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	<title>Blog zum Hof &#187; Fantasy Filmfest</title>
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		<title>Martyrs (FFF) &#8230;oder &#252;ber das Martyrium, einen guten Horrorfilm drehen zu m&#252;ssen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 04:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Pascal Laugier Frankreich/Kanada 2008 97 Min. »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Pascal Laugier<br />
Frankreich/Kanada 2008<br />
97 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg" alt="" title="martyrs121" width="300" height="181" class="alignnone size-medium wp-image-898" /></a></p>
<h4> »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF </h4>
<p>Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem Genre z&#228;hlt, das k&#246;rperliche Reaktionen hervorruft, hat der Horrorfilm damit zu k&#228;mpfen, dass er nicht immer die gleiche Leier bringen darf. Er riskiert von den Fans ausgebuht zu werden, die zwar immer wieder nach Neuem l&#228;chzen, sich aber trotzdem gruseln wollen. Das hei&#223;t, Horrorfilmfans sind anspruchsvoll und schwer zu befriedigen. Und, die Regisseure m&#252;ssen &#228;u&#223;erst kreativ sein. <span id="more-856"></span></p>
<p>Die PR zu MARTYRS, zumindest die im Programmheft des FFF, klingt verhei&#223;ungsvoll und greift zu Superlativen: »MARTYRS ist ein Test. Pascal Laugiers Extremschocker sprengt Grenzen&#8230;«  Es ist vom umstrittensten Film in Cannes, sogar vom meist diskutierten Film des Jahres die Rede. Er wurde mit HIGH TENSION und INSIDE verglichen, die beide zur »harten Welle« des franz&#246;sischen Genrekinos z&#228;hlen, wie auch immer diese definiert sein mag, und es wurde versprochen, dass MARTYRS &#252;ber diese beiden durchaus gelungenen »Vorg&#228;nger« hinausreiche. </p>
<p>Solche extrem hohen Erwartungen zu wecken, ist schon &#228;u&#223;erst gewagt. MARTYRS muss also schon genial sein, um diese auch erf&#252;llen zu k&#246;nnen. Bahnbrechend in den Effekten, neuartig in der Story,  andersartig und einfallsreich. </p>
<p>Im Folgenden wird etwas um den hei&#223;en Brei herumgeredet, da keinerlei Aufl&#246;sungen verraten werden sollen, die nicht auch in der Filmbeschreibung sowie im Trailer schon benannt wurden. Allerdings gibt es im dramaturgischen Sinne schon eine Art von abstrakter Aufl&#246;sung, die jedoch nicht inhaltlicher Art ist. </p>
<p>Fangen wir mit Punkt Zwei an: die Story. MARTYRS ist so konstruiert, dass niemand wei&#223;, was mit der zehnj&#228;hrigen Julie passiert ist. Es ist lediglich bekannt, dass sie in einem Keller gequ&#228;lt und festgehalten wurde. Dass sie nicht vergewaltigt wurde, dass es ihr gelungen ist, zu fliehen und, dass sie selbst nicht wirklich wei&#223;, was genau passiert ist. </p>
<p>Im ersten Moment klingt das &#228;u&#223;erst spannend, weil sich jeder die schrecklichsten Dinge ausmalt. Sie wurde nicht vergewaltigt. Oh Gott! Was um Himmels Willen ist nur mit ihr passiert? Wie lautet doch der Werbetrailer von 13TH STREET? &#8211; Es ist nur in Deinem Kopf. Und das ist immer das Schrecklichste. </p>
<p>Im zweiten Moment greift aber eine f&#252;r MARTYRS verheerende dramaturgische Regel: Ab da kann die Story nur noch verlieren, denn jetzt muss sie anfangen zu enth&#252;llen. Nach ca. 20 Minuten, in denen MARTYRS noch einmal das aufbereitet, was der Rezipient durch die Filmbeschreibung und den Trailer schon wei&#223;, muss Pascal Laugier die Story weiterlaufen lassen. Er k&#228;mpft gegen die Phantasie des Zuschauers. Muss sie, wenn m&#246;glich, sogar &#252;bertreffen, zumindest erf&#252;llen. Das ist ein Fight, der nicht zu gewinnen ist. Kann sich jemand was Schrecklicheres vorstellen, als das, was im Kopf abl&#228;uft? Das ist zumindest sehr gewagt. Besser ist: Harmlos beginnen und sich dann steigern. </p>
<p>Viele gelungene Horrorfilme beginnen mit unbeschwerten Teenies, die in Autos rumkurven, gut drauf sind, entspannen. Die also eine hohe Fallh&#246;he haben. Laugier beginnt mit dem Furchtbarem. Der Horrorfilm partizipiert von den Regeln der Trag&#246;die. Wie will er jemanden ganz tief fallen lassen, der nicht einmal gut drauf war und der schon ganz am Anfang so weit unten ist?</p>
<p>Laugier ist nat&#252;rlich nicht doof und wei&#223; das alles auch. Deshalb setzt er alles daran, den Zuschauer so lange wie m&#246;glich im Unklaren zu lassen. Hier setzt Punkt Eins an: die Effekte. Die m&#252;ssen stellvertretend f&#252;r die Story den Fan bei der Stange halten. Schwieriges Terrain. Julie, nun &#228;lter, hat sich also in das Haus begeben, wo sie jahrelang gequ&#228;lt wurde und taucht dort mit einem »todbringendem Jagdgewehr« (Programmheft) auf. Ganz klar m&#252;ssen hier die &#252;blichen Effekte eines Horrorfilms bedient werden, die sich auch in den letzten zwanzig Jahren nicht gro&#223;artig ver&#228;ndert haben. Jemand wird von einem anderen verfolgt, der immer wieder &#252;berraschend auftaucht. Dazwischen gibt es ein paar blutige Szenen von einem Splattergrad von eins bis zehn. </p>
<p>Nun hat Alexandre Aja mit HIGH TENSION gezeigt, dass auch die schon hundertmal gesehenen Muster mit einer kleinen Storyneuheit, die Spannung bis ins Unertr&#228;gliche steigern k&#246;nnen. Einen  Psychopathen als das B&#246;se einzusetzen (die Aufl&#246;sung ist ohne Belang) ist schon mal ein Pluspunkt. Denn diese Figur ist von Natur aus unberechenbar und genau das, n&#228;mlich das Unberechenbare, macht den Horrorfilm aus. Aja spielt also solange wie m&#246;glich mit dem Zuschauer, der das Schlimmste erwartet. Er h&#228;lt ihn allein durch Effekte in Atem. Der sich st&#228;ndig wechselnde Rhythmus von Anspannung und Entspannung ist das wirksame Mittel von HIGH TENSION: die ewig gedehnten Szenen, in denen der Psychopath R&#228;ume durchsucht, gefolgt von hektischen Verfolgungsszenen. Der Bildschirm ist eigentlich mehr schwarz, als dass er irgendetwas zeigt &#8211; Aja l&#228;sst reichlich Platz f&#252;r die Phantasie. Man wei&#223; nie, was der Psychopath als n&#228;chstes tun wird. Am besten n&#228;mlich nicht viel, denn dann ist die Spannung im Kopf vorbei. Erst die Aufl&#246;sung, die Aja so weit wie m&#246;glich hinausz&#246;gert, bringt dann die (erwartete) Entt&#228;uschung. Aber das macht nichts, weil HIGH TENSION 70 minutenlang gut funktioniert hat.</p>
<p>MARTYRS arbeitet mit Methoden, die nicht so recht greifen, weil sie weder vom Splatterfaktor, noch vom Schrecken, Neues zu bieten haben. Es ist alles recht konventionell. Auch der Sound, mit dem INSIDE versuchte, Effekte zu schaffen, spielt bei MARTYRS eine unwesentliche Rolle. </p>
<p>Da MARTYRS im Effektbereich nicht so richtig funktioniert, konzentriert sich der Zuschauer wieder auf die Story. An dieser Stelle kann MARTYRS einen kleinen Punktsieg erzielen. Denn sie entwickelt sich etwas merkw&#252;rdig und im Kopf f&#228;ngt es an zu brodeln, solange man sich nicht nur in die Konsumentenrolle begibt. Man spielt gedanklich also verschiedene Szenarios durch. Mit der Aufl&#246;sung, etwa nach 2/3 des Films, wird das abrupt abgebrochen. Ab da hat der Film verloren und zwar komplett. </p>
<p>Wenn Horrorfilme anfangen zu erkl&#228;ren, sind es keine Horrorfilme mehr. Ich durchschaue das unerkl&#228;rliche B&#246;se und bin schon ein Teil davon, weil ich mich &#8211; notgedrungen &#8211; damit identifizieren muss, allein, um es zu verstehen. Wenn ich mich &#228;ngstigen will, m&#246;chte ich das B&#246;se aber nicht verstehen. Das muss immer das Andere sein, das unerkl&#228;rliche und absolute B&#246;se bleiben, das man nie verstehen wird. </p>
<p>Es muss nicht schlimm sein, wenn ein Horrorfilm auch mal einen Genre&#252;bergriff wagt &#8211; wenn es originell ist und Sinn macht! Aber bei MARTYRS ist die Aufl&#246;sung weder schrecklich noch besonders neu. Zudem wurden hohe Horrorerwartungen geweckt, durch PR, durch die Story, durch meine Phantasie &#8211; und dann die Entt&#228;uschung&#8230;</p>
<p>Na ja. Ganz ehrlich? Ist nicht schlimm, weil Horrorfans daran gew&#246;hnt sind. Schlie&#223;lich steht das Genre unter extremen Druck. Es muss ja auch ganz sch&#246;n viel leisten.<br />
Ein kleiner Tipp von drei Horrorfreunden: H&#228;tte man die Erkl&#228;rung/Wendung (ACHTUNG &#8211; T&#214;DLICH F&#220;R DIESES GENRE!) weggelassen, die Szenen aber weiter so gedreht (gelungen: die Schlussszene, die an ROSEMARIES BABY erinnert), ein bisschen mehr drastischen Splatter eingebaut &#8211; (im letzten Drittel) &#8211; vielleicht w&#228;re der Film gar nicht mal so uninteressant geworden. Am wichtigesten ist jedoch, nicht immer alles aufkl&#228;ren zu wollen. Aufkl&#228;rung hei&#223;t verstehen und verstehen hei&#223;t keine Angst haben. </p>
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		<title>The Art Of Negative Thinking (FFF) &#8211; Denk doch einfach mal negativ!</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 18:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Bård Breien Norwegen 2006 79 Min. Deutscher Kinostart: 18.9.2008 Geirrs therapeutische Methode: der Revolver (Foto: FFF) In Bård Breiens schwarzhumorigem und »politisch (v&#246;llig) unkorrekten« Regiedeb&#252;t k&#228;mpfen der gel&#228;hmte Geirr und die Psychologin Tori um das beste Therapiekonzept: die Methode des Positive Thinking vs. die Kunst des Negativen Denkens. Der Regisseur bricht nicht nur gesellschaftliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Bård Breien<br />
Norwegen 2006<br />
79 Min.<br />
<strong> Deutscher Kinostart: 18.9.2008</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/ant_l_06.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/ant_l_06.jpg" alt="" title="ant_l_06" width="300" height="160" class="alignnone size-medium wp-image-807" /></a></p>
<h4> Geirrs therapeutische Methode: der Revolver (Foto: FFF)</h4>
<p>In Bård Breiens schwarzhumorigem und »politisch (v&#246;llig) unkorrekten« Regiedeb&#252;t k&#228;mpfen der gel&#228;hmte Geirr und die Psychologin Tori um das beste Therapiekonzept: die Methode des Positive Thinking vs. die Kunst des Negativen Denkens. Der Regisseur bricht nicht nur gesellschaftliche Tabus, sondern dekonstruiert sie auch als verheerend. </p>
<p><span id="more-806"></span></p>
<p>Nach einem schweren Unfall ist Geirr an den Rollstuhl gefesselt und impotent &#8211; ein wahrer Grund schlecht drauf zu sein. Das kostet er auch mit aller Intensit&#228;t aus. Kiffend vergr&#228;bt er sich in sein dunkles Zimmer, sieht blutige Kriegsfilme oder h&#246;rt die sp&#228;ten Alben von Johnny Cash. </p>
<p>Seine Frau Ingvild kann sich das nicht l&#228;nger mit ansehen und plant eine &#220;berraschung: Sie l&#228;dt die Psychologin Tori ein, die kurz vor der Ver&#246;ffentlichung ihres Buchs steht, in dem sie ihre Methode des positiven Denkens vorstellt. Als Beweis f&#252;r den Erfolg ihres Therapiekonzepts hat sie eine Gruppe Behinderter mitgebracht. Alle gemeinsam sollen Geirr nun davon &#252;berzeugen, wie wunderbar das Leben trotz seiner Widrigkeiten doch ist, vorausgesetzt man beherrscht das positive Denken. Doch das hat Geirr gerade noch gefehlt und so benebelt er die ankommende Meute erst einmal mit einem Feuerl&#246;scher. </p>
<p>Toris Konzept des positiven Denkens besteht darin, aufkommende depressive und nihilistische Gedanken ganz schnell in einen »Schei&#223;beutel«, ein selbstgeh&#228;ckeltes buntes Hippies&#228;ckchen, zu sprechen, um sich dann wieder ausf&#252;hrlich den konstruktiven, zielf&#246;rdernden und positiven Dingen des Lebens hinzuwenden. Doch Geirr hat keinen Bock darauf und infiziert mit seiner negativen Haltung die ganze Truppe. Noch bevor die Psychologin bis drei z&#228;hlen kann, sitzen ihre Sch&#228;fchen schnapstrinkend da und »spielen«: »Wem geht es am miesesten?« &#8211; Der hat gewonnen. </p>
<p>Bård Breien ist mit seinem Regiedeb&#252;t THE ART OF NEGATIVE THINKING (Deutscher Verleihtitel: DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS) eine herrlich unkorrekte und schwarzhumorige Kom&#246;die gelungen. Das »Schei&#223;s&#228;ckchen« steht symbolisch f&#252;r das gesellschaftliche Tabu, einfach mal offen auszusprechen: »Ich f&#252;hl mich total Schei&#223;e, bin impotent und behindert.« Das Komische beruht also auf Normverletzungen, auf Tabubr&#252;chen. In Sigmund Freuds Studie »Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten« schreibt der Psychoanalytiker, dass der Witz aus Regel- und Normverst&#246;&#223;en bestehe und f&#252;r kurze Zeit die gewohnte, soziale Ordnung auf den Kopf stelle. Damit habe er auch eine medizinische, weil kathartische, Bedeutung. </p>
<p>Die Kunst des negativen Denkens quasi nach Freud ist also das therapeutische Gegenmodell von Geirr, das er bis zum Exzess betreibt. Er rei&#223;t tabusierte Behindertenwitze und deckt »politisch korrektes Verhalten« gegen&#252;ber Behinderten als scheinheiliges und falsches Getue auf. Alle d&#252;rfen endlich mal das tun, was sie bisher nicht durften: Sich richtig intensiv auskotzen, Drogen nehmen, sich Gehen lassen. Es wird einfach mal Tacheles geredet. Nichtbehinderte sind von der Party ausgeschlossen!</p>
<p>Bård Breiens Kom&#246;die geht noch einen Schritt weiter, als lediglich Tabus zu verletzen. Er stellt die gewohnte, soziale Ordnung als falsch und verheerend da. Er dekonstruiert die im sozialen Bereich weitverbreitete Methode des positiven Denkens als eine verheerende L&#252;ge, die Konflikte lediglich kaschiert. Denn sobald Geirr die Psychologin aus dem Haus gepr&#252;gelt hat und den ganzen Einflu&#223; auf die Gruppe aus&#252;bt, brechen die verborgenen Probleme erst so richtig auf. Es stellt sich n&#228;mlich heraus, dass die Person, die am intensivsten von der Methode des positiven Denkens &#252;berzeugt war, eigentlich am tiefsten in der Schei&#223;e steckt. Die Person mit der h&#246;chsten Fallh&#246;he hat es also wieder mal erwischt &#8211; fr&#252;her oder sp&#228;ter w&#228;re sie ohnehin mit dem Problem konfrontiert gewesen. Mit einer noch gr&#246;&#223;eren Fallh&#246;he. </p>
<p>Aber man darf beruhigt sein, denn der Film bewahrt die Genrekonvention der Kom&#246;die, wenn doch auf seine Art &#8211; nach der Methode des negativen Denkens. THE ART OF NEGATIVE THINKING kann man der Behindertenkom&#246;die zurechnen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tabus zu brechen. Dass die Skandinavier Meister in politisch unkorrekten Filmen sind, haben sie mit dieser Tragikkom&#246;die einmal mehr bewiesen. </p>
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		<title>Donkey Punch (FFF): T&#246;dlicher Orgasmus</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 12:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Oliver Blackburn Gro&#223;britannien 2008 90 Min. Sektion: Fresh Blood Vom hei&#223;en Sex bis zum kalten Abschlachten ist es nur ein kleiner Schritt: Zumindest in DONKEY PUNCH Film kann so einfach sein: 4 Jungs, 3 M&#228;dels, eine Luxusyacht, ringsum strahlender Sonnenschein und viel blaues Meer. Ein paar Drogen und jede Menge Blut. Der englische Wettbewerbsbeitrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Oliver Blackburn<br />
Gro&#223;britannien 2008<br />
90 Min.<br />
Sektion: Fresh Blood</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/donkey.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-676" title="donkey" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/donkey.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a></p>
<h4>Vom hei&#223;en Sex bis zum kalten Abschlachten ist es nur ein kleiner Schritt: Zumindest in DONKEY PUNCH</h4>
<p>Film kann so einfach sein: 4 Jungs, 3 M&#228;dels, eine Luxusyacht, ringsum strahlender Sonnenschein und viel blaues Meer. Ein paar Drogen und jede Menge Blut. Der englische Wettbewerbsbeitrag DONKEY PUNCH erz&#228;hlt die Geschichte einer ausgelassenen Sommer-Urlaubs-Party, die ein wenig aus dem Ruder ger&#228;t. Nur 10 Sekunden braucht Regisseur und Drehbuchschreiber Oliver Blackburn, um klarzumachen, dass es ein blutiger Film wird &#8212; da hat sich Tammi, die sch&#252;chternste der drei M&#228;dchen, beim Achselhaarrasieren geschnitten. Danach ist aber erstmal Party angesagt.<span id="more-663"></span></p>
<p>Die drei M&#228;dels lernen auf einer Mallorca-Party drei Londoner Boys kennen. Nachdem sie den gestohlenen Champagner am Strand leergetrunken haben, machen die Jungs den Vorschlag, auf der Yacht weiterzufeiern. Kim und Lisa sind sofort begeistert und &#252;berreden schlie&#223;lich auch Tammi &#8220;auf einen Drink&#8221; mitzukommen. Leider kann man im Hafen die Musik nicht so laut stellen, wie es f&#252;r eine z&#252;nftige Yachtparty angemessen w&#228;re. Also Leinen los und raus auf&#8217;s Meer. Dort verteilt Bad Boy Bluey erstmal reichlich Drogen und erz&#228;hlt vom Donkey Punch, einem Schlag ins Genick, der dem M&#228;dchen beim Sex den absoluten Kick beim Orgasmus versetzen soll.</p>
<div id="attachment_667" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-667" title="donkey-punch-2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/donkey-punch-2.gif" alt="Bild: Fantasy Film Fest" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Bild: Fantasy Film Fest</p></div>
<p>Keine Frage, das muss man ausprobieren. Also gehen Kim und Lisa mit Bluey und Marcus f&#252;r eine spontane Sexparty nach unten, kurz darauf gefolgt von Josh, der mit zittrigen Fingern das hei&#223;e Geschehen mit einem Camcorder aufnimmt. Bluey &#252;berl&#228;sst dann Josh Lisa und &#252;bernimmt selbst den Camcorder. Als der unerfahrene Josh beim H&#246;hepunkt nach Anfeuerung von Bluey den Donkey Punch setzt, ist der Faustschlag etwas zu gut gesetzt. Lisa klappt mit gebrochenem Genick tot zusammen.</p>
<p>Damit ist die B&#252;hne er&#246;ffnet f&#252;r einen Survival of the fittest, in dem gegenseitiges Mi&#223;trauen und Mi&#223;verst&#228;ndnisse ein ums andere Mal die Situation im Krieg der Geschlechter auf eine neue Eskalationsstufe heben. Dabei versteht es Blackburn, die Gewaltdosis bei jedem weiteren Toten virtuos noch eine Schraube h&#246;her zu drehen. Soviel sei verraten, dass die destruktiven M&#246;glichkeiten einer Signalpistole und eines Bootsmotors bildstark aufgezeigt werden.</p>
<p>Anscheinend sind dieses Jahr einige Partyfeinde unter den Regisseuren. Neben dem hier vorgestellten DONKEY PUNCH wird auch noch der argentinische Beitrag 36 STEPS um eine ausgelassene Poolparty, die ein sadistischer Serienkiller veranstaltet, der jedes M&#228;dchen, das sich weigert, weiterhin gute Laune zu haben, abschlachtet, den Zuschauern die Partylaune hoffentlich nicht verderben. 36 STEPS wurde in Berlin auf Dienstag 15:00 Uhr verlegt.</p>
<h5>FFF Hamburg (18.8., CINEMAXX 2, 19.15 h); FFF Dortmund (23.8., CINESTAR 10, 17.00 h);<br />
FFF K&#246;ln (21.8., CINEDOM 6, 19.15 h); FFF Frankfurt (31.8., METROPOLIS 3, 19.15 h);<br />
FFF N&#252;rnberg (29.8., CINECITTA&#8217; 2, 19.00 h);FFF Stuttgart (9.9., METROPOL 2, 15.00 h);<br />
FFF M&#252;nchen (5.9., CINEMA, 17.30 h)</h5>
]]></content:encoded>
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		<title>Like a Dragon (FFF): Yakuza, Geld und kleine M&#228;dchen</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 17:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Takashi Miike Japan 2007 110 Min. Typisch Miike: Leichen pflastern seinen Weg. Takashi Miike filmt schon seit vielen Jahren an seiner ganz pers&#246;nlichen Filmothek. Vom Horror &#252;ber den Yakuza-Thriller bis zum meditativen Roadmovie hat er so ziemlich alle Genres inzwischen durchgespielt. Sein neuester Film LIKE A DRAGON deckt sogar gleich zwei Genres ab. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Takashi Miike<br />
Japan 2007<br />
110 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/likeadragon_01.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/likeadragon_01-300x200.jpg" alt="" title="likeadragon_01" width="300" height="200" class="alignnone size-medium wp-image-658" /></a></p>
<h4> Typisch Miike: Leichen pflastern seinen Weg.</h4>
<p>Takashi Miike filmt schon seit vielen Jahren an seiner ganz pers&#246;nlichen Filmothek. Vom Horror &#252;ber den Yakuza-Thriller bis zum meditativen Roadmovie hat er so ziemlich alle Genres inzwischen durchgespielt. Sein neuester Film LIKE A DRAGON deckt sogar gleich zwei Genres ab. Die PC-Spiel-Verfilmung und die Actionkom&#246;die. Drei oder mehr Erz&#228;hlstr&#228;nge werden mehr oder weniger zusammenh&#228;ngend erz&#228;hlt.<span id="more-647"></span></p>
<p>Da ist zum einen ein gerade aus dem Gef&#228;ngnis entlassener Yakuza namens Kiryu, der versucht die Mutter der kleinen Haruka zu finden. Zwei Yakuza-Gangs, von denen die eine unter dem brutalen Anf&#252;hrer Majima sich auf der Suche nach Kiryu mit Baseball-Schl&#228;gern den Weg freimetzelt. Das junge Liebesp&#228;rchen Yui und Satoru, die durch Zufall und die Geistesgegenwart des M&#228;dchens Yui bei einer Gangster-Schl&#228;gerei in einem Lebensmittel-Laden in den Besitz von Yakuza-Geld kommen und, einmal auf den Geschmack und in den Besitz einer Waffe gekommen, einen Laden nach dem anderen ausrauben. Das Figurenkabinett beruht auf einem Computerspiel namens Yakuza, das ich aber nicht kenne. In Europa wird es wohl nicht vertrieben, von daher kann nur der Film als solcher bewertet werden.</p>
<p>Vielleicht will Miike vom fr&#252;heren Image des Splatterfilmers weg. Aber trotz zahlreicher gelungener Gags z&#252;ndet diese Actionkom&#246;die nicht so recht. Da ist zum einen die doch recht verworrene Yakuza-Geschichte, deren Zusammenh&#228;nge, wer wann mit wem was warum angestellt hat und deshalb jetzt hinter ihm her ist, sich einfach nicht aufl&#246;sen lassen wollen. Aber auch als reines Popcorn-Kino, in dem die Story eh schei&#223;egal ist, funktioniert Like a Dragon nicht. Nicht nur der dritte Handlungsstrang von zwei ziemlich d&#228;mlichen und gl&#252;cklosen Geiselgangstern in einer Bank, die f&#252;nf Minuten vor dem &#220;berfall noch eine riesige Bargeldmenge hatte, ist f&#252;r meinen Geschmack zu klamaukig geworden.</p>
<p>Wirklich gelungen ist nur die als Tragikkom&#246;die inszenierte Bonnie und Clyde-Story im Teenie-Format um Yui und Satoru, die nach einer rauschhaften Nacht des Ausraubens von L&#228;den schlie&#223;lich von den Yakuza gestellt werden. Erw&#228;hnenswert auch die erfrischende Nat&#252;rlichkeit, mit der Natsuo Tomita das kleine M&#228;dchen Haruka spielt. Leider hat Miike nicht den Mut, das Vater-Tochter-Verh&#228;ltnis zwischen ihr und Kiryu in Richtung &#8220;Leon, der Profi&#8221; weiterzuentwickeln.</p>
<p>Mit den Filmen von Takashi Miike ist es so eine Sache. Wenn er gut drauf ist, und das ist er etwa jedes zweite Mal, haut er Sachen raus, die sind fast so gut wie die Filme von seinem Namensvetter Takashi Kitano. LIKE A DRAGON geh&#246;rt in die andere H&#228;lfte. An die gro&#223;e Klasse japanischer Actionkom&#246;dien, wie sie z.B. Sabu immer wieder vorlegt, kommt LIKE A DRAGON leider gar nicht heran.</p>
<h5>FFF Dortmund (24.8., CINESTAR 9, 15.00 h); FFF K&#246;ln (23.8., CINEDOM 9, 17.00 h)<br />
FFF Frankfurt (29.8., METROPOLIS 3, 21.30 h); FFF N&#252;rnberg (30.8., CINECITTA&#8217; 2, 19.00 h)<br />
FFF Stuttgart (10.9., METROPOL 1, 19.30 h); FFF M&#252;nchen (6.9., CITY, 19.15 h)</h5>
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		<title>Eden Lake (FFF) – Spirale der Gewalt</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 12:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: James Watkins Gro&#223;britannien 2008 91 Min. Nur Opfer? Jenny (KellyReilly) als Final Girl in EDEN LAKE. Eigentlich sollte es ein romantisches Verlobungswochenende am einsamen Eden Lake werden. Doch nach einer Auseinandersetzung mit »Krawalljugendlichen«, ger&#228;t das P&#228;rchen in einen Strudel der Gewalt. Das 22. Fantasy Filmfest er&#246;ffnet mit einer Weltpremiere. Der intelligente Horrorthriller, das Regiedeb&#252;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> James Watkins<br />
Gro&#223;britannien 2008<br />
91 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/eden_lake0060.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/eden_lake0060-300x171.jpg" alt="" title="eden_lake0060" width="300" height="171" class="alignnone size-medium wp-image-616" /></a></p>
<h4> Nur Opfer? Jenny (KellyReilly) als Final Girl in EDEN LAKE.</h4>
<p>Eigentlich sollte es ein romantisches Verlobungswochenende am einsamen Eden Lake werden. Doch nach einer Auseinandersetzung mit »Krawalljugendlichen«, ger&#228;t das P&#228;rchen in einen Strudel der Gewalt. Das 22. Fantasy Filmfest er&#246;ffnet mit einer Weltpremiere. Der intelligente Horrorthriller, das Regiedeb&#252;t des Briten James Watkins, kommentiert die Jugendgewaltwelle in Gro&#223;britannien. <span id="more-614"></span></p>
<p>Recht vergn&#252;gt holt Steve seine Freundin Jenny von der Arbeit ab. Die Kinderg&#228;rtnerin und ihr Freund starten in ein lang geplantes Campingwochenende aufs Land. Doch das Unheil k&#252;ndigt sich schon im Autoradio an. Dort wird &#252;ber Jugendkriminalit&#228;t diskutiert. Kurz darauf brettern Kids mit ihren Mountainbikes &#252;ber die rote Ampel Steve direkt vor die K&#252;hlerhaube. Am Eden Lake angekommen, findet das P&#228;rchen eine L&#252;cke im Zaun. Die Gegend um den See ist weitr&#228;umig abgesperrt. Ein Hinweisschild, auf dessen R&#252;ckseite jemand die Worte »Fuck off, yuppie cunts!« gespr&#252;ht hat, k&#252;ndigt hier Wohnsiedlungen f&#252;r Reiche an. Im Wald treffen sie auf einen eigenbr&#246;tlerischen Jungen. Doch der will nicht mit ihnen reden, weil ihm seine Mutter verboten hat, mit Fremden zu sprechen. Als sie endlich am See angelangt sind, scheinen sie einen romantischen Ort gefunden zu haben. Doch als Jenny aus ihrem Nickerchen erwacht, starrt sie direkt in die Augen eines h&#228;sslichen Kampfhundes. Das »possierliche« Tierchen geh&#246;rt Jugendlichen, die bald darauf den ganzen See beschallen und eine Atmosph&#228;re des Unbehagens verbreiten.</p>
<p>EDEN LAKE arbeitet konsequent mit realistischem Background. Die folgenden Auseinandersetzungen zwischen dem P&#228;rchen und den rotzfrechen Youngstern, die sich bis zu gewaltt&#228;tigen Auseinandersetzungen hochschaukeln, sind plausibel. Den Suspense zieht der Film haupts&#228;chlich aus dem Thrilleffekt Folger-und-Verfolgte. Watkins bleibt dabei, wie auch in den blutigen Szenen, sehr subtil. Er verzichtet auf krachige Effekte zugunsten intelligenter Verweise auf soziale Missst&#228;nde. Besonders deutlich wird das anhand der ambivalenten Figurenskizzierung, die keineswegs so eindeutig ist, wie sie zu Beginn angedeutet wird. </p>
<p><strong>ACHTUNG SPOILER!</strong></p>
<p>Besonders trifft das auf Jenny zu, die mit ansehen muss, wie ihr Freund zu Tode gequ&#228;lt wird. Zun&#228;chst scheint sie ganz dem taffen Final Girl zu entsprechen, das sich animalisch und clever durch ein Martyrium k&#228;mpfen muss. Doch da Watkins die jugendlichen T&#228;ter nicht als &#252;bernat&#252;rlich schlecht und verdorben skizziert, also auch hier der realistischen Darstellungsweise verpflichtet bleibt, erscheint auch Jenny zunehmend in einem anderen Licht: Der Anf&#252;hrer der Clique ist der eigentliche M&#246;rder. Er zwingt die anderen teilweise unter Gewaltandrohung zum Mitmachen. Als sich einer unbemerkt von der Gruppe entfernen kann, trifft er die im Wald umherirrende Jenny. Doch das vermeintliche Opfer, die Kinderg&#228;rtnerin vom Vortag, hat sich inzwischen zur rasenden Bestie gewandelt (auch optisch). Eigentlich grundlos sticht sie auf den ihr k&#246;rperlich unterlegenen Jungen ein, der sie &#252;berhaupt nicht angreift, ihr m&#246;glicherweise sogar helfen will. Sp&#228;ter, nach dem sie sich ein Auto erobern konnte, f&#228;hrt sie noch eine weitere Jugendliche &#252;ber den Haufen. (Interessant ist &#252;brigens, dass das Premierenpublikum an diesen Stellen geklatscht hat. Scheinbar wurde der Film nur als reiner Horrorfilm konsumiert.)</p>
<p><strong>SPOILERENDE</strong></p>
<p>Watkins beschreibt die Gewaltwelle &#8211; die in den Medien sehr pr&#228;senten sich st&#228;ndig wiederholenden Messerattacken &#8211; als einen aussichtslosen Kreislauf. Jeder ist mal abwechselnd Opfer und T&#228;ter. Auch die Ursachen f&#252;r die jugendliche Verrohung benennt der Regisseur: Gewalt in der Familie – richtig gruselig ist der Vater des Hauptt&#228;ters – und die sozialen Ungerechtigkeiten. Vehement kritisiert wird die Privatisierung von Natur, die in Gro&#223;britannien schon lange ein gro&#223;es Problem darstellt. Der meisten W&#228;lder, Felder, Seen und landwirtschaftlichen Nutzfl&#228;chen sind f&#252;r die &#214;ffentlichkeit nicht zug&#228;nglich, da sich Natur in Gro&#223;britannien zum Gro&#223;teil im Privatbesitz befindet.</p>
<p>Nachdem das Fantasy Filmfest im letzten Jahr mit der Splatterkom&#246;die BLACK SHEEP (Jonathan King, Neuseeland, 2007) er&#246;ffnete, ist dies ein etwas ernsterer Auftakt. </p>
<h5>FFF Dortmund (20.8., CINESTAR 9, 20.00 h); FFF K&#246;ln (20.8., CINEDOM 4, 20.00 h)<br />
FFF Frankfurt (27.8., METROPOLIS 6, 20.00 h); FFF N&#252;rnberg (27.8., CINECITTA&#8217; 3, 20.00 h)<br />
FFF Stuttgart (3.9., METROPOL 1, 20.00 h; METROPOL 2, 22.15 h); FFF M&#252;nchen (3.9., CINEMA, 20.15 h; 22.30h)</h5>
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		<title>+++ Meldungen vom Fantasy Filmfest +++</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 08:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Sequel LADY BLOOD konnte noch nicht fertig gestellt werden und l&#228;uft nur in vorl&#228;ufiger Fassung auf dem FFF. Folgende Regisseure werden in Berlin erwartet: Am Mittwoch, den 13.8., stellt Mabrouk El Mechri seinen Film JCVD (2008) um 21.15 Uhr im CinemaxX vor. In diesem Actionthriller erscheint doch tats&#228;chlich Jean-Claude Van Damme wieder auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/lady-0106.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-607" title="lady-0106" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/lady-0106.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a></p>
<h4> Das Sequel LADY BLOOD konnte noch nicht fertig gestellt werden und l&#228;uft nur in vorl&#228;ufiger Fassung auf dem FFF. </h4>
<p>Folgende Regisseure werden in Berlin erwartet: Am Mittwoch, den 13.8., stellt Mabrouk El Mechri seinen Film JCVD (2008) um 21.15 Uhr im CinemaxX vor. In diesem Actionthriller erscheint doch tats&#228;chlich Jean-Claude Van Damme wieder auf der Bildfl&#228;che, der sich selbst selbstironisch spielt. Warum nicht? Mit PULP FICTION hat auch ein Totgeglaubter sein Comeback geschafft. <span id="more-605"></span></p>
<p>Der gleich mit zwei Filmen vertretene d&#228;nische Regisseur Ole Bornedal (Nightwatch, 1997) ist am Freitag, den 15.8. um 21.30 Uhr, ebenfalls im CinemaxX bei seinen Film JUST ANOTHER LOVE STORY (2007) anwesend. In diesem Neo-Noir mit vielerlei Verweisen auf die ganz Gro&#223;en der Filmgeschichte wie Bergman, Hitchcock und Wilder taucht die Femme fatale zuerst auf der K&#252;hlerhaube eines Autos auf. Zwischen dem Fahrer, einem Leichenfotografen, und der durch die Folgen des Unfalls an Amnesie leidenden Sch&#246;nen entwickelt sich eine verh&#228;ngnisvolle Obsession. In Bornedals zweitem Beitrag, der Sience-Fiction-Horror-Kom&#246;die THE SUBSITUTE, spielt Paprika Steen (DAS FEST, IDIOTEN, ADAMS &#196;PFEL) eine nichtirdische Lehrerin mit ungew&#246;hnlichen F&#228;higkeiten.</p>
<p>Dass das Fantasy Filmfest wirklich Frischware anzubieten hat, beweist der Film LADY BLOOD (Jean-Marc Vincent, F 2008). Da der Film noch gar nicht fertig ist, kann er nur in der vorl&#228;ufigen Fassung gezeigt werden, die nat&#252;rlich nicht auf 35mm vorliegt. Kurz vor dem Filmstart in Hamburg am Samstag, den 16.8., muss extra die HDV aus Paris geholt werden. In diesem Sequel von »Baby Blood«, einem der ersten franz&#246;sischen Splatterfilme, bricht die dunkle Vergangenheit einer Polizistin wieder auf.</p>
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		<title>Transsiberian (FFF) &#8211; Mord im Wodkaexpress</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 15:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>todti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2008]]></category>
		<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Brad Anderson GB, D, Spanien 2008 111 Min. Deutscher Kinostart: 11.12.2008 Der amerikanische Regisseur Brad Anderson (DER MASCHINIST, SP, 2004) schafft mit seinem neuen Film Transsiberian eine Mischung aus Suspense-Thriller und Railmovie in der Transsibirischen Eisenbahn. Der mittelm&#228;&#223;ig spannende Film besticht vor allem durch imposante Kamerafahrten durch verschneite russische Landschaften, fantastisch fotografierte Bilder, originale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Brad Anderson<br />
GB, D, Spanien 2008<br />
111 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 11.12.2008</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/transsiberian-5.jpg" title="transsiberian-5.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/transsiberian-5.jpg" alt="transsiberian-5.jpg" /></a></p>
<p>Der amerikanische Regisseur Brad Anderson (DER MASCHINIST, SP, 2004) schafft mit seinem neuen Film Transsiberian eine Mischung aus Suspense-Thriller und Railmovie in der Transsibirischen Eisenbahn. Der mittelm&#228;&#223;ig spannende Film besticht vor allem durch imposante Kamerafahrten durch verschneite russische Landschaften, fantastisch fotografierte Bilder, originale Schaupl&#228;tze und favorisierte Schauspieler.<span id="more-571"></span></p>
<p>Dass die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn keine harmlose Abenteuerreise wird, wei&#223; man bereits von Anfang an. Sibirische Z&#252;ge wecken Assoziationen von Mord und Verbrechen, Schuld und S&#252;hne.</p>
<p>So passiert es dann auch: In der Anfangsszene ermittelt der russische Polizist Grinko (Ben Kingsley) in einem Mordfall. Dabei geht es um Drogen. Ungef&#228;hr zur gleichen Zeit macht sich das amerikanische Paar Jessie (Emily Mortimer) und Ray (Woody Harrelson), nach einem kirchlich-humanit&#228;ren Einsatz in China, via transsibirische Eisenbahn auf den Weg in die Heimat. Im Zug befreunden sich die beiden mit einem anderen jungen Paar, den Rucksacktouristen Abby (Kate Mara) und Carlos (Eduardo Noriega). Wer hat wohl die Drogen?</p>
<p>Da Jessie und Ray eine kleine Beziehungskrise haben, kommt es zu einer heiklen Begegnung zwischen Jessie und Carlos. Nach einem kurzen Halt auf einem Bahnhof irgendwo im tiefsten Russland, wo Ray und Carlos gemeinsam die Umgebung erkunden, ist Ray pl&#246;tzlich verschwunden. Und genau jetzt, wo es eigentlich so richtig spannend werden sollte, werden die Schwachstellen des Films offensichtlich: Auch wenn wir den zweifelhaften Carlos wiederholt in einer Einstellung mit einer Eisenstange gesehen haben, denken wir nicht, was wir denken sollen &#8211; n&#228;mlich, dass Carlos den ahnungslosen Ray f&#252;r ein Liebesabenteuer mit Jessie kaltbl&#252;tig ermordet hat. Zu eindeutig und zu klischeehaft wird hier mit der Erwartung des Zuschauers gespielt.</p>
<p>Hinzu kommen weitere bekannte Schablonen f&#252;r eine konventionelle Thriller-Dramaturgie und einige &#220;bertreibungen. Beispielsweise sind die Guten ja nicht immer so unschuldig, wie sie aussehen. Im Film k&#246;nnen wir diesen Grundsatz bei der Figur der Jessie beobachten. F&#252;r den Zuschauer findet hier allerdings keine klare Wendung statt, sodass sich seine Sympathien auch nicht entscheidend ver&#228;ndern. Obwohl sich Jessie schuldig macht, sowohl in sexueller als auch in krimineller Hinsicht, bleibt eine positive Einstellung beim Zuschauer bestehen, da ihre Handlungen schicksalhaft und fast notwendig erscheinen (vielleicht auch &#252;bertrieben hysterisch).</p>
<p>Respektable Schauspieler tr&#246;sten nicht &#252;ber die stereotypen Charaktere hinweg. Ray ist der typische Philanthrop, ein Argloser im Ausland, der sich auch mit den russischen Reisenden versteht, Wodka trinkt und feiert. Im Gegensatz dazu ist Carlos der undurchsichtige s&#252;dl&#228;ndische Frauenvernaschertyp mit krimineller Energie. Seine Freundin Abby, ist eine melancholische Avril Lavigne, die sich eigentlich nach einem Haus auf dem Land sehnt. Der russische Polizist Grinko ist nat&#252;rlich korrupt und selber im Netz der russischen Drogenmafia verstrickt und so weiter. Da hilft es auch nicht, dass sich der Film seiner eigenen Klischees von Russland durchaus bewusst ist. Wer am Ende die ganze Kohle kriegt, wissen wir &#252;brigens sp&#228;testens seit Bang Boom Bang.</p>
<h5>FFF Berlin (15.8., CINEMAXX 7, 19.15 h); FFF Hamburg (16.8., CINEMAXX 3, 19.00 h)<br />
FFF Dortmund (22.8., CINESTAR 9, 19.15 h); FFF K&#246;ln (27.8., CINEDOM 9, 19.15 h)<br />
FFF Frankfurt (28.8., METROPOLIS 6, 19.15 h); FFF N&#252;rnberg (31.8., CINECITTA&#8217; 3, 19.15 h)<br />
FFF Stuttgart (6.9., METROPOL 1, 19.15 h); FFF M&#252;nchen (7.9., CINEMA, 21.30 h)</h5>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>»HALLO? IST DA JEMAND?«</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/hallo-ist-da-jemand.php</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 17:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandre Aja]]></category>
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		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
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		<category><![CDATA[The Art of Negative Thinking]]></category>
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		<category><![CDATA[Virus Undead]]></category>
		<category><![CDATA[Waltz with Bashir]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 22. Mal findet in acht deutschen St&#228;dten eines der gr&#246;&#223;ten Genre-Festivals statt. (Berlin &#38; Hamburg: 12.8./13.8. &#8211; 20.8.; K&#246;ln &#38; Dortmund: 20.8. &#8211; 27.8.; Frankfurt &#38; N&#252;rnberg: 27.8. &#8211; 3.9.; M&#252;nchen &#38; Stuttgart: 3.9. &#8211; 10.9.) Zombies schwei&#223;en Lindsey und Jimmy wieder zusammen: Horrorteeniekom&#246;die DANCE OF THE DEAD im Stil der 80er (Foto: FFF). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/fff_logo02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-424" title="fff_logo02" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/fff_logo02-300x33.jpg" alt="" width="300" height="33" /></a></p>
<p>Zum 22. Mal findet in acht deutschen St&#228;dten eines der gr&#246;&#223;ten Genre-Festivals statt. (Berlin &amp; Hamburg: 12.8./13.8. &#8211; 20.8.; K&#246;ln &amp; Dortmund: 20.8. &#8211; 27.8.; Frankfurt &amp; N&#252;rnberg: 27.8. &#8211; 3.9.; M&#252;nchen &amp; Stuttgart: 3.9. &#8211; 10.9.)</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/dance-of-the-dead2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-450" title="dance-of-the-dead2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/dance-of-the-dead2.jpg" alt="" /></a></p>
<h4>Zombies schwei&#223;en Lindsey und Jimmy wieder zusammen: Horrorteeniekom&#246;die DANCE OF THE DEAD im Stil der 80er (Foto: FFF).</h4>
<p>Die Bandbreite der gezeigten Filme umfasst dabei genau genommen weniger das Genre des phantastischen Films, sondern das des Horror-, Science-Fiction- und Gangsterfilms, des Thrillers, der schwarzen Kom&#246;die und des d&#252;steren Animationsfilms. Was vor 22 Jahren als Undergroundfestival in Hamburg begann, ist inzwischen eine etablierte Plattform f&#252;r Verleiher und Produzenten. Aber neben konventionelleren Filmen, die schon l&#228;ngst ihren Weg in die Kinos gefunden haben (z. B. TRANSSIBERIAN, Start: 11.12.2008) oder noch finden werden, steht nach wie vor der etwas abseitige Film im Mittelpunkt.<br />
Es gibt f&#252;nf Sektionen (ausgenommen den Special Screenings). Ein Kurz&#252;berblick <span id="more-419"></span></p>
<h4>FRESH BLOOD</h4>
<p>Die Wettbewerbsfilme konkurrieren unter der Kategorie FRESH BLOOD um den vom Publikum vergebenen FRESH-BLOOD-Award. Die Filme wurden von Newcomern gedreht, wobei es sich um ihr Deb&#252;t oder ihren zweiten Spielfilm handelt. Diesmal starten in dieser Sektion zehn Filme.</p>
<p>Im Kammerspiel THE STRANGERS (Bryan Bertino, USA 2008) platzt ein romantisches Verlobungswochenende und endet in einem abgelegenen Landhaus. Der Regisseur verzichtet auf rei&#223;erische Folter. Grusel-Effekte resultieren aus subtilen Mitteln. Eine stetig ansteigende unterschwellige Bedrohung l&#228;sst den Horror vor allem im Kopf des Rezipienten ablaufen. Der Film startet am 20.11.2008 regul&#228;r in den Kinos.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/vogelangriff-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-453" title="vogelangriff-2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/vogelangriff-2-300x194.jpg" alt="" width="300" height="194" /></a></p>
<h4>In Brandenburg bricht die Vogelgrippe aus: VIRUS UNDEAD (Foto: FFF)</h4>
<p>Auch einer der beiden einzigen deutschen Langfilme des Festivals l&#228;uft im Wettbewerb: VIRUS UNDEAD (Wolf Wolff, 2008). Dieser Zombie-Film geh&#246;rt zu den Apokalypse-Horrorfilmen und betrachtet sich als Erbe eines George A. Romeros und eines Danny Boyles. Der Horrorfilm hat es generell schwer in Deutschland, da das unabh&#228;ngige Gef&#252;ge zensierender Institutionen (FSK, Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien und die staatsanwaltliche Beschlagnahmungsbefugnis) weltweit einzigartig ist. Hinzu kommt, dass solche Filme (wie Genre-Filme &#252;berhaupt) nicht gerade zu den Lieblingen der Filmf&#246;rdergremien z&#228;hlen. Umso &#252;berraschender ist es, dass VIRUS UNDEAD laut Programmheft mit gro&#223;er Professionalit&#228;t aufwartet: internationale Besetzung, gro&#223;e Stunts, englischsprachiges Drehbuch, &#252;berzeugende Effekte.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/momdad.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-455" title="momdad" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/momdad-300x250.jpg" alt="" width="300" height="250" /></a></p>
<h4>Mit lahmgelegten Stimmb&#228;ndern l&#228;sst &#8216;s sich nicht gut schreien: Horrorsatire MUM &amp; DAD (Foto FFF)</h4>
<p>Die Horrorsatire MUM &amp; DAD (Steven Sheil, GB 2008) spielt mit den Klischees streng-puritanischer Erziehung. Nachdem die Reinigungskraft Lena ihren Bus zum Flughafen verpasst hat, muss sie sich nicht nur Dinge anh&#246;ren wie »solange du deine F&#252;&#223;e unter meinem Tisch stellst« und »Junge Dame, du hast Stubenarrest!«, sondern sie wird zum Spielball einer sadistischen Familie. Die be&#228;ngstigende Atmosph&#228;re von Brutalit&#228;t und Unberechenbarkeit soll mit Tobe Hoopers TEXAS CHAIN SAW MASSACRE (USA, 1974) vergleichbar sein.</p>
<h4>SELECTED FEATURES</h4>
<p>Das Hauptprogramm, die SELECTED FEATURES, zeigt europ&#228;ische und amerikanische Filme.<br />
Der schwarze Humor aus Skandinavien hat hierzulande schon lange sein Publikum gefunden. Besonders derb sind die D&#228;nen, die mit IDIOTEN (Lars von Trier, 1998) und ADAMS &#196;PFEL (Anders Thomas Jensen, 2005), dieser lief zuerst auf dem Fantasy Filmfest, schon bewiesen haben, dass sie sich der »political correctness« verweigern k&#246;nnen. Mal sehen, ob die Norweger das auch drauf haben.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/art_of_negative_thinking12.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-467" title="art_of_negative_thinking12" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/art_of_negative_thinking12-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a></p>
<h4>Nihilistisch Infizierten helfen nur noch Drogen: THE ART OF NEGATIVE THINKING (Foto: FFF)</h4>
<p>Der Plot von THE ART OF NEGATIVE THINKING (B&#228;rd Breien, 2006, Kinostart Deutschland: 18.9.). verspricht dies jedenfalls: Geirr sitzt seit einem schweren Unfall im Rollstuhl und bet&#228;ubt sich mit Kriegsfilmen, Joints und Johnny Cash. Seine Ehefrau muss dagegen etwas unternehmen, wenn sie ihren alten Mann wieder haben will. Sie l&#228;dt eine Therapiegruppe Schwerbehinderter ein, die von einer strengen Frau mit »Feel Good«-Parolen geleitet wird. Nat&#252;rlich kommt es zu Reibereien zwischen ihr und Geirr. THE ART OF NEGATIVE THINKING hat auf dem Filmfest in Karlovy Vary den Regiepreis gewonnen. Ein weiterer Film aus Skandinavien l&#228;uft als so genanntes Centerpiece. Es ist eine Verfilmung des Romans LET THE RIGHT ONE IN – so lautet auch der Filmtitel des Regisseurs Tomas Alfredson (S, 2008). Zwei zw&#246;lfj&#228;hrige Au&#223;enseiter f&#252;hlen sich zueinander hingezogen; das M&#228;dchen ist ein Vampir. Der Genremix aus Vampir- und Horrorfilm, schwarzer Kom&#246;die und Coming-to-Age-Geschichte l&#228;sst sich mit keinem Film vergleichen. Er hat bereits auf vielen Festivals Preise abger&#228;umt und startet am 23.12.08 in den Kinos.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/mirrors_003.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-473" title="009563" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/mirrors_003-300x166.jpg" alt="" width="300" height="166" /></a></p>
<h4>Enth&#228;lt sehr viel gruseligen Suspense: Alexandre Ajas MIRRORS (Foto: FFF)</h4>
<p>Mit MIRRORS (USA, 2008, Kinostart Deutschland: 30.10.2008), einem Remake des koreanischen INTO THE MIRROR (Sung-ho Kim, 2003), legt Alexandre Aja seine neueste Arbeit vor. Dass er die Sprache des Horrorfilms sehr gut beherrscht, hat er schon mit dem Wes-Craven-Remake THE HILLS HAVE EYES (USA, 2006) und HIGH TENSION (F, 2003), letzterer war Opfer der hiesigen Zensur, bewiesen. Der Wachmann Ben Carson (Kiefer Sutherland) soll ein altes Kaufhausgeb&#228;ude bewachen, das kurz vor dem Abriss steht. Der riesige Spiegel im Eingangsbereich zieht ihn magisch an. Er wird von etwas Teuflischem bewohnt.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs12.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-475" title="martyrs12" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs12-300x181.jpg" alt="" width="300" height="181" /></a></p>
<h4>»MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz&#8230;« (Text/Foto: FFF)</h4>
<p>Die franz&#246;sisch-kanadische Koproduktion MARTYRS (Pascal Laugier, 2008) ist der Extremschocker des Festivals. Er steht in der Tradition der franz&#246;sischen harten Welle und behauptet, wie das so &#252;blich ist, seine Vorg&#228;nger HIGH TENSION und INSIDE (Alexandre Bustillo, Julien Maury, F 2007) zu &#252;bertreffen: Anfang der 70er Jahre schleppt sich ein zehnj&#228;hriges M&#228;del schreiend und blutend durch ein verlassenes Industriegel&#228;nde. Im Krankenhaus jedoch weist sie keine Anzeichen sexueller Gewalt auf. 15 Jahre sp&#228;ter klingelt es an der T&#252;r einer vierk&#246;pfigen Familie und davor steht eine Person mit einem Jagdgewehr.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/walAzan9Cj8&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/walAzan9Cj8&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Franz&#246;sische Spezialkost MARTYRS. </strong></p>
<p>Die Splatterkom&#246;die DANCE OF THE DEAD (Gregg Bishop, USA 2008) verbindet den Teenie-Slasher mit dem Zombiefilm und atmet den blutspritzigen Geist der 80er: Jeder bereitet sich auf die Prom Night vor, d.h. Klamotten sichten, Sexfantasien ausbr&#252;ten und Dates arrangieren. Doch das am Friedhof gelegene Atomkraftwerk macht den Partyhengsten einen Strich durch die Rechnung…</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir_stills_3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-477" title="waltz-with-bashir_stills_3" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir_stills_3-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<h4>Tritt eine Reise in die Vergangenheit an: WALTZ WITH BASHIR (Foto: FFF)</h4>
<p>Der Animationsfilm WALTZ WITH BASHIR (Ari Folman, Israel, F, D 2008) hatte schon im Wettbewerb in Cannes f&#252;r Aufmerksamkeit gesorgt. Seit den graphic novels von Will Eisner hielt das Autobiographische in den Comic Einzug und seit der Verfilmung von Marjane Satrapis PERSEPOLIS (F, USA 2007) auch in den Animationsfilm. Doch war Satrapis Animation durch den Verzicht auf Farben und &#228;u&#223;erste Reduktion gepr&#228;gt, so wirken Folmans farbige Bilderwelten fast filigran. Der israelische Regisseur wurde eines Nachts von jemandem in einer Bar angesprochen. Der erz&#228;hlte ihm von dem immer wiederkehrenden Alptraum, dass er von 26 d&#228;monischen Hunden gejagt werde. Die beiden kamen zu dem Schluss, dass das mit dem Erlebnissen des Libanon-Kriegs zusammenh&#228;ngen m&#252;sse. Folman, damals selbst Soldat, wunderte sich, dass er selbst sich an nichts mehr erinnern konnte. Also suchte er alte Kameraden auf, die er interviewte, um seine Erinnerungsl&#252;cken zu f&#252;llen. WALTZ WITH BASHIR, mit einem 80er-Jahre-Soundtrack unterlegt, wechselt zwischen Interviews, surrealen Traumsequenzen und Kriegserinnerungen.</p>
<p><a href="http://waltz-with-bashir.pandorafilm.de/" target="_blank">Trailer WALTZ WITH BASHIR</a></p>
<h4>MIDNIGHT MADNESS</h4>
<p>Die Sektion MIDNIGHT MADNESS, die in diesem Jahr sieben Filme umfasst, widmet sich den bizarreren und extremeren Filmen. In dem 36 STEPS (Adrián García Bogliano, Argentinien 2007) findet eine Sommerparty statt, die auf dem ersten Blick fr&#246;hlich aussieht. Der zweite allerdings offenbart, dass die M&#228;dchen von einem Psychopaten verschleppt wurden und sich nicht vom Grundst&#252;ck entfernen d&#252;rfen. »Russ Meyer meets Battle Royale« hei&#223;t es dazu im Programmheft und der Trailer sieht auch ganz danach aus.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/e_pc21TswRM&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/e_pc21TswRM&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h4>Feiern bis zum Totumfallen: 36 STEPS</h4>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/campbell.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-480" title="campbell" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/campbell-263x300.jpg" alt="" width="263" height="300" /></a></p>
<h4>Die Zeiten &#228;ndern sich. Wurde einst von Teufeln gejagt, nun ist er selber einer: Bruce Campbell in MY NAME IS BRUCE (Foto: FFF)</h4>
<p>Auch B-Movie-Star Bruce Campbell (TANZ DER TEUFEL) ist wieder am Start – diesmal allerdings nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera mit MY NAME IS BRUCE (USA, 2007): Jugendliche haben aus Versehen einen China-D&#228;mon in Gummi-Ganzk&#246;rpermontur zum Leben erweckt, der daraufhin ein D&#246;rfchen in Oregon bedroht. Der Bruce-Campbell-Fan Jeff hat die Idee, seinen Star im Kampf gegen die Kreatur einzusetzen. Doch der steckt gerade bis zum Hals in Dreharbeiten.</p>
<p>THE RAGE (2007) ist ein Trashfeuerwerk des Make-Up-Spezialisten Robert Kurtzman und auch der inzwischen 68j&#228;hrige Giallo-Filmer Dario Argento kann es nicht lassen: Mit MOTHERS OF TEARS: THE THIRD MOTHER schie&#223;t er die bisher unvollendet gebliebene Trilogie SUSPIRIA (I, 1977), INFERNO (I, 1980) &#252;ber ein Hexentrio ab. Friedhofsmitarbeiter finden den Sarg der dritten Hexe und der Spuk bricht erneut aus. »Typisch f&#252;r Argentos Arbeiten sind vor allem formal extravagante Inszenierungen, die einem klassischen Filmverst&#228;ndnis als dramaturgisch und narrativ unmotiviert erscheinen k&#246;nnten, eine meist wenig koh&#228;rente Plotgestaltung, die seinen Filmen oft traum&#228;hnlichen Charakter verleiht, und die f&#252;r gew&#246;hnlich rauschartig wirkenden Inszenierungen spektakul&#228;rer Morde.« (Wikipedia)</p>
<h4>FOCUS ASIA</h4>
<p>Die Sektion FOCUS ASIA widmet sich dem asiatischen Raum. Johnny To verfilmte mit MAD DETECTIVE (Hongkong 2007) einen High Concept-Thriller. Die Visualisierung der Schizophrenie des Inspektor Buns, der die F&#228;higkeit hat, sich in die Hirne von Verbrechern zu versetzen, steht f&#252;r To im Mittelpunkt.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/likeadragon_06.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-482" title="likeadragon_06" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/likeadragon_06-300x166.jpg" alt="" width="300" height="166" /></a></p>
<h4>Takashi Miikes LIKE A DRAGON (Foto: FFF)</h4>
<p>Takashi Miike verfilmte das Playstation-Videospiel »Yakuza«. In LIKE A DRAGON (J, 2007) zeigt er das gewaltt&#228;tige Treiben in einem Tokioer Vergn&#252;gungsviertel. Des Weiteren laufen im FOCUS ASIA noch einige Martial-Arts-, Samurai- und Animationsfilme.</p>
<h4>SHORTYS</h4>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/carlitopolis.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-483" title="carlitopolis" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/carlitopolis-300x252.jpg" alt="" width="300" height="252" /></a></p>
<h4>Der dreimin&#252;tige CARLITOPOLIS (Luis Nietos, F, 2006) er&#246;ffnet das Festival. (Foto: FFF)</h4>
<p>Schlussendlich gibt es noch Kurzfilme. Drei deutsche laufen unter dem Titel COWBOYS, TOD UND TR&#196;UME. Zehn weitere sind an einem Abend unter der Bezeichnung GET SHORTY zu sehen. Darunter ein Drei-Minuten-Film von Lars von Trier (DK, 2007).</p>
<p><strong>Die Filme werden im Original gezeigt. Nichtenglischsprachige Filme sind in der Regel mit englischen Untertiteln versehen, in einigen Ausnahmen mit deutschen.<br />
Der Eintritt kostet 8 €.<br />
In Berlin findet das Fantasy Filmfest im CinemaxX am Potsdamer Platz und im Kino in der Kulturbrauerei statt. Er&#246;ffnet wird das Festival am 12.8. in Berlin, um 20.15 Uhr im CinemaxX. Zuerst wird der Kurzfilm CARLITOPOLIS gezeigt, gefolgt von dem Hauptfilm EDEN LAKE (James Watkins, GB 2008).<br />
Der Katalog mit Infos zu allen Filmen ist auf der <a href="http://www.fantasyfilmfest.com/" target="_blank">Website des Festivals</a> zu finden, ebenso der Terminplaner f&#252;r alle St&#228;dte. Karten in Berlin/Hamburg k&#246;nnen im Vorverkauf ab dem 4. August in den Kinos gekauft und online bestellt werden. In den anderen St&#228;dte beginnt jeweils eine Woche vor Festivalbeginn der Vorverkauf.</strong></p>
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