<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Blog zum Hof &#187; 2009</title>
	<atom:link href="http://www.dasblogzumhof.de/tag/2009/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dasblogzumhof.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 10:57:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Meine Berlinale (1) &#8211; Gr&#252;ner Tee, statt Kaffee</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/allgemein/berlinale-2009/meine-berlinale-1.php</link>
		<comments>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/allgemein/berlinale-2009/meine-berlinale-1.php#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 01:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Akkreditierung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland 09]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradkurier]]></category>
		<category><![CDATA[Kosslick]]></category>
		<category><![CDATA[Naomi Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dasblogzumhof.de/?p=1244</guid>
		<description><![CDATA[Da ich auch als Fahrradkurier arbeite, hat meine Berlinale schon vor zwei Wochen angefangen. Auftr&#228;ge, die vom »Potseplatz« ausgingen, begannen sich kontinuierlich zu h&#228;ufen und steigerten sich. Immer mehr Kuriere meldeten sich nun lieber vom Potsdamer Platz aus frei, anstatt in der sonst so lokrativen »Mitte«. Fernsehtrailer der Wettbewerbsfilme wurden hin und her geschickt, Katalogtexte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1269" title="kleo_berlinale" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/kleo_berlinale.jpg" alt="kleo_berlinale" width="120" height="179" /></p>
<p>Da ich auch als Fahrradkurier arbeite, hat meine Berlinale schon vor zwei Wochen angefangen. Auftr&#228;ge, die vom »Potseplatz« ausgingen, begannen sich kontinuierlich zu h&#228;ufen und steigerten sich. Immer mehr Kuriere meldeten sich nun lieber vom Potsdamer Platz aus frei, anstatt in der sonst so lokrativen »Mitte«. Fernsehtrailer der Wettbewerbsfilme wurden hin und her geschickt, Katalogtexte wurden hin und her redigiert, dies und das wurde hin und her gesendet&#8230;</p>
<p>Heute musste ich eine Sendung vom Pressezentrum der Berlinale, dem Grand Hyatt, zu einem Schnittplatz transportieren. Ein v&#246;lliger Kontrast zur einer v&#246;llig »verschnarchten« B&#252;rosende davor. <span id="more-1244"></span></p>
<p>Schnatternde, aufgedrehte Journalisten schmierten in Berlinale-Katalogen rum, schrien in Handys, und ich musste mich buchst&#228;blich durch Massen durchk&#228;mpfen, um an die Tapes und den umlagerten Aufraggeber zu gelangen. Ich war froh als ich den gesamten Potsdamer Platz mit den gesperrten Stra&#223;en, Sendewagen und Berlinaletaschen-Tr&#228;gern hinter mich gelassen hatte, um dann mit den Tapes ins ruhige und im Februar ausnahmsweise sonnige Spreeufer in Moabit, zu irgendeinem Schnittplatz, zu fl&#252;chten. Ist das ein guter Anfang, um ein Filmfestival, zu beginnen, um Filme zu genie&#223;en?</p>
<p>Gestern habe ich meine Fachbesucher-Akkreditierung abgeholt. Ich war negativ &#252;berrascht, dass das ARSENAL 1 f&#252;r Fachbesucher nicht zug&#228;nglich ist, andererseits verstehe ich nat&#252;rlich, dass das relativ kleine Kino, damit Platz f&#252;r das kartenerwerbende Publikum schafft.</p>
<p>Heute morgen hat mich Kosslick geweckt &#8211; Radio-Eins-Interview-Wecker: Er trinkt gr&#252;nen Tee, statt Kaffee und er sagt »Schtarrs« statt »Stars«. Seine englischen Sprachkenntnisse sind grottenschlecht. Katrin Sa&#223;, (Good Bye Lenin!) war urspr&#252;nglich f&#252;r die Wettbewerbs-Jury vorgesehen, hat aber wegen mangelhafter Englisch-Kenntnisse abgesagt oder besser: Ihr wurde abgesagt. Berlinale-Chef Kosslick mit seinen Sprachunkenntnissen spaziert dr&#252;ber mit Leichtigkeit hinweg und morgens kurz nach 9, verstehe ich auch weshalb: Naturgegebener Charme! Diesem Mann nimmt man einfach alles ab &#8211; er kommt extrem symphatisch r&#252;ber. Kann alles verkaufen. Allein schon das negativ angehauchte Wort »verkaufen« passt &#252;berhaupt nicht zu ihm. Also hebe ich meine kurierm&#252;den Beine aus dem Bett, f&#252;hl mich munterer. Noch einen Tag strampeln und dann&#8230;</p>
<p>Stunden sp&#228;ter, der Vorabend. Nach einem Sturz und noch einem Kurieralltag: Wir schicken uns Filmlisten rum und diskutieren in der Kastanienallee &#252;ber Politik. Einige haben Kleins »Schock Doctrine« (Panorama) gelesen und halten ihre Theorie f&#252;r eine neue Welterkl&#228;rung. Eine Theorie, die die heutige neoliberale Welt verst&#228;ndlich macht. Ich bleibe skeptisch. Aber die andern wollen diesen Film sehen. Wir diskutieren auch &#252;ber die DDR-Filmreihe »Winter ade«. Stefan hat schon Heises Wende-Doku »Material« in der Presse-Vorf&#252;hrung gesehen. Osten unverf&#228;lscht! Lass ich mir nat&#252;rlich nicht entgehen.</p>
<p>Sp&#228;ter laufen wir durch den n&#228;chtlichen Prenzlauer Berg. Vereinzelt junge Leute mit Berlinale-Taschen. Und dann in Pankow begegnen wir Pennern &#8211; vielleicht sind es auch keine. Morgen m&#252;ssen sie wieder malochen gehen, sagt einer. Ob wir nicht noch Lust auf ein kleines gemeinsames Bierchen haben. Der Typ wirkt schon hacke, aber nicht wie ein wirklicher Penner, sondern einer der erst schuftet, viel trinkt und dann wieder schuftet. Ein schuftender Penner. Wir lehnen ab.</p>
<p>Am Vorabend denke ich daran, dass ich eigentlich gar keine Lust auf den hektischen, elit&#228;ren Festivalbetrieb habe, aber auf Filme, die was zu sagen haben. Ich denke an »Deutschland 09« &#8211; k&#246;nnen etablierte deutsche Filmemacher der Welt unser Leben erkl&#228;ren? Ich denke an »Schock Doctrine« &#8211; und dann finde ich es wieder falsch, von Filmen die gro&#223;en Antworten auf das Leben zu erwarten.</p>
<p>Einfach gucken was kommt und wenn der Vorhang sich in wenigen Stunden &#246;ffnet, sollte ich einfach nur einen gr&#252;nen Tee getrunken haben&#8230;</p>
<p>Mein Tagesplan f&#252;r Freitag: Entspannt Karten holen, dann Sauna, um das Immunsystem fit zu halten und dann hinein in einen 237-min&#252;tigen Forumsfilm aus Japan! Yes &#8211; die Berlinale hat begonnen! Ich freu mich!!!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/allgemein/berlinale-2009/meine-berlinale-1.php/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

