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	<title>Blog zum Hof &#187; voloshin</title>
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		<title>Ya! &#8211; Erl&#246;ser auf Droge</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 16:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[Autobiographie]]></category>
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		<description><![CDATA[Regie: Igor Voloshin Russland 2009 88 Min &#8220;Ich bin&#8221; (Ya!) hat Igor Voloshin seinen zweiten Langfilm nach Nirwana (Forum 2008) genannt und alles Ya!sei &#8211; wie er verschmitzt im anschlie&#223;enden Q&#38;A behauptet &#8211; mit Ausnahme der halluzinierten Szenen genau so passiert. Das f&#228;llt etwas schwer zu glauben angesichts der endlosen grausamen Gewaltdarstellungen und Drogenexzesse im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie:</strong> Igor Voloshin</p>
<p>Russland 2009</p>
<p>88 Min</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Ya11.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3247" title="Ya1" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Ya11-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a>&#8220;Ich bin&#8221; (Ya!) hat Igor Voloshin seinen zweiten Langfilm nach <em>Nirwana</em> (Forum 2008) genannt und alles Ya!sei &#8211; wie er verschmitzt im anschlie&#223;enden Q&amp;A behauptet &#8211; mit Ausnahme der halluzinierten Szenen genau so passiert. Das f&#228;llt etwas schwer zu glauben angesichts der endlosen grausamen Gewaltdarstellungen und Drogenexzesse im Film. Ein wenig wirkt <em>Ya!</em> wie die russische Variante von <em>White Lightnin&#8217;</em> aus dem Panorama 2009. Auch dort wurden in einer w&#252;tenden Bild- und Soundcollage Drogen, Gewalt und Religion zusammenger&#252;hrt. W&#228;hrend White Lightnin&#8217; aber wenigstens als M&#246;glichkeit die Rettung und Erl&#246;sung noch zul&#228;&#223;t, macht Voloshin vom ersten Moment an klar, dass wir in der H&#246;lle leben und darin umkommen werden.<span id="more-3236"></span></p>
<p><em>Ya!</em> erz&#228;hlt die Geschichte einer Jugend-Clique um die religi&#246;se Erl&#246;ser-Figur Rom. Seinen J&#252;ngern gibt er statt Brot und Wein Wodka und Drogen aller Art. Der fr&#246;hlichen Endlos-Party des charismatischen Antichrist inmitten der Schar abgefuckter Punks und aufgetakelter Nutten stehen die staatlichen Ordnungsm&#228;chte in der Gestalt von Polizei und Klinik gegen&#252;ber. Ein Polizeichef verfolgt Rom, weil die Frau, die er begehrt hat, Roms Geliebte wurde. In einer der wilden Halluzinations-Sequenzen wird Rom von Polizisten auf einem Friedhof gekreuzigt (etwas moderner mit Elektrobohrer und D&#252;beln), seine Freundin anschlie&#223;end vor dem Gekreuzigten vom Polizeichef vergewaltigt und get&#246;tet.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Ya2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3240" title="Ya2" src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2010/02/Ya2-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Der gr&#246;&#223;te Teil des Film spielt, wenn auch nicht zusammenh&#228;ngend, in der Irrenanstalt, in die sich die Hauptfigur einweisen lassen hat, um der Wehrpflicht zu entgehen. HIer herrscht wie nicht anders zu erwarten die Oberschwester &#8211; das Vorbild <em>One flew over the cuckoos nest</em> von Ken Kesey wird im Film ausdr&#252;cklich zitiert &#8211; flankiert von einer h&#252;bschen Krankenschwester, in die sich der Protagonist verliebt. Ekelbilder aus der verwahrlosten und abbruchreifen Klinik wechseln ab mit alptraumhaften Halluzinationen im Drogenrausch oder unter Einwirkung der Medikamente und verdichten sich zu einer b&#246;sen Parabel der russischen Gesellschaft. Voloshin selbst nennt das bildm&#228;chtige &#8220;M&#228;rchen&#8221; einen Film &#252;ber die Lost Generation aus der Umbruchzeit des Untergangs der kommunistischen Gesellschaften.</p>
<p>Leider k&#246;nnen auch in Voloshins zweitem Langfilm nur die beeindruckend inszenierten Filmbilder. Die autobiographische Story zerfasert im Durcheinander aus Rausch-Bildern, Medikamenten-Halluzinationen und Realsequenzen, ohne selbst eine rauschhafte Wirkung entfalten zu k&#246;nnen. Ein &#252;briges macht die katastrophale Untertitelung, der zu folgen schlicht unm&#246;glich ist, so dass der Film in der derzeitigen Fassung ohnehin nur Russischsprachlern zuzumuten ist.</p>
<p><strong>Beste Szene:</strong> Die Freundesclique versteinert im Schnee zu einem gigantischen Denkmal.</p>
<p><strong>Das tr&#228;gt der Regisseur:</strong> Schickes Sakko &#252;ber &#8220;Dawn of the Dead&#8221;-T-Shirt (als filmisches Vorbild nennt er dann im Q&amp;A aber brav Martin Scorsese, <em>The Godfather</em>).</p>
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		<title>Nirvana (Forum) &#8211;  Schriller Ausstattungsfilm aus St. Petersburg</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 06:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlinale 2008]]></category>
		<category><![CDATA[BERLINALE Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
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		<category><![CDATA[Science-Fiction]]></category>
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		<category><![CDATA[voloshin]]></category>

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		<description><![CDATA[Regie: Igor Voloshin Russland 2008 89 Min. Es gibt eine Theorie, dass Filmemachen nichts anderes sei, als die immer gleichen Themen anders zu verfilmen. Wenn das stimmt, hat der russische Regisseur Igor Voloshin in seinem Erstlingswerk &#8220;Nirvana&#8221; alles richtig gemacht. Leider gibt es im Forum, wo der Film l&#228;uft, weder f&#252;r Maske, noch f&#252;r Kost&#252;me, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regie: </strong>  Igor Voloshin<br />
Russland 2008<br />
89 Min.</p>
<p><a href="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/nirvana.jpg" title="nirvana.jpg"><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/nirvana.jpg" alt="nirvana.jpg" /></a></p>
<p>Es gibt eine Theorie, dass Filmemachen nichts anderes sei, als die immer gleichen Themen anders zu verfilmen. Wenn das stimmt, hat der russische Regisseur Igor Voloshin in seinem Erstlingswerk &#8220;Nirvana&#8221; alles richtig gemacht. Leider gibt es im Forum, wo der Film l&#228;uft, weder f&#252;r Maske, noch f&#252;r Kost&#252;me, noch f&#252;r das B&#252;hnenbild Spezialpreise. Nirvana bek&#228;me sie alle und h&#228;tte selbst beim Soundtrack noch gute Chancen. Warum also z&#252;ndet der Film trotzdem nicht?</p>
<p>13.2. 12.30 Uhr, Cubix 9, OmE<br />
14.2., 22.00 Uhr, Delphi, OmE<br />
17.2., 20.00 Uhr, Colosseum 1, OmE</p>
<p><span id="more-244"></span><br />
Die Geschichte ist schnell erz&#228;hlt. Die Moskauer Krankenschwester Alisa hat die Schnauze voll von Moskau und zieht nach St. Petersburg.  In einer heruntergekommenen WG wohnt sie mit dem Junkie-P&#228;&#228;rchen Valera und Dead Man zusammen. Als Dead Man ein Verh&#228;ltnis mit ihr beginnt, bekriegen sich die beiden Frauen, finden aber zueinander, als Valera eine &#220;berdosis nimmt und Alisa sie rettet. Dann wird Dead Man entf&#252;hrt, weil er seine Schulden nicht bezahlen konnte. Alisa und Valera ziehen durch St. Petersburg, um das Geld aufzutreiben. Mit viel M&#252;he gelingt es und sie kaufen Dead Man frei. Dead Man klaut aber dann das Geld, das die beiden zum Zur&#252;ckzahlen der Schulden ben&#246;tigen und fl&#252;chtet. Valera begeht daraufhin Selbstmord, Alisa holt sich bei Valeras Dealer eine &#220;berdosis, im Rausch erscheint ihr Valera und gibt ihr wieder Lebensmut.</p>
<p>Nicht nur die schr&#228;gen Kost&#252;me und phantasievoll geschminkten Frauen sind ungew&#246;hnlich, auch die Geschlechterverh&#228;ltnisse scheinen vertauscht. Die M&#228;nner sind den Frauen v&#246;llig unterlegen. Der einzige direkte Kampf zwischen einem Mann und einer Frau endet nach nur einem einzigen festen Schlag &#8212; mit einem zertr&#252;mmerten Sch&#228;del des Mannes. Einen gleichwertigen Gegner f&#252;r Pr&#252;geleien haben die beiden Frauen nur, wenn sie gegeneinander k&#228;mpfen. Nach der Pr&#252;gelei zeigen sie sich stolz die Narben vergangener K&#228;mpfe.</p>
<p><img src="http://www.dasblogzumhof.de/wp-content/uploads/2008/02/nirvana3.thumbnail.jpg" alt="Nirvana" align="left" />Das alles rettet den Film aber nicht, so sch&#246;n diese Kleinigkeiten auch sein m&#246;gen. Wie der Regisseur vollkommen richtig anmerkt, ist diese Geschichte zeitlos. Sie ist weder neu noch besonders intelligent. Genau das ist ihr Problem. Voloshin hat nichts zu erz&#228;hlen. Er betreibt einen gewaltigen Aufwand, um dieses inhaltliche Nirvana hinter Tonnen von Schminke, Kost&#252;men und lauter Musik zu verstecken. Die von Szene zu Szene wechselnden irrsinnigen Kost&#252;me und grotesken futuristischen Schminkorgien dienen aber leider gerade nicht dazu, das Innere der Figuren erkennbar zu machen. Vielmehr &#252;bert&#252;nchen sie nur die inhaltliche Leere des Films und der Figuren. Die Ausstattung korreliert nicht mit der Entwicklung der Geschichte, sondern folgt eigenen Gesetzen, die rein &#228;sthetischer Natur sind. So werden Schauspielerinnen zu Models degradiert.</p>
<p>Das sollte aber niemanden hindern, diesen insgesamt doch gro&#223;artigen Film eines russischen Ausnahmetalents anzusehen. Wie eingangs schon erw&#228;hnt, w&#252;rde ich dem Film sofort drei Spezialpreise f&#252;r die Ausstattung zuerkennen.  Allein die hoch&#228;sthetischen Bilder heruntergekommener Kulissen in St. Petersburg sind den Eintritt wert. Nirvana ist eine wunderbare, phantastische und hoch&#228;sthetische Verpackung f&#252;r einen leeren Kern. Wenn Voloshin sich das n&#228;chste Mal entscheiden k&#246;nnte, auch einen Film zu drehen und sich nicht allein auf seine Kost&#252;m- und Maskenbildner zu verlassen, w&#228;re alles gut.</p>
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