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	<title>Blog zum Hof &#187; Dominic Murphy</title>
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		<title>White Lightnin &#8211; Outlaw vs. Teufel</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 12:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Dominic Murphy]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Ray White]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltszenen]]></category>
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		<category><![CDATA[Steptanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Dominic Murphy GB/USA/Kroatien 2009 90 Min. Der Teufel l&#228;sst ihn einfach nicht los &#8211; in der Interpretation des Werbefilmers Murphy. (Foto: Berlinale 09) »Ther´s tha devil movin´in my blood«, muss Jesco White im breiten Slang immer wieder feststellen. Inspiriert von der »wahren« Geschichte des steppenden Outlaws, einer Lokallegende in den Appalachen, zeigt Dominic Murphy [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regie: Dominic Murphy<br />
GB/USA/Kroatien 2009<br />
90 Min.</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<img class="alignleft size-full wp-image-1456" title="white_lightnin1" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/white_lightnin1.jpg" alt="white_lightnin1" width="350" height="234" />
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Der Teufel l&#228;sst ihn einfach nicht los &#8211; in der Interpretation des Werbefilmers Murphy. (Foto: Berlinale 09)<br />
</strong></p>
<p>»Ther´s tha devil movin´in my blood«, muss Jesco White im breiten Slang immer wieder feststellen. Inspiriert von der »wahren« Geschichte des steppenden Outlaws, einer Lokallegende in den Appalachen, zeigt Dominic Murphy in grobk&#246;rnigen und ausgeblichenen Bildern das Leben der Underdogs Amerikas in seiner erb&#228;rmlichsten Variante. Mehr &#228;sthetische Spielerei als Biopic.</p>
<p><span id="more-1444"></span></p>
<p>Aus dem Off erz&#228;hlt uns Jesco White seine Kindheitserinnerungen oder das was davon &#252;brig blieb. Denn die Flashbacks werden immer wieder durch harte Blacks-Screens durchbrochen. Als ihn sein Vater dabei erwischt, wie sich Jesco Benzin spritzt, wandert er ab in die Besserungsanstalt, wo er den gr&#246;&#223;ten Teil seiner Kindheit und Jugend verbringen wird.</p>
<p>Aber nicht das Leben in den Tracks, in denen absurde zahnlose und verfilzte Gestalten hausen, die gr&#246;&#223;ere &#196;hnlichkeiten mit Zombies haben als mit Menschen, ist verantwortlich f&#252;r Jescos Versuche, der Realit&#228;t zu entfliehen &#8211; nein, es ist »tha devil«, der ihn immer wieder in Versuchung f&#252;hrt. Whites Familie, vor allem sein steppender Vater, ist extrem gottesf&#252;rchtig.</p>
<p>Irgendwann reicht es Donald Ray White: Er bringt seinem Sohn das Steppen bei, um ihm vor dem B&#246;sen zu bewahren. Mit Erfolg: Die Abende, wo alle zerlumpten Kerle vor den Tracks zur wilden Banjo-Musik tanzten, waren in Jescos l&#252;ckenhafter Erinnerung die sch&#246;nsten. Doch nach seinem ersten Schuss, den Stoff schenkt ihm ein dreckiger Black-Metal-Biker, dreht Jesco durch und braust mit dem Gel&#228;ndewagen tagelang durch die W&#228;lder, bis ihn die Polizei in die Irrenanstalt bringt.</p>
<p>Dort muss er sp&#228;ter erfahren, dass sein Vater sinnlos ermordet wurde. Trotzdem scheint Jesco sein Leben endlich in den Griff zu bekommen, insbesondere nach dem er »Cilla« kennenlernt, eine doppelt so alte und schon ein wenig verwelkte Frau, die mit dem tanzenden Jesco bald durch die Bars tingelt. Doch als sie mal mit zwei Schwarzen flirtet, ist es vorbei und »tha devil« hat White wieder im Griff. Als er die M&#246;rder seines Vaters trifft, tickt er v&#246;llig aus.</p>
<p>Jesco White hat einen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jesco_White">Wikipediaeintrag</a> und ist in den USA offenbar relativ bekannt. Sein Leben wurde in verschiedenen Dokus mehrfach verfilmt, er hatte einen Gastauftritt bei »Roseanne« und ist insbesondere bei den verschiedensten Musikern sehr beliebt. Dominic Murphy interessiert sich aber nicht f&#252;r die besondere Tanztechnik der Whites, eine Mischung aus Steptanz und T&#228;nzen der Eingeborenen, sondern f&#252;r das exzessiv destruktive Element in Jescos Leben. Und bei einem Spielfilmdeb&#252;tanten, der aus der Werbebranche kommt, dr&#228;ngt sich dann schnell der Verdacht auf, dass es Murphy nur um &#228;sthetische Spielerei und Schockeffekte ging: Er spielt mit dem Filmmaterial, das er offenbar durch Bleichb&#228;der geschickt hat. Die Farbigkeit ist so stark zur&#252;ckgenommen, dass der Film fast schon schwarzwei&#223; ist. Zudem verwendete Murphy verschiedene Filter und unterlegte alles mit einem Blues- und Death-Metal-Soundtrack.</p>
<p>Besonders wichtig aber war es f&#252;r ihn, mit Gewaltdarstellungen zu experimentieren &#8211; wobei es ihm offenbar darum ging, Wege zu finden, wie man Gewalt auch f&#252;r Minderj&#228;hrige durch die Zensur bekommt. Am Ende wird der Mord an Donald Ray White, den Mord an dem M&#246;rder von Donald Ray White und Jescos Selbstkanibalismus (der einzige Weg, um »tha devil« zu besiegen) gezeigt. Die Kamera nimmt so ziemlich jede Schr&#228;gelage ein, die man sich vorstellen kann, und Murphy benutzt verschiedene Grade von Unsch&#228;rfen, so dass man im Prinzip gar nichts sieht, aber trotzdem das Schlimmste erwartet. F&#252;r Kamera-Studenten, die Horrorfilme oder dergleichen drehen wollen, ist das vielleicht ein ganz interessanter Anschauungsunterricht. Aber ansonsten ist die Story relativ hohl und hat mit Jescos Whites Leben so viel zu tun wie Die Doors mit den Wildecker Herzbuben.</p>
<p><strong>13.2. 22.30, CinemaxX 7<br />
14.2. 20.15, CineStar 3<br />
15.2. 14.30, Cubix 9</strong></p>
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		<title>Berlinale 2009 &#8211; Vorschau &#8211; Panorama</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 18:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Absolute Evil]]></category>
		<category><![CDATA[Das Vaterspiel]]></category>
		<category><![CDATA[DiCillo]]></category>
		<category><![CDATA[Dominic Murphy]]></category>
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		<category><![CDATA[Jim Morrison]]></category>
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		<category><![CDATA[Shock Doctrine]]></category>
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		<category><![CDATA[Winterbottom]]></category>

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		<description><![CDATA[Panorama 1980 berief der Ex-Berlinalechef de Hadeln Manfred Salzgeber (auch Gr&#252;nder des vorwiegend schwul-lesbischen Filmverleihs edition salzgeber) zum Verantwortlichen f&#252;r die »Informationsschau«, dem heutigen Panorama. Sp&#228;ter f&#252;hrte Wieland Speck diese Sektion, die in diesem Jahr 30 wird, weiter. Beide setzten sich f&#252;r den schwul-lesbischen Film ein und da das Panorma ein Jubil&#228;um zu feiern hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Panorama</strong></p>
<p>1980 berief der Ex-Berlinalechef de Hadeln Manfred Salzgeber (auch Gr&#252;nder des vorwiegend schwul-lesbischen Filmverleihs edition salzgeber) zum Verantwortlichen f&#252;r die »Informationsschau«, dem heutigen Panorama. Sp&#228;ter f&#252;hrte Wieland Speck diese Sektion, die in diesem Jahr 30 wird, weiter. Beide setzten sich f&#252;r den schwul-lesbischen Film ein und da das Panorma ein Jubil&#228;um zu feiern hat, werden fr&#252;here Auswahlfilme der 80er wiederholt. </p>
<p>Anl&#228;sslich des bevorstehenden Starts des neuesten Gus-van-Sant-Werks &#252;ber den ersten US-Schwulen im &#246;ffentlichen Amt Harvey Milk (l&#228;uft im Vorab schon auf der Berlinale), wird THE TIMES OF HARVEY MILK (USA 1984) wiederholt. Robert Epstein erhielt f&#252;r seine Doku &#252;ber den prominenten B&#252;rgerrechtler, der 1978 vom Abgeordneten Dan White in San Francisco erschossen wurde, neben zahlreichen weiteren Preisen, den Oscar. Die Doku hatte ihre Weltpremiere im Panorama 1985. <span id="more-1170"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1173" title="harvey_milk" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/harvey_milk.jpg" alt="harvey_milk" width="250" height="162" /></p>
<p><strong>Erster bekennender US-Schwuler im &#246;ffentlichen Amt: Harvey Milk. Daf&#252;r wurde er erschossen. (Foto: Berlinale 09, THE TIMES OF HARVEY MILK)<br />
</strong></p>
<p>Eine weitere Wiederholung, die im Gr&#252;ndungsjahr der Sektion gezeigt wurde, ist Catherine Breillats zweiter Film TAPAGE NOCTURNE (FR, 1979), in dem es um das sexuelle Experimentieren einer reifen Frau (Dominique Laffin) geht, die ihren Partner verlassen hat. Einer der Protagonisten des Films ist die Sex-Ikone Joe Dallesandro. Ihm ist mit LITTLE JOE eine Doku gewidmet, die im diesj&#228;hrigen Panorama uraufgef&#252;hrt wird. </p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1183" title="stickyfingers1" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/stickyfingers1.jpg" alt="stickyfingers1" width="200" height="200" /></p>
<p><strong>Little Joes Hosenstall auf dem <em>Sticky Fingers</em>-Plattencover der Stones.<br />
</strong></p>
<p>Joe Dallesandro spielte in diversen Warhol-Filmen und Lou Reed sang &#252;ber ihn in <em>Walk On The Wild Side</em>. Die schauspielerischen Qualit&#228;ten von Dallesandro sind wahrscheinlich weniger interessant, eher die ganzen Ber&#252;hmtheiten, die in ihm ihre Muse sahen. Dallesandro soll in diesem Jahr den Special Teddy-Award bekommen und kommt deshalb auch nach Berlin. Inzwischen ist er allerdings schon 61 und wird nicht mehr so sexy aussehen. </p>
<p>Mit Quentin Crisp steht neben Milk ein weiterer fr&#252;h bekennender Homosexueller im Mittelpunkt &#8211; er gilt als der erste in Gro&#223;britannien, der sich &#246;ffentlich outete. Ber&#252;hmt wurde er durch den BBC-TV-Film THE NAKED CIVIL SERVANT (1975) mit John Hurt in der Hauptrolle, der ebenfalls im Panorama l&#228;uft. Crisp, der wohl zudem auch noch eine &#228;u&#223;erst interessante Pers&#246;nlichkeit darstellt, war &#252;brigens der <em>Englishman In New York</em>, den Sting besungen hat.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1197" title="resident-alien" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/resident-alien.jpg" alt="resident-alien" width="250" height="163" /></p>
<p><strong>Wegen seines weiblichen Auftretens wurde er im &#246;ffentlichen Leben gedisst: Quentin Crisp in RESIDENT ALIEN. (Foto: Berlinale 09)</strong></p>
<p>Um Crisps Leben geht es auch in AN ENGLISHMAN IN NEW YORK, dem neuesten Film von Richard Laxton, der uraufgef&#252;hrt wird. Hurt spielt Crisp. Ebenfalls gezeigt wird die Doku RESIDENT ALIEN aus dem Jahr 1990.</p>
<p>Eine ebenfalls reallebende Lokallegende war Vorbild f&#252;r einen Spielfilm: In WHITE LIGHTNIN´(GB 2009) wird die Geschichte des benzinschn&#252;ffelnden Jesco White erz&#228;hlt, der erst, als ihm sein Vater das Mountain-Dancing lehrt, seine wahre Berufung entdeckt. Damit wird er zur Ber&#252;hmtheit und tingelt durch die Bars. Als sein Vater von Rednecks ermordet wird, verfolgt White Rachepl&#228;ne, verliert sich aber in Drogen, Nazi-Ideologie und Depressionen. Die Zitty schreibt dazu: »Die faszinierende und zugleich verst&#246;rende Geschichte eines Mannes, der sich von Elvis zu Charles Manson entwickelt, ist mit einem exzellenten Soundtrack voll flirrendem Psycho-Blues unterlegt und definitiv nichts f&#252;r schwache Nerven.«</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1177" title="white_lightnin" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/white_lightnin.jpg" alt="white_lightnin" width="250" height="167" /></p>
<p><strong>Piekt sich auch schon mal Hakenkreuze in die Haut: Jesco White (Foto: Berlinale 09, WHITE LIGHTNIN´)</strong></p>
<p>Mit Spannung wird der neueste Film von Michael Winterbottom (THE ROAD TO GUANTANAMO, Silberner B&#228;r 2006) erwartet. In THE SHOCK DOCTRINE besch&#228;ftigen sich Winterbottom und Whitecross mit dem gleichnamigen Buch der Globalisierungskritikerin Naomi Klein (deutscher Titel: »Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus«).</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1202" title="shock_doctrine" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/shock_doctrine.jpg" alt="shock_doctrine" width="300" height="240" /></p>
<p><strong>Nur Verschw&#246;rungstheorie oder ernstzunehmende Kapitalismuskritik? Winterbottoms THE SHOCK DOCTRINE (Foto: Berlinale 09)</strong></p>
<p>Die Kernthese Kleins: Durch sogenannte Schocks, ausgel&#246;st durch Naturkatastrophen, milit&#228;rische Aktionen sowie wirtschaftliche Krisen, wird langfristig immer mehr die Privatisierung von staatlichem Verm&#246;gen durchgesetzt. Hier der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schock-Strategie" target="_blank">Wiki-Artikel</a> zur Schockstrategie. </p>
<p>Eine weitere kritische Doku d&#252;rfen wir von José Padilha erwarten, dem umstrittenen Gewinner des Goldenen B&#228;ren im letzten Jahr f&#252;r <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/allgemein/tropa-de-elite.php" target="_blank">»TROPA DE ELITE«</a> (der es &#252;brigens bis jetzt immer noch nicht in die Kinos geschafft hat). In GARAPA geht es um drei brasilianische Familien, die unter dem Existenzminimum leben m&#252;ssen.</p>
<p>Wer von Jim Morrison noch nicht genug hat, kann sich den Dokumentarfilm mit dem wenig einfallsreichen Titel WHEN YOU&#8217; RE STRANGE von Tom DiCillo (immerhin der Regisseur von LIVING IN OBLIVIEN, USA, 1995) ansehen. Enthalten sein soll noch nie gezeigtes Filmmaterial, gedreht von Morrison selbst &#8211; er hatte ja mal mit Film- und Theaterwissenschaften angefangen. DiCillo wurde vorgeworfen, er habe das Morrision-Material gef&#228;lscht. Dies bestreitet er in besagter Doku. Hauptthema von WHEN YOU&#8217; RE STRANGE ist die Beziehung zwischen Morrison und seinen Bandkollegen.</p>
<p>Absolut schr&#228;g liest sich die Story von Josef Haslingers Roman <em>Das Vaterspiel</em>, die nun von Michael Glawogger (SLUMMING, Berlinale 2006) verfilmt wurde: Ein 35J&#228;hriger hasst seinen Vater, der es in der SP&#214; zu etwas gebracht hat &#8211; ganz im Gegensatz zu ihm selbst. N&#228;chtelang hockt Sohnemann kiffend vorm Computer, um ein »Vatervernichtungsspiel« zu kreieren, mit dem er dann das gro&#223;e Geld machen will.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1211" title="das_vaterspiel" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/01/das_vaterspiel.jpg" alt="das_vaterspiel" width="300" height="203" /></p>
<p><strong>Papa ist ein bl&#246;der SP&#214;ler: DAS VATERSPIEL. (Foto: Berlinale 09)</strong></p>
<p>Doch dann ruft seine ehemalige Jugendliebe aus New York an. Er soll ihr helfen, das Versteck ihres Nazi-Onkels auszubauen, der an der Vernichtung von Juden beteiligt war. Glawogger hat einen eigenartigen, satirisch-&#246;sterreichisch-bissigen Humor. Eins seiner Hauptthemen: die unbew&#228;ltigte Vergangenheit des Nazi-&#214;sterreichs.</p>
<p>Das Panorama 2009 setzt also ganz traditionell auf den schwulen Film. Es gibt wieder sehr viele Dokus und Biopics mit mehr oder weniger bekannten Ber&#252;hmtheiten und Lokallegenden. Neu hingegen d&#252;rfte die verst&#228;rkte Fokusierung auf Filme mit brisanten politischen Themen sein. M&#246;glicherweise versucht damit die Sektion die L&#252;cke zu f&#252;llen, die sich immer mehr im Wettbewerb auftut: Dort werden (vielleicht mit Ausnahme von STURM) politische Themen verblockbustert (THE INTERNATIONAL) oder verhunzt (DEUTSCHLAND 09). </p>
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