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	<title>Blog zum Hof &#187; Israel</title>
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		<title>Defamation &#8211; die heilige Kuh Israels</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 10:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham Foxman]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Defamation League]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust-Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Norman Finkelstein]]></category>
		<category><![CDATA[Yoav Shamir]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Yoav Shamir Israel, &#214;sterreich 2009 93 Min. Abe Foxman, Chef der Anti-Defamation League: »Wenn ich hier in Auschwitz mit Armeeangeh&#246;rigen lang gehe, so an die 150 Mann, f&#252;hle ich mich stolz und stark« Als sein Film »Checkpoint«, ein Film &#252;ber israelische Soldaten, in die Kinos kam, wurde Shamir als der »israelische Mel Gibson bezeichnet« [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regie: Yoav Shamir<br />
Israel, &#214;sterreich 2009<br />
93 Min.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1665" title="defamation1" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/defamation1.jpg" alt="defamation1" width="300" height="169" /></p>
<p><strong>Abe Foxman, Chef der Anti-Defamation League: »Wenn ich hier in Auschwitz mit Armeeangeh&#246;rigen lang gehe, so an die 150 Mann, f&#252;hle ich mich stolz und stark«<br />
</strong><br />
Als sein Film »Checkpoint«, ein Film &#252;ber israelische Soldaten, in die Kinos kam, wurde Shamir als der »israelische Mel Gibson bezeichnet« &#8211; was bedeutete, dass er genauso ein Antisemit sein sollte wie Gibson (»Die Passion Christi«). Die Bezeichnung brachte ein j&#252;discher US-Journalist in Umlauf. Shamir war am&#252;siert und irritiert: Wie konnte jemand, der in den USA lebte, einer, der seinen Milit&#228;rdienst nicht abgeleistet hatte, einer der seinen Gro&#223;vater nicht im Krieg verloren hatte, ihn als Antisemiten bezeichnen?<br />
<span id="more-1663"></span></p>
<p>Das Wort »Antisemitismus« ist in Israel st&#228;ndig gegenw&#228;rtig, und die Ausgangsfrage von Shamir war, was verstehen die Israelis unter diesem Begriff, in welchem Zusammenhang benutzen sie ihn? Herausgekommen ist ein sehr unbequemer Dokumentarfilm, der den »israelischen« Umgang mit Begriffen wie Holocaust und Antisemitismus problematisiert.</p>
<p>Zentrale Figuren sind dabei Abraham Foxman, Chef der Anti-Defamation League, einer US-Organisation, die in erster Linie antisemitische Vorf&#228;lle gegen Juden dokumentiert, und Norman Finkelstein, ein Politologe, der den Begriff der »Holocaust-Industrie« gepr&#228;gt hat und der den Neuen Antisemitismus f&#252;r eine Erfindung h&#228;lt. Nach Finkelstein schl&#228;gt Israel aus dem Holocaust Profit. Wie man sich vorstellen kann, sind die beiden erbitterte Erzfeinde. In einer sehr emotionalisierten Szene, bezeichnet Finkelstein Foxman als den schlimmeren Hitler und macht dazu den Hitlergru&#223;. Shamir weist ihn darauf hin, dass er sich vor laufender Kamera befinde, doch Finkelstein erwidert rotzig und verbittert, er k&#246;nne es doch rausschneiden, ihm sei es egal. </p>
<p>Mit Foxman und Finkelstein zeigt Shamir zwei extreme Ansichten, verdeutlicht aber unmi&#223;verst&#228;ndlich, dass er die Ansichten von Finkelstein teilt. Israel ben&#246;tigt ein Feindbild, um sich als eine starke, einheitliche Nation zu f&#252;hlen, insofern muss es der Welt immer wieder ins Ged&#228;chtnis rufen, wie verha&#223;t der Jude sei. Die Motive daf&#252;r sind komplex &#8211; Foxman ist ein Holocaust-&#220;berlebender; andere wiederum sind einfach nur rechts. </p>
<p>Die dramatischen Ausw&#252;chse zeigt Shamir, in dem er eine israelische Schulklasse auf ihre Reise nach Polen begleitet. Da drau&#223;en lauter Nazis rumlaufen, trauen sie sich abends nicht ihr Hotel zu verlassen: »Man hat uns von klein auf begebracht, dass die ganze Welt uns ha&#223;t.« Drei bl&#246;de alte Herren machen die jungen M&#228;dchen an, die sie f&#252;r Chinesen halten. Der Lehrer hat den Sch&#252;lern eingesch&#228;rft mit niemandem zu reden und ist jetzt genervt, dass sie doch mit diesen Judenhassern reden. Alles wird sofort politisiert. </p>
<p>Der Regisseur l&#228;sst dabei auch viele zu Wort kommen, die die Sache differenzierter sehen: »Wenn Du einen Juden anmachst, bis Du f&#252;r viele gleich ein Antisemit«, sagt Rabbi Hecht. »Doch was ist daran antisemitisch, wenn man einen Schw&#228;cheren angreift?« Shamir streift auch kurz, die Antisemitismus-Debatte, die eigentlich gar keine ist, im Zusammenhang mit Israels Pal&#228;stina-Politik. Allein diese Verbindung ist f&#252;r viele ein absolutes Tabu. </p>
<p>In Auschwitz f&#252;hlen sich zwei M&#228;dchen schlecht, weil sie nichts f&#252;hlen k&#246;nnen. Angesichts der Schuhberge brechen sie dann doch in kollektives Weinen aus und die Jungen schwenken die Fahne Israels. Dann bilden alle einen festen geschlossenen Kreis. Um sie herum stehen Touristen, die sie fotografieren. </p>
<p><strong>L&#228;uft nicht mehr w&#228;hrend der Berlinale.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Waltz with Bashir (FFF): Was vom Massaker bleibt</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 05:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Animationsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiographie]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[FFF]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Trickfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichentrick]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Ari Folman Israel/ Frankreich/ Deutschland 2008 87 Min. Sektion: Selected Features Deutscher Kinostart: 6.11.2008 Foto: FFF Drei Soldaten liegen nackt im Meer vor Beirut. Sie erheben sich, gehen langsam ans Ufer, ziehen sich an und gehen in die zerst&#246;rte Stadt. Die Szene ist die einzige Erinnerung, die der israelische Dokumentarfilmer Ari Folman an seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Ari Folman<br />
Israel/ Frankreich/ Deutschland 2008<br />
87 Min.<br />
Sektion: Selected Features<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 6.11.2008</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir_stills_4.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir_stills_4.jpg" alt="" title="waltz-with-bashir_stills_4" width="300" height="226" class="alignnone size-medium wp-image-773" /></a></p>
<h4>Foto: FFF</h4>
<p>Drei Soldaten liegen nackt im Meer vor Beirut. Sie erheben sich, gehen langsam ans Ufer, ziehen sich an und gehen in die zerst&#246;rte Stadt. Die Szene ist die einzige Erinnerung, die der israelische Dokumentarfilmer Ari Folman an seine Zeit in der israelischen Besatzungsarmee im Libanon Anfang der 80er Jahre, auf dem H&#246;hepunkt des libanesischen B&#252;rgerkrieges noch hat. Wahrscheinlich hat es die Szene niemals gegeben. Sie existiert nur in der Erinnerung von Ari Folman.<span id="more-763"></span></p>
<p>Als ihm ein Freund von seinen n&#228;chtlichen Alptr&#228;umen erz&#228;hlt, in denen er von den 26 Hunden gejagt wird, die er im Krieg erschie&#223;en musste, nimmt Ari dies zum Anlass seine eigene Zeit, an die er sich nicht mehr erinnern kann, aufzuarbeiten. Er spricht mit seinen damaligen Kameraden und mit Psychologen auf der Suche nach seiner privaten Kriegsgeschichte. Aus den Erz&#228;hlungen und Interviews macht er anschlie&#223;end einen Dokumentarfilm, der zugleich ein Dokumentarfilm &#252;ber eines der schlimmsten Massaker der j&#252;ngeren Kriegsgeschichte wird.</p>
<p>Das Gemetzel, das die mit Israel verb&#252;ndeten christlichen Phalange-Milizen vom 16.-18. September 1982 in den pal&#228;stinensischen Fl&#252;chtlingslagern Sabra und Schatila anrichten, steht paradigmatisch als erstes Kriegsverbrechen, das direkt vor den Augen einer unt&#228;tigen Schutzarmee begangen wird. Die Opferzahlen sind noch nicht so hoch wie bei den sp&#228;teren Massakern in Srebrenica oder Ruanda, sie schwanken zwischen den 460 Toten, die die libanesiche Polizei z&#228;hlte und einigen Tausend, die Beobachter sch&#228;tzten. Rund 800 vermutet die israelische Armee. Inwieweit der damalige israelische Verteidigungsminister Ariel Scharon von den Vorg&#228;ngen wusste bzw. diese in Kauf genommen hat, ist bis heute umstritten. Auch dieses Massaker ist niemals wirklich aufgearbeitet worden.</p>
<div id="attachment_768" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-768" title="waltz-with-bashir-2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/waltz-with-bashir-2.gif" alt="Bild: Fantasy Film Fest" width="300" height="168" /><p class="wp-caption-text">Bild: Fantasy Film Fest</p></div>
<p>WALTZ WITH BASHIR ist aber weit mehr als nur ein sehr pers&#246;nlicher Dokumentarfilm &#252;ber ein Kriegsverbrechen. Dokumentarfilmer Ari Folman hat gleich ein ganz neues Filmgenre erfunden: Den Zeichentrick-Dokumentarfilm. Damit umschifft Folman nicht nur elegant das Problem, dass f&#252;r die meisten Interview-Aussagen kein Archivmaterial zur Verf&#252;gung stand, sondern schafft der Distanziertheit und Unsicherheit der Erinnerung auch bildgestalterisch Ausdruck. Gro&#223;es Lob geb&#252;hrt dabei dem Zeichentrick-Team um Yoni Goodman, das mit 2300 Illustrationen einen Trickfilm auf technisch sehr hohem Niveau geschaffen hat.</p>
<p>Zum Sinnbild der Sinnlosigkeit des gesamten Krieges und des Feldzuges in den Libanon wird dabei die Erz&#228;hlung eines Freundes, der, als sie von Hochh&#228;usern aus beschossen werden, mit dem Maschinengewehr in der Hand aus der Deckung mitten auf die Stra&#223;e rennt und, wild um sich schie&#223;end, einen Tanz auff&#252;hrt, im Hintergrund ist ein riesiges Plakat des gerade eben ermordeten libanesischen Pr&#228;sidenten Bashir Gemayel zu sehen. Dieser Bashir, der da im Hintergrund mittanzt, ist f&#252;r die christlichen Milizen des Libanon eine vererhrte Lichtgestalt wie Kennedy es in der westlichen Welt war.</p>
<p>Seine Ermordung (wahrscheinlich durch den syrischen Geheimdienst) ist der Auftakt des Kriegsverbrechens, auf den der Film von Beginn an hinsteuert. Folgerichtig kippt der Film dann ganz am Ende doch aus den gezeichneten Erinnerungen in zeitgen&#246;ssische Filmbilder. Es sind die Bilder der zerst&#246;rten Fl&#252;chtlingslager, &#252;berall liegen Schutt und Leichen herum, dazwischen laut klagende und schreiende Frauen. Es sind Originalaufnahmen, die unmittelbar nach Beendigung des Massakers aufgenommen wurden und die nun die &#228;sthetische Distanz des Zuschauers urpl&#246;tzlich aufbrechen. Aber auch f&#252;r die Trickfigur Ari Folman sind die Archivaufnahmen am Ende eine Erl&#246;sung. Er hat seine Erinnerung wiedergewonnen.</p>
<p>In Cannes wurde der Film angeblich &#228;hnlich bejubelt wie letztes Jahr Persepolis.</p>
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		<title>Lemon Tree (Panorama) &#8211; die b&#246;sen Nachbarn</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 17:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>susan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2008]]></category>
		<category><![CDATA[BERLINALE Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Eran Riklis]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Eran Riklis Israel, Deutschland, Frankreich 2008 106 Min. Deutscher Kinostart: 2.10.2008 Schutzw&#228;lle umz&#228;unen Haus und Hof: Salma kann nicht mehr in ihren Hain. Ein Zitronenhain wird zum absurden Symbol vermeintlich bedrohlicher Gebiete oder Objekte, meint die blog-Autorin Susan. Das Zitronenw&#228;ldchen wird zur Allegorie f&#252;r den pal&#228;stinensisch-israelischen Konflikt, meint blog-Autorin Kleo in einer Gegendarstellung. 9.2., [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Eran Riklis<br />
Israel, Deutschland, Frankreich 2008<br />
106 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 2.10.2008</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/lemon_tree1.jpg" title="lemon_tree1.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/lemon_tree1.jpg" alt="lemon_tree1.jpg" /></a></p>
<h4>Schutzw&#228;lle umz&#228;unen Haus und Hof: Salma kann nicht mehr in ihren Hain.</h4>
<p>Ein Zitronenhain wird zum absurden Symbol vermeintlich bedrohlicher Gebiete oder Objekte, <strong>meint die blog-Autorin Susan</strong>. Das Zitronenw&#228;ldchen wird zur Allegorie f&#252;r den pal&#228;stinensisch-israelischen Konflikt, <strong>meint blog-Autorin Kleo in einer Gegendarstellung.</strong></p>
<p>9.2., 10.30 Uhr, CinemaxX 7, OmE<br />
10.2., 14.00 Uhr, International, OmE<br />
12.2., 22.30 Uhr, Colosseum 1, OmE<br />
<span id="more-166"></span></p>
<p><strong>Susan: </strong> Salma, eine Witwe, die in einem kleinen Ort in der Westbank an einem Zitronenhain lebt, bekommt einen neuen Nachbarn. Der Verteidigungsminister von Israel zieht mit gro&#223;em Get&#246;se in die direkte Nachbarschaft und schafft mit Hilfe seiner paranoiden Wachtruppen schnell ein kleines Gaza voller Sicherheitsz&#228;une, &#220;berwachungsanlagen, voll bewaffneter junger M&#228;nner, die sich in Salmas Zitronenbaumfeld tummeln.<br />
Salma ist allein, ihre Kinder sind weit weg, ein Sohn ist in den USA, die T&#246;chter in anderen St&#228;dten. Sie beschlie&#223;t, gerichtlich gegen den Minister vorzugehen. Ein mutiges Unterfangen. Unterst&#252;tzt wird sie von Ziad Daud, einem Anwalt.</p>
<p>W&#228;hrend Salma sich emanzipiert, nicht nur durch die Aff&#228;re mit Ziad sondern auch, indem sie in dieser M&#228;nnergesellschaft auf ihr Recht pocht, passiert auch auf der anderen Seite etwas: Mira Navon, die Frau des Ministers, ist ungl&#252;cklich und ergreift &#252;berraschend Partei f&#252;r ihre Nachbarin.</p>
<p>Eran Riklis´ LEMON TREE thematisiert K&#228;mpfe. K&#228;mpfe um den Schutz des Eigentums, K&#228;mpfe aufgrund von Prinzipien.  K&#228;mpfe um Menschlichkeit, Land, Geschichte, Jahre von b&#246;sem Blut und Blutvergie&#223;en, all dies dargestellt in dem Kampf einer Frau, die ihre Zitronenb&#228;ume sch&#252;tzen will.</p>
<p>Absolut sehenswert und witzig ist die haarstr&#228;ubend unlogischen Begr&#252;ndungen des Israel Navon, Verteidigungsminister, warum die Zitronenb&#228;ume eine zu eliminierende Gefahr darstellen.</p>
<p>Die Darstellung engagierter NGOs, die vor laufender Kamera das Oslo Abkommen feiern, erinnert an eben jenes Abkommen, das einst Anlass zur Hoffnung war und dann etwa den gleichen Effekt hatte wie die Ratifizierung der Kinderrechte.</p>
<p><strong>Kleo: </strong> Das Zitronenw&#228;ldchen ist eine Allegorie, die versucht, den pal&#228;stinensisch-israelischen Konflikt so aufzubereiten, dass westliche Zuschauer ihn nachemfinden k&#246;nnen. LEMON TREE vermittelt das vor allem &#252;ber Stimmungen und Gef&#252;hle, haupts&#228;chlich &#252;ber die der beiden Frauen.</p>
<p>Der Film ist parteiisch, er sympathisiert mit den Frauen, also mit der Pal&#228;stinenserin Salma und mit der Israelin Mira, der Frau des Ministers. Der Minister selbst, einer der tats&#228;chlich die politischen F&#228;den in den H&#228;nden h&#228;lt, wird nicht positiv dargestellt, ebensowenig wie eine bestimmte Schicht der pal&#228;stinensischen M&#228;nner. Ihre Gef&#252;hle werden nicht deutlich, sondern nur ihre &#246;ffentliche Haltung zu bestimmten Fragen. Man kann daher nicht sagen, dass hier ein Schwarz-Wei&#223;-Konflikt entworfen wird, der f&#252;r eines der beiden L&#228;nder Partei ergreift. Die Sache ist einfach komplizierter.</p>
<p>Dass der Zitronenhain mit den hohen B&#228;umen ein Sicherheitsrisiko darstellt, begr&#252;ndet das Milit&#228;rgericht damit, dass die Anzahl von terroristischen Akten gestiegen ist. W&#228;hrend einer Feier des Ministers fallen dann auch Sch&#252;sse. Der Konflikt ist so aufgeladen, dass ein Zitronenhain &#8211; obwohl es absurd klingen mag &#8211; tats&#228;chlich zu einer Bedrohung f&#252;r den Minister werden kann.<br />
Die Vorgeschichte stellt der Film nicht dar, sondern er zeigt nur die momentane Situation. Das ist ein Manko, weil sie eine wichtige Rolle spielt.</p>
<p>Interessant ist die Rolle der ausl&#228;ndischen Medien, die hilflos zu sehen, welches Ei sich ihre L&#228;nder da ins Nest gelegt haben und sich auf eine Seite schlagen.</p>
<p>Die beiden Frauen werden in den Konflikt unschuldig hineingerissen und pl&#246;tzlich bestimmt er ihr ganzes Leben und es scheint keinen Ausweg mehr zu geben. Zum Schluss sind alle eingemauert und warten darauf, das bald wieder etwas passiert.</p>
<p>LEMON TREE verniedlicht den Konflikt nicht, es ist keine Kom&#246;die, sondern ein Film, der voller Verbitterung auf das Geschehen blickt. Irgendwann haben sich alle, der Minister, Salma und Mira so voneinander entfremdet, dass man einfach nicht miteinander reden kann. Jeder Versuch einer Ann&#228;herung, muss erst verhandelt werden. Das Ausland, die Medien stehen stellvertretend daf&#252;r, stellen sich auf eine Seite. Das ist kontraproduktiv.</p>
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