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	<title>Blog zum Hof &#187; Tomas Alfredson</title>
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		<title>Let The Right One In (FFF) &#8211; Der kleine Vampir auf schwedisch</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 13:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kleo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie: Tomas Alfredson Schweden 2008 114 Min. Deutscher Kinostart: 23.12.2008 Die Verfilmung des schwedischen Romans »So finster die Nacht«, einer d&#252;steren Coming of Age-Geschichte, steht ganz in der melancholischen Tradition des sch&#246;nen dunklen Nordens. Mit ruhigen poetischen Bildern entwirft Tomas Alfredson die Einsamkeit zweier Zw&#246;lfj&#228;hriger. Zu Weihnachten kommt die Literaturverfilmung bei uns in die Kinos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong>Tomas Alfredson<br />
Schweden 2008<br />
114 Min.<br />
<strong>Deutscher Kinostart:</strong> 23.12.2008</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/let-the-right.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/08/let-the-right.jpg" alt="" title="let-the-right" width="300" height="200" class="alignnone size-medium wp-image-680" /></a></p>
<p>Die Verfilmung des schwedischen Romans »So finster die Nacht«, einer d&#252;steren Coming of Age-Geschichte, steht ganz in der melancholischen Tradition des sch&#246;nen dunklen Nordens. Mit ruhigen poetischen Bildern entwirft Tomas Alfredson die Einsamkeit zweier Zw&#246;lfj&#228;hriger. Zu Weihnachten kommt die Literaturverfilmung bei uns in die Kinos &#8211; auf dem Fantasy Filmfest ist sie schon jetzt zu sehen.<br />
<span id="more-679"></span></p>
<p>Der zw&#246;lfj&#228;hrige Oskar lebt mit seiner Mutter in einer grauen Mietshaussiedlung. In seiner Klasse wird er geh&#228;nselt und drangsaliert. Sein Vater ist ein Alkoholiker, den er ab und zu besuchen darf. Oskar ist allein und isoliert. Doch dann platzen zwei Ereignisse in sein Leben: Der kleine Vorort von Stockholm wird von einer Reihe mysteri&#246;ser Morde heimgesucht und ins Nebenhaus zieht ein Vater mit seiner ebenfalls zw&#246;lfj&#228;hrigen Tochter Eli ein. Merkw&#252;rdig ist nur, dass die neuen Nachbarn ihre Fensterscheiben mit Pappe zu kleben und Eli muffig riecht. Aber eigentlich gef&#228;llt das Oskar, ist sie doch ebenso eine Au&#223;enseiterin wie er selbst. Bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen ihnen. Dass die Morde etwas mit Eli zu tun haben k&#246;nnten, ahnt Oskar noch nicht. </p>
<p>Der Film basiert auf dem Roman »So finster die Nacht« von John Ajvide Lindqvist, der auch das Drehbuch zum Film geschrieben hat. Es ist eine d&#252;stere Coming of Age-Geschichte, die von einer einsamen Kindheit in der Tristesse des Nordens handelt &#8211; die gleiche melancholisch-sch&#246;ne Tristesse wie wir sie von einem Aki Kaurism&#228;ki oder einem Mikael Niemi (»Popul&#228;rmusik aus Vittula«) schon kennen. Tomas Alfredson gelingt es in ruhigen Einstellungen und poetisch-d&#252;steren Bildern die Einsamkeit eines Zw&#246;lfj&#228;hrigen zu skizzieren, dessen Hobby darin besteht, Zeitungsausschnitte von Verbrechen zu sammeln. </p>
<p>Da Roman sowie auch Verfilmung die Metaebene zulassen, die Geschehnisse in dem kleinen &#214;rtchen als Rachephantasien eines Zw&#246;lfj&#228;hrigen zu lesen, geht der Geschichte nicht ganz auf. Alfredson hat sich gegen einen OFF-Kommentar entschieden, nicht unbedingt zum Vorteil des Films. Der Kinderdarsteller Kåre Hedebrant spielt den Oskar stark zur&#252;ckgenommen, so dass die ungeheure Wut, die die teilweise auch recht harten Splatterszenen suggerieren, nicht wirklich nachvollzogen werden kann. Man denke dabei an die gelungenen Mittel zu denen Peter Jackson in HEAVENTLY CREATURES (USA, D, NZ, 1995) gegriffen hat. Dort wird die Figur Pauline (Melanie Lynskey) von eben solchen blutigen Rachephantasien heimgesucht. Jackson arbeitet dies mit dem OFF-Kommentar und Tagtraumsequenzen sehr drastisch heraus.</p>
<p>Oskars Welt ist jedoch nicht die einzige Perspektive, die der Film verfolgt. Eli ist nicht nur die tragische Vampir-Figur, mit der wir eher Mitleid empfinden als Grauen, sondern sie steckt auch in einer tragischen Vater-Tochter-Beziehung. Ihr alter Vater selbst ist kein Vampir, m&#246;chte aber wie jeder liebende Vater f&#252;r seine Tochter sorgen. Er hat das Pech, st&#228;ndig beim Sch&#228;chten der Opfer erwischt zu werden, so dass Eli um nicht zu verhungern, schlie&#223;lich selbst morden muss. Dass seine kleine Tochter Leute umbringt, schmeckt wiederum dem Vater nicht, der sich inzwischen &#252;berfl&#252;ssig vorkommt. Schlie&#223;lich sieht er nur noch einen Ausweg f&#252;r sich. </p>
<p>Wie in den vielen traditionellen Vampirfilmen ist auch hier der Blutsauger eine tragische Figur, die lediglich durch die Sucht nach Blut getrieben wird. Nat&#252;rlich ist von der kostbaren roten Fl&#252;ssigkeit immer zu wenig da, weil es gar nicht so einfach ist, jemanden zu &#252;berw&#228;ltigen. Dar&#252;ber hinaus sucht Vampir Eli aber auch ein bisschen menschliche W&#228;rme, die sie bei Oskar schlie&#223;lich findet. </p>
<p>LET THE RIGHT ONE IN zeigt die Perspektive der Ausgesto&#223;enen und Verlassenen und wird deshalb von MFA kurz vor Heilig Abend in die Kinos gebracht, da bekanntlich zu Weihnachten die meisten Empathie f&#252;r andere empfinden. Die Geschichte mit viel Schnee hat auch einen Hauch schwarzen Humor zu bieten. Denn wie in den meisten skandinavischen Filmen tauchen auch hier skurile Gestalten auf. In der Nachbarschaft verbringt man die kalten Winterabende mit unz&#228;hligen Katzen und Schnapstrinken. Und w&#228;hrend man noch r&#228;tselt, welches komische Wesen den lieben Kumpel ins Jenseits bef&#246;rdert haben k&#246;nnte, ist man schon selbst ein Vampir. </p>
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