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	<title>Blog zum Hof &#187; Horror</title>
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		<title>Trick &#8216;R Treat &#8211; Overkill Halloween</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 13:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[FFF 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Dylan Parker]]></category>
		<category><![CDATA[Halloween]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Dougherty]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Michael Dougherty Kanada/USA 2008 87 Min. DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009 Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske? (FFF 09) Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Michael Dougherty<br />
Kanada/USA 2008<br />
87 Min.<br />
<strong>DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009</strong></p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/TRT-9931r_v3.jpg" alt="Trick &#039;r Treat" title="Trick &#039;r Treat" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2345" /></p>
<p><strong>Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske?</strong> (FFF 09)</p>
<p>Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine d&#252;ster-m&#228;rchenhafte Atmosph&#228;re à la »The Company of Wolves«. Genau, das Richtige f&#252;r einen kalten, verregneten Herbstabend im heimatlichen Wohnzimmer. <span id="more-2340"></span></p>
<p>Es ist Halloween und fast die gesamte Stadt ist kost&#252;miert auf den Beinen, um ausgiebig S&#252;&#223;igkeiten zusammeln, Partys zu feiern und Sex zu haben: Jungfrauen, sexgeile Teenager, die typische Kinderclique mit dem Mauerbl&#252;mchen bis hin zur mutigen Anf&#252;hrerin. Alle sind sie unterwegs. Bis auf Mr. Kreeg, dem ewig vor sich hinknurrenden Halloween-Hasser mit seinem alten K&#246;ter und einem blutr&#252;nstigen Schuldirektor (Dylan Parker &#8211; »Happiness«). </p>
<p>Dougherty verbindet f&#252;nf Storylines, die auch noch eine Substory enthalten, die er lose ineinander verwebt. Damit verbindet ein Urgestein des literarischen Horrorgenres, die Kurzgeschichte, mit unz&#228;hligen Verweisungen auf das Filmgenre. Enthalten sind Anspielungen auf Klassiker wie »The Beast with Five Fingers« (1946), &#252;ber nat&#252;rlich Carpenters »Halloween« (1978), »The Company of Wolves« (1984) bis hin zu moderneren Filmen wie »It« (1990) und »El orfanato« (2007) &#8211; um nur einige zu nennen. </p>
<p>Doughertys TRICK ´R TREAT ist vor allem eine vergn&#252;gliche Kom&#246;die, in der ein Lutscher schon mal zum Mordwerkzeug werden kann und in der auch nicht ausgespart wird, dass das Halloweenfest in den USA schon v&#246;llig &#252;bertriebene Ausw&#252;chse angenommen, in der sich die Industrie eine goldene Nase verdient. Aber Dougherty kritisiert das nicht, sondern mischt ordentlich mit, in dem er einen vollkommenen Overkill des gesamten Ensembles anbietet: Au&#223;erirdische, Werw&#246;lfe, Vampire, Zombies, b&#246;se Kinder, Psychopathen und abgetrennte mordende K&#246;rperteile. Gelungener Humor!</p>
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		<title>Martyrs (FFF) &#8230;oder &#252;ber das Martyrium, einen guten Horrorfilm drehen zu m&#252;ssen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 04:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[High Tension]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Martyr]]></category>
		<category><![CDATA[Pascal Laugier]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Pascal Laugier Frankreich/Kanada 2008 97 Min. »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Pascal Laugier<br />
Frankreich/Kanada 2008<br />
97 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/martyrs121.jpg" alt="" title="martyrs121" width="300" height="181" class="alignnone size-medium wp-image-898" /></a></p>
<h4> »MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz.« (Programmheft) Foto: FFF </h4>
<p>Mit dem Horrorfilm, einem Genre, das von der Filmkritik dem so genannten body-genre zugerechnet wird, ist es so eine Sache. Es beruht auf ewig gleichen oder zumindest &#228;hnlichen Effekten. Anders als der Porno, der ebenfalls zu diesem Genre z&#228;hlt, das k&#246;rperliche Reaktionen hervorruft, hat der Horrorfilm damit zu k&#228;mpfen, dass er nicht immer die gleiche Leier bringen darf. Er riskiert von den Fans ausgebuht zu werden, die zwar immer wieder nach Neuem l&#228;chzen, sich aber trotzdem gruseln wollen. Das hei&#223;t, Horrorfilmfans sind anspruchsvoll und schwer zu befriedigen. Und, die Regisseure m&#252;ssen &#228;u&#223;erst kreativ sein. <span id="more-856"></span></p>
<p>Die PR zu MARTYRS, zumindest die im Programmheft des FFF, klingt verhei&#223;ungsvoll und greift zu Superlativen: »MARTYRS ist ein Test. Pascal Laugiers Extremschocker sprengt Grenzen&#8230;«  Es ist vom umstrittensten Film in Cannes, sogar vom meist diskutierten Film des Jahres die Rede. Er wurde mit HIGH TENSION und INSIDE verglichen, die beide zur »harten Welle« des franz&#246;sischen Genrekinos z&#228;hlen, wie auch immer diese definiert sein mag, und es wurde versprochen, dass MARTYRS &#252;ber diese beiden durchaus gelungenen »Vorg&#228;nger« hinausreiche. </p>
<p>Solche extrem hohen Erwartungen zu wecken, ist schon &#228;u&#223;erst gewagt. MARTYRS muss also schon genial sein, um diese auch erf&#252;llen zu k&#246;nnen. Bahnbrechend in den Effekten, neuartig in der Story,  andersartig und einfallsreich. </p>
<p>Im Folgenden wird etwas um den hei&#223;en Brei herumgeredet, da keinerlei Aufl&#246;sungen verraten werden sollen, die nicht auch in der Filmbeschreibung sowie im Trailer schon benannt wurden. Allerdings gibt es im dramaturgischen Sinne schon eine Art von abstrakter Aufl&#246;sung, die jedoch nicht inhaltlicher Art ist. </p>
<p>Fangen wir mit Punkt Zwei an: die Story. MARTYRS ist so konstruiert, dass niemand wei&#223;, was mit der zehnj&#228;hrigen Julie passiert ist. Es ist lediglich bekannt, dass sie in einem Keller gequ&#228;lt und festgehalten wurde. Dass sie nicht vergewaltigt wurde, dass es ihr gelungen ist, zu fliehen und, dass sie selbst nicht wirklich wei&#223;, was genau passiert ist. </p>
<p>Im ersten Moment klingt das &#228;u&#223;erst spannend, weil sich jeder die schrecklichsten Dinge ausmalt. Sie wurde nicht vergewaltigt. Oh Gott! Was um Himmels Willen ist nur mit ihr passiert? Wie lautet doch der Werbetrailer von 13TH STREET? &#8211; Es ist nur in Deinem Kopf. Und das ist immer das Schrecklichste. </p>
<p>Im zweiten Moment greift aber eine f&#252;r MARTYRS verheerende dramaturgische Regel: Ab da kann die Story nur noch verlieren, denn jetzt muss sie anfangen zu enth&#252;llen. Nach ca. 20 Minuten, in denen MARTYRS noch einmal das aufbereitet, was der Rezipient durch die Filmbeschreibung und den Trailer schon wei&#223;, muss Pascal Laugier die Story weiterlaufen lassen. Er k&#228;mpft gegen die Phantasie des Zuschauers. Muss sie, wenn m&#246;glich, sogar &#252;bertreffen, zumindest erf&#252;llen. Das ist ein Fight, der nicht zu gewinnen ist. Kann sich jemand was Schrecklicheres vorstellen, als das, was im Kopf abl&#228;uft? Das ist zumindest sehr gewagt. Besser ist: Harmlos beginnen und sich dann steigern. </p>
<p>Viele gelungene Horrorfilme beginnen mit unbeschwerten Teenies, die in Autos rumkurven, gut drauf sind, entspannen. Die also eine hohe Fallh&#246;he haben. Laugier beginnt mit dem Furchtbarem. Der Horrorfilm partizipiert von den Regeln der Trag&#246;die. Wie will er jemanden ganz tief fallen lassen, der nicht einmal gut drauf war und der schon ganz am Anfang so weit unten ist?</p>
<p>Laugier ist nat&#252;rlich nicht doof und wei&#223; das alles auch. Deshalb setzt er alles daran, den Zuschauer so lange wie m&#246;glich im Unklaren zu lassen. Hier setzt Punkt Eins an: die Effekte. Die m&#252;ssen stellvertretend f&#252;r die Story den Fan bei der Stange halten. Schwieriges Terrain. Julie, nun &#228;lter, hat sich also in das Haus begeben, wo sie jahrelang gequ&#228;lt wurde und taucht dort mit einem »todbringendem Jagdgewehr« (Programmheft) auf. Ganz klar m&#252;ssen hier die &#252;blichen Effekte eines Horrorfilms bedient werden, die sich auch in den letzten zwanzig Jahren nicht gro&#223;artig ver&#228;ndert haben. Jemand wird von einem anderen verfolgt, der immer wieder &#252;berraschend auftaucht. Dazwischen gibt es ein paar blutige Szenen von einem Splattergrad von eins bis zehn. </p>
<p>Nun hat Alexandre Aja mit HIGH TENSION gezeigt, dass auch die schon hundertmal gesehenen Muster mit einer kleinen Storyneuheit, die Spannung bis ins Unertr&#228;gliche steigern k&#246;nnen. Einen  Psychopathen als das B&#246;se einzusetzen (die Aufl&#246;sung ist ohne Belang) ist schon mal ein Pluspunkt. Denn diese Figur ist von Natur aus unberechenbar und genau das, n&#228;mlich das Unberechenbare, macht den Horrorfilm aus. Aja spielt also solange wie m&#246;glich mit dem Zuschauer, der das Schlimmste erwartet. Er h&#228;lt ihn allein durch Effekte in Atem. Der sich st&#228;ndig wechselnde Rhythmus von Anspannung und Entspannung ist das wirksame Mittel von HIGH TENSION: die ewig gedehnten Szenen, in denen der Psychopath R&#228;ume durchsucht, gefolgt von hektischen Verfolgungsszenen. Der Bildschirm ist eigentlich mehr schwarz, als dass er irgendetwas zeigt &#8211; Aja l&#228;sst reichlich Platz f&#252;r die Phantasie. Man wei&#223; nie, was der Psychopath als n&#228;chstes tun wird. Am besten n&#228;mlich nicht viel, denn dann ist die Spannung im Kopf vorbei. Erst die Aufl&#246;sung, die Aja so weit wie m&#246;glich hinausz&#246;gert, bringt dann die (erwartete) Entt&#228;uschung. Aber das macht nichts, weil HIGH TENSION 70 minutenlang gut funktioniert hat.</p>
<p>MARTYRS arbeitet mit Methoden, die nicht so recht greifen, weil sie weder vom Splatterfaktor, noch vom Schrecken, Neues zu bieten haben. Es ist alles recht konventionell. Auch der Sound, mit dem INSIDE versuchte, Effekte zu schaffen, spielt bei MARTYRS eine unwesentliche Rolle. </p>
<p>Da MARTYRS im Effektbereich nicht so richtig funktioniert, konzentriert sich der Zuschauer wieder auf die Story. An dieser Stelle kann MARTYRS einen kleinen Punktsieg erzielen. Denn sie entwickelt sich etwas merkw&#252;rdig und im Kopf f&#228;ngt es an zu brodeln, solange man sich nicht nur in die Konsumentenrolle begibt. Man spielt gedanklich also verschiedene Szenarios durch. Mit der Aufl&#246;sung, etwa nach 2/3 des Films, wird das abrupt abgebrochen. Ab da hat der Film verloren und zwar komplett. </p>
<p>Wenn Horrorfilme anfangen zu erkl&#228;ren, sind es keine Horrorfilme mehr. Ich durchschaue das unerkl&#228;rliche B&#246;se und bin schon ein Teil davon, weil ich mich &#8211; notgedrungen &#8211; damit identifizieren muss, allein, um es zu verstehen. Wenn ich mich &#228;ngstigen will, m&#246;chte ich das B&#246;se aber nicht verstehen. Das muss immer das Andere sein, das unerkl&#228;rliche und absolute B&#246;se bleiben, das man nie verstehen wird. </p>
<p>Es muss nicht schlimm sein, wenn ein Horrorfilm auch mal einen Genre&#252;bergriff wagt &#8211; wenn es originell ist und Sinn macht! Aber bei MARTYRS ist die Aufl&#246;sung weder schrecklich noch besonders neu. Zudem wurden hohe Horrorerwartungen geweckt, durch PR, durch die Story, durch meine Phantasie &#8211; und dann die Entt&#228;uschung&#8230;</p>
<p>Na ja. Ganz ehrlich? Ist nicht schlimm, weil Horrorfans daran gew&#246;hnt sind. Schlie&#223;lich steht das Genre unter extremen Druck. Es muss ja auch ganz sch&#246;n viel leisten.<br />
Ein kleiner Tipp von drei Horrorfreunden: H&#228;tte man die Erkl&#228;rung/Wendung (ACHTUNG &#8211; T&#214;DLICH F&#220;R DIESES GENRE!) weggelassen, die Szenen aber weiter so gedreht (gelungen: die Schlussszene, die an ROSEMARIES BABY erinnert), ein bisschen mehr drastischen Splatter eingebaut &#8211; (im letzten Drittel) &#8211; vielleicht w&#228;re der Film gar nicht mal so uninteressant geworden. Am wichtigesten ist jedoch, nicht immer alles aufkl&#228;ren zu wollen. Aufkl&#228;rung hei&#223;t verstehen und verstehen hei&#223;t keine Angst haben. </p>
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