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	<title>Blog zum Hof &#187; Berliner Zeitung</title>
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		<title>Meine Berlinale (6) &#8211; das B&#228;rometer und die Mascara-Schicksen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 19:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale Palast]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlagwort hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wetter am Dienstag ist ein Alptraum. Ich absolviere »ordentlichen Berlinaledurchschnitt« (= vier Filme; Kino-King Knut) und w&#228;hrend der Fahrten mit dem Fahrrad von Kino zu Kino saue ich mich ziemlich ein. Es regnet jedesmal in Strippen. Daf&#252;r sind die Filme diesmal alle ganz passabel. Am Mittwoch: Tranquillo! Ich will mir nur einen Film ansehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1741" title="kleo_berlinale3" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/kleo_berlinale3.jpg" alt="kleo_berlinale3" width="120" height="179" /></p>
<p>Das Wetter am Dienstag ist ein Alptraum. Ich absolviere »ordentlichen Berlinaledurchschnitt« (= vier Filme; Kino-King Knut) und w&#228;hrend der Fahrten mit dem Fahrrad von Kino zu Kino saue ich mich ziemlich ein. Es regnet jedesmal in Strippen. Daf&#252;r sind die Filme diesmal alle ganz passabel.<br />
Am Mittwoch: Tranquillo! Ich will mir nur einen Film ansehen. Da ich morgens aufgrund von Schneeverwehungen die S-Bahn nehme, finde ich endlich mal Zeit, mir das erste Mal das »B&#228;rometer« anzusehen. (Da die Jury sowieso jedesmal ganz anders entscheidet als die Kritiker bewerten, sollten sie den Namen lieber in »Kritometer« um&#228;ndern.) <span id="more-1738"></span></p>
<p>Ich falle fast von der Bank: Von Jens Balzer ist man ja einiges gewohnt, aber dass er RICKY die H&#246;chstwertung gibt, zusammen mit Carmen B&#246;ker (ebenfalls von der Berliner Zeitung), ist echt der Hammer. Dieser Film ist einfach nur Sch*! &#220;berhaupt bewerten beide alle Filme fast gleich &#8211; sehr eigenartig.<br />
Den besten Kritikerdurchschnitt hat bisher LONDON RIVER &#8211; dann wird dieser Film schon mal nicht den Goldenen B&#228;ren bekommen.</p>
<p>Leider f&#252;hrt mich mein einziger Mittwochsfilm schon wieder in den schrecklichen Berlinalepalast. Irgendein Typ geht dem andern fast an die Gurgel, weil dieser sich vorlehnt, um in der ersten Reihe im obersten Rang &#8211; der Berlinalepalast funktioniert wie die Titanic, nur andersrum &#8211; die Untertitel lesen zu k&#246;nnen. Dieses bl&#246;de Kino macht mich wahnsinnig aggressiv. Wenn ich mir vorstelle, dass diese Guchi-Top-Mascara-Schicksen unter mir mit ganz betroffenen Augen »Hungerfilme« wie GARAPA oder »Fl&#252;chtlingsfilme« wie EDEN A L´OUEST (EDEN IS WEST) gucken und zwanzig Minuten sp&#228;ter Sushi-H&#228;ppchen auf irgendeiner schrecklichen Party befingern, k&#246;nnte ich k*! Ich d-a-r-f da nicht mehr reingehen &#8211; diese Szenerie macht mich w-a-h-n-s-i-n-n-i-g!</p>
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		<title>Was ist Popcornkino? &#8211; Josef wei&#223; es und wir nicht.</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 01:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[FILM GIBTS AUCH IM ALLTAG]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Schnelle]]></category>
		<category><![CDATA[Replik]]></category>
		<category><![CDATA[Warum wir Filmkritik brauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Replik auf Josef Schnelles Antiblog-Artikel in der Berliner Der tumbe Popcorn-Blogger-Daumen greift an. Lange Zeit hab ich mich immer &#252;ber einige &#228;ltere Herrschaften gewundert, die sich &#252;ber die Ess &#8211; vielleicht doch besser Fresskultur &#8211; im Kino eschoffiert haben: »Ja, fr&#252;her gab es so was gar nicht. Heute wird geraaaschelt und geschmaaatzt. Fuuurchtbar!« &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Replik auf Josef Schnelles <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0814/film/0008/index.html" target="_blank">Antiblog-Artikel </a> in der Berliner</em></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_popcorn2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-828" title="daumen_popcorn2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_popcorn2-287x300.jpg" alt="" width="287" height="300" /></a></p>
<h4>Der tumbe Popcorn-Blogger-Daumen greift an.</h4>
<p>Lange Zeit hab ich mich immer &#252;ber einige &#228;ltere Herrschaften gewundert, die sich &#252;ber die Ess &#8211; vielleicht doch besser Fresskultur &#8211; im Kino eschoffiert haben: »Ja, fr&#252;her gab es so was gar nicht. Heute wird geraaaschelt und geschmaaatzt. Fuuurchtbar!« &#8211; Warum m&#252;ssen die immer so &#252;bertreiben, dachte ich mir.</p>
<p>Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich nie in Kinos gehe, wo so viel geraaaschelt und geschmaaatzt wird. Beim Fantasy Filmfest, das haupts&#228;chlich im CinemaxX l&#228;uft, hatte ich jetzt gleich zweimal hintereinander das Vergn&#252;gen, Raschler und Schmatzer ganz nahe erleben zu d&#252;rfen. <span id="more-718"></span></p>
<p>Das erste Mal war es weniger raschelig, eher ein unentwegtes Popcorngeschaufel plus den dazugeh&#246;rigen M&#252;mmel- und Knackger&#228;uschen, wenn das Gebiss auf nicht aufgeplatze Maisk&#246;rner st&#246;&#223;t. Das dauerte bestimmt 30 Minuten lang. Beim zweiten Mal war es die Variante Raschler, insgesamt k&#252;rzer, aber daf&#252;r umso intensiver.</p>
<p>Die Filme, die liefen, waren eigentlich so gar nicht die Kategorie »Popcornkino«. Das Ganze hatte was von: Ich stopf mich mit diesem klebrigen Zeug voll (wenn es Popcorn mit Zucker ist) und warte mal ab, was das wei&#223;e rechteckige Teil da vorn so zu bieten hat. Dass the »man on the chair« vielleicht grad sein Innerstes nach Au&#223;en kehrt oder um es antiquiert auszudr&#252;cken, »Kunst macht« &#8211; was so ziemlich dasselbe ist &#8211; interessiert mich nur als Nachtisch zu meinen geliebten klebrigen oder auch salzigen Maisk&#246;rnern.</p>
<p>Beim so genannten »Popcornkino« h&#228;tte es mich (jetzt hei&#223;t »ich« wieder ich und nicht imagin&#228;res Popcorn-Esser-Ich) wahrscheinlich nicht die Bohne gest&#246;rt. Besser noch: Popcornessen und Rascheln ist genau die angemessene Haltung f&#252;r bestimmte Filme und f&#252;r andere Filme ist es das genaue Gegenteil. Wann aber wei&#223; der Kinog&#228;nger, wann geschnurpselt und gekramt werden darf?</p>
<p>Vielleicht ist dieses Festival f&#252;r uns ein bisschen verwirrend &#8211; so, dass wir alle etwas desorientiert herumlaufen. Der Fantasy-Filmfest-Fan wei&#223; einfach nie so richtig, was ihn wirklich erwartet. Auf der einen Seite l&#228;uft der &#252;bliche Mainstream-Horrorfilm, dann wieder WALTZ WITH BASHIR, der so ganz nebenbei eine v&#246;llig neue Form des anspruchsvollen dokumentarischen Animationsfilms entwirft. Und dann gibt es da auch die »intelligenten« Horrorfilme mit sozialkritischen Aspekten und gleich nebenan l&#228;uft wieder ein Tennie-Slasher. Und mittendrin rasselt ein Klassiker von Hammer, der vor 50 Jahren als Schund galt und heute ganze Seminare bei den Filmwissenschaftlern f&#252;llt, durch den Projektor. Das Nebeneinander von Anspruch, Albernheit, Klassikern und Entdeckungen liegt beim FFF ganz dicht beieinander. Niemand wei&#223; wirklich, wann man Popcorn essen darf und wann es verboten ist, weil es st&#246;rt.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/becks_im_kino2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-799" title="becks_im_kino2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/becks_im_kino2-260x300.jpg" alt="" width="260" height="300" /></a></p>
<h4>Blogger gehen nur ins Kino, um zu konsumieren: Bier, Popcorn, Pringles, Tortillachips mit K&#228;seso&#223;e und wenn daf&#252;r noch Zeit bleibt: Filme.</h4>
<p>Aber ein Gl&#252;ck gibt es eine Spezies, die genau wei&#223;, ob ein Film nur zu konsumieren oder aber ehrfurchtsvoll zu betrachten ist: die FEUILLETONISTEN.</p>
<p>Die FEUILLETONISTEN, unfreiwillig angef&#252;hrt von Josef Schnelle: Sie wissen es genau! Wann handelt es sich um einen Kunstfilm, den Geburtswehen eines neuen Talents oder aber um billige Dutzendware. Rein und weg damit! Vergessen! Diese Unterscheidung ist n&#228;mlich sehr schwierig und kann ausschlie&#223;lich von prominenten und sehr, sehr gebildeten Leuten getroffen werden, die keinesfalls &#8211; ich betone nochmal k-e-i-n-e-s-f-a-l-l-s! &#8211; bloggen oder dieses Teufelszeug World Wide Web als prim&#228;res Publikationsorgan benutzen.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_rauf2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-834" title="daumen_rauf2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_rauf2.jpg" alt="" width="150" height="181" /></a></p>
<h4>Dauen rauf</h4>
<p>Sollten sie es dennoch tun, so wie Wolfram Sch&#252;tte, sollte man ihnen Daumenschrauben anlegen. Als pr&#228;ventive Ma&#223;nahme! Damit sie ja nicht von der wahnwitzigen und verkommenen Idee heimgesucht werden, ihre Daumen zu erheben (= wertvoller Kunstfilm, der das Kino revolutionieren wird) oder aber zu senken (= Popcorn-Film, der den Untergang desselbigen einleitet). Das ist ein satanisches Ausdrucksmittel, das die »Dilettanten« und »Abschreiber« gern willk&#252;rlich und bar jeder Vernunft einsetzen. Und zwar: permanent!</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_runter.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-835" title="daumen_runter" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_runter.jpg" alt="" width="150" height="209" /></a></p>
<h4>Daumen runter</h4>
<p>Aber es kommt noch besser&#8230; Stopp! Haltet ein! Bitte erhebt noch nicht Eure Daumen!</p>
<p>Diese neue Spezies, besser diese alte Spezies &#8211; &#228;h, diese ehrw&#252;rdige Spezies &#8211; die FEUILLETONISTEN (ah, Labsal, dieses Schablonendenken tut so gut) tragen nicht nur zur Entwirrung der Fankultur oder des normalen Kinog&#228;ngers bei, sagen ihm, wann er schnurpseln, knuspern, raaascheln und schmaaatzen darf oder wann er dies &#8211; Bitte!!! Bitte!!! &#8211;  zu unterlassen hat. Nein, sie entwirren und erschaffen auch den K&#252;nstler und sein Kunstwerk. Wenn er denn ein solcher sein sollte. Das wei&#223; er n&#228;mlich nicht, bevor er nicht die FEUILLETONISTEN, die Weisen der Welt, befragt hat.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_unentschieden.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-837" title="daumen_unentschieden" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/daumen_unentschieden.jpg" alt="" width="205" height="150" /></a><br />
<h4>Tumber Bloggerdaumen wackelt wie ein L&#228;mmerschwanz.</h4>
<p>Somit ist alles gekl&#228;rt! Meine G&#252;te! Dass ich das noch erleben darf. Es gibt wieder ein warmes Zentrum! Einen Gott! Jemanden, der in dieser ganzen irdischen Verwirrung des 21. Jahrhunderts Ordnung stiftet. Endlich einer, der wei&#223;, wie man gegen dieses st&#246;rende Popcorngeschmatze, diese verkommene kapitalistische Kulturindustrie, diese nihilistischen Dekonstruktivisten und den Schmierfinken in den Blogs vorgeht. </p>
<p>Und das Beste ist: Niemand hat jemals geahnt, dass jemand die absolute Macht hat, der einfach nur Josef hei&#223;t&#8230;.Ups, na ja, au&#223;er die Bibel&#8230;&#196;h&#8230;Ach nee&#8230;doch nicht.</p>
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