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	<title>Blog zum Hof &#187; Komödie</title>
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		<title>Submarine &#8211; Ich, Oliver Tate</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 08:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Craig Roberts]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Oliver Tate]]></category>
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		<description><![CDATA[R: Richard Ayoade  GB 2010 94 Minuten OF 15.2. CineStar8 19.15 h OmU 16.2. Arsenal 1 12.30h OmU 18.2. Cubix 9 20.00h OmU Dieser englische Coming-Of-Age-Film, ein Deb&#252;t des Videoclip-Filmers Richard Ayoade, stammt von Warp Films. Das Label hat bereits schon mit dem Skinhead-Film THIS IS ENGLAND auf der Berlinale und in den deutschen Videotheken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>R: Richard Ayoade <a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/02/Submarine1.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/02/Submarine1.jpg" alt="" title="Submarine1" width="290" height="193" class="alignleft size-full wp-image-5600" /></a><br />
GB 2010<br />
94 Minuten</strong><br />
<strong> OF</strong></p>
<p><strong>15.2.</strong> CineStar8 <strong>19.15 h </strong>OmU<br />
<strong>16.2.</strong> Arsenal 1 <strong>12.30h</strong> OmU<br />
<strong>18.2.</strong> Cubix 9 <strong>20.00h</strong> OmU</p>
<p>Dieser englische Coming-Of-Age-Film, ein Deb&#252;t des Videoclip-Filmers Richard Ayoade, stammt von Warp Films. Das Label hat bereits schon mit dem Skinhead-Film THIS IS ENGLAND auf der Berlinale und in den deutschen Videotheken f&#252;r Aufmerksamkeit gesorgt. SUBMARINE basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joe Dunthorne, in dem der 15j&#228;hrige Teenager Oliver Tate sehr komisch und &#228;u&#223;erst am&#252;sant &#252;ber sich und seine Umgebung zu berichten wei&#223;. Was der Film allerdings im FORUM zu suchen hat, ist mir schleierhaft &#8211; das ist eigentlich ein typischer Generation-14plus-Film.   <span id="more-4409"></span></p>
<p>Tate lebt in einer permanent grauen K&#252;stenstadt in Wales. Am Anfang kreist sein Dasein haupts&#228;chlich um das erste Mal und seine Jungfr&#228;ulichkeit. Aber auch das Sexleben seiner Eltern, das er permanent &#252;berwacht, bereitet ihm gro&#223;e Sorgen. Der Dimmerschalter im Schlafzimmer steht seit Monaten nicht mehr auf halber Leuchtkraft. Als er endlich mit seiner neuen Freundin den Liebesakt vollzogen hat &#8211; im Buch ist die Sexszene sehr witzig beschrieben, im Film wurde sie gestrichen &#8211; ist es wie eine Katharsis, doch schon kommen neue Probleme auf ihn zu: Sein Vater, und mit ihm auch Oliver, verfallen in eine schwere Depression &#8211; fast schon ein obligatorisches Genremerkmal &#8211; und Oliver beginnt zu glauben, dass seine Mutter eine Aff&#228;re mit ihrem fr&#252;heren Geliebten, einem predigenden Astro-Meditator, hat. Und dass die Ehe seiner Eltern bald auseinanderbrechen wird&#8230;</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/01/Submarine-4.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/01/Submarine-4.jpg" alt="" title="Submarine 4" width="325" height="217" class="alignright size-full wp-image-4460" /></a></p>
<p>In gewisser Weise &#228;hnelt Oliver Tate Holden Caulfield. Beide sind ausgezeichnete, fast reife Analytiker ihrer Umgebung, benehmen sich aber etwas skurril. Als die Mutter von Olivers neuer Freundin Jordana Krebs bekommt, bringt er ihren Hund mit Rattengift um: eine Art «Feuerprobe» f&#252;r den Verlust eines geliebten Menschen. Oliver tut sehr sophisticated, verwendet mit Vorliebe griechische Fremdw&#246;rter wie «Parthenogenese» (Jungfrauengeburt) und «Triskaidekaphobie» (Angst vor der Zahl 13), und spricht sehr geschwollen. Eigentlich wei&#223; er, dass er sich damit keine Freunde macht. </p>
<p>Richard Ayoade, der in Gro&#223;britannien auch als Drehbuchautor f&#252;r TV-Kom&#246;dien bekannt ist, tut gut daran, sich erz&#228;hltechnisch weit von Joe Dunthornes Roman zu entfernen. Der Witz des Buches beruht vor allem auf unz&#228;hligen komischen, weil aus dem Blickwinkel von Tate beschrieben, Anekdoten. Es ist wie bei Salinger vor allem die sehr eigene Sprache des Ich-Erz&#228;hlers, die komisch ist. Ayode konzentriert sich auf nur wenige Szenen, die er streckenweise auch noch v&#246;llig umgeschrieben hat, um einen dramatischen Spannungsbogen aufzubauen. Er widmet sich ganz dem Charakter des Protagonisten, den er ausgezeichnet herausgearbeitet hat. So l&#228;sst er nat&#252;rlich Oliver Tate (Craig Roberts) aus dem Off zitieren, zum anderen interpretiert er das ganze Sammelsurium der Nebenfiguren extrem nerdig. Damit &#252;bernimmt er die Sichtweise von Tate, der seine Umwelt f&#252;r freakig h&#228;lt, w&#228;hrend er sich selbst als vollkommen normal betrachtet. In Wirklichkeit benimmt er sich aber bei seinen Versuchen, Probleme zu l&#246;sen, ebenfalls exzentrisch. Allein die Szene, wie er Jordana auf seine geschwollene, selbstbewusste Art, von der er glaubt, dass sie von Reife und Bildung zeuge, zum ersten Sex verf&#252;hren will, ist zum Br&#252;llen komisch.  </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/01/submarine_6.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/01/submarine_6.jpg" alt="" title="submarine_6" width="325" height="217" class="alignleft size-full wp-image-4473" /></a></p>
<p>Die Mutter wird von Sally Hawkins (HAPPY-GO-LUCKY) als v&#246;llig abgespacte Hippie-Mutter gemimt. Der Vater, mager und mit Vollbart, scheint in geistiger, depressiver Umnachtung gefangen zu sein. Im Film ist er, ganz anders als im Roman, ein Tiefseeforscher. Einerseits ist das nat&#252;rlich ein sch&#246;ner Kontrast zu dem Astral-Prediger (Paddy Considine), der st&#228;ndig was von Licht und Gl&#252;ckseligkeit faselt, andererseits k&#246;nnte es nat&#252;rlich auch eine Reminiszenz an DIE TIEFSEETAUCHER (Wes Andersen) sein, in dem Noah Tayler den Vladimir Wolodarsky spielte. </p>
<p>Ein Gl&#252;ck l&#228;uft der Film nun ausschlie&#223;lich mit deutschen UT. In der PV wurde er ohne gezeigt &#8211; ich fand ihn sehr schwer zu verstehen, da Olivers Voice Over extrem schnell und die W&#246;rter schon sehr speziell sind. </p>
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		<title>En terrains connus (Familiar Ground) &#8211; ein Arm, ein Vogel und ein Blizzard</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 19:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Familiengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Stéphane Lafleur CA 2011 89 Minuten 12.2. CineStar 8 13.45 h OmE 12.2. Die Kurbel 18.30h OmE 14.2. CinemaxX4 19.30h OmU 18.2. Cubix 7 12.30h OmU In der Reihenhaussiedlung eines kanadischen Vorortes ist tiefster Winter und alles ist ein bisschen dr&#246;ge, d&#252;ster und langsam. Das f&#228;rbt auf die Protagonisten dieses realistischen, aber streckenweise auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong>Stéphane Lafleur <a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/02/EnTerrainsConnus2.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2011/02/EnTerrainsConnus2.jpg" alt="" title="EnTerrainsConnus" width="200" height="175" class="alignright size-full wp-image-5382" /></a><br />
CA 2011<br />
89 Minuten</p>
<p><strong>12.2.</strong> <strong>CineStar 8</strong> 13.45 h <strong>OmE</strong><br />
<strong>12.2.</strong> <strong>Die Kurbel</strong> 18.30h <strong>OmE</strong><br />
<strong>14.2. </strong><strong>CinemaxX4</strong> 19.30h <strong>OmU</strong><br />
<strong>18.2.</strong><strong> Cubix 7</strong> 12.30h <strong>OmU</strong></p>
<p>In der Reihenhaussiedlung eines kanadischen Vorortes ist tiefster Winter und alles ist ein bisschen dr&#246;ge, d&#252;ster und langsam. Das f&#228;rbt auf die Protagonisten dieses realistischen, aber streckenweise auch absurden, und trockenhumorigen Films ab. Maryse arbeitet in einer Kartonagenfabrik, ihre Ehe verl&#228;uft nicht gerade rosig. Ihr erwachsener Bruder Benoît, der aber in der Pubert&#228;t steckengeblieben ist, steht unter dem Stiefel des invaliden Papas. Er verbringt seine Zeit damit, Gegenst&#228;nde mit einem Metalldetektor aus dem Schnee zu puhlen und mit seinem Ski-Doo rumzufahren, das aber permanent stehenbleibt. Da passiert pl&#246;tzlich ein Unfall in Maryses Betrieb. <span id="more-5058"></span></p>
<p>Jemand hat in einer Maschine seinen Arm verloren und Maryse l&#228;&#223;t der Gedanke, ob das K&#246;rperteil durch Einfrieren eventuell gerettet wurde, nicht mehr los. Es wird nicht der einzige Unfall bleiben. </p>
<p>Drei teilweise merkw&#252;rdige Ungl&#252;cksf&#228;lle rahmen diese Familiengeschichte, deren Mitglieder sich zwar einerseits sehr vertraut sind, die aber andererseits nebeneinander leben. Das gipfelt in ein skurriles Familienessen, das anl&#228;sslich des f&#252;nften Todesjahres der Mutter zelebriert wird und bei dem allen der Bissen im Halse steckenbleibt, als sie erfahren, was Benoît ihnen da serviert.     </p>
<p>FAMILIAR GROUND ist ein stimmungsvoller, realistischer, auf genauer Alltagsbeobachtung beruhender Film, der aber durch absurde Elemente durchbrochen wird. Neben dem abgetrennten Arm und den bizarren Unf&#228;llen, spielt auch ein Mann aus der Zukunft eine Rolle. Es ist ein Nachbar, der ein halbes Jahr zur&#252;ckgereist ist. Er wei&#223; von einem unheilvollen Ereignis zu berichten, das den vor sich hintr&#246;delnden Benoît endlich erwachsen werden l&#228;sst.  </p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NpwoDMZQ7JQ?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/NpwoDMZQ7JQ?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="288"></embed></object></p>
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		<title>I&#8217;m in Trouble, Au Revoir Taipeh, Our Fantastic 21st Century: Das junge asiatische Kino entdeckt die Nouvelle Vague</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 00:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2010]]></category>
		<category><![CDATA[asien]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
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		<description><![CDATA[Filme aus dem fernen Osten sind bekannt f&#252;r skurille Figuren, schr&#228;ge Martial-Arts-Action und seltsam &#220;bernat&#252;rliches. Seit einigen Jahren allerdings deutete sich schon eine Hinwendung zu realistischeren Erz&#228;hltechniken an, auch im Forum wie bspw. im Film My Dear Enemy im letzten Jahr. Dieses Jahr hat sich eine ganze neue Filmgeneration aufgemacht und verbindet das asiatische Kino [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3395" title="Taipeh2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Filme aus dem fernen Osten sind bekannt f&#252;r skurille Figuren, schr&#228;ge Martial-Arts-Action und seltsam &#220;bernat&#252;rliches. Seit einigen Jahren allerdings deutete sich schon eine Hinwendung zu realistischeren Erz&#228;hltechniken an, auch im Forum wie bspw. im Film <a title="My Dear Enemy" href="http://www.dasblogzumhof.de/festivals/my-dear-enemy-meotijn-haru-ein-wiedersehen-der-besonderen-art.php"><em>My Dear Enemy</em></a> im letzten Jahr. Dieses Jahr hat sich eine ganze neue Filmgeneration aufgemacht und verbindet das asiatische Kino mit dem europ&#228;ischen Kino der 60&#8242;er Jahre. Ankn&#252;pfungspunkt der neuen Welle asiatischer Independent-Produktionen ist die franz&#246;sische Nouvelle Vague.<span id="more-3377"></span></p>
<p>Die beiden koreanischen Produktionen <em>I&#8217;m in Trouble</em> (Na-neun gon-kyeung-e cheo-haet-da!) von So Sang-min und <em>Our Fantastic 21st. Century</em> (Neo-wa na-eui i-shib-il-seki) von Ryu Hyung-ki sowie der taiwanisische Film <em>Au Revoir Taipeh</em> (Yi ye Tai bei) des in Kalifornien aufgewachsenen Taiwanesen Arvin Chen sind drei Langfilmdeb&#252;ts, die &#8211; ohne v&#246;llig mit den alten Erz&#228;hlmustern zu brechen &#8211; neue filmische Wege beschreiten.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3396" title="Trouble" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Allzu leicht macht es Sun-woo, die Hauptfigur von <em>I&#8217;m in Trouble!</em> dem Zuschauer nicht, ihn zu m&#246;gen, wie auch den anderen Protagonisten des Films. Das gr&#246;&#223;te Talent des planlos in den Tag hineinlebenden M&#252;&#223;igg&#228;ngers Sun-woos besteht darin, seine Freunde immer wieder vor den Kopf zu sto&#223;en und selbst das harmonischste Miteinander in k&#252;rzester Zeit in eine Katastrophe zu verwandeln. Als Beruf gibt der moderne Taugenichts Dichter an, weil er irgendwann einmal in der Schule einen Dichterpreis gewonnen hat. Dichten sieht man ihn allerdings nie, daf&#252;r ist er meistens betrunken, vor allem wenn er eigentlich mit seiner Freundin Juna verabredet war. Die macht denn auch folgerichtig mit dem labilen Durchh&#228;nger Schlu&#223;, obwohl der sie auf Knien um Entschuldigung bittet. Nicht zum ersten Mal.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3397" title="Trouble2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Trouble2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Auch sonst wei&#223; Sun-woo immer wieder seine Umgebung zu schockieren, sei es, weil er nackt und betrunken durch den Ruhebereich eines Schwimmbades torkelt oder einem vorbeifahrenden Taxifahrer eine Macke ins Auto tritt und daf&#252;r die Nacht auf der Polizeistation verbringen muss. Was ein derartiges Gammlerleben in der koreanischen Leistungsgesellschaft bedeutet, kann man an den Reaktionen der Umwelt erkennen. &#8220;In Europa kannst du als Dichter leben, hier musst du dir einen anst&#228;ndigen Job suchen&#8221;, sagt einer seiner Freunde einmal. &#196;hnlich wie die klassischen Verweigerfiguren von Truffaut oder Godard ist aber auch Sun-woo durchaus liebenswert, weshalb Juna ihm dann doch immer wieder eine weitere Chance gibt. Am Ende des Films raufen sich die beiden wieder einmal zusammen. Wer wei&#223;, f&#252;r wie lange.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Century.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3398" title="Century" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Century-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Anders als der labile und hochaggressive Sun-woo wei&#223; die junge Lagerarbeiterin Soo-young in <em>Our Fantastic 21st. Century</em> genau, was sie will &#8211; sie will Modedesignerin werden. Daf&#252;r muss die schlanke Frau in der koreanischen Gesellschaft aber erst noch weiter abmagern. Eine K&#246;rperfettabsaugung kostet auf der anderen Seite aber viel Geld. Geld, das sie eigentlich nicht hat, mit kleinen Betr&#252;gereien gegen&#252;ber dem Supermarkt, in dem sie arbeitet, aber bekommt. Nur um dann von ihrem eigenen Freund bestohlen zu werden. Nat&#252;rlich kommt ihr die Firma auf die Schliche, weshalb sie dann zu einem Finanzhai geht, um sich wegen der Schulden Geld zu leihen. Jeder Versuch, sich irgendwie zu retten, f&#252;hrt nur noch tiefer ins Schlamassel, bis am Ende ein gl&#252;cklicher Zufall doch noch alles zum Guten wendet.</p>
<p>Schon der Titel <em>Our Fantastic 21st. Century</em> zeigt, dass die Story f&#252;r Regisseur Ryu Hyung-ki mehr ist als nur eine nette kleine Filmgeschichte &#8211; hier will einer etwas zur Lage im neuen Jahrhundert sagen. Soo-young steht stellvertretend f&#252;r &#8220;junge Leute zwischen 20 und 30&#8243;, sagt der Regisseur, die sogenannte 800000-Won-Generation in S&#252;dkorea (ca. 1000 €). <em>Our Fantastic 21st. Century</em> zeichnet ein deprimierendes Bild der jungen Geringverdiener, Hauptfigur Soo-young sieht man im ganzen Film nicht ein einziges Mal l&#228;cheln, selbst als sie sich ihren gro&#223;en Traum endlich doch noch erf&#252;llen kann. Vermutlich ahnt sie da schon, dass nach der Wunscherf&#252;llung im globalisierten Neoliberalismus nur die n&#228;chste Entt&#228;uschung wartet.<a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3399" title="Taipeh" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Taipeh-300x172.jpg" alt="" width="300" height="172" /></a></p>
<p>Arven Chen aus Taiwan gibt im anschlie&#223;enden Q&amp;A unumwunden zu, dass seine filmischen Vorbilder die Filme der Nouvelle Vague sind. Schon der Filmtitel <em>Au Revoir Taipeh</em> l&#228;sst sich so durchaus auch als &#228;sthetisches Statement lesen. Auch die verzweifelten Versuche der Hauptfigur Kai zu Beginn des Films, sich in einer Buchhandlung mit einem Franz&#246;sisch-Lehrbuch die Sprache selbst anzueignen, weil er seiner Freundin nach Paris nachreisen will, kann ebenfalls als versteckter Hinweis des Regisseurs verstanden werden. Taipeh, die Hauptstadt Taiwans, wie Paris, die Stadt schlechthin, aussehen zu lassen, sei sein Ziel gewesen, sagt Chen weiter im Q&amp;A. Das gelingt allerdings nicht ganz, wie er selbst zugibt. Daf&#252;r ist Taipeh mit seinen vielen grellbunten Neonlichtern einfach zu asiatisch gepr&#228;gt.</p>
<p><em>Au Revoir Taipeh</em> spielt fast ausschlie&#223;lich in der Nacht und ist doch alles andere als ein d&#252;sterer Film geworden. Mit viel Humor erz&#228;hlt Chen rund um die beiden Hauptfiguren Kai und Susi eine bonbonbunte Screwball-Comedy, in der Kais ebenso gro&#223;er wie verfressener Freund Gao, der verliebte Immobilien-Hai Bao, der sich zur Ruhe setzen will und eine Bande M&#246;chtegern-Gangster in quietsch-orangen Anz&#252;gen, mit denen sie selbst ein halbblinder Polizist in einem ausverkauften Fu&#223;ball-Stadion sofort wiederfinden w&#252;rde, die aberwitzige Handlung voran treiben, die letzten Endes nat&#252;rlich nur dem Ziel dient, Kai und Susi endlich zusammen zu bringen.</p>
<p>In Europa markierte die Nouvelle Vague den &#220;bergang von der Nachkriegsgesellschaft, die den wirtschaftlichen Aufbau vollzog, hin zur modernen Wohlstandsgesellschaft. Die M&#252;&#223;igg&#228;nger der franz&#246;sischen Filme der 60&#8242;er Jahre wiesen dabei schon voraus auf den Gammler der sp&#228;teren 68&#8242;er. Dass junge asiatische Filmemacher gerade jetzt an diese Traditionen ankn&#252;pfen, sagt viel &#252;ber die wirtschaftliche Stagnation der sogenannten Tigerstaaten. Die Protagonisten der Filme sind Arbeitslose oder Geringverdiener, die keinen Zugang mehr in die Leistungsgesellschaft S&#252;dkoreas bzw. Taiwans finden, auch wenn ihre &#220;berlebensstrategien verschieden sind: Rebellion (Sun-woo), Kriminalit&#228;t (Soo-young) bzw. Flucht (Kai).</p>
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		<title>Bran Nue Dae &#8211; Sing, Aborigine, Sing!</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 23:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Klamotte]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Musical]]></category>
		<category><![CDATA[schlechtester Film]]></category>
		<category><![CDATA[Trash]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Rachel Perkins Australien 2009 88 Min OV Mo,15.02., 9:00h, Babylon So, 21.02., 16:30 h, CinemaxX 3 »I am happyyyy, to be an Aborigineeee&#8230;.« (Foto: Berlinale 2010) Eigentlich wollte ich &#252;ber diesen Film gar nichts schreiben, weil er nur eine dumme Klamotte ist. Aber als ich die Story gerade m&#252;ndlich erz&#228;hlt habe, klang sie so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Rachel Perkins<br />
Australien 2009<br />
88 Min<br />
OV</p>
<p>Mo,15.02., 9:00h, Babylon<br />
So, 21.02., 16:30 h, CinemaxX 3 </p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Bran-Nue-Dae.bmp"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Bran-Nue-Dae.bmp" alt="" title="Bran Nue Dae" class="alignleft size-full wp-image-3207" /></a></p>
<p><strong>»I am happyyyy, to be an Aborigineeee&#8230;.«<em> (Foto: Berlinale 2010)</em></strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich &#252;ber diesen Film gar nichts schreiben, weil er nur eine dumme Klamotte ist. Aber als ich die Story gerade m&#252;ndlich erz&#228;hlt habe, klang sie so abstrus und trashig, dass mein Zuh&#246;rer sich direkt angeregt f&#252;hlte, BRAN NUE DAE zu sehen. Ich kann ihn zwar absolut nicht empfehlen &#8211; aber lest und entscheidet selbst&#8230;<span id="more-3199"></span></p>
<p>Ein Aborigine-Junge ist in den Ferien bei seiner Mutter, die m&#246;chte, dass er ein Priester wird. Daf&#252;r gibt es eine Priesterschule in einem anderen Ort&#8230;Aber nun sind Ferien, wie schon gesagt, und er verliebt sich in ein Aborigine-M&#228;dchen, das im Kirchenchor sehr h&#252;bsch singt. Problem! Enthaltsamkeit und so! Es l&#246;st sich aber zun&#228;chst von selbst auf, denn es kommt ein wei&#223;er Elvis-Junge daher, der dem M&#228;dchen anbietet, in seiner Band Karriere zu machen. Aborigine-Junge ist wieder allein.  </p>
<p>Ferien vorbei. Junge muss zur&#252;ck in die Priesterschule. Der wei&#223;e Oberpriester h&#228;lt gro&#223;e St&#252;cke auf ihn. Er soll einfach nur beten und an Gott glauben usw. Nachts wird der Junge &#252;berredet, Schokolade und Limonade aus des Priesters K&#252;hlschrank zu klauen. S&#252;nde! Der wei&#223;e Oberpriester ist entt&#228;uscht und will den Jungen z&#252;chtigen. Doch dann singen alle (BRAN NUE DAE ist eine Musical-Kom&#246;die a la dem in den USA &#228;u&#223;erst erfolgreichen HIGH SCHOOL MUSICAL 1,2 und 3 &#8211; wurde in der South-Park-Folge ELEMENTARY SCHOOL MUSICAL schon verarscht): Sie sind froh, Aboriginies zu sein. Ist so ne Art Revolte. Und man kann von diesem Genre sehr, sehr viel lernen: Wenn man in einem Konflikt steckt, z. B. seinen Job verliert, stellt man sich einfach vors Jobcenter und singt. </p>
<p>Doch so richtig, scheint die Revolte nicht gegl&#252;ckt zu sein &#8211; der Junge haut ab. In eine gro&#223;e Stadt. Dort trifft er Aborigine-Penner, die saufen. (Noch nicht wegklicken, das Abstruse kommt gleich!) Einer der Penner, er kann auch h&#252;bsch singen &#8211; &#252;berhaupt singen alle wie gottbegnadet &#8211; verspricht ihm, ihn zur&#252;ck ins Heimatdorf zu bringen. Doch sein Lachen verhei&#223;t nichts Gutes. Vor allem rei&#223;t er sich erst einmal das Geld des Jungen unter den Nagel, um am n&#228;chsten Morgen sein fl&#252;ssiges Fr&#252;hst&#252;ck zu kippen. Der Junge ist sauer und will sich auf eigene Faust durchschlagen. Der Penner, ein richtiger Pfiffikus, wirft sich aber schnell vor einen heranfahrendem Hippie-Bus. Die Hippie-Frau ist nat&#252;rlich entsetzt, einen »Eingeborenen« verletzt zu haben. Sie will ihm jeden Wunsch erf&#252;llen und nun m&#246;chte der Penner, zusammen mit dem Jungen, ins Dorf gebracht werden. Clever! </p>
<p>Im Bus singen wieder alle zusammen. Alle? Nein, der deutsche Hippie-Mann hat keine Lust so weit zu fahren und will die beiden Ureinwohner loswerden. Doch die Hippie-Frau h&#228;lt das f&#252;r politisch vollkommen induskutabel. Der Hippie-Mann bockt und kann sich schlie&#223;lich durchsetzen. Sie fahren davon &#8211; doch der Pfiffikus-Penner beschw&#246;rt einen Zauberknochen, der den Keilriemen des Hippie-Vans zerst&#246;rt. </p>
<p>Jetzt sitzen alle im australischen Busch gefangen. Dann kommt ein Wagen mit Fu&#223;ballspielern vorbei und der Junge nutzt die Gelegenheit und springt auf den Wagen. Die anderen bleiben zur&#252;ck. Wieder eine Gelegenheit f&#252;r eine abstruse Gesangseinlage mit Parallelmontage: Die Fu&#223;ballspieler f&#228;rben sich die Gesichter wei&#223; und singen auf dem Wagen Eingeborenenlieder und die Gefangenen im Busch folgen dem Pfiffikus-Penner, der eine Klapperschlange t&#246;tet und sie als neuen Keilriemen nutzt. </p>
<p>In der darauffolgenden Szene verschwinden die Fu&#223;ballspieler in der n&#228;chsten Kneipe und der Junge verliert unter einem Kondom-Baum (= ein kunstvoll ausgeleuchteter Baum mit lauter benutzten aufgehangenen Kondomen) seine Unschuld mit einer &#228;lteren besoffenen Aborigine-Frau. Dann kommt der Mann dieser Frau und will den Jungen verpr&#252;geln. Aber die Hippie-Freunde und der Pfiffikus retten ihn. Dann sitzen wieder alle im Hippie-Van, kiffen und singen, bis sich herausstellt, dass sich hinten die besoffene Aborigine-Frau versteckt hat, um ihren Rausch auszuschlafen. </p>
<p>Nun kommen die Cops, die sie alle verhaften und auf der Wache stellt sich heraus, dass der deutsche Hippie-Mann der Sohn des Oberpriesters ist. Der Junge will sich davonschleichen, aber das mi&#223;lingt. Sie werden alle verhaftet und in K&#228;fige eingesperrt. In der Nacht tr&#228;umt der Jungen von den Aborigine-Urahnen, die zu ihm sprechen: Es werde alles gut. Und tats&#228;chlich: Am n&#228;chsten Tag kommen sie irgendwie frei und gelangen in das Heimatdorf des Jungen. Dort singt inzwischen seine hei&#223;e Liebe in der Band des wei&#223;en Elvis. Sie will ihn zuerst nicht sprechen, doch als er ihr sagt, dass er sie liebt, liebt sie ihn auch. Was f&#252;r ein Wunder, aber die Urahnen haben das ja vorausgesagt. Es kommt auch zu keinem Clinch mit dem wei&#223;en Elvis, da der mit der &#228;lteren Sauffrau Vorlieb nimmt. </p>
<p>Jetzt bleibt nur noch das Problem mit der Mutter, die den Jungen ja im Posten eines Priesters sieht (Ausgangskonflikt). Doch das hat sich auch in wenigen Minuten erledigt: Die Betgruppe des Dorfes, der sich auch die Mutter angeschlossen hat, ist grad dabei neue Sch&#228;fchen einzusammeln und am Strand sollen die S&#252;nder hervortreten. Der Junge und seine neue Geliebte beobachten diese Zeromonie aus einem Versteck. Die Mutter des Jungen tritt hervor und ruft: »Ich habe ges&#252;ndigt und mit M&#228;nnern geschlafen.« Es stellt sich heraus, dass sie erstens mit dem Oberpriester geschlafen hat &#8211; der der Truppe im &#252;brigen gefolgt ist &#8211; und in diesem Moment aus den D&#252;nen hervortritt. Der deutsche Hippie-Mann ruft »Mutti«. Zweitens hat sie aber noch mit einem anderen Mann geschlafen, n&#228;mlich mit dem Pfiffikus. Der Pfiffikus ist also der Papa vom Jungen. Der Hippie-Mann ist der Halbbruder des Jungen. Die Mutter ist die Mutter von Beiden. </p>
<p>Also sind alle irgendwo Aborigines (bis auf die Hippie-Frau, aber da gen&#252;gt auch die spirituelle Zugeh&#246;rigkeit) und sie k&#246;nnen alle vereint singen und Abendbrotessen. </p>
<p>Der Film ist einfach so bekloppt und d&#228;mlich, dass er diesen Text verdient hat. Er verdient eine Auszeichnung als schlechtester Film der Berlinale. Kann er diese Stellung verteidigen?</p>
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		<title>Neuer Coen-Brothers-Trailer</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 20:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FILM GIBTS AUCH IM ALLTAG]]></category>
		<category><![CDATA[A serious man]]></category>
		<category><![CDATA[coen]]></category>
		<category><![CDATA[coen-brüder]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der offizielle (bisherige) deutsche Starttermin des neuen Coen-Brothers-Film A SERIOUS MAN ist der 21.1.2010. Der Trailer ist super geschnitten und an sich schon ein Meisterwerk. Hier mal der IMDB-LINK. Bei A SERIOUS MAN handelt es sich wieder um eine Black Comedy &#8211; und ich muss sagen, dass ich im Kino selten w i r k [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/09/a-serious-man-poster.jpg" alt="a-serious-man-poster" title="a-serious-man-poster" width="200" height="320" class="alignright size-full wp-image-2465" /></p>
<p><strong>Der offizielle (bisherige) deutsche Starttermin des neuen Coen-Brothers-Film A SERIOUS MAN ist der 21.1.2010. </strong>Der Trailer ist super geschnitten und an sich schon ein Meisterwerk. Hier mal der <a href="http://www.imdb.com/video/imdb/vi1681064473/" target="_blank">IMDB-LINK</a>. </p>
<p>Bei A SERIOUS MAN handelt es sich wieder um eine Black Comedy &#8211; und ich muss sagen, dass ich im Kino selten w i r k l i c h lachen kann. Und die beiden Male, in den ich lachen musste, waren 1. THE BIG LEBOWSKI und 2. BURN AFTER READING. Deshalb sind die Coen-Brothers f&#252;r mich die einzigen die gute Kom&#246;dien drehen und deshalb freue ich mich schon auf auf den 21.1. </p>
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		<title>Trick &#8216;R Treat &#8211; Overkill Halloween</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 13:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[FFF 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Dylan Parker]]></category>
		<category><![CDATA[Halloween]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Dougherty]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Michael Dougherty Kanada/USA 2008 87 Min. DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009 Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske? (FFF 09) Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Michael Dougherty<br />
Kanada/USA 2008<br />
87 Min.<br />
<strong>DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009</strong></p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/08/TRT-9931r_v3.jpg" alt="Trick &#039;r Treat" title="Trick &#039;r Treat" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2345" /></p>
<p><strong>Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske?</strong> (FFF 09)</p>
<p>Doughertys Spielfilmdeb&#252;t ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkom&#246;die mit vielen &#252;berraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine d&#252;ster-m&#228;rchenhafte Atmosph&#228;re à la »The Company of Wolves«. Genau, das Richtige f&#252;r einen kalten, verregneten Herbstabend im heimatlichen Wohnzimmer. <span id="more-2340"></span></p>
<p>Es ist Halloween und fast die gesamte Stadt ist kost&#252;miert auf den Beinen, um ausgiebig S&#252;&#223;igkeiten zusammeln, Partys zu feiern und Sex zu haben: Jungfrauen, sexgeile Teenager, die typische Kinderclique mit dem Mauerbl&#252;mchen bis hin zur mutigen Anf&#252;hrerin. Alle sind sie unterwegs. Bis auf Mr. Kreeg, dem ewig vor sich hinknurrenden Halloween-Hasser mit seinem alten K&#246;ter und einem blutr&#252;nstigen Schuldirektor (Dylan Parker &#8211; »Happiness«). </p>
<p>Dougherty verbindet f&#252;nf Storylines, die auch noch eine Substory enthalten, die er lose ineinander verwebt. Damit verbindet ein Urgestein des literarischen Horrorgenres, die Kurzgeschichte, mit unz&#228;hligen Verweisungen auf das Filmgenre. Enthalten sind Anspielungen auf Klassiker wie »The Beast with Five Fingers« (1946), &#252;ber nat&#252;rlich Carpenters »Halloween« (1978), »The Company of Wolves« (1984) bis hin zu moderneren Filmen wie »It« (1990) und »El orfanato« (2007) &#8211; um nur einige zu nennen. </p>
<p>Doughertys TRICK ´R TREAT ist vor allem eine vergn&#252;gliche Kom&#246;die, in der ein Lutscher schon mal zum Mordwerkzeug werden kann und in der auch nicht ausgespart wird, dass das Halloweenfest in den USA schon v&#246;llig &#252;bertriebene Ausw&#252;chse angenommen, in der sich die Industrie eine goldene Nase verdient. Aber Dougherty kritisiert das nicht, sondern mischt ordentlich mit, in dem er einen vollkommenen Overkill des gesamten Ensembles anbietet: Au&#223;erirdische, Werw&#246;lfe, Vampire, Zombies, b&#246;se Kinder, Psychopathen und abgetrennte mordende K&#246;rperteile. Gelungener Humor!</p>
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		<title>My Dear Enemy: (Meotijn haru): Ein Wiedersehen der besonderen Art</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 18:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[FESTIVALS]]></category>
		<category><![CDATA[Ha Jung-Woo]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Jeon Do-Yeon]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Lee Yoon-ki]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Woody Allen]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Lee Yoon-ki Republik Korea 2008 123 Min. Nach einem Jahr der Trennung steht Ex-Freundin Hee-Soo in My Dear Enemy pl&#246;tzlich wieder vor Byoung-Woon. Zum Plaudern ist sie aber nicht gekommen. Der Tag auf der Rennbahn beginnt mit einer &#220;berraschung f&#252;r Byoung-Woon. Er trifft seine Exfreundin Hee-Soo wieder. Leider ist das Treffen nicht ganz zuf&#228;llig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regie: Lee Yoon-ki<br />
Republik Korea 2008<br />
123 Min.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1882" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/my-dear-enemy-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /><strong>Nach einem Jahr der Trennung steht Ex-Freundin Hee-Soo in <em>My Dear Enemy</em> pl&#246;tzlich wieder vor Byoung-Woon. Zum Plaudern ist sie aber nicht gekommen.</strong></p>
<p>Der Tag auf der Rennbahn beginnt mit einer &#220;berraschung f&#252;r Byoung-Woon. Er trifft seine Exfreundin Hee-Soo wieder. Leider ist das Treffen nicht ganz zuf&#228;llig. Hee-Soo m&#246;chte die 3.500 Dollar zur&#252;ck, die sie ihm vor einem Jahr geliehen hat. Nicht ganz einfach, denn Byoung-Woon ist dummerweise genauso abgebrannt wie Hee-Soo. Zum Gl&#252;ck kennt der lebenslustige Byoung-Woon eine Menge Frauen, die ihm seltsam bereitwillig Geld geben. Und so verbringen die beiden einen ganzen Tag damit, auf der Suche nach Geld durch die Stadt zu ziehen. <span id="more-1881"></span></p>
<p>Dass es zwischen der vern&#252;nftigen Realistin Hee-Soo und dem liebenswert kindlichen Tr&#228;umer Byoung-Woon nicht recht klappen konnte, wird dem Zuschauer dabei schnell klar. Oder vielleicht doch? Je l&#228;nger der Tag dauert, und je mehr Freundinnen und Freunde die beiden zusammen abklappern, die alle Byoung-Woon ein bisschen Geld geben, desto mehr wird klar, wie sehr die beiden trotz aller Unterschiede sich bedeutet hatten, als sie noch ein Paar waren.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-1885" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/my-dear-enemy2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Und so kommen sich die beiden im Laufe dieses Tages streitend und doch immer wieder mit einer seltsam z&#228;rtlichen Zuneigung, die zu zeigen sich beide nicht recht trauen, doch wieder n&#228;her. Dass uns Regisseur Lee Yoon-ki ein Happy-End vorenth&#228;lt, muss dabei nicht entt&#228;uschen. Am Ende des Tages haben sie die 3500 Dollar zusammen – fast zusammen. Einen kleinen Schuldschein beh&#228;lt Hee-soo. Grund genug, Byoung-Woon nochmal mit einem Besuch zu &#252;berraschen.</p>
<p>So einfach die Geschichte auch sein mag, Lee Yoon-ki hat daraus ein kleines Meisterwerk gemacht. Als filmisches Vorbild nennt Yoon-ki ganz zu Recht Woody Allen. Und das nicht nur wegen der eingesetzten Jazz-Musik, die <em>My Dear Enemy</em> eine gewisse Zeitlosigkeit gibt. Wie dem gro&#223;en Vorbild Allen gelingt es dem koreanischen Regisseur, dem Film eine spielerische Leichtigkeit und einen feinen leisen Humor zu geben. Und nicht zuletzt die Spielfreude der beiden gro&#223;artigen Schauspieler Jeon Do-Yeon und Ha Jung-Woo sorgt daf&#252;r, dass man diesen kleinen Film nicht so schnell vergisst. Einer der H&#246;hepunkte des diesj&#228;hrigen Forums, der hoffentlich auch den Weg in die deutschen Kinos finden wird.</p>
<p><strong>Wiederholung: CineStar 8 15.02. 19:30</strong></p>
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		<title>The Art Of Negative Thinking (FFF) &#8211; Denk doch einfach mal negativ!</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 18:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[FFF 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Bård Breien Norwegen 2006 79 Min. Deutscher Kinostart: 18.9.2008 Geirrs therapeutische Methode: der Revolver (Foto: FFF) In Bård Breiens schwarzhumorigem und »politisch (v&#246;llig) unkorrekten« Regiedeb&#252;t k&#228;mpfen der gel&#228;hmte Geirr und die Psychologin Tori um das beste Therapiekonzept: die Methode des Positive Thinking vs. die Kunst des Negativen Denkens. Der Regisseur bricht nicht nur gesellschaftliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong> Bård Breien<br />
Norwegen 2006<br />
79 Min.<br />
<strong> Deutscher Kinostart: 18.9.2008</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/ant_l_06.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/ant_l_06.jpg" alt="" title="ant_l_06" width="300" height="160" class="alignnone size-medium wp-image-807" /></a></p>
<h4> Geirrs therapeutische Methode: der Revolver (Foto: FFF)</h4>
<p>In Bård Breiens schwarzhumorigem und »politisch (v&#246;llig) unkorrekten« Regiedeb&#252;t k&#228;mpfen der gel&#228;hmte Geirr und die Psychologin Tori um das beste Therapiekonzept: die Methode des Positive Thinking vs. die Kunst des Negativen Denkens. Der Regisseur bricht nicht nur gesellschaftliche Tabus, sondern dekonstruiert sie auch als verheerend. </p>
<p><span id="more-806"></span></p>
<p>Nach einem schweren Unfall ist Geirr an den Rollstuhl gefesselt und impotent &#8211; ein wahrer Grund schlecht drauf zu sein. Das kostet er auch mit aller Intensit&#228;t aus. Kiffend vergr&#228;bt er sich in sein dunkles Zimmer, sieht blutige Kriegsfilme oder h&#246;rt die sp&#228;ten Alben von Johnny Cash. </p>
<p>Seine Frau Ingvild kann sich das nicht l&#228;nger mit ansehen und plant eine &#220;berraschung: Sie l&#228;dt die Psychologin Tori ein, die kurz vor der Ver&#246;ffentlichung ihres Buchs steht, in dem sie ihre Methode des positiven Denkens vorstellt. Als Beweis f&#252;r den Erfolg ihres Therapiekonzepts hat sie eine Gruppe Behinderter mitgebracht. Alle gemeinsam sollen Geirr nun davon &#252;berzeugen, wie wunderbar das Leben trotz seiner Widrigkeiten doch ist, vorausgesetzt man beherrscht das positive Denken. Doch das hat Geirr gerade noch gefehlt und so benebelt er die ankommende Meute erst einmal mit einem Feuerl&#246;scher. </p>
<p>Toris Konzept des positiven Denkens besteht darin, aufkommende depressive und nihilistische Gedanken ganz schnell in einen »Schei&#223;beutel«, ein selbstgeh&#228;ckeltes buntes Hippies&#228;ckchen, zu sprechen, um sich dann wieder ausf&#252;hrlich den konstruktiven, zielf&#246;rdernden und positiven Dingen des Lebens hinzuwenden. Doch Geirr hat keinen Bock darauf und infiziert mit seiner negativen Haltung die ganze Truppe. Noch bevor die Psychologin bis drei z&#228;hlen kann, sitzen ihre Sch&#228;fchen schnapstrinkend da und »spielen«: »Wem geht es am miesesten?« &#8211; Der hat gewonnen. </p>
<p>Bård Breien ist mit seinem Regiedeb&#252;t THE ART OF NEGATIVE THINKING (Deutscher Verleihtitel: DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS) eine herrlich unkorrekte und schwarzhumorige Kom&#246;die gelungen. Das »Schei&#223;s&#228;ckchen« steht symbolisch f&#252;r das gesellschaftliche Tabu, einfach mal offen auszusprechen: »Ich f&#252;hl mich total Schei&#223;e, bin impotent und behindert.« Das Komische beruht also auf Normverletzungen, auf Tabubr&#252;chen. In Sigmund Freuds Studie »Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten« schreibt der Psychoanalytiker, dass der Witz aus Regel- und Normverst&#246;&#223;en bestehe und f&#252;r kurze Zeit die gewohnte, soziale Ordnung auf den Kopf stelle. Damit habe er auch eine medizinische, weil kathartische, Bedeutung. </p>
<p>Die Kunst des negativen Denkens quasi nach Freud ist also das therapeutische Gegenmodell von Geirr, das er bis zum Exzess betreibt. Er rei&#223;t tabusierte Behindertenwitze und deckt »politisch korrektes Verhalten« gegen&#252;ber Behinderten als scheinheiliges und falsches Getue auf. Alle d&#252;rfen endlich mal das tun, was sie bisher nicht durften: Sich richtig intensiv auskotzen, Drogen nehmen, sich Gehen lassen. Es wird einfach mal Tacheles geredet. Nichtbehinderte sind von der Party ausgeschlossen!</p>
<p>Bård Breiens Kom&#246;die geht noch einen Schritt weiter, als lediglich Tabus zu verletzen. Er stellt die gewohnte, soziale Ordnung als falsch und verheerend da. Er dekonstruiert die im sozialen Bereich weitverbreitete Methode des positiven Denkens als eine verheerende L&#252;ge, die Konflikte lediglich kaschiert. Denn sobald Geirr die Psychologin aus dem Haus gepr&#252;gelt hat und den ganzen Einflu&#223; auf die Gruppe aus&#252;bt, brechen die verborgenen Probleme erst so richtig auf. Es stellt sich n&#228;mlich heraus, dass die Person, die am intensivsten von der Methode des positiven Denkens &#252;berzeugt war, eigentlich am tiefsten in der Schei&#223;e steckt. Die Person mit der h&#246;chsten Fallh&#246;he hat es also wieder mal erwischt &#8211; fr&#252;her oder sp&#228;ter w&#228;re sie ohnehin mit dem Problem konfrontiert gewesen. Mit einer noch gr&#246;&#223;eren Fallh&#246;he. </p>
<p>Aber man darf beruhigt sein, denn der Film bewahrt die Genrekonvention der Kom&#246;die, wenn doch auf seine Art &#8211; nach der Methode des negativen Denkens. THE ART OF NEGATIVE THINKING kann man der Behindertenkom&#246;die zurechnen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tabus zu brechen. Dass die Skandinavier Meister in politisch unkorrekten Filmen sind, haben sie mit dieser Tragikkom&#246;die einmal mehr bewiesen. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Be Kind Rewind (Wettbewerb AK) &#8211; Es lebe der Trashfilm</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 18:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2008]]></category>
		<category><![CDATA[BERLINALE Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Gondry]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Michel Gondry USA 2008 98 Min. Deutscher Kinostart: 3.4.08 Beim Ghost-Busters-Dreh Der neue Film von Michel Gondry (SCIENCE OF SLEEP) ist eine m&#228;rchenhafte Utopie: Statt Blockbuster m&#246;gen die Leute nur noch selbstgedrehte Trashremakes. Der Trashfilmer selbst aber wird als innovatives Genie gefeiert. Absolut komisch! Gleich zu Beginn will uns ein Film im alten Stummfilmformat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Michel Gondry<br />
USA 2008<br />
98 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart: 3.4.08</strong></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/gondry1650.jpg" title="gondry1650.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/gondry.jpg" title="gondry.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/gondry.jpg" alt="gondry.jpg" /></a></p>
<h4>Beim Ghost-Busters-Dreh</h4>
<p>Der neue Film von Michel Gondry (SCIENCE OF SLEEP) ist eine m&#228;rchenhafte Utopie: Statt Blockbuster m&#246;gen die Leute nur noch selbstgedrehte Trashremakes. Der Trashfilmer selbst aber wird als innovatives Genie gefeiert. Absolut komisch!</p>
<p><span id="more-292"></span><br />
Gleich zu Beginn will uns ein Film im alten Stummfilmformat weismachen, dass der Jazz gar nicht in New Orleans, sondern in einem kleinen Kaff von einem gewissen Fats Waller erfunden wurde. Dieser Fats Waller soll ausgerechnet in dem alten Videoladen von Mr. Fletcher geboren worden sein. Die alten Archivaufnahmen sind nat&#252;rlich Fake, gedreht von den zwei Nerds Jerry und Mike, um das halb verfallene Haus vor dem Abriss zu retten. Aber eigentlich muss man die Geschichte anders beginnen.</p>
<p>Der alte nette Mr. Fletcher besitzt einen Videoladen, Old Style. Also einen wirklichen Videoladen und nicht, was sich heute Videoladen schimpft. Als er zu h&#246;ren bekommt, dass das Haus abgerissen werden soll, denkt er, dass eine gesch&#228;ftliche Modernisierung das Haus retten k&#246;nne. Er begibt sich auf Gesch&#228;ftsreise, um die Konkurrenz zu studieren. Seinem Angestellten Mike erz&#228;hlt er eine Ausrede und &#252;bergibt ihm die Verantwortung f&#252;r den Laden. Kaum ist Fletcher verschwunden, taucht Jerry auf, der in seinem Wohnwagen neben einem Kraftwerk haust. Jerry hat den Verdacht, dass er durch die Strahlung des Kraftwerks zu einem gef&#252;gigen B&#252;rger gemacht wird, also plant er einen Sabotageakt. Doch der geht schief und Jerry ist pl&#246;tzlich magnetisch. Da er st&#228;ndig im Laden rumlungert, werden alle VHS-Tapes mit einem mal gel&#246;scht.</p>
<p>Mr. Fletcher hat inzwischen eine alte Freundin instruiert, auf die beiden aufzupassen und ihm mitzuteilen, falls etwas schief l&#228;uft. Ausgerechnet als Jerry und Mike gerade entdeckt haben, dass s&#228;mtliche VHS-Kassetten leer sind, schneit sie in den Laden. Sie l&#228;sst gleich durchblicken, dass Fletcher sie als Beobachterin beauftragt hat und au&#223;erdem h&#228;tte sie gern noch GHOST BUSTERS. Jerry und Mike k&#246;nnen sie gerade noch auf den Abend vertr&#246;sten. In ihrer Not kommen sie auf die Idee den Film nachzudrehen, schlie&#223;lich kennt sie ja nur das Cover. In Windeseile fangen die beiden an, GHOSTBUSTERS zu remaken, beginnend mit der Szene in der Bibliothek, in der erste Geist auftaucht.</p>
<p>Der neue Film von Michael Gondry (SCIENCE OF SLEEP) strotzt mal wieder vor verr&#252;ckten Ideen. Und nat&#252;rlich ist diese absolut witzige und leichte Kom&#246;die mehr als nur typisches Nerd-Gebl&#246;del, von dem es in den Multiplexen nur so wimmelt. Es ist eine Hommage an Blockbuster wie GHOST BUSTERS, ROBOCOP und K&#214;NIG DER L&#214;WEN, den guten alten Stummfilm, vor allem aber an den Trashfilm. Denn wie auch schon in Tim Burtons ED WOOD wird der Trashfilmer als ein innovatives Genie gefeiert, der sich vor lauter Ideen und Einf&#228;llen nicht mehr die Zeit f&#252;r Perfektion nehmen kann. Und da Jerry und Mikes Filme Erfolg haben und ihnen die Kunden die T&#252;r einrennen, stehen sie unter enormen Zeitdruck, der sie ebenfalls zu solch einfallsreichen Genies macht. Behaupte da einer, es sei keine Kunst, die mit vielen Special Effects durchgestylten Blockbuster mit den einfachsten Mitteln nachzudrehen.</p>
<p>Der alte Mr. Fletcher wei&#223; von allem erst mal nichts und studiert eine »Videothek« von heute. W&#228;hrend er sich notiert, »vereinfachte Kategorien, Kom&#246;die, Action-, und Abenteuerfilm« und »statt Vielfalt, 20 Exemplare des gleichen Films«, fragt ihn ein Angestellter, warum er schon seit zwei Stunden im Laden herumsteht. Fletcher kontert, indem er ihn nach einem bestimmten Film fragt. Der Angestellte guckt ihn an wie ein Auto &#8211; »keine Fachkenntnisse n&#246;tig« notiert sich Fletcher.</p>
<p>BE KIND REWIND ironisiert die Film-»Kultur« der gro&#223;en Videostores, die nur noch ihre 300 Blockbuster im Programm haben. Indem Jerry und Mike mit den billigsten Mitteln Remakes drehen, hauchen sie den seelenlosen Popcorn-Filmen durch Innovation Leben ein. Gondry, der unter anderem schon Videoclips f&#252;r Daft Punk, Bj&#246;rk, The Cemical Brothers und Massive Attack gedreht hat, ironisiert aber auch den Starkult. Kaum haben sie den ersten Trash abgedreht, will Jerry pl&#246;tzlich Anerkennung und um so mehr Filme sie drehen, um so st&#228;rker entwickelt er All&#252;ren.</p>
<p>BE KIND REWIND ist ein Feel-Good-Movie, eine komisch-spa&#223;ige Utopie, in der wie in SMOKE, ein Laden zum Begegnungspunkt f&#252;r die Nachbarn wird und in der die Leute Trashfilme pl&#246;tzlich lieber haben als Blockbuster.</p>
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