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	<title>Blog zum Hof &#187; Horrorfilm</title>
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		<title>8. Fantasy Filmfest Nights &#8211; Es darf gern geschrien werden</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. Den Auftakt bilden M&#252;nchen und Stuttgart (13.3./14.3.), gefolgt von Berlin und Hamburg (20.3./21.3.), N&#252;rnberg (26.3./28.3.), K&#246;ln (26.3./27.3.) und Frankfurt (27.3./28.3.). Die zehn H&#228;ppchen bilden einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/FF09_Cover_Berlin.jpg" alt="" title="FF09_Cover_Berlin" width="150" height="150" class="alignleft size-full wp-image-3572" /></a> Nach der Berlinale ist vor den Fantasy Filmfest Nights. Jedes Jahr im M&#228;rz gibt es f&#252;r Fantasy-Filmfest-Fans einen Appetizer, bevor der Hauptgang im Sommer serviert wird. Ein Wochenende, zehn Filme. </p>
<p>Den Auftakt bilden <strong>M&#252;nchen</strong> und <strong>Stuttgart </strong>(13.3./14.3.), gefolgt von <strong>Berlin</strong> und <strong>Hamburg</strong> (20.3./21.3.), <strong>N&#252;rnberg</strong> (26.3./28.3.), <strong>K&#246;ln</strong> (26.3./27.3.) und <strong>Frankfurt</strong> (27.3./28.3.). </p>
<p>Die zehn H&#228;ppchen bilden einen Querschnitt des modernen Genrefilms vom Anime, in dem sich ein Hacker der Identit&#228;t eines fremden Internet-Avatars bem&#228;chtigt und damit die Weltherrschaft an sich rei&#223;t, &#252;ber SciFi-Horror, in dem Vampire die Welt regieren und Menschen als Nahrungsqelle halten bis hin zu biogenetischen Tier-Mensch-Hyprid-Experimenten, Zombies in Vorortplattenbauten und J-Horror in 3D. Die Filme kommen aus Japan, Frankreich, Spanien, Gro&#223;britannien und den USA. Ein Blick auf die nationalen Filmschmieden des Genrefilms.<span id="more-3571"></span></p>
<p><strong>Horror-Realismus, made in Spain . . .</strong></p>
<p>Zun&#228;chst sei da der spanische <strong>[REC]2</strong> genannt, der in Deutschland nun endlich mal zu sehen ist. Beim FFF 09 war ich entt&#228;uscht, dass das Sequel nicht im Programmheft stand. Im Herbst gab es ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen Kinostart (erst angek&#252;ndigt, dann gestrichen), ein Kuddelmuddel mit dem offiziellen DVD-Start (gleiches Prozedere). Inzwischen hat man schon einiges &#252;ber den [REC]-Nachfolger geh&#246;rt, n&#228;mlich nichts Gutes. Als ich dann in einem <em>deadline</em>-Interview mit den Regisseuren las, dass sie selbst ein bisschen mit ihrem Sequel haderten und definitiv keine Fortsetzung planten, hatte ich mit [REC] 2 schon abgeschlossen. Jetzt lese man und staune! Laut  <a target="_blank"href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/media/FFN10_CatalogWEB.pdf">Fantasy-Filmfest-Mini-Katalog (Pdf)</a> sei nun noch ein Prequel sowie ein weiteres Sequel (Ausbruch der Apokalypse) geplant.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/REC_Poster012.jpg" alt="" title="REC_Poster01" width="200" height="256" class="alignright size-full wp-image-3647" /></a></p>
<p>F&#252;r Uneingeweihte ein R&#252;ckblick auf das Original: Ein spanisches Boulevard-Doku-TV-Team à la Vox (»Schneller als die Polizei erlaubt«) »soapt« eine Feuerwehreinheit bei der t&#228;glichen Arbeit. Die quirlig-nervige TV-Moderation Angela und ihr Kamera-Boy m&#252;ssen nicht lange warten: Die Einheit r&#252;ckt aus, um eine hilflos schreiende Alte in einem uralten Mietshaus zu beruhigen. Es handelt sich jedoch nicht um eine demenzkranke, irre Señora, sondern um einen Zombie. Bald befinden sich die Akteure in Qarant&#228;ne (so auch der Titel des US-Remakes). Das Besondere: [REC] verwendet zwar die seit THE BLAIR WITCH PROJECT h&#228;ufig zum Standard erkorene Realismus-&#196;sthetik des Wackel-Camcorders, bindet sie aber an eine Story, die diesen inflation&#228;ren Stil, den die quotenhungrigen TV-Dokus dankbar aufgegriffen haben, auf einer weiteren Ebene kritisiert: Durch die Pen&#228;tranz Angelas, jeden Popel digital festhalten zu wollen, f&#252;hlt sich der Zuschauer als Voyeurist. Auch sonst zeigt dieser absolut gruselige Genre-Film ein exzellentes Gesp&#252;r f&#252;r zeitgen&#246;ssische Zivilisationskrankheiten: Der t&#228;gliche Rassismus krassiert unter den Mietern ebenso wie die hypernerv&#246;se Atmosph&#228;re im Post-9/11. Mit den Eingeschlossenen wei&#223; n&#228;mlich zun&#228;chst auch der Zuschauer nicht genau, worum pl&#246;tzlich alles abgeriegelt ist und Hubschrauber &#252;ber dem Wohnhaus kreisen. Es ist schwer, diese gelungene Story noch zu &#252;bertreffen. Man darf davon ausgehen, dass <strong>[REC]2</strong> nur ein m&#252;des Sequel ist, das tief im Schatten seines erfolgreichen Vorg&#228;ngers steht.  </p>
<p><strong>. . . or in France</strong></p>
<p>Seit l&#228;ngerer Zeit gelten die Franzosen als Geheimtipp in Sachen Horror. Diesen Ruf haben sie einigen interessanten Produktionen zu verdanken, wie <a href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/martyrs-fff-oder-wie-schwer-es-ist-einen-guten-horrorfilm-zu-machen.php" target="_blank">Pascal Laugiers MARTYRS, 2008</a> oder Alexandre Ajas HAUTE TENSION, 2003 oder THE HILLS HAVE EYES, 2006. <a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/la_horde.jpg" alt="" title="la_horde" width="200" height="267" class="alignleft size-full wp-image-3650" /></a> Sie geh&#246;ren neben den Spaniern und den Japanern, zu den Filmnationen, die ihren ganz eigenen cinematographischen Style pflegen und hegen. Und die franz&#246;sischen Filme sprechen ihre eigene Sprache. W&#228;hrend man aber bei den Spaniern vielleicht von einer &#196;sthetik des unterschwellig Bedrohlichen sprechen kann, die w&#228;hrend des Franco-Regimes als Methapher f&#252;r eine verordnete Sprachlosigkeit entwickelt wurde (Carlos Saura wird h&#228;ufig als Vorbild genannt oder Victor Erices EL ESPIRITU DE LA COLOMENA, DER GEIST DES BIENENSTOCKS, 1973) und w&#228;hrend die Japaner die literarische Tradition der unterdr&#252;ckten weiblichen Rache aus dem Jenseits immer wieder aufbereiten, haben die Franzosen keine Horror-Tradition in diesem Sinne. Sie sind echte Autorenfilmer, die Horrorelemente f&#252;r ihren ganz eigenen Stil transformieren, wie LEMMING (Dominik Moll, 2005) und VINYAN (Fabrice Du Welz, 2008). Die Story von <strong>LA HORDE </strong> von Yannick Dahan erinnert allerdings eher ein bisschen an Romeros DAWN OF THE DEAD. In einem heruntergekommenen Vorort-Plattenbau jagen rachs&#252;chtige Cops Verbrecher. Doch dann toben pl&#246;tzlich massenhaft Zombies durch die Platte und beide Parteien sitzen auf dem Dach fest. By the Way: Der Zombie-Papa ist mit <strong>SURVIVAL OF THE DEAD</strong> (Kinostart: 8.4.) ebenfalls vertreten. Ich muss zugeben, dass ich sein DIARY OF THE DEAD nicht gesehen habe. Es soll aber belanglos sein. Angeblich wurde Romero bei SURVIVAL OF THE DEAD von William Wylers Western WEITES LAND beeinflusst. </p>
<p><strong>3-D-Horror-X-Treme aus Japan</strong></p>
<p>3-D hat sich nun sp&#228;testens mit AVATAR etabliert, obwohl schon seit l&#228;ngerer Zeit, Versuche im Gange waren, diese Technik, gerade im Horror-Bereich, breiteren Zuschauermassen schmackhaft zu machen. Generell ist dagegen nat&#252;rlich nichts zu sagen: Irgendwas muss sich die Branche ja einfallen lassen, um die HDV-verw&#246;hnten Potatoes von ihrer Couch wegzulocken. Au&#223;erdem galten die Multiplexe, die einzigen, die sich diese teure Technik leisten k&#246;nnen, lange Zeit als gebeutelte Verlierer. Cameron ist es gelungen, das Ruder noch mal rumzurei&#223;en. Der Mastermind dessen 3-D-Werk <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> (Kinostart: 22.4.) auf den FFF-Nights hoffentlich zum Davon-Laufen ist (im positiven Sinne): Takashi Shimizu. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/shock2.jpg" alt="" title="shock" width="185" height="258" class="alignright size-full wp-image-3652" /></a></p>
<p>Spontan f&#228;llt mir dazu sein JU-ON (2002) und das US-Remake THE GRUDGE (gleicher Regisseur, USA 2004) ein. JU-ON ist ein sehr gelungenes St&#252;ck J-Horror, welches an das Masterpiece RINGU (1998) heranreicht. (Korrektur, 16.4.: Ich hab mir JU-ON letzte Woche noch mal angesehen und hatte wohl eine falsche Erinnerung. JU-ON ist storytechnisch ziemlicher Schrott, eine Aneinanderreihung von Schock-Effekten, welche sich irgendwann auch ersch&#246;pfen. Es gibt eins, zwei nette innovative Effekte, der Rest ist einfallslos.) Da ich den Begriff »J-Horror« verwende, m&#246;chte ich damit betonen, dass ich den Begriffssch&#246;pfern beipflichte, dass es sich beim sogenannten »Japan-Horror« um ein vollkommen eigenes Genre handelt, das von anderen Horrorfilmen, insbesondere den Remakes, abzugrenzen ist: J-Horror erreicht mit minimalen &#228;sthetischen Mitteln, z. B. eine einzige Kameraeinstellung, die nicht in die Gesamtchoreographie passt, ein &#228;u&#223;erst unangenehmes Gef&#252;hl. Das Remake arbeitet weniger mit einzelnen Disharmonien. Es ben&#246;tigt einen gesamten Szenenaufbau, arbeitet brachialer, weicht letztendlich immer mehr auf Sound-Effekte aus. Das US-Remake von RINGU, THE RING (2002) f&#252;llt die L&#252;cken, die das japanische Original hinterl&#228;sst, mit Erkl&#228;rungen und Motiven. Der J-Horror reicht weit zur&#252;ck auf die literarische, traditionelle Geistergeschichte, die keinerlei logischer Motive, was das Wirken Toter betrifft, bedarf. Die Story von <strong>THE SHOCK LABYRINTH</strong> ist &#8211; nun ja &#8211; traditionell: Eine tote Freundin, die w&#228;hrend eines heimlichen Besuchs in einem Gruselkabinett (wahrscheinlich die japanische Variante der Geisterbahn) zu Tode kam l&#228;sst wieder von sich h&#246;ren. Schuldig sind nat&#252;rlich die jugendlichen Protagonisten, die nach dem Zehn-Kleine-&#228;h-M&#228;nnlein-Prinzip dezimiert werden. Und nat&#252;rlich ist so ein Grusellabyrinth besonders geeignet, in 3 D dargestellt zu werden. Hoffentlich ist THE SHOCK LABYRINTH wirklich J-Horror und nicht krachiges 3-D-Kino à la AVATAR. </p>
<p>Das Anime<strong> SUMMER WARS</strong> lief schon auf der Berlinale. Hier mal ein <a href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/124_welt_am_draht%3A_mamoru_hosadas_%27summer_wars%27" target="_blank">Perlentaucher-Text</a>. </p>
<p><strong>Starbesetzte us-amerikanische Standardcoproduktionen</strong><br />
<strong><br />
DAYBREAKERS </strong>wird in Deutschland nur auf DVD vermarktet (ab 16.7.) und ist mit lauter Stars besetzt: Willam Dafoe, Ethan Hawke, Isabel Lucas, Sam Neill &#8211; mir ein bisschen zu fett. Story in Schlagworten: Zukunft, Vampirherrschaft, Menschen pflanzen sich zu langsam fort, Vampir-Panik, fieberhafte Suche nach Ersatzstoff, Widerstand unter den Menschen. </p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ayYiMygqlfo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Sieht nach actionreichem, uninteressantem US-Standardkino aus<br />
</strong></p>
<p>Eine Nummer kleiner (Adrien Brody &#038; Sarah Polley), ambitionierter und vermutlich mit B-Movie-Einschl&#228;gen ist <strong>SPLICE</strong>. Dieser l&#228;uft sp&#228;ter im Kino (3.6.). Die Story stammt aus der Feder des CUBE-Sch&#246;pfers Vincenzo Natali, der auch Regie f&#252;hrte. Jungen Eheleuten, erfolgreiche Biogenetik-Forscher, die Tiere miteinander kreuzen, also Hybride fabrizieren, geht das Geld aus. Um die Schlie&#223;ung ihres Labors zu verhindern, brauchen sie etwas Spektakul&#228;res: eine Mensch-Tier-Kreuzung. Diese sieht zun&#228;chst wie ein glipschiges Huhn, sp&#228;ter wie ein au&#223;erirdisches Baby und schlie&#223;lich wie Sinhead O Connor aus (na ja, vielleicht nicht ganz so h&#252;bsch).</p>
<p><object width="350" height="200"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6GBWU6RjiLM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350" height="200"></embed></object></p>
<p><strong>Die »Geburt« eines menschlichen H&#252;hnchens.</strong></p>
<p><strong>British Special</strong></p>
<p>Die Briten sind mit zwei Filmen vertreten. <strong>RED RIDING: 1974</strong> basiert auf dem ersten Teil einer Bestseller-Trilogie von David Peace. Die Story ist klassisch. In Yorkshire jagt der karrierehungrige Reporter Scoop (Andrew Garfield) einen Serienkiller, der Schulm&#228;dchen abmurkst. Bald wird er aber der Gejagde, da es korrupte Bullen gibt, die nicht wollen, dass Scoop herumschn&#252;ffelt.  Laut Katalog soll der 70th-Style beeindruckend authentisch sein: Klamotten, Autos, Tapete, Haartrachten. Der Film wurde auf 16mm gedreht und dann auf 35mm aufgeblasen, um einen 70er Jahre-Neo-Noir-Thriller-Eindruck zu erwecken. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/03/HEARTLESS_poster_8.jpg" alt="" title="HEARTLESS_poster_8" width="200" height="151" class="alignright size-full wp-image-3674" /></a> </p>
<p>Der zweite Film <strong>HEARTLESS </strong> spielt in der klaustrophobischen und anarchischen Atmosph&#228;re des Londoner East Ends der Gegenwart. Eine maskierte Gang kontrolliert das Viertel &#8211; in Wirklichkeit sind es aber keine Homies, sondern b&#246;se H&#246;llenwesen. Der Protagonist, gespielt von Jim Sturgess, der f&#252;r HEARTLESS auch drei Songs performt hat, geht einen Teufels-Pakt ein, damit er besser aussieht &#8211; er hat n&#228;mlich ein scheu&#223;liches Muttermal im Geschicht. Daf&#252;r muss er allerdings t&#246;ten.</p>
<p><strong>Filml&#228;ngen: </strong></p>
<p>THE SHOCK LABYRINTH, 89 Min.<br />
SPLICE, 107 Min.<br />
SUMMER WARS, 114 Min.<br />
SURVIVAL OF THE DEAD, 90 Min.<br />
THE COLLECTOR, 88 Min.<br />
DAYBREAKERS, 98 Min.<br />
HEARTLESS, 110 Min.<br />
LA HORDE, 90 Min.<br />
[REC] 2, 85 Min.<br />
RED RINDING: 1974, 102 Min. </p>
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		<title>Thirst – Vampir mit Herz</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 17:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[FFF 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Chan-Wook Park]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Chan-Wook Park S&#252;dkorea 2009 133 Min. Deutscher Kinostart: 15.10.2009 (MFA-Film) ! Kritik mit Spoiler ! Explosive Mischung aus konventioneller Literatur-verfilmung und blutr&#252;nstig-erotischer Vampirthematik (FFF09) Der katholische Priester Sang-hyeon reist nach Afrika, wo der t&#246;dliche Emmanuell-Virus herrscht. Er stellt sich f&#252;r Experimente zur Verf&#252;gung, die helfen sollen, die gef&#252;rchtete Krankheit zu besiegen. Doch er infiziert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Chan-Wook Park<br />
S&#252;dkorea 2009<br />
133 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 15.10.2009 </strong> (MFA-Film)<br />
<strong>! Kritik mit Spoiler !</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2358" title="Thirst-0535" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Thirst-05352.JPG" alt="Thirst-0535" width="350" height="234" /></p>
<p><strong>Explosive Mischung aus konventioneller Literatur-verfilmung und blutr&#252;nstig-erotischer Vampirthematik</strong> (FFF09)</p>
<p>Der katholische Priester Sang-hyeon reist nach Afrika, wo der t&#246;dliche Emmanuell-Virus herrscht. Er stellt sich f&#252;r Experimente zur Verf&#252;gung, die helfen sollen, die gef&#252;rchtete Krankheit zu besiegen. Doch er infiziert sich und stirbt klinisch, erwacht aber kurz darauf zu neuem Leben. Von nun an wird er von allen wie ein Auserw&#228;hlter mit Wunderkr&#228;ften behandelt, so auch von der Familie Ra. Dort trifft er seine ungl&#252;ckliche Freundin Tae-joo aus Kindertagen wieder, die als Waise von Frau Ra aufgenommen und als eine Art Aschenputtel gehalten wird. Frau Ra hat auch die Zwangsheirat mit ihrem trotteligen, ewig verschnupften und vulg&#228;ren Sohn Kang-woo, veranlasst. <span id="more-2357"></span></p>
<p>Der Priester wird zur w&#246;chentlichen Mahjong-Runde eingeladen und bald entwickeln sich zarte Gef&#252;hle zwischen ihm und Tae-joo. Gleichzeitig muss Sang-hyen auch erkennen, dass er starken Durst auf Blut versp&#252;rt. Er leidet auch unter Sonnenunvertr&#228;glichkeit, empfindlichen Sinnen und erfreut sich ungeheurer K&#246;rperkr&#228;fte. Der eingefleischte Priester ger&#228;t in einen unl&#246;sbaren Konflikt: Er braucht das Blut anderer, darf und will aber nicht t&#246;ten. Seine Blutlust ist gleichzeitig gepaart mit k&#246;rperlicher Lust und es dauert nicht lange, da fallen Tae-joo und er wild &#252;bereinander her. Tae-joo f&#252;hlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben gl&#252;cklich und will Kang-woo loswerden. Als Sang-hyeon Wunden an ihrem Bein entdeckt, geht er davon aus, dass ihr Ehemann sie schl&#228;gt. Tae-joo &#252;berredet den Priester-Vampir, ihren Ehemann zu t&#246;ten. Doch danach ist es nichts mehr so zwischen den beiden wie zuvor – sie k&#246;nnen mit dem Mord nicht leben.</p>
<p>Die Geschichte um die ungl&#252;ckliche Waise, die zwangsverheiratet wurde und mit dem besten Freund ihres Mannes eine heimliche, leidenschaftliche Beziehung f&#252;hrt, was schlie&#223;lich in einem gemeinsam geplanten Mord endet, adaptierte Park aus Zolas Roman »Thérèse Raquin« (1867). Ebenso die gegenseitigen Schuldzuweisungen und den gemeinsamen Selbstmord des Paares. Entsprechend konventionell ist auch die Liebes-Story und die Ausstattung: Das Wohndesign k&#246;nnte auch aus einer Thomas-Mann-Verfilmung der 70er stammen. Die Anreicherung dieser Liebesgeschichte mit der Vampir- und Priesterthematik stammt aus Parks Feder, der auch das Drehbuch zu seinem Film schrieb. Visuell ergibt sich daraus einer interessante Mischung zwischen traditioneller Literaturverfilmung aus dem 19. Jahrhundert und blutigen Splatter- und ausgiebigen Sexszenen. Trotz des dramatischen Themas ist der Film stellenweise sehr schwarzhumorig. Mit der Vampir-Pristerthematik ver&#228;ndert der koreanische Regisseur Zolas Intention deutlich.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2368" title="thirst_park_chan_wook_3b" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/thirst_park_chan_wook_3b1.jpg" alt="thirst_park_chan_wook_3b" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Vampir-Priester Sang-hyen: Kang-ho Song</strong></p>
<p>Émile Zola, ein Vorl&#228;ufer und Vorbild der Naturalisten, ging es haupts&#228;chlich darum, das Wesen der »menschlichen Bestie« darzustellen. Dazu eigneten sich die Naturalisten verschiedenste Theorien an, wie den Positivismus. Diese suchten nach einer naturwissenschaftlichen Methode, um die menschlichen Handlungen zu erkl&#228;ren. Die Naturalisten interpretierten das streng als Input gleich Output. Das Fatale an dieser Theorie ist, dass sie davon ausgingen, dass die menschlichen Handlungen determiniert, also vollkommen unfrei sind.</p>
<p>Wenn Thérèse ihren Ehemann in Zola Roman also hasst, dann deshalb weil ihr Charakter neurotisch und unbefriedigt ist und dem ihres Ehemannes ruhig und passiv, entgegensteht. Ohne, dass sie eine Wahl hat. Sie wird also unfreiwillig zum Mord getrieben.</p>
<p>Bei Parks THIRST ist das wesentlich anders. Als Determinismus f&#252;hrt er die Vampirthematik ein, die zu unfreiwilligen Handlungen f&#252;hrt. Doch bei ihm haben auch Getriebene eine Wahl in der Art ihrer Mittel. So entwickeln sich in Sang-hyen und Tae-joo, zwei gegens&#228;tzliche Prinzipien des Vampir-Daseins: Nachdem der Priester erkennen muss, dass ihr Ehemann sie niemals geschlagen hat, ist die gl&#252;ckliche Beziehung zwischen den Beiden gest&#246;rt. In einer dramatischen Geste in der Tae-joo dem Priester die alleinige Schuld f&#252;r den Mord gibt, fordert sie ihre T&#246;tung. Sang-hyen schlitzt sie auf, kann jedoch nicht mit ansehen, wie seine Geliebte stirbt. Er spendet ihr Blut und sie wird auch Vampirin. W&#228;hrend der Priester sich auch nach seiner Vampirwerdung moralisch-ethischen Grunds&#228;tzen verpflichtet sieht, lebt Tae-joo ihre Blut- und Mordlust bald mit aller Inbrunst aus. Er hingegen entwickelt einfallsreiche Ideen, auch noch als Vampir menschlich zu handeln. So richtet er sich seine »private Blutbank« ein, und zapft nur das Blut von Koma-Patienten, Selbstm&#246;rdern und Krebskranken an.</p>
<p>Zum offenen Bruch zwischen den Beiden kommt es, als sie bei der Mahjong-Runde als M&#246;rder entlarvt werden. Tolle Szene: Die inzwischen querschnittsgel&#228;hmte Mutter und einzige Mitwisserin versucht den Anwesenden das durch Blinzeln mitzuteilen. Die gesamte Mahjong-Runde r&#228;t wild wie bei einem Buchstabenquiz herum, w&#228;hrend Tae-joo vergeblich versucht die Raterei zu verhindern. Als die Spieler endlich die richtige L&#246;sung erraten haben, bleibt ihnen der Mund offen stehen. Leider haben sie aber nicht den Jackpot geknackt, sondern ihr Todesurteil gef&#228;llt. Tae-joo saugt alle mit Vergn&#252;gen aus &#8211; Sang-hyen ist entsetzt. Tae-joo kontert, sie sei ja schlie&#223;lich kein Mensch und f&#252;hle sich keinen Grunds&#228;tzen mehr verpflichtet. Da er den Einfluss auf seine Geliebte nun endg&#252;ltig verloren hat, bleibt ihm nur noch ein Ausweg.</p>
<p>Der Konflikt des Vampirwesens/Halbvampirs, t&#246;ten zu m&#252;ssen, ohne es zu wollen, ist nicht neu. Park greift es auf und thematisiert den inneren Konflikt zwischen Gut und B&#246;se erneut. Kann ein bluts&#252;chtiges Wesen, dass eigentlich kein Mensch mehr ist, trotzdem nach humanen Grunds&#228;tzen handeln? Neu ist, dass der Vampirpriester es tats&#228;chlich schafft, diesen Wiederspruch zu l&#246;sen. Er bleibt human und ist doch gleichzeitig ein Vampir. Park entwickelt damit eine neue Variante des Genres.</p>
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		<title>Deliver Us From Evil – Erl&#246;se uns vom B&#246;sen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 16:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Ole Bornedal D&#228;nemark/Schweden 2009 93 Min. Hat sich im Haus verschanzt: Johannes aus dem bitterb&#246;sen DELIVER US FROM EVIL (FFF 09) Der Beginn, wenn die Protagonisten vorgestellt werden, erinnert ein bisschen an Leones »The Good, the Bad and the Ugly«: das gl&#252;ckliche und beruflich erfolgreiche Paar Johannes und Pernille mit ihren beiden aufgeweckten Kindern; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Ole Bornedal<br />
D&#228;nemark/Schweden 2009<br />
93 Min. </p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Deliver_06.jpg" alt="Deliver_06" title="Deliver_06" width="250" height="375" class="alignleft size-full wp-image-2334" /></p>
<p><strong>Hat sich im Haus verschanzt: Johannes aus dem bitterb&#246;sen DELIVER US FROM EVIL</strong> (FFF 09)</p>
<p>Der Beginn, wenn die Protagonisten vorgestellt werden, erinnert ein bisschen an Leones »The Good, the Bad and the Ugly«: das gl&#252;ckliche  und beruflich erfolgreiche Paar Johannes und Pernille mit ihren beiden aufgeweckten Kindern; der cholerisch-poltrige Looser Lars, der sich immer und von allem – am meisten vom Leben selbst – betrogen f&#252;hlt, der arme, etwas merkw&#252;rdige Au&#223;enseiter Alain vom Balkan und die herzensgute Christin Anna. Und dann f&#228;hrt Lars Anna auch noch &#252;ber den Haufen. Die Karten scheinen hier schon von vorneherein verteilt – wer der B&#246;se ist und wer der Gute. <span id="more-2333"></span></p>
<p>Als Lars einen Schuldigen pr&#228;sentiert, n&#228;mlich den »Neger-Alain«, entwickelt sich die nette Dorfgemeinschaft in Bornedals extrem d&#252;steren, farbgebleichtem Film, schnell zu einem Lynch-Mob. Der gute Johannes – die Analogie zu seinem Namenspatron aus der Passionsgeschichte ist sicherlich nicht zuf&#228;llig – gew&#228;hrt Alain Schutz in seinem Haus, doch die rasende Dorfgemeinschaft steht schon vor der T&#252;r. Als Pernille, mit den weinenden Kindern im Arm, Johannes bittet, Alain rauszuschicken, geht eine merkw&#252;rdige Wandlung in ihm vor. </p>
<p>DELIVER US FROM EVIL ist vielschichtig. Der Begriff des biblischen B&#246;sen – nicht nur der Titel verweist darauf – sondern das Vater-Unser »[…] F&#252;hre uns nicht in Versuchung, sondern erl&#246;se uns von dem B&#246;sen […]« wird im Film auch komplett zitiert. Die anf&#228;nglichen, scheinbar eindeutigen Zuweisungen von Gut-Menschen und B&#246;sewichtern werden am Ende infrage gestellt, als Johannes und ja auch Pernille, die sich aus allem raushalten wollte, zu rabiaten Mitteln (Splatterelemente) greifen, um sich von ihren Peinigern zu befreien. </p>
<p>Pernille wird zu Beginn von den Kindern gefragt wird, warum es b&#246;se Menschen gibt und sie antwortet, es g&#228;be keine b&#246;sen Menschen, sie zeigen nur, dass sie geliebt werden wollen. Diese Verflachung wird ad absurdum gef&#252;hrt. Dass das biblische Gute in einem Kollektiv, das selbst schon rasender P&#246;bel ist, kaum zu h&#228;ndeln ist, wird schon zwischen Johannes und den Dorfprolls deutlich. Als sie ihn als »M&#246;rderfreund« beschimpfen, ranzt Johannes »biersaufende Sozialschmarotzer« zur&#252;ck und gie&#223;t damit ordentlich &#214;l ins Feuer. Neiden ihm die Sozialhilfeempf&#228;nger seinen Erfolg, sein Haus, seine Familie schon lange und warten nur auf eine Gelegenheit, zuzuschlagen. </p>
<p>Insofern zeigt Ole Bornedal wie extrem schwierig die Forderung »Deliver us from Evil – Erl&#246;se uns vom B&#246;sen«, also halte uns von b&#246;sen Handlungen ab, einzuhalten ist. Dazu braucht es nicht mal einen aufr&#252;hrerischen, mordenden Mob. Es gen&#252;gt schon, dass wir in einer &#252;blen Welt, in der nicht Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, leben. </p>
<p>Hinzuf&#252;gung: Referenzen zu Peckinpahs »Straw Dogs« sind offensichtlich. Kannte ich beim Schreiben des Artikels noch nicht. </p>
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		<title>FANTASY FILMFEST 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 16:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen startet das Fantasy Filmfest zum 23. Mal in Berlin (18.8.) und Hamburg (19.8.), gefolgt von K&#246;ln, Frankfurt (26.8.) und N&#252;rnberg (27.8.). Die Stuttgarter und M&#252;nchener Genrefans d&#252;rfen sich noch bis zum September (1./2.9.) vorfreuen. Das Programm besticht mal wieder durch ein weitgef&#228;chters Spektrum. Eine Filmauswahl. FRESH BLOOD (Wettbewerb)/SPECIAL SCREENING Zw&#246;lf Newcomer konkurrieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In wenigen Tagen startet das Fantasy Filmfest zum 23. Mal in Berlin (18.8.) und Hamburg (19.8.), gefolgt von K&#246;ln, Frankfurt (26.8.) und N&#252;rnberg (27.8.). Die Stuttgarter und M&#252;nchener Genrefans d&#252;rfen sich noch bis zum September (1./2.9.) vorfreuen. Das Programm besticht mal wieder durch ein weitgef&#228;chters Spektrum. Eine Filmauswahl.<br />
<strong><br />
FRESH BLOOD (Wettbewerb)/SPECIAL SCREENING</strong></p>
<p>Zw&#246;lf Newcomer konkurrieren um den Fresh Blood Award.</p>
<p>Ein hei&#223;er Kandidat des vom Publikum vergebenen Preises ist Duncan Jones’ Science-Fiction-Thriller <strong>MOON</strong>: Nach dreij&#228;hriger Isolation auf einer Mondbasis darf Ingenieur Sam (Sam Rockwell) endlich wieder auf die Erde. Da die Funkverbindung zur Erde abbrach, ist Stationsroboter Gerty (Kevin Spaceys Stimme) Sams einziger Kontakt. Doch dann treten unerwartete Ereignisse ein, die Sams R&#252;ckkehr verhindern…</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<div id="attachment_2202" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2202" title="Moon_exteriorcrash" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Moon_exteriorcrash.jpg" alt="Statt VFX, kleine Miniaturmodelle vom Mond: MOON" width="400" height="173" /><p class="wp-caption-text">Statt VFX, kleine Miniaturmodelle vom Mond: MOON, FFF09</p></div>
</td>
</tr>
</table>
<p>Jones Inspirationsquelle waren die Science-Fiction-Filme der sp&#228;ten 70er/fr&#252;hen 80er, in denen Blue-Collar-Worker (Ripley aus »Alien«,  Freeman Lowell aus »Silent Running«), als Helden gegen entmenschlichte Global Players antraten. <span id="more-2201"></span> Den Soundtrack schrieb Clint Mansell, der Composer von »Requiem for a Dream«. F&#252;nf Millionen Dollar hat die Produktion gekostet. Klingt nach einer sympathischen Independent-Hommage, die zudem offenbar auch &#252;berzeugend ist: Preise auf zwei kleineren Festivals hat MOON bereits gewonnen.</p>
<p>In einer weiteren viel versprechenden Sci-Fi (SPECIAL SCREENING), produziert von Peter Jackson, leben au&#223;erirdische Fl&#252;chtlinge im Auffanglager <strong>DISTRICT 9</strong> in Johannesburg. Sie verf&#252;gen &#252;ber Waffentechnologien, die nur mit ihren Genen nutzbar sind. Somit sind sie f&#252;r die Menschen ohne Wert und bald macht sich bald chauvinistischer Missmut unter den Erdlingen breit.</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/district9_2219.jpg" alt="DISTRICT 9" title="DISTRICT 9" width="400" height="262" class="alignleft size-full wp-image-2208" />
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Die Heimat au&#223;erirdischer Immigranten: Der DISTRICT 9 (FFF 09)</strong></p>
<p>Dieser eskaliert als ein Mitarbeiter einer Private Company, die vorgeblich f&#252;r die »Abschottung und Integration« (!) zust&#228;ndig ist, in Wirklichkeit aber nach au&#223;erirdischen Waffen sucht, sich mit Alien-DNS infiziert. Er wird zum Most-Wanted of the world, da er nun die Biowaffe nutzen kann. DISTRICT 9 vereint Sozialkritik, Action und Science-Fiction und startet am 10.9. (Sony Pictures) regul&#228;r in den Kinos.</p>
<p><strong>DREAD</strong> bassiert auf Clive Barkers Kurzgeschichte »Moloch Angst« aus der Kurzgeschichten-Anthologie »B&#252;cher des Blutes« (u. a. auch »Midnight Meat Train«, »Candyman«): Quaid, Steve und Cheryl interessieren sich f&#252;r einen Abschlussfilm f&#252;r die tiefsten &#196;ngste anderer. Doch w&#228;hrend es f&#252;r Steve und Cheryl nur ein Uni-Projekt ist, wird die Reise zur dunklen Seite der menschlichen Seele f&#252;r Quaid zur Besessenheit.</p>
<p><strong>TRICK ´R TREAT</strong> kann es nicht lassen und nimmt sich eines klassischen Horror-Themas an: Es ist mal wieder Halloween. Vermutlich soll das Deb&#252;t von Michael Dougherty (Drehbuchautor von »X-Men 2«; »Superman Returns«) auf seine Starttauglichkeit im Herbst (Warner) getestet werden. Bleibt zu hoffen, dass es neben den &#252;blichen, ganz netten Scary-Effekten gen&#252;gend Ironie und Einfallsreichtum mitbringt, um nicht den hundertsten Aufguss eines etwas ausgenudelten Themas aufzutischen. Der Trailer sieht zumindest teilweise ganz viel versprechend aus.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ggDNhd5FC2U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ggDNhd5FC2U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>1822 fl&#252;chteten acht Fl&#252;chtlinge von der britischen Gef&#228;ngnisinsel Sarah Island. Ausger&#252;stet mit nur einer Axt schlugen sie sich durch die tasmanischen W&#228;lder Australiens. Am Ende &#252;berlebte nur einer: Alexander Pearce, der f&#252;nf seiner Kameraden verspeist hatte. Kurze Zeit darauf wird er gefasst und hingerichtet.</p>
<div id="attachment_2216" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Van-Diemens-Land_convict-Bodenham-Thomas-Wright_cNoise_Light_Ellery-Ryan.jpg" alt=" " title="" width="400" height="193" class="size-full wp-image-2216" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><strong>Strafgefangener Bodenham in VAN DIEMEN`S Land</strong> (FFF 09)</p>
<p>Mit <strong>VAN DIEMEN´S LAND</strong> (so hie&#223; Tasmanien urspr&#252;nglich) wurde die Alexander-Pearce-Story in k&#252;rzester Zeit erneut verfilmt (siehe <a href="http://www.imdb.com/title/tt1099204/" target="_blank">»The Last Confession of Alexander Pearce«</a>). Regisseur Jonathan auf der Heide schuf einen ruhigen Landschaftsfilm mit ausgeblichenen Farben und poetischen Off-Kommentaren, »Let God have his Heaven. I am blood«, die das aussichtslose Schicksal der Todgeweihten widerspiegeln.</p>
<p><strong>FOCUS ASIA</strong></p>
<p>Der aktuelle Chan-wook widmet sich dem alten Vampirstoff und variiert ihn neu: Ein Priester (Kang-ho Song &#8211; »The Host«) will der Menschheit etwas Gutes antun und nimmt an einem freiwilligen Impftest in Afrika teil. Dort infiziert er sich mit dem Emmanuell-Virus und stirbt. Nach einer Bluttransfusion erwacht nicht nur er wieder zum Leben, sondern auch eine noch nie empfundene Fleisches- und Blutlust, die ihn in ein moralisches Dilemma st&#252;rzt. THIRST gewann in Cannes den Gro&#223;en Preis der Jury. Chan-wook soll bei der Vorstellung am 23.8. in Berlin anwesend sein.</p>
<p>Mamoru Oshii (»Ghost in the Shell«) animierte mit <strong>SKY CRAWLERS</strong> einen Bestseller von  Hiroshi Mori: Nachdem endlich Weltfrieden herrscht, werden Kriegsspiele zur Zerstreuung der Bev&#246;lkerung erfunden. Der Luftraum wird von einer genmanipulierten Kaste verteidigt, von Kildren, Teenagern, die nie altern. Sie sterben dabei zu Tausenden.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/SKY_08.jpg" alt="SKY_08" title="SKY_08" width="400" height="225" class="alignleft size-full wp-image-2219" /></p>
<p><strong>Inszenierte Luftk&#228;mpfe als Massenunterhaltung: SKY CRAWLERS </strong>(FFF 09)</p>
<p>Auch Kildren-Pilot Yuichi, der auf einem St&#252;tzpunkt in Rostock arbeitet, muss begreifen, dass er nur dazu dient, um von den Konzernen verheizt zu werden. Der st&#228;ndig wiederkehrende Alltag, Warten auf Einsatzbefehle, gef&#228;hrliche K&#228;mpfe und abendliche Barbesuche, befriedigen ihn nicht l&#228;nger. Die Story klingt zwar viel versprechend, die Kritiken im Netz aber bescheinigen Mamoru Oshiis Plot eine gewisse Oberfl&#228;chlichkeit und Verwirrtheit.</p>
<p>Der s&#252;dkoreanische <strong>HANSEL AND GRETEL</strong> adaptiert das Motiv der verlassenen und misshandelten Kinder, hat aber ansonsten nicht viel mit dem M&#228;rchen-Klassiker zu tun.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/Hensel_I9S41481.jpg" alt="Hensel_I9S4148" title="Hensel_I9S4148" width="250" height="376" class="alignleft size-full wp-image-2222" /></p>
<p><strong>Surreal und bizarr: HANSEL AND GRETEL </strong>(FFF 2009)</p>
<p>Nach einem Autounfall erwacht Eun-Soo aus der Bewu&#223;tlosigkeit und wird von einem kleinen M&#228;dchen tief hinein in den Wald zu einem Haus gef&#252;hrt, dessen Inneres von Andy Warhol designt sein k&#246;nnte: grellbunte Spielzeuge und S&#252;&#223;igkeiten und viele Hasen an den W&#228;nden. Die Ausstattung stammt von Produktionsdesigner Seong-hee (»The Host«, »Old Boy«). Drinnen erwartet Eun-Soo eine Bilderbuchfamilie. Doch als die Eltern die Kinder urpl&#246;tzlich verlassen, kippt die Situation schlagartig ins Gruselige.</p>
<p><strong>SELECTED FEATURES</strong></p>
<p>Die schlechte Nachricht zuerst. Nein, es wird kein <strong>[REC] 2</strong> geben. Vermutlich hat das Fantasy Filmfest gegen Venedig und Toronto verloren, die ihn im Programm haben. Regul&#228;rer Kinostart ist der 29.10.</p>
<p>Organisatorin Frederike Dellert hob auf Radio Eins hervor, dass 2009 ein Kom&#246;dienjahr sei. Das trifft wohl vor allem auf die britisch-irische Auswahl zu.</p>
<p>Die Low-Budget-Splatterkom&#246;die DOGHOUSE von Jake West (»Evil Aliens«, FFF 05) wird im Programmheft in einem Atemzug mit »Shaun of the Dead« genannt: Ein paar prollige Dosenbier-Machos fahren &#252;bers Wochenende aufs Land, wo sie von weiblichen Zombies angegriffen werden.</p>
<div id="attachment_2273" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/LVK67-14-Kopie.jpg" alt=" " title="LVK67 14 Kopie" width="300" height="199" class="size-full wp-image-2273" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><strong><br />
Blutr&#252;nstige Vampirchefin Carmilla: LESBIAN VAMPIRE KILLERS</strong> (FFF 09)</p>
<p>The battle of the sexes findet auch in LESBIAN VAMPIRE KILLERS statt: »The crucial difference is, while LVK celebrated its protagonists’ leery lad-mag misogyny, DOGHOUSE points up the Neanderthal blokes’ deep Freudian fear of being castrated by women«, schreibt die Time Out London.<br />
In der  kleinen, schwarzhumorigen, Slapstick-Kom&#246;die A FILM WITH ME IN IT tauchen pl&#246;tzlich Leichen in einer heruntergekommenen Mietswohnung auf. Sie versetzen dem dahinpl&#228;tschernden Leben der beiden Generation-X-lern, ein arbeitsloser Schauspieler und ein M&#246;chtergern-Schriftsteller, einen ordentlichen Schwung. Der irische Film gewann den Spezialpreis der Jury in Istanbul.</p>
<p>Die Kanadier pr&#228;sentieren sich in diesem Jahr eher d&#252;ster und nihilistisch. Besonders auffallend: Sie scheinen gro&#223;e Angst vor ihren Kindern zu haben. Der komplett in schwarz-wei&#223; gedrehte POLYTECHNIQUE basiert auf dem Amoklauf in der École Polytechnique de Montréal.</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/POLY_20.jpg" alt="POLY_20" title="POLY_20" width="400" height="170" class="alignleft size-full wp-image-2274" />
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Der Amokl&#228;ufer: POLYTECHNIQUE</strong> (FFF 09)</p>
<p>1989 t&#246;tete Marc Lépine 14 Frauen, bevor er sich selbst erschoss. Sein Motiv: Die Ablehnung seiner Bewerbung an der Technischen Hochschule, deren Ursache er im Gleichstellungsstellungsgesetz, das Frauen in M&#228;nnerberufen bevorzugt, begr&#252;ndet sah. POLYTECHNIQUE soll stilistische &#196;hnlichkeiten mit Gus van Sants »Elephant« haben.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/C39_08126R.jpg" alt=" " title="CASE 39" width="300" height="200" class="size-full wp-image-2275" /></p>
<p><strong>Wer ist hier wirklich das Opfer? CASE 39 </strong>(FFF 09)</p>
<p>Der us-kanadische ORPHAN geh&#246;rt in die Reihe von B&#246;se-Kinder-Filmen, die die &#196;ngste von Eltern/Sozialarbeitern thematisieren: Die neunj&#228;hrige Waise Esther wird liebevoll von der Pflegefamilie Coleman aufgenommen – ist aber strunzb&#246;se. Genauso wie Lilith in CASE 39 (Kinostart: 15.10. Paramount) – ebenfalls us-kanadisch – und die Kinder in CHILDREN (britisch). In dem kanadischen CRACE ist sogar schon ein S&#228;ugling sehr, sehr b&#246;se und monstr&#246;s.</p>
<p>Der 69j&#228;hrige Argento konnte f&#252;r seinen GIALLO Adrien Brody gewinnen. Sein Film ist auch gleichzeitig eine Hommage an das gleichnamige italiensche Subgenre, in denen psychosexuelle, fetischistische Serienm&#246;rder Frauen abmurksen. Ebenfalls eine Hommage, an die Blaxploitation-Filme der 70er, (»Shaft«) ist BLACK DYNAMITE.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/IA_15.jpg" alt="IA_15" title="IA_15" width="300" height="169" class="alignright size-full wp-image-2282" /></p>
<p><strong>»Where does he buy his drugs?«, fragt sich Terry Gilliam: Bill Plymptons IDIOTS AND ANGLES</strong> (FFF 09)</p>
<p>Der Zeichentrickfilm IDIOTS AND ANGLES funktioniert komplett ohne Dialoge. Der Protagonist des Bill-Plympton-Films (»Hair High«) ist ein ziemliches Arschloch mit Fl&#252;geln. Im Zusammenspiel mit dem Sound von Tom Waits und Pink Martini (»Die Sopranos«) ist der skizzenhafte anarchische Animationsfilm im Noir-Stil sicher ein inspirativer, durchgeknallter Trip.</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.fantasyfilmfest.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a> und komplettes Filmprogramm mit s&#228;mtlichen Credits<br />
<a href="http://f3a.net/uploads/Interview_FFF_2009.pdf" target="_blank">Ausf&#252;hrliches Interview </a>mit Festivalleiter Rainer Stefan &#252;ber Finanzierung und Filmakquise<br />
<a href="http://www.cinemaxx.de/Programm/AktuellesProgramm#900075" target="_blank">Online-Kartenkauf CinemaxX Potsdamer Platz (Berlin)</a><br />
<a href="http://www.cinestar.de/de/kino/berlin-cinestar-original-im-sony-center/filmprogramm/" target="_blank">Online-Kartenkauf Cinestar Potsdamer Platz (Berlin)</a></p>
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		<item>
		<title>Eden Lake (FFF) – Spirale der Gewalt</title>
		<link>http://www.dasblogzumhof.de/festivals/fantasy-filmfest-archiv/fantasy/eden-lake.php</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 12:47:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Regie: James Watkins Gro&#223;britannien 2008 91 Min. Nur Opfer? Jenny (KellyReilly) als Final Girl in EDEN LAKE. Eigentlich sollte es ein romantisches Verlobungswochenende am einsamen Eden Lake werden. Doch nach einer Auseinandersetzung mit »Krawalljugendlichen«, ger&#228;t das P&#228;rchen in einen Strudel der Gewalt. Das 22. Fantasy Filmfest er&#246;ffnet mit einer Weltpremiere. Der intelligente Horrorthriller, das Regiedeb&#252;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> James Watkins<br />
Gro&#223;britannien 2008<br />
91 Min. </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/eden_lake0060.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/eden_lake0060-300x171.jpg" alt="" title="eden_lake0060" width="300" height="171" class="alignnone size-medium wp-image-616" /></a></p>
<h4> Nur Opfer? Jenny (KellyReilly) als Final Girl in EDEN LAKE.</h4>
<p>Eigentlich sollte es ein romantisches Verlobungswochenende am einsamen Eden Lake werden. Doch nach einer Auseinandersetzung mit »Krawalljugendlichen«, ger&#228;t das P&#228;rchen in einen Strudel der Gewalt. Das 22. Fantasy Filmfest er&#246;ffnet mit einer Weltpremiere. Der intelligente Horrorthriller, das Regiedeb&#252;t des Briten James Watkins, kommentiert die Jugendgewaltwelle in Gro&#223;britannien. <span id="more-614"></span></p>
<p>Recht vergn&#252;gt holt Steve seine Freundin Jenny von der Arbeit ab. Die Kinderg&#228;rtnerin und ihr Freund starten in ein lang geplantes Campingwochenende aufs Land. Doch das Unheil k&#252;ndigt sich schon im Autoradio an. Dort wird &#252;ber Jugendkriminalit&#228;t diskutiert. Kurz darauf brettern Kids mit ihren Mountainbikes &#252;ber die rote Ampel Steve direkt vor die K&#252;hlerhaube. Am Eden Lake angekommen, findet das P&#228;rchen eine L&#252;cke im Zaun. Die Gegend um den See ist weitr&#228;umig abgesperrt. Ein Hinweisschild, auf dessen R&#252;ckseite jemand die Worte »Fuck off, yuppie cunts!« gespr&#252;ht hat, k&#252;ndigt hier Wohnsiedlungen f&#252;r Reiche an. Im Wald treffen sie auf einen eigenbr&#246;tlerischen Jungen. Doch der will nicht mit ihnen reden, weil ihm seine Mutter verboten hat, mit Fremden zu sprechen. Als sie endlich am See angelangt sind, scheinen sie einen romantischen Ort gefunden zu haben. Doch als Jenny aus ihrem Nickerchen erwacht, starrt sie direkt in die Augen eines h&#228;sslichen Kampfhundes. Das »possierliche« Tierchen geh&#246;rt Jugendlichen, die bald darauf den ganzen See beschallen und eine Atmosph&#228;re des Unbehagens verbreiten.</p>
<p>EDEN LAKE arbeitet konsequent mit realistischem Background. Die folgenden Auseinandersetzungen zwischen dem P&#228;rchen und den rotzfrechen Youngstern, die sich bis zu gewaltt&#228;tigen Auseinandersetzungen hochschaukeln, sind plausibel. Den Suspense zieht der Film haupts&#228;chlich aus dem Thrilleffekt Folger-und-Verfolgte. Watkins bleibt dabei, wie auch in den blutigen Szenen, sehr subtil. Er verzichtet auf krachige Effekte zugunsten intelligenter Verweise auf soziale Missst&#228;nde. Besonders deutlich wird das anhand der ambivalenten Figurenskizzierung, die keineswegs so eindeutig ist, wie sie zu Beginn angedeutet wird. </p>
<p><strong>ACHTUNG SPOILER!</strong></p>
<p>Besonders trifft das auf Jenny zu, die mit ansehen muss, wie ihr Freund zu Tode gequ&#228;lt wird. Zun&#228;chst scheint sie ganz dem taffen Final Girl zu entsprechen, das sich animalisch und clever durch ein Martyrium k&#228;mpfen muss. Doch da Watkins die jugendlichen T&#228;ter nicht als &#252;bernat&#252;rlich schlecht und verdorben skizziert, also auch hier der realistischen Darstellungsweise verpflichtet bleibt, erscheint auch Jenny zunehmend in einem anderen Licht: Der Anf&#252;hrer der Clique ist der eigentliche M&#246;rder. Er zwingt die anderen teilweise unter Gewaltandrohung zum Mitmachen. Als sich einer unbemerkt von der Gruppe entfernen kann, trifft er die im Wald umherirrende Jenny. Doch das vermeintliche Opfer, die Kinderg&#228;rtnerin vom Vortag, hat sich inzwischen zur rasenden Bestie gewandelt (auch optisch). Eigentlich grundlos sticht sie auf den ihr k&#246;rperlich unterlegenen Jungen ein, der sie &#252;berhaupt nicht angreift, ihr m&#246;glicherweise sogar helfen will. Sp&#228;ter, nach dem sie sich ein Auto erobern konnte, f&#228;hrt sie noch eine weitere Jugendliche &#252;ber den Haufen. (Interessant ist &#252;brigens, dass das Premierenpublikum an diesen Stellen geklatscht hat. Scheinbar wurde der Film nur als reiner Horrorfilm konsumiert.)</p>
<p><strong>SPOILERENDE</strong></p>
<p>Watkins beschreibt die Gewaltwelle &#8211; die in den Medien sehr pr&#228;senten sich st&#228;ndig wiederholenden Messerattacken &#8211; als einen aussichtslosen Kreislauf. Jeder ist mal abwechselnd Opfer und T&#228;ter. Auch die Ursachen f&#252;r die jugendliche Verrohung benennt der Regisseur: Gewalt in der Familie – richtig gruselig ist der Vater des Hauptt&#228;ters – und die sozialen Ungerechtigkeiten. Vehement kritisiert wird die Privatisierung von Natur, die in Gro&#223;britannien schon lange ein gro&#223;es Problem darstellt. Der meisten W&#228;lder, Felder, Seen und landwirtschaftlichen Nutzfl&#228;chen sind f&#252;r die &#214;ffentlichkeit nicht zug&#228;nglich, da sich Natur in Gro&#223;britannien zum Gro&#223;teil im Privatbesitz befindet.</p>
<p>Nachdem das Fantasy Filmfest im letzten Jahr mit der Splatterkom&#246;die BLACK SHEEP (Jonathan King, Neuseeland, 2007) er&#246;ffnete, ist dies ein etwas ernsterer Auftakt. </p>
<h5>FFF Dortmund (20.8., CINESTAR 9, 20.00 h); FFF K&#246;ln (20.8., CINEDOM 4, 20.00 h)<br />
FFF Frankfurt (27.8., METROPOLIS 6, 20.00 h); FFF N&#252;rnberg (27.8., CINECITTA&#8217; 3, 20.00 h)<br />
FFF Stuttgart (3.9., METROPOL 1, 20.00 h; METROPOL 2, 22.15 h); FFF M&#252;nchen (3.9., CINEMA, 20.15 h; 22.30h)</h5>
]]></content:encoded>
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		<title>3 dias, Before the Fall (Panorama) &#8211; Spanischer Alptraum</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 14:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2008]]></category>
		<category><![CDATA[BERLINALE Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Carlos Saura]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasyfilm]]></category>
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		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: F. Javier Gutiérrez Spanien 2008 93 Min. Wer ist dieser mysteri&#246;se Fremde, der die ganze Zeit vorm Haus rumlungert? In 72 Stunden geht die Welt unter. &#220;berall bricht Chaos aus. Da die Str&#228;flinge aus den Gef&#228;ngnissen fliehen, hat Rosa Angst, dass sich einer an ihrem Sohn r&#228;chen k&#246;nnte. Genremix zwischen Weltuntergangsfilm und hartem Horrorthriller, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> F. Javier Gutiérrez<br />
Spanien 2008<br />
93 Min.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/3-dias.jpg" title="3-dias.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/3-dias.jpg" alt="3-dias.jpg" /></a></p>
<h4>Wer ist dieser mysteri&#246;se Fremde, der die ganze Zeit vorm Haus rumlungert?</h4>
<p>In 72 Stunden geht die Welt unter. &#220;berall bricht Chaos aus. Da die Str&#228;flinge aus den Gef&#228;ngnissen fliehen, hat Rosa Angst, dass sich einer an ihrem Sohn r&#228;chen k&#246;nnte. Genremix zwischen Weltuntergangsfilm und hartem Horrorthriller, dem es gelingt, eine d&#252;stere alptraumhafte Atmossph&#228;re zu schaffen. Absolut nix f&#252;r Nervenschw&#228;chelnde!</p>
<p>16.2., 14.00 Uhr, International, OmE</p>
<p><span id="more-222"></span></p>
<p>Ein Meteorit rast auf die Erde zu. Da die Einschl&#228;ge nicht vorherbestimmbar sind, ist Flucht sinnlos. Rosa lebt zusammen mit ihrem schon erwachsenen Sohn Ale und als sie durch die Medien von der Katastrophe erf&#228;hrt, will sie sofort zum abgelegenen Haus von Tomás, ihrem zweiten Sohn, aufbrechen Auf dem Weg durch die Stadt m&#252;ssen sie sehen, dass die Menschen pl&#252;ndern, morden und Selbstmord begehen. Das Haus von Tomás liegt an einem Feldweg in der Pampa. Mit Entsetzen stellen Gro&#223;mutter Rosa und Onkel Ale fest, dass die vier Kinder allein sind und von der Katastrophe noch nichts erfahren haben. Letzteres soll auch so bleiben. Rosa hat noch einen Grund zur Angst: Als Kind hatte Tomás einen Killer der Justiz ausgeliefert. Da die Str&#228;flinge aus den Gef&#228;ngnissen fliehen, f&#252;rchtet sie, er k&#246;nne Rache an Tomás Familie nehmen. Damit hat sie nicht so unrecht.</p>
<p>Regisseur Gutiérrez erzeugt eine Atmossph&#228;re des &#228;u&#223;ersten Unbehagens, die er ins Alptraumhafte steigert. Die Familie ist nicht nur &#246;rtlich abgeschnitten. Durch die Katastrophensituation, in der das Schicksal einer einzigen Familien nicht interessiert, ist sie auch absolut auf sich allein gestellt. Mit minimalen Mitteln, wie einem tropfendem Wasserhahn, einem d&#252;steren Wald und vor allem &#252;ber die Tonebene schafft es Gutiérrez die Grenzen zwischen Realit&#228;t und Traum zu verwischen, und eine ungeheure Spannung aufzubauen.</p>
<p>Dass der Horror- und Fantasyfilm in Spanien Tradition hat, darauf hat Juan Antonio Bayona, der Regisseur des gerade im Kino angelaufenen Films »Das Waisenhaus«, in einem Interview mit Frank Arnold hingewiesen. Vorbild f&#252;r ihn waren die Filme von Carlos Saura, die f&#252;r ihn als Kind wie Horrorfilme waren. Im Spanien Francos war es nicht anders m&#246;glich, als eine be&#228;ngstigende Atmossph&#228;re &#252;ber Geister- und Horrorfilme auszudr&#252;cken. »Pans Labyrinth« von Guillermo de Toro, der letztes Jahr auch bei uns im Kino gelaufen ist, hat dies bereits thematisiert.</p>
<p>Diese Bez&#252;ge verleihen dem spanischen Horror- und Fantasyfilm eine gewisse Authentizit&#228;t; es schimmert ein bisschen mehr durch, als die pure Unterhaltung, wenn Rosa mit aller Macht ihre Familie sch&#252;tzen will. Schwach wird der Film 3 DIAS erst dann, wenn er sich zu sehr auf die Genrekonventionen verl&#228;sst. Das passiert aber erst am Ende, wo es zum finalen Kampf zwischen Ale und dem Killer kommt.</p>
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