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	<title>Blog zum Hof &#187; Deutschland 09</title>
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		<title>Meine Berlinale (1) &#8211; Gr&#252;ner Tee, statt Kaffee</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 01:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[Da ich auch als Fahrradkurier arbeite, hat meine Berlinale schon vor zwei Wochen angefangen. Auftr&#228;ge, die vom »Potseplatz« ausgingen, begannen sich kontinuierlich zu h&#228;ufen und steigerten sich. Immer mehr Kuriere meldeten sich nun lieber vom Potsdamer Platz aus frei, anstatt in der sonst so lokrativen »Mitte«. Fernsehtrailer der Wettbewerbsfilme wurden hin und her geschickt, Katalogtexte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1269" title="kleo_berlinale" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/kleo_berlinale.jpg" alt="kleo_berlinale" width="120" height="179" /></p>
<p>Da ich auch als Fahrradkurier arbeite, hat meine Berlinale schon vor zwei Wochen angefangen. Auftr&#228;ge, die vom »Potseplatz« ausgingen, begannen sich kontinuierlich zu h&#228;ufen und steigerten sich. Immer mehr Kuriere meldeten sich nun lieber vom Potsdamer Platz aus frei, anstatt in der sonst so lokrativen »Mitte«. Fernsehtrailer der Wettbewerbsfilme wurden hin und her geschickt, Katalogtexte wurden hin und her redigiert, dies und das wurde hin und her gesendet&#8230;</p>
<p>Heute musste ich eine Sendung vom Pressezentrum der Berlinale, dem Grand Hyatt, zu einem Schnittplatz transportieren. Ein v&#246;lliger Kontrast zur einer v&#246;llig »verschnarchten« B&#252;rosende davor. <span id="more-1244"></span></p>
<p>Schnatternde, aufgedrehte Journalisten schmierten in Berlinale-Katalogen rum, schrien in Handys, und ich musste mich buchst&#228;blich durch Massen durchk&#228;mpfen, um an die Tapes und den umlagerten Aufraggeber zu gelangen. Ich war froh als ich den gesamten Potsdamer Platz mit den gesperrten Stra&#223;en, Sendewagen und Berlinaletaschen-Tr&#228;gern hinter mich gelassen hatte, um dann mit den Tapes ins ruhige und im Februar ausnahmsweise sonnige Spreeufer in Moabit, zu irgendeinem Schnittplatz, zu fl&#252;chten. Ist das ein guter Anfang, um ein Filmfestival, zu beginnen, um Filme zu genie&#223;en?</p>
<p>Gestern habe ich meine Fachbesucher-Akkreditierung abgeholt. Ich war negativ &#252;berrascht, dass das ARSENAL 1 f&#252;r Fachbesucher nicht zug&#228;nglich ist, andererseits verstehe ich nat&#252;rlich, dass das relativ kleine Kino, damit Platz f&#252;r das kartenerwerbende Publikum schafft.</p>
<p>Heute morgen hat mich Kosslick geweckt &#8211; Radio-Eins-Interview-Wecker: Er trinkt gr&#252;nen Tee, statt Kaffee und er sagt »Schtarrs« statt »Stars«. Seine englischen Sprachkenntnisse sind grottenschlecht. Katrin Sa&#223;, (Good Bye Lenin!) war urspr&#252;nglich f&#252;r die Wettbewerbs-Jury vorgesehen, hat aber wegen mangelhafter Englisch-Kenntnisse abgesagt oder besser: Ihr wurde abgesagt. Berlinale-Chef Kosslick mit seinen Sprachunkenntnissen spaziert dr&#252;ber mit Leichtigkeit hinweg und morgens kurz nach 9, verstehe ich auch weshalb: Naturgegebener Charme! Diesem Mann nimmt man einfach alles ab &#8211; er kommt extrem symphatisch r&#252;ber. Kann alles verkaufen. Allein schon das negativ angehauchte Wort »verkaufen« passt &#252;berhaupt nicht zu ihm. Also hebe ich meine kurierm&#252;den Beine aus dem Bett, f&#252;hl mich munterer. Noch einen Tag strampeln und dann&#8230;</p>
<p>Stunden sp&#228;ter, der Vorabend. Nach einem Sturz und noch einem Kurieralltag: Wir schicken uns Filmlisten rum und diskutieren in der Kastanienallee &#252;ber Politik. Einige haben Kleins »Schock Doctrine« (Panorama) gelesen und halten ihre Theorie f&#252;r eine neue Welterkl&#228;rung. Eine Theorie, die die heutige neoliberale Welt verst&#228;ndlich macht. Ich bleibe skeptisch. Aber die andern wollen diesen Film sehen. Wir diskutieren auch &#252;ber die DDR-Filmreihe »Winter ade«. Stefan hat schon Heises Wende-Doku »Material« in der Presse-Vorf&#252;hrung gesehen. Osten unverf&#228;lscht! Lass ich mir nat&#252;rlich nicht entgehen.</p>
<p>Sp&#228;ter laufen wir durch den n&#228;chtlichen Prenzlauer Berg. Vereinzelt junge Leute mit Berlinale-Taschen. Und dann in Pankow begegnen wir Pennern &#8211; vielleicht sind es auch keine. Morgen m&#252;ssen sie wieder malochen gehen, sagt einer. Ob wir nicht noch Lust auf ein kleines gemeinsames Bierchen haben. Der Typ wirkt schon hacke, aber nicht wie ein wirklicher Penner, sondern einer der erst schuftet, viel trinkt und dann wieder schuftet. Ein schuftender Penner. Wir lehnen ab.</p>
<p>Am Vorabend denke ich daran, dass ich eigentlich gar keine Lust auf den hektischen, elit&#228;ren Festivalbetrieb habe, aber auf Filme, die was zu sagen haben. Ich denke an »Deutschland 09« &#8211; k&#246;nnen etablierte deutsche Filmemacher der Welt unser Leben erkl&#228;ren? Ich denke an »Schock Doctrine« &#8211; und dann finde ich es wieder falsch, von Filmen die gro&#223;en Antworten auf das Leben zu erwarten.</p>
<p>Einfach gucken was kommt und wenn der Vorhang sich in wenigen Stunden &#246;ffnet, sollte ich einfach nur einen gr&#252;nen Tee getrunken haben&#8230;</p>
<p>Mein Tagesplan f&#252;r Freitag: Entspannt Karten holen, dann Sauna, um das Immunsystem fit zu halten und dann hinein in einen 237-min&#252;tigen Forumsfilm aus Japan! Yes &#8211; die Berlinale hat begonnen! Ich freu mich!!!</p>
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		<title>Berlinale 2009 &#8211; eine Vorschau</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 21:47:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland 09]]></category>
		<category><![CDATA[Maren Ade]]></category>
		<category><![CDATA[Storm]]></category>
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		<category><![CDATA[Tykwer]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich ist es wieder soweit &#8211; die aufregendste Filmzeit des Jahres beginnt. Was wird es an Neuerungen geben, welche Filme sind es diesmal, die einem im Ged&#228;chtnis bleiben werden? Welche floppen? Gibt es wieder einen Aufregerfilm? Und die wichtigste Frage von allen: Hat die Berlinale-Tasche endlich mal wieder eine ausgeflippte Farbe? 2009 soll der Friedrichstadtpalast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich ist es wieder soweit &#8211; die aufregendste Filmzeit des Jahres beginnt. Was wird es an Neuerungen geben, welche Filme sind es diesmal, die einem im Ged&#228;chtnis bleiben werden? Welche floppen? Gibt es wieder einen Aufregerfilm? Und die wichtigste Frage von allen: Hat die Berlinale-Tasche endlich mal wieder eine ausgeflippte Farbe?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1145" title="berlinaleteddy" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/berlinaleteddy.jpg" alt="berlinaleteddy" width="200" height="134" /></p>
<p>2009 soll der Friedrichstadtpalast erstmalig als zus&#228;tzliches Berlinale-Kino er&#246;ffnen. Mit rund 1800 Pl&#228;tzen hat er die gleichen Kapazit&#228;ten wie der Berlinale Palast. T&#228;glich sollen dort vier bis sechs Filme aus den Sektionen Wettbewerb und Berlinale Special gezeigt werden.</p>
<p><strong>DER WETTBEWERB </strong></p>
<p>Mit dem Actionschinken THE INTERNATIONAL (Au&#223;er Konkurrenz) von Tom Tykwer hat die Berlinale wieder ihren mittelm&#228;&#223;igen (vielleicht auch sehr schlechten?) Er&#246;ffnungsfilm. Die <a href="http://www.sonypictures.de/landing/the-international/inhalt.html" target="_blank">Story</a> erhebt den Anspruch eines Politthrillers, wobei Sony Pictures und Tykwer mit der Bankenkrise ganz sch&#246;nes Schwein hatten, denn THE INTERNATIONAL wurde schon vor einem Jahr abgedreht. <span id="more-1040"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1076" title="the-international2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/the-international2.jpg" alt="the-international2" width="250" height="169" /></p>
<h4>Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. (Foto: Berlinale, THE INTERNATIONAL)</h4>
<p>Die Story liest sich ziemlich wurstig: Clive Owen und Naomi Watts k&#228;mpfen gegen eine b&#246;se Bank und werden &#252;ber den Erdball gejagt. Dabei gehen Scheiben zu Bruch und es explodiert auch viel.</p>
<p>Vom b&#252;rgerlich-intellektuellen Wettbewerbspublikum wird die Schlink-Verfilmung THE READER (Au&#223;er Konkurrenz) von Stephen Daldry (Billy Elliot, 2000) schon mit Hochspannung erwartet. Ein 15j&#228;hriger wird im Deutschland der 50er Jahre von einer Stra&#223;enbahnschaffnerin (Kate Winslet) verf&#252;hrt und begegnet ihr Jahre sp&#228;ter als Jurastudent im Auschwitz-Prozess wieder. Sie sitzt auf der Anklagebank. Inwieweit es dem Briten Daldry gelingt, die ausufernden essayistischen Einsch&#252;be Schlinks um Schuld und Verbrechen im Nationalsozialismus audiovisuell zu adaptieren, d&#252;rfte dabei f&#252;r das entsprechende Publikum von Interesse sein. Der 18j&#228;hrige David Kross (Knallhart, Krabat) spielt den 15j&#228;hrigen Thomas Berg. Hoffentlich blamiert er sich nicht neben Kate, die &#252;brigens der <a href="http://www.zitty.de/kultur-kino/33760/">zitty</a> ein Interview gegeben hat.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1085" title="the-reader" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/the-reader.jpg" alt="the-reader" width="250" height="156" /></p>
<h4>Musste erst 18 werden, bevor er die Bettszenen mit Kate Winslet drehen durfte: David Kross als Michael Berg.(Foto: Berlinale, THE READER)</h4>
<p>Was PINK PANTHER 2 (wie THE INTERNATIONAL ebenfalls von Sony) auf der Berlinale zu suchen hat, ist mir ehrlich gesagt &#228;u&#223;erst schleierhaft, zumal ja schon der erste Teil unter aller Sau gewesen sein soll.</p>
<p>Wer den ungew&#246;hnlichen Film »Der Wald vor lauter B&#228;umen« (2003) mochte, sollte sich auch den zweiten Film von Maren Ade ALLE ANDEREN ansehen: Als sie im Urlaub einem anderen Paar begegnen, ger&#228;t die Beziehung von Gitti und Chris pl&#246;tzlich ins Wanken. Feinf&#252;hligkeit f&#252;r prek&#228;re Alltagssituationen hat Ade schon in ihrem Deb&#252;t bewiesen. Dort musste man die peinlichen wie auch bemitleidenswerten Fehlversuche einer jungen Lehrerin (Eva L&#246;bau) , Freunde zu gewinnen, mitverfolgen.</p>
<p>Mit 13 Kurzfilmen haben sich »deutsche Starregisseure« (DER SPIEGEL) wie Akin, Tykwer, Becker, Levy, Hochh&#228;usler, Krebitz, Weingartner zu dem Projekt DEUTSCHLAND 09 (Au&#223;er Konkurrenz) zusammengeschlossen. Als Vorbild diente ihnen kein geringerer Film als »Deutschland im Herbst« (1977/78)- einem Omnibusfilm u. a. von Fassbinder, Kluge und Schl&#246;ndorff &#252;ber den deutschen Herbst, in dem die Regisseure ihre pers&#246;nliche Betroffenheit &#252;ber die Ereignisse rund um die Schleyer-Ermordung und Landshut-Entf&#252;hrung zum Ausdruck bringen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1091" title="deutschland-09" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/deutschland-09.jpg" alt="deutschland-09" width="250" height="137" /></p>
<h4>Wie steht es um die Lage der Nation? 13 deutsche Regisseure glauben es zu wissen. (Foto: Berlinale, DEUTSCHLAND 09)</h4>
<p>Allein dieser extrem hochgestochene Vergleich und diese Parallele zu einer v&#246;llig anderen politischen Stimmung (damals gab es noch eine) lassen einen &#228;u&#223;erst skeptisch werden. Dazu Tykwer: Der Film sei ein »politisch-poetischer Reflex« auf die »aktuelle Lage der Nation« (Quelle: DER SPIEGEL). Da kann man aber gespannt sein, ob einer, der solche schwergewichtigen Sachen wie »Lola rennt« und »Das Parf&#252;m« gedreht hat, wei&#223;, was »d-i-e« (?) Nation so f&#252;hlt.</p>
<p>Ganz anders Hans-Christian Schmid. Dieser hat sich u. a. mit »Lichter« (2003), »Am Ende kommen Touristen« (2007) sowie <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/allgemein/requiem-wettbewerb.php" target="_blank">»Requiem«</a> (2006) schon &#246;fter mal f&#252;r gesellschaftliche Stimmungen interessiert. Und unter Beweis gestellt, dass er diese gut in dramatische Stoffe transformieren kann, ohne dabei spinnig zu werden. Seine Filme blieben nahe an der Realit&#228;t, ohne dabei an Spannung und &#8211; ja, Unterhaltungswert &#8211; einzub&#252;&#223;en. Auf der Berlinale ist er mit zwei Filmen vertreten. Einmal mit STORM im Wettbewerb und mit DIE WUNDERBARE WELT DER WASCHKRAFT im Forum. In STORM, einem Polit-Drama, geht es um die Anklage eines mutma&#223;lichen serbischen Kriegsverbrechers vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Dass Schmid kein schmieriges Schwarz-Wei&#223;drama zeichnet, d&#252;rfte gewiss sein.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1111" title="happy-tears" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/happy-tears.jpg" alt="happy-tears" width="200" height="194" /></p>
<h4>Popart: Ob der Sohn von Roy Lichtenstein mit HAPPY TEARS genauso ber&#252;hmt wird wie sein Vater mit dem gleichnamigen Bild?</h4>
<p>Mitchell Lichtenstein, dessen Deb&#252;t <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/allgemein/teeth-panorama-horrortrashkomoedie-ueber-beissende-vagina.php" target="_blank">»Teeth«</a>im Panorma 2007 lief (ganz witzig-unterhaltsam, aber nicht umwerfend) hat mit HAPPY TEARS eine Familientragikkom&#246;die gedreht. Zwei Schwestern kehren in ihr Elternhaus zur&#252;ck, um ihren kranken Vater zu pflegen.</p>
<p>Der hierzulande kaum bekannte franz&#246;sische Regisseur Bertrand Tavernier hat eine Story der Krimiserie um den S&#252;dstaaten-Polizisten Dave Robicheaux von James Lee Burke verfilmt &#8211; IN THE ELECTRIC MIST (deutscher Buchtitel: Im Schatten der Mangroven). Tommy Lee Jones spielt den Detektive, der nach einem Sexualverbrecher sucht, dabei aber auf die unr&#252;hmliche Vergangenheit von Rassenhass und Diskriminierung st&#246;&#223;t. Der Trailer macht einen pasablen Eindruck, und Tommy Lee Jones in der Hauptrolle &#8211; das k&#246;nnte was sein.</p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oDyVn7RT-yA&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/oDyVn7RT-yA&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>Ich muss zugeben, dass ich »Missing« (Goldene Palme 1982) von Costa-Gavras noch nie gesehen habe. Der griechisch-franz&#246;sische Regisseur ist bekannt f&#252;r seine politischen Stoffe. Diesmal hat er mit EDEN IS WEST ein Drama &#252;ber illegale Immigranten in der EU gedreht. Im Netz ist dar&#252;ber gar nichts zu finden, au&#223;er dem Trailer, &#252;ber den man aber einen ganz guten Eindruck gewinnen kann. Gavras verbindet offenbar Roadmovie-Motive, indem er den Protagonisten quer durch Europa reisen l&#228;sst, mit politischen Inhalten und erinnert damit an Winterbottoms legend&#228;ren »In this World« (Goldener B&#228;r 2003). Nur, dass er statt realistisch-dokumentarischen Mitteln dramatische benutzt. Man urteile selbst!</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n2P8HKwe3U0&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/n2P8HKwe3U0&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Neben THE READER und THE ELECTRIC MIST gibt es weitere Literaturverfilmungen. Stephen Fears (The Queen, 2006) adaptiert mit CHERI den ber&#252;hmtesten Roman einer gewissen Colette (1873-1954), die f&#252;r ihre autobiographisch gef&#228;rbten Romane und Erz&#228;hlungen bekannt wurde. In CHERI verliebt sich eine &#228;ltere Frau (Michelle Pfeiffer) in einen j&#252;ngeren Mann, den sie offenbar »Cheri« nennt. Dieser wird gespielt von Rubert Friend, der demn&#228;chst in der Pelivin-Verfilmung »Buddhas Little Finger« als Pyotr zu sehen sein wird. Anlass f&#252;r den Roman soll Colettes Verh&#228;ltnis zu ihrem Stiefsohn gewesen sein. Andrzej Wajda verfilmt einen Roman von Jaroslaw Iwaszkievicz, in dem eine sterbende 50j&#228;hrige zur&#252;ck auf ihr Leben blickt und &#252;ber verpasste Gelegenheiten nachsinnt. Krystyna Janda (Mephisto) spielt die Hauptrolle in TATARAK (Der Kalmus).</p>
<p>Oven Movermans ist bisher haupts&#228;chlich als Drehbuchautor (I´m not there, 2007) in Erscheinung getreten. In THE MESSENGER geht es zwar um R&#252;ckkehrer aus dem Irak &#8211; mit Ben Foster in der Hauptrolle &#8211; aber SUNDANCE, wo der Film schon gelaufen ist, betont ausdr&#252;cklich, dass es sich um einen unpolitischen Film handelt. NOTORIOUS ist ein Biobic des Rappers Notorious B.I.G., der in den 90ern gro&#223; raus kam, und im Zuge der Ost-Westk&#252;stenrivalit&#228;ten zwischen Rappern erschossen wurde.</p>
<p>Ausgesprochen mystisch wirkt der Trailer von KATALIN VARGA, dem Deb&#252;tfilm von Peter Strickland. Es handelt sich hierbei um eine Rachestory, die in den rum&#228;nischen Karpaten spielt.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/u4SwcDIZ59k&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/u4SwcDIZ59k&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Bisherige regul&#228;re Starttermine der Wettbewerbsfilme:</p>
<p>THE INTERNATIONAL: 12.2.2009<br />
THE READER (DER VORLESER): 26.2.2009<br />
DER ROSAROTE PANTHER 2: 12.3.2009<br />
NOTORIOUS B.I.G.: 26.3.2009<br />
RICKY: 14.5.2009<br />
STURM: 10.9.2009</p>
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