE, 82 Min.<br />
24.2., 21.00 Uhr, <strong>PUTTY HILL</strong>, OmU, 89 Min.<br />
25.2., 19.00 Uhr, <strong>THE OATH</strong>, OmE, 96 Min.<br />
25.2., 21.00 Uhr, <strong>IMANI</strong>, OmU, 82 Min. </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Meine Berlinale 2010</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/meine-berlinale-2010.php</link>
		<comments>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/meine-berlinale-2010.php#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 17:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[BERLINALE TAGEBUCH]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Filmstatistik Gesehene Filme: 26 Sektionsverteilung: Forum: 13, Wettbewerb: 5, Panorama: 3, Generation: 4, Berlinale Special: 1 L&#228;ngster Film: IM ANGESICHTS DES VERBRECHENS (240 Minuten) K&#252;rzester Film: Trailer mit dem tanzenden Typen, der den echten Berlinaletrailer nachtanzt (49 Sekunden) Geschw&#228;nzte Filme: 2 Abgebrochene Filme: 1 (siehe auch nervigstes Erlebnis) L&#228;ngste Einstellung: ca. 45 Minuten (DOUBLE TIDE) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer4.png"><img class="alignleft size-full wp-image-3468" title="berlinalebaer" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/berlinalebaer4.png" alt="" width="50" height="79" /></a></p>
<h4>Filmstatistik</h4>
<p><strong>Gesehene Filme: </strong><strong>26</strong></p>
<p><strong>Sektionsverteilung: </strong> Forum: <strong>13</strong>, Wettbewerb: <strong>5</strong>,  Panorama: <strong>3</strong>, Generation: <strong>4</strong>, Berlinale Special: <strong>1</strong></p>
<p><strong>L&#228;ngster Film:</strong> IM ANGESICHTS DES VERBRECHENS (240 Minuten)</p>
<p><strong>K&#252;rzester Film: </strong> Trailer mit dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0fKepZnrXTA" target="_blank">tanzenden Typen</a>, der den echten Berlinaletrailer nachtanzt (49 Sekunden) </p>
<p><strong>Geschw&#228;nzte Filme:</strong> <strong>2</strong></p>
<p><strong>Abgebrochene Filme</strong>: <strong>1</strong> (siehe auch nervigstes Erlebnis)</p>
<p><strong>L&#228;ngste Einstellung</strong>: ca. 45 Minuten <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/double-tide-forum-zwei-einstellungen-und-eine-muschelsammlerin.php" target="_blank">(DOUBLE TIDE)</a></p>
<h4>Filmranking</h4>
<p><strong>Best of: </strong><a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/die-bill-douglas-trilogie-forum.php" target="_blank">Bill DOUGLAS-TRILOGIE (Forum)</a>, <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/im-in-trouble-au-revoir-taipeh-our-fantastic-21st-century-das-junge-asiatische-kino-entdeckt-die-nouvelle-vague.php" target="_blank">I&#8217;M IN TROUBLE (Forum)</a>, <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/der-raeuber-wettbewerb-im-schatten-forum-gangster-auf-der-berlinale.php" target="_blank">DER R&#196;UBER (Wettbewerb)</a>, WINTER&#8217;S BONE (Forum)</p>
<p><strong>Gro&#223;er Mist:</strong> <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/bran-nue-dae-sing-aborigine-sing.php" target="_blank">BRAN NUE DAE (Generation)</a>: Entsch&#228;digung: Hat gro&#223;en Spa&#223; gemacht, die Story aufzuschreiben. Liest sich zwar trashig, wird aber total klamottig gespielt.</p>
<h4>Charaktere</h4>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Le_nuit_zum_letzten.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Le_nuit_zum_letzten.jpg" alt="" title="Le_nuit_zum_letzten" width="100" height="76" class="alignleft size-full wp-image-3535" /></a></p>
<p><strong>Schr&#228;gster Charakter:</strong> 16j&#228;hrige Emma in LES NUITS DE SISTER WELSH  (Generation): schafft sich Parallelwelt, in der sich ihre Mutter  (M&#228;nnerhasserin) und eine Schwester Welsh (hoffnungslose Romantikerin) in einem mittelalterlichen Burgverlies rumstreiten</p>
<p><strong>Interessantester Charakter:</strong> Johann Rettenberger (DER R&#196;UBER)</p>
<p><strong>Toughester Charakter:</strong> Lee (WINTER&#8217;S BONE) </p>
<h4>Drumherum</h4>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/homer.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3498" title="homer" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/homer.jpg" alt="" width="100" height="75" /></a></p>
<p><strong>Geht gar nicht: </strong> Esserei an der Potse: teuer &#038; schlecht (z.B. Asiate in den Arcarden: 6 € f&#252;r Tofu, Kokosnussso&#223;e, Reis &#038; angeblichem Gem&#252;se (das sieht n&#228;mlich so aus, als ob es ausversehen hineingefallen w&#228;re: 4 Bl&#228;ttchen Petersilie, eine Zuckererbsenschote)</p>
<p><strong>Erstaunlichstes Erlebnis: </strong> subjektiv-empfundene Zeit bei Experimentalfilm (DOUBLE TIDE) mit zwei Einstellungen (Gesamtl&#228;nge = 99 Minuten) dehnt sich nicht, sondern verk&#252;rzt sich (gef&#252;hlte Zeit: ca. 50 Min, reale Zeit: 99 Min.)</p>
<p><strong>Nervigstes Erlebnis: </strong> ZONA SUR im Cinemaxx: Overbooked! Leute sa&#223;en zu dritt auf einer Treppenstufe. Nach 20 Minuten war die Luft so hei&#223; und stickig, dass ich mit meinen Fahrradklamotten komplett nass war. Musste Vorstellung abbrechen und brauchte von der allerletzten Reihe eine ganze Weile, ehe ich mich zum Ausgang gek&#228;mpft hatte. (Dazu ein Film, der vorgibt, das allt&#228;gliche Gelaber von Boliviens Oberschicht nachzuempfinden und einem die englischen Untertitel mit belanglosem Inhalt im Stakkato nur so reinknallte, war das absolut Nervigste auf dieser Berlinale.)</p>
<p><strong>Zweites nervigstes Erlebnis:</strong> Ich schreib andauernd »Die R&#228;uber«&#8230; also falls es noch irgendwo falsch stehen sollte, Schiller ist dran schuld. </p>
<p><strong>Warum immer wieder Berlinale?</strong> nach wie vor &#8211; viele unterschiedliche Filme nacheinander sehen</p>
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		<title>Lesson learned: Berlinale und die Zukunft des Films</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 14:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathi</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Event Kino Ich war auf der Berlinale, ja. Nat&#252;rlich. Es hat mir Freude bereitet, neue Einsichten beschert (z.B. das Thema Commons in lebensbedrohender Realit&#228;t in wundervollen indischen Filmen gezeigt). Und nun habe ich einen Essay von Ekkehard Kn&#246;rer (Redakteur von CARGO) gelesen, der mir folgende Frage in schonungsloser Offenheit beantwortet: warum funktioniert die Berlinale, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/01_Xenix_Kinosaal.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/01_Xenix_Kinosaal.jpg" alt="" title="01_Xenix_Kinosaal" width="348" height="214" class="alignleft size-full wp-image-3489" /></a></p>
<p><strong>Event Kino</strong></p>
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<div>
<p>Ich war auf der Berlinale, ja.  Nat&#252;rlich. Es hat mir Freude bereitet, neue Einsichten beschert (z.B.  das Thema Commons in lebensbedrohender Realit&#228;t in wundervollen  indischen Filmen gezeigt). Und nun habe ich einen <a title="futurezone@orf.at: Das Kinoerlebnis als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/" target="_blank">Essay</a> von Ekkehard Kn&#246;rer (Redakteur von <a title="CARGO Film/Medien/Kultur  Magazin" href="http://www.cargo-film.de/">CARGO</a>) gelesen, der mir  folgende Frage in schonungsloser Offenheit beantwortet: warum  funktioniert die Berlinale, und warum funktioniert sie jedes Jahr gr&#246;&#223;er  und erfolgreicher?<span id="more-3486"></span>Der Kulturwissenschaftler  Kn&#246;rer r&#228;umt in “Das Kinoerlebnis als Kopierschutz” mit der  Gleichmacherei von Film und Musik in der  Filesharing-vs.-Vermarktungs-Diskussion auf:</p>
<blockquote><p>Der Kinobesuch entspricht nicht der CD, die durch  Digitalkopien stark entwertet scheint, sondern eher dem Konzertbesuch,  also einer digital nicht kopierbaren Praxis. Insofern wird das “Video on  Demand” die DVD und mit h&#246;heren Bandbreiten auch die BluRay gef&#228;hrden  und vielleicht letztlich ersetzen, nicht aber den Kinobesuch.</p></blockquote>
<blockquote><p>Unter den folgenden Gliedern der Kette – DVD, Pay-TV,  Free TV – scheinen am ehesten die DVD und m&#246;glicherweise Pay-TV  betroffen zu sein. Die Kinos jedenfalls verzeichnen derzeit  Rekordzahlen. [Ekkehard Kn&#246;rer, Das Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E. Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>Es ist eben das Kinoerlebnis, dass nicht durch DVD-Vermarktung und  Fernsehausstrahlung ersetzbar ist. Dies m&#246;gen die Produzenten durch  Einf&#252;hrung von Blu-ray und HD-TV im Moment noch halbwegs kompensieren  k&#246;nnen – zukunftstr&#228;chtig ist es nicht, wenn Internet-Streaming oder  Download dasselbe schneller, kosteng&#252;nstiger, und zeitunabh&#228;ngig bieten.  Diese Lektion h&#228;tte man aus den Fehlern der Musikindustrie schon l&#228;ngst  lernen k&#246;nnen. Wozu umfangreiche Investitionen in (neue) materielle  Tr&#228;ger, deren Distribution usw. wenn der Konsument ausschlie&#223;lich am  Content interessiert ist?</p>
<p>Und genau das ist es, was den Kinobesuch von der heimischen  (PC-)Glotze unterscheidet: das Erlebnis des Gebannt-Seins, des Aufgehens  im Film, da die r&#228;umliche Umgebung ausschlie&#223;lich dies zul&#228;sst. Kein  E-Mail-Ping, kein Was-nebenbei-erledigen, kein  Zappen und (bitte,  bitte!) kein Essen, kurz gesagt die anachronistisch anmutende Absage an  Multitasking und st&#228;ndige Verf&#252;gbarkeit (Handy aus, nochmal bitte!).</p>
<p>Es sprengt das um sich greifende Prinzip der st&#228;ndigen Verf&#252;gbarkeit –  und dies gilt nicht nur f&#252;r den im Kino gefangenen Zuschauer, sondern  gerade f&#252;r den Zugriff auf Film. Kn&#246;rer schreibt:</p>
<blockquote><p>Eine weniger h&#228;ufig diskutierte Frage ist die nach den  psychosozialen Folgen der Verf&#252;gbarkeit.In einer Situation, in der man  fast alles fast jederzeit fast ohne Aufwand haben kann, ist jeder  einzelne Gegenstand mit jedem anderen erst einmal gleichrangig.</p>
<p>Verf&#252;gbarkeit ist ein Gleichmacher von Werten. [Ekkehard Kn&#246;rer, Das  Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E. Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis als  Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>F&#252;r diesen Satz muss man Kn&#246;rer au&#223;erordentlich danken. Es ist eben  nicht so, wie oft von den Urheberrechtskonservativen behauptet, dass  Verf&#252;gbarkeit Wertlosigkeit bedeutet. Es bedeutet vielmehr eine  grundlegende Egalit&#228;t der Information. Information erlangt ihren Wert  ohnehin nur in pragmatischem Zusammenhang – und eben nicht durch  monet&#228;re oder sonstige Zugangsbeschr&#228;nkung.</p>
<p>Soweit die sympathische Seite des Kinoerlebnisses. Im  Funktionsprinzip der Berlinale beschreibt Kn&#246;rer schlie&#223;lich seine  weniger offensichtliche und bedenkliche Seite:</p>
<blockquote><p>Und es wird zugleich klar, dass der kapitalistische  Markt, proteisch wie stets, auch darauf reagiert. Der Mechanismus der  Wiederverknappung von Verf&#252;gbarem ist das Event. Das Event schafft  “Heiliges” in komplett s&#228;kularer Form – also auch Aura und Wert, meist  in spektakul&#228;rer Form. Die Eventkultur ist die Kehrseite des  demokratischen Zeitalters der Verf&#252;gbarkeit. Das k&#252;nstlich geschaffene  Ereignis hebt den einzelnen Gegenstand aus seiner Beliebigkeit heraus.  [Ekkehard Kn&#246;rer, Das Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E.  Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>Berlinale bedeutet denn auch das Erlebnis, f&#252;r Karten stundenlang  anzustehen, nach drei oder vier Filmen hintereinander schmerzende Augen  zu haben, in einen Rhythmus aus Schlafen (kurz) – Gucken (dreimal lang) –  Essen (kurz) zu verfallen, der au&#223;erhalb des normalen Lebens  stattfindet. Berlinale ist Arbeit f&#252;r den Kopf, nur ein wenig f&#252;r den  K&#246;rper und vor allem f&#252;r die Nerven – es ist jene Art von Eustress, den  die fr&#252;he Psychologie als Hysterie gebrandmarkt hat. Oder PR-technisch  gesprochen, es ist ein Hyper-Event, das den Gro&#223;st&#228;dter noch  herauszufordern vermag.</p>
<p>Was bedeutet dies f&#252;r die zukunftsorientierte Vermarktung von Film?  Zum Einen, dass diese langfristig nur im Netz stattfinden wird und dabei  eine Aura der Knappheit (i.e. der Besonderheit) erzeugen muss:</p>
<blockquote><p>Wer im Internet mit Bewegtbildern Geld verdienen will,  muss m&#246;glicherweise Wege finden, die k&#252;nstliche Produktion von Wert per  Event im Netz zu reproduzieren. Durch Quasifestivals, vielleicht auch  schnelles Reagieren auf aktuelle Ereignisse, die Produktion von  Fangemeinden und die Reaktion auf existierende Kulte. [Ekkehard Kn&#246;rer,  Das Kinoerlebnis als Kopierschutz, <a title="E. Kn&#246;rer: Das Kinoerlebnis  als Kopierschutz" href="http://futurezone.orf.at/stories/1639639/">futurezone@orf.at</a>,  19.02.10]</p></blockquote>
<p>Und zum Anderen – ein kleiner Trost – dass das Kino weiter bestehen  wird, wenn es seine unzeitgem&#228;&#223;e Exaltiertheit bewahren kann. Um die  Berlinale wird man sich wenig Sorgen machen m&#252;ssen.</p>
<p>[Crosspost von: library_pirate/<a title="library_pirate - Lesson learned: Berlinale und die Zukunft des Films" href="http://donutpiraten.wordpress.com/2010/02/20/lesson-learned-berlinale-und-die-zukunft-des-films/" target="_blank">Donutpiraten</a>]</p>
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		<title>Zitat des Tages</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/berlinale-2010/zitat-des-tages-4.php</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Jud Süß]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Roehler]]></category>
		<category><![CDATA[Perlentaucher]]></category>

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		<description><![CDATA[»Noch beim Bombenalarm entf&#252;hrt die Frau, Gattin eines widerw&#228;rtigen Nazi-Generals, den gefeierten Star ins Dachgew&#246;lbe des Hauses. W&#228;hrend ringsum die Bomben fallen und knallen, bespringt Marian die Frau a tergo, v&#246;gelt sie bei offenem Fenster mit Panoramablick auf das brennende Berlin, w&#228;hrend sie lautstark danach verlangt, vom »Juden« genommen zu werden.« (Perlentaucher beschreibt eine Szene, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Noch beim Bombenalarm entf&#252;hrt die Frau, Gattin eines widerw&#228;rtigen Nazi-Generals, den gefeierten Star ins Dachgew&#246;lbe des Hauses. W&#228;hrend ringsum die Bomben fallen und knallen, bespringt Marian die Frau a tergo, v&#246;gelt sie bei offenem Fenster mit Panoramablick auf das brennende Berlin, w&#228;hrend sie lautstark danach verlangt, vom »Juden«  genommen zu werden.« </p>
<p><em>(Perlentaucher beschreibt eine Szene, die bei der Pressevorf&#252;hrung von Roehlers JUD S&#220;&#223; &#8211; FILM OHNE GEWISSEN »Pfui«-Rufe ausl&#246;ste.)</em></p>
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		<title>Double Tide (Forum) &#8211; Zwei Einstellungen und eine Muschelsammlerin</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 20:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLINALE 2010]]></category>
		<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[FORUM]]></category>
		<category><![CDATA[Experimentalfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Sharon Lockhart]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Sharon Lockhart USA/&#214;sterreich 2009 99 Minuten Der ungef&#228;hre Bildausschnitt von DOUBLE TIDE (Foto: Berlinale 2010) Als ich mir die Karte f&#252;r diese Vorstellung holte, meinte Holger: »Du wei&#223;t schon auf was du dich da einl&#228;sst? Du musst einer Muschelsammlerin 99 Minuten bei der Arbeit zu sehen.« &#8211; »Kein Problem &#8211; ich liebe Muschelnsammeln!« Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regie: Sharon Lockhart<br />
USA/&#214;sterreich 2009<br />
99 Minuten</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/double-tide.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/double-tide.jpg" alt="" title="double tide" width="300" height="227" class="alignright size-full wp-image-3417" /></a></p>
<p><strong>Der ungef&#228;hre Bildausschnitt von DOUBLE TIDE (Foto: Berlinale 2010) </strong></p>
<p>Als ich mir die Karte f&#252;r diese Vorstellung holte, meinte Holger: »Du wei&#223;t schon auf was du dich da einl&#228;sst? Du musst einer Muschelsammlerin 99 Minuten bei der Arbeit zu sehen.« &#8211; »Kein Problem &#8211; ich liebe Muschelnsammeln!« <span id="more-3415"></span></p>
<p>Ich wusste allerdings nicht, dass dieser 99-Minuten-Film aus nur zwei Einstellungen besteht, die sich nur zeitlich, nicht aber &#246;rtlich unterscheiden. DOUBLE TIDE zeigt den gleichen Bildausschnitt (siehe oben): einmal morgens, einmal abends. Dann geht n&#228;mlich die Muschelsammlerin f&#252;r jeweils 45 Minuten ins Watt, w&#252;hlt im Schlamm und sammelt die Muscheln in ein Eimerchen. </p>
<p>Die Schwarz-Wei&#223;-Einstellung im 4:3-HD-Format beginnt im Morgennebel. Die Muschelsammlerin kommt ins Bild und zieht eine Art Mini-Boot hinter sich her. Dann b&#252;ckt sie sich, greift ca. mit dem halben Unterarm in den Schlamm, erfasst eine Muschel &#8211; wir bekommen nicht eine vor Gesicht (wie auch, daf&#252;r w&#228;re ein Schnitt erforderlich) &#8211;  r&#252;ttelt, damit sich der Sandschlamm etwas lockert und sie die Muschel herausziehen kann, packt sie in das Eimerchen. Dabei entfernt sie sich von ihrem Miniboot und der Kamera immer weiter, bis sie nur noch als entfernter Punkt erkennbar ist. Das ist die Handlung.</p>
<p>Da ich nicht wei&#223;, dass DOUBLE TIDE aus nur zwei Einstellungen besteht, sage ich mir: Mal sehen, wie lange diese Einstellung noch dauert. Irgendwann muss sie ja mal aus dem Bild laufen. Der Wald links ist schemenhaft zu erkennen. Man sieht das Watt im Vordergrund und die Muschelsammlerin &#8211; alles andere versinkt im Nebel.</p>
<p>Nach einer gef&#252;hlten Zeit von zehn Minuten verl&#228;&#223;t der erste Zuschauer den Saal. Das geht dann ungef&#228;hr 20-30 Minuten so weiter &#8211; dann ist erst mal Ruhe. Inzwischen denke ich mir: Der Schnitt kommt bestimmt doch nicht so schnell. Ich komme mir albern vor, dass ich mir das angucke. Dann freue ich mich, dass ich einen Experimentalfilm erwischt habe. Vielleicht kann ich Holgers James Benning mit seinen zehn Einstellungen auf 100 Minuten mit DOUBLE TIDE &#252;bertreffen. </p>
<p>Inzwischen schweife ich ab, &#252;berlege wie teuer wohl ein BVG-Ticket f&#252;r drei Tage sein mag oder ob ich die letzten Berlinale-Tage doch mit dem Fahrrad fahren sollte. Andererseits sind meine Augen immer noch vereitert &#8211; wie sich heute herausstellte &#8211; ich m&#252;sste sie eigentlich windtechnisch schonen&#8230;</p>
<p>Auf dem Screen vor mir hat sich nicht viel ver&#228;ndert. Die Muschelsammlerin ist flei&#223;ig bei der Arbeit, w&#228;hrend ich faul im Kinosessel l&#252;mmle. V&#246;gel sind zu h&#246;ren, alle paar Minuten nervt ein Nebelhorn. Neben mir wird getuschelt und gekichert. Ich muss auch grinsen: Wenn DOUBLE TIDE ein Bildschirmschoner w&#228;re, w&#252;rde ich ihm einen Preis verleihen. Tats&#228;chlich ist n&#228;mlich kein Bild (= 23,98tel Sekunde) wie das andere. </p>
<p>Pl&#246;tzlich erkenne ich, dass der Film gar nicht Schwarz-Wei&#223; ist, sondern in Farbe. Der Nebel, der sich nun zu lichten scheint, l&#228;sst am linken Waldrand erste Farbflecken durchschimmern. Und jetzt kommt Action in die Szene: Der Nebel lichtet sich tats&#228;chlich! Er gibt den Blick immer mehr frei. Am Horizont haben inzwischen Punkte meine Aufmerksamkeit geweckt. Sind das Menschen? Bewegen die sich? Ich starre konzentriert auf den Screen. Tats&#228;chlich, die bewegen sich. Sie vollf&#252;hren die gleiche Bewegung wie unsere Muschelsammlerin. Andere Muschelsammler. </p>
<p>Inzwischen hat sich der Nebel g&#228;nzlich verzogen. Flugzeugl&#228;rm ist zu h&#246;ren. Die Muschelsammlerin ist inzwischen nur noch ein Punkt, weit entfernt. Und dann&#8230;Cut! Schwarzer Screen! Wow! Ein Raunen geht durch die Zuschauerreihen, als w&#228;re der Schnitt soeben erfunden worden. </p>
<p>Dann: gleiche Einstellung. Vom Licht her nun offenbar Abend. Es ist wieder d&#228;mmrig, aber irgendwie anders. Es schwirren mehr Insekten vor der Kamera herum. </p>
<p>Gef&#252;hlte Zeit: ca. 30 Minuten. Ich schweife wieder ab. Denke an die noch kommenden Filme und, dass es gar nicht mehr so viele sind. Inzwischen bewegen sich die Zuschauer umgekehrt &#8211; es kommen ein paar Leute von drau&#223;en rein und setzen sich in den Saal. Jetzt grinsen die vor mir. Und ich grinse, weil ich mir Folgendes vorstelle: Wenn jemand Bekanntes neben mir sitzen w&#252;rde, w&#252;rde ich jetzt aufs Klo gehen und ihm vorher zu fl&#252;stern: »Erz&#228;hl mir dann was passiert ist!« </p>
<p>Die Muschelsammlerin sammelt und sammelt flei&#223;ig. Die Sonne geht unter und es wird langsam Abend. Wieder entfernt sie sich immer weiter von der Kamera. Pl&#246;tzlich sehe ich einen Vogel rechts. Er steht da ewig rum. Dann schweife ich wieder ab und als ich mich erneut auf den Vogel konzentriere, merke ich, dass er inzwischen weiter nach links gewandert ist. Die Muschelsammlerin ist wieder nur ein Punkt, kommt dann aber zu ihrem Miniboot, s&#228;ubert alles. Dann: Cut und Abspann! Verbl&#252;ffung! Gef&#252;hlte Zeit: ca. 50 Min. Real vergangene Zeit: 99 Min. Yes: Zwei Einstellungen! Yes: Ich habe Holger um acht Einstellungen weniger &#252;bertroffen! Yes: Ich habe endlich einen richtigen Experimentalfilm gesehen!</p>
<p>Als im Abspann »Editor: May Rigler« auftaucht: Gel&#228;chter. Das ist der vierte Film von Sharon Lockhart zum Thema Arbeit. </p>
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