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	<title>Blog zum Hof &#187; Maler</title>
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		<title>Goya &#8211; oder der arge Weg der Erkenntnis</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 15:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2009]]></category>
		<category><![CDATA[70mm]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Wolf]]></category>
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		<category><![CDATA[Monumentalfilm]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Konrad Wolf DDR/UDSSR 1969-71 136 Min. Einer der k&#252;rzeren 70mm-Filme ist Konrad Wolfs GOYA. Wie alle anderen Retro-Filme wird GOYA im Kino International gezeigt, das 1963 als drittes 70mm-Kino der DDR er&#246;ffnete. In der 8. Reihe genie&#223;t man besondere Beinfreiheit &#8211; fr&#252;her waren hier Pl&#228;tze f&#252;r die Hintern der Partei- und Staatsf&#252;hrung reserviert; angeblich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regie: Konrad Wolf<br />
DDR/UDSSR 1969-71<br />
136 Min. </p>
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><img class="aligncenter size-full wp-image-1551" title="goya" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2009/02/goya.jpg" alt="goya" width="450" height="250" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Einer der k&#252;rzeren 70mm-Filme ist Konrad Wolfs GOYA. Wie alle anderen Retro-Filme wird GOYA im Kino International gezeigt, das 1963 als drittes 70mm-Kino der DDR er&#246;ffnete. In der 8. Reihe genie&#223;t man besondere Beinfreiheit &#8211; fr&#252;her waren hier Pl&#228;tze f&#252;r die Hintern der Partei- und Staatsf&#252;hrung reserviert; angeblich hat man dort die optimale Sicht. </p>
<p><span id="more-1448"></span></p>
<p>In dem von politischen Unruhen ersch&#252;tterten Spanien, am Vorabend der Franz&#246;sischen Revolution, m&#246;chte sich der Maler Francisco de Goya (Donatas Banionis) als Hofmaler verdingen. Sein Aufstieg verl&#228;uft jedoch nicht reibungslos und ist durch verschiedene Auseinandersetzungen gepr&#228;gt, z.B. mit dem Akademiemitglied Jovellanos (Ernst Busch). Goya beginnt eine Aff&#228;re mit der jungen, unkonventionellen Herz&#246;gin Alba.</p>
<p>Eines Tages jedoch h&#246;rt Goya in den n&#228;chtlichen Madrider Stra&#223;en die wundersch&#246;nen Ges&#228;nge von Maria, die zu dem einfachen und unterdr&#252;ckten Volk singt. Als sie von der heiligen Inquisition zum Tode verurteilt wird, beginnt des Malers Herz f&#252;r das Volk zu schlagen und der Weg der Erkenntnis f&#228;ngt an. Konsequentes Handeln bedeutet nun, sich von Alba, dem Thron und seiner T&#228;tigkeit als Hofmaler loszusagen.</p>
<p>Konrad Wolf folgt dem Roman von Lion Feuchtwanger »Goya &#8211; oder der arge Weg der Erkenntnis«, in dem Goyas Entwicklung als Maler eng mit den politischen Prozessen verbunden ist. Die spanische Aristokratie wird satirisch verspottet &#8211; die uralte Hofdame von Alba, die schon von Natur wie eine Karikatur aussieht, kann sich immer eines Lachers gewiss sein und Rolf Hoppe als Karl IV. benimmt sich wie ein Proll und verwickelt Goya in eine alberne Balgerei im k&#246;niglichen Schlossgarten, bei der ihm die Per&#252;cke vom Kopf f&#228;llt.</p>
<p>GOYA ist nicht der »typische« Monumentalfilm im 70mm-Format: Wir sehen zwar eine Prozession und Verurteilungen vor der Gericht der Heiligen Inquisition &#8211; das sind jedoch die einzigen Massenszenen, in dem 136-min&#252;tigem Werk. Auch die Naturaufnahmen, f&#252;r die das Format so pr&#228;destiniert ist, verwendet Wolf sparsam. Am Schluss &#8211; nachdem Goya die Trennung mit Alba provoziert hat, erleidet er nach Feuchtwangers Interpretation einen Zusammenbruch, der ihn taub werden l&#228;sst &#8211; reitet der angeschlagene Maler samt Maulesel und F&#252;hrer nach Aragonien zu seiner Mutter durch staubige, karge Landschaften. Das Taubwerden wird bei Wolf und Feuchtwanger zur Metapher f&#252;r das Bessersehen und den »Weg der Erkenntnis«: Er malt sein ber&#252;hmtestes Werk »Die Erschie&#223;ung der Aufst&#228;ndischen«, und in Druckgraphiken zeigt er Spaniens Aristokratie und die Heilige Inquistition als D&#228;monen.</p>
<p><strong>Keine Auff&#252;hrung mehr w&#228;hrend der Berlinale. </strong></p>
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