Meine Berlinale 2010

Filmstatistik

Filme gesamt: 26

Sektionsverteilung:
Forum: 13
Wettbewerb: 5
Panorama: 3
Generation: 4
Berlinale Special: 1

längster »Film« (eigentlich Serie): 240 Minuten (IM ANGESICHT DES VERBRECHENS)

kürzester Film: 49 Sekunden (BERLINALE-TRAILER, mit dem Typen, der den Original-Trailer nachtanzt)

geschwänzte Filme: 2

abgebrochene Filme: 1 (siehe auch nervigstes Erlebnis)

längste Einstellung: ca. 45 Minuten (DOUBLE TIDE)

Filmranking

The Best of: Bill DOUGLAS-TRILOGIE (Forum), I’M IN TROUBLE (Forum), DER RÄUBER (Wettbewerb), WINTER’S BONE (Forum)

Großer Mist: BRAN NUE DAE (Generation): Entschädigung: Hat großen Spaß gemacht, die trashige Kitch-Story aufzuschreiben.

Charaktere

schrägster Charakter: Die 16jährige Emma in LES NUITS DE SISTER WELSH (Generation) schafft sich eine Parallelwelt, in der sich ihre Mutter (Männerhasserin) und die Nonne Welsh (hoffnungslose Romantikerin) in einem mittelalterlichen Burgverlies rumstreiten.

interessantester Charakter: Johann Rettenberger (DER RÄUBER) ist undurchschaubar und vereint zwei Obsessionen: Bankraub und Marathonlaufen.

toughester Charakter: Lee (WINTER’S BONE) lässt sich durch keinerlei Umstände und Widrigkeiten verunsichern, sondern zieht einfach ihr Ding durch.

Drumherum

geht gar nicht: Esserei an der Potse: teuer & schlecht. Der Asiate in den Arcaden verlangt 6 € für Tofu, Kokosnusssoße, Reis & Gemüse. Letzteres sieht so aus, als ob es aus Versehen hineingefallen wäre: vier Blättchen Petersilie und eine Zuckererbsenschote.

erstaunlichstes Erlebnis: Subjektiv empfundene Zeit bei Experimentalfilm mit zwei Einstellungen dehnt sich nicht, sondern verkürzt sich (tatsächliche Zeit: 99 Minuten, gefühlte Zeit: ca. 50 Minuten).

nervigstes Erlebnis: ZONA SUR im Cinemaxx war overbooked! Leute saßen zu dritt auf einer Treppenstufe. Nach 20 Minuten war die Luft so heiß und stickig, dass ich mit meinen Fahrradklamotten komplett nass war. Musste Vorstellung abbrechen und brauchte von der allerletzten Reihe eine ganze Weile, ehe ich mich zum Ausgang gekämpft hatte. (Der Film, der vorgibt, das alltägliche Gelaber von Boliviens Oberschicht nachzuempfinden und einem die englischen Untertitel mit belanglosem Inhalt im Stakkato nur so reinknallte, war ebenfalls nervig.)

zweitnervigstes Erlebnis: Ich schreibe andauernd »Die Räuber«. Also falls es noch irgendwo falsch stehen sollte, Schiller ist dran schuld.

Warum immer wieder Berlinale? so viele unterschiedliche Filme hintereinander sehen

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